Ronald Reagan Zitat

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Beitragsfoto: Zitat von Ronald Reagan

Dienstpflicht

Meine Einstellung zur Dienstpflicht dürfte den regelmäßigen Lesern dieses Weblog bereits bekannt sein. Wenn unsere Politik jemals wieder in der Lage sein wird, Pflichten — jüngstes Stichwort: die COVID-19 Impfpflicht — auch durchzusetzen, dann ist eine Dienstpflicht für alle Bürger dieses Landes, egal welchen Geschlechts, Religion oder geistigem wie auch körperlichem Zustands, nur zu empfehlen.

Deshalb sollten allen Bürger wischen 16 und 18 Jahren ausdrücklich gemustert werden und damit auch den jungen Mitbürgern wohl erstmals auch ein realistisches Bild über ihre eigene Leistungsfähigkeit vermittelt werden.

Und nach erfolgter Musterung müssen alle Bürger bis zum 21. Lebensjahr ihre Dienstpflicht auch antreten. Die besten werden für den Militärdienst gebraucht und danach werden die anderen Dienste, wie Polizei, Feuerwehr, technisches Hilfswerk oder Rettungs- bzw. Pflegedienste bedient.

Sollte einer der für den Militärdienst geeigneten Mitbürger sein Gewissen entdecken, dann wird diesem die Möglichkeit gegeben, dieses im Pflegedienst zu beruhigen. Auf jeden Fall aber muss verhindert — schon alleine wegen der Gleichheit — werden, dass sich manche „bessere“ Bürger in Sonderverwendungen, wie etwa Praktikant an der Botschaft in New York, absetzen oder ganz von der Dienstpflicht befreit werden.

Und auch bei 100 % körperlich oder geistig Eingeschränkten muss ebenfalls sehr restriktiv vorgegangen werden, da es den Mitbürgern schwer zu vermitteln ist, wenn ein „Schwerstbehinderter“ keine zwei Jahre später Sieger bei den Olympischen Spielen oder einer Weltmeisterschaft oder gar als Fußballprofi unter Vertrag genommen wird.

Wir erinnern uns, jede Demokratie lebt ganz besonders vom Vorhandensein von Gleichheit vor dem Gesetz und der Solidarität untereinander.

Gäubahn

Es ist erfreulich, dass nun doch so einige Betroffene aufgewacht sind und die Bedeutung der Gäubahn so langsam aber sicher erkennen. Diese ist, so wie die Frankenbahn als deren Fortführung auch, nicht nur für den lokalen Verkehr (Nahpendler), sondern auch für den europäischen Fernverkehr von Bedeutung.

Deshalb war es schon immer abwegig, diese nur zum Flughafen Stuttgart umzuleiten und damit aus der Verkehrsachse Berlin – Mailand zu nehmen. Die Gäubahn muss dringend als ein Teil der Verkehrsachse Nord-Süd bestehen bleiben. Und so ist es ebenfalls abwegig, diese vorerst am Flughafen enden zu lassen, nämlich so lange bis in ein paar Jahren bzw. Jahrzehnten eine Weiterführung bis zum Hauptbahnhof realisiert werden wird.

Und da man Stuttgart 21 bereits seit mehreren Jahrzehnten plant, sollte man nicht von einem Planungsfehler als Ursache allen Übels sprechen. Da die Gefahr nun allen bekannt ist, sollte man damit beginnen, diese jetzt auch zu bannen!

Wochenstart

Der Start in die Woche begann bereits gestern mit einem gelungenen Übungstanzabend. Klaus Brenner konnte uns dabei den einen oder anderen guten Tipp geben. Danach laß ich noch die lange Woche von Detlef Stern, die dieses Mal eine ganz andere ist; wobei es nun offensichtlich ist, dass „lang“ in diesem Sinne nicht das Gegenteil von kurz ist.

Leider musste ich spät Abends dann noch unser Europa-Grillen um eine Woche verschieben, sehr unglückliche Umstände machten dies erforderlich, was mir wieder einmal vor Augen führte, wie kurz unser Leben, spätestens in der Nachbetrachtung, eigentlich ist.

Heute Morgen durfte ich dann wieder einmal den meseno-Bus fahren und machte damit eine kleine Tour durch den nördlichen Landkreis. Dabei konnte ich den einen oder anderen Baufortschritt bestaunen und die Straßenmeistereien bei ihrer Arbeit.

So kann ich alles in allem von einem guten Wochenstart berichten, der darauf hoffen lässt, dass der Rest der Woche ebenfalls spannend und unterhaltend bleibt.

Artikel des Tages

Specifying Spring ‘83 von Robin Sloan (Juni 2022)

Der Vorteil, wenn man andere Blogs liest, ist, dass man auf Dinge hingewiesen wird, die einem ansonsten entgangen wären. Auch uns Studenten wurde an der Uni bereits 1984 eine eigene Internet-Adresse angeboten. Was wiederum dazu führte, dass ich einen eigenen Telefonanschluss in meiner Studentenbude benötigte. Und mir dann noch ein Telefon in Form einer Micky Mouse zulegte. Dies alles gepaart mit einem Schneider Rechner zeigte, wie bunt und spannend Technologie eigentlich sein kann. Leider geht der Trend aber immer in Richtung Uniformität; wobei doch alle aber immer möglichst individuell sein möchten.


Maskerade

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Beitragsfoto: Maskerade | © Pixabay

Neuer Politikstil

Nachdem Bildung nicht anstrengen darf (Wahlslogan der SPD), und wir erfahren, dass Kritik und Fakten nur etwas für die Verlierer in unserer Gesellschaft sind, haben sich die Parteien allesamt nunmehr darauf geeinigt, zukünftig einen ganz neuen Politikstil zu leben. So gibt es nur noch Gewinner und selbst Parteien, die einmal Verluste hinnehmen müssen — so wie gerade in Schleswig-Holstein oder noch vor kurzem in Baden-Württemberg — dürfen weiterhin ihre erfolgreiche Regierungsarbeit fortführen.

Selbst wenn eine Partei mit Pauken und Trompeten unter die 5 % Hürde fällt (die Linke), sitzt sie noch mit 39 Abgeordneten im Bundestag — alles nur noch Auslegungssache. Und da die Parlamente bei uns immer größer werden, ist demnächst für jeden Kandidaten auch ein Platz vorhanden; dann können wir uns das leidige Wählen ganz sparen, und die Parteien melden jeweils ihre Abgeordnete in die Parlamente ein — die jeweilige Anzahl wird dann nach Proporz und Quote per Losverfahren in Hinterzimmern ausgehandelt.

Und sollte es einmal ein Politiker nicht mir Recht und Ordnung so genau nehmen, dann langt jetzt ein „wir haben uns alle geirrt“ und Schwamm drüber. Es ist einfach alles viel schöner und bequemer, wenn wir uns alle einfach nur gern haben und gegenseitig an oder selbst in die Tasche lügen. Denn eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!

Und wie eigentlich schon immer, der Bote der schlechten Nachricht ist weiterhin der Schuldige — dies hat sich nicht geändert.

Theodor-Heuss-Straße

Auch ich nutze diese Straße immer wieder und habe entsprechende negative wie auch teure Erlebnisse zu beklagen, aber nicht wegen des Blitzers. Heute wird die Theodor-Heuss-Straße zudem Thema in der Heilbronner Stimme (13.5.2022: 30). Dort kommt auch eine Anwohnerin zu Wort.

„Schauen Sie sich die Situation vor Ort noch einmal an und reden Sie auch mit den Anwohnern. Sie kennen die Situation bestens.“

Traude Kraft, Heilbronner Stimme (13.5.2022: 30)

Wahrscheinlich haben die zuständigen städtischen Mitarbeiter das Ganze zusammen mit ein paar Gemeinderäten in Mailand oder in einer anderen schönen Stadt angeschaut und thematisiert; zumindest aber könnte dies die aktuelle Situation erklären.

Dafür dürfen wir aber bald überall in Heilbronn 40 Stundenkilometer fahren, wenn nicht gar 30 Stundenkilometer vorgeschrieben sind (Heilbronner Stimme, 13.05.2022: 29), außer in unseren Fußgängerzonen, dort gilt weiterhin 50 Stundenkilometer als Richtwert.

Begründung für die neuen Geschwindigkeitsbegrenzungen ist die Umwelt, was ganz „folgerichtig“ auch für Elektrofahrzeuge gilt. Und ich wäre nicht erstaunt darüber, wenn dies auch im Falle, dass es dereinst nur noch Elektrofahrzeuge gibt, so beibehalten wird.

Für mich ein Anzeichen dafür, dass man in Heilbronn Verkehrspolitik nach der jeweiligen Ideologie oder aus populistischen Launen heraus und weniger nach den gegebenen Notwendigkeiten macht. Die Leidtragenden sind dabei immer die Schwächsten in unserer Gesellschaft oder auch jene Anwohner, die sich nicht mit Dienstfahrzeugen abholen lassen können.

Deutscher Film

Zwei deutsche Filme sind mir in den letzten Jahren positiv in Erinnerung geblieben. Zum einen der Film „Das Leben der Anderen“ von Florian Henckel von Donnersmarck aus dem Jahr 2006 und mein ganz persönlicher Favorit „Erleuchtung garantiert“ von Doris Dörrie aus dem Jahr 1999.

Beiden Filmen ist wohl eines gemeinsam, nämlich, dass sie ohne größere Subventionen auskamen, und so konnten sich alle Beteiligten ganz der Kunst und dem Film widmen.

Doris Dörries Film zeigt einen exzellenten Gustav Peter Wöhler und einen erstaunlich guten Uwe Ochsenknecht in einer Art Roadmovie mit religiösem Touch. Und das Ganze auch noch in einem, für die meisten von uns, ungewöhnlichen Umfeld. Über die Geldautomatenszene oder über die versuchte Rückkehr ins Hotel freue ich mich jedes Mal wieder von Neuem.

Geburtstag des Tages

Senta Berger


Beitragsfoto: Sülmerstraße | © Shutterstock

12.5.02022 5 (8)

Beitragsfoto: Sülmerstraße | © Shutterstock

Adams Æbler

Wenn man unverhofft etwas mehr Zeit als eigentlich verplant hat und man einfach keine Lust auf ein Buch bekommt, dann lohnt es sich mal wieder in die eigene Videothek zu schauen. Anders Thomas Jensen gelang es 2005, mich für den dänischen Film zu begeistern. Vielleicht war es dabei sehr hilfreich, dass ich bereits gut drei Jahre mit dänischen Kameraden produktiv zusammenarbeitete und so auch deren Humor und kulturelle Eigenarten besser kennenlernte.

Adams Äpfel kam dann auch 2006 in die deutschen Kinos und wurde dort ebenfalls zu einem Erfolg. Und gut 17 Jahre später ist dieses Komödie immer noch sehr sehenswert. Die Geschichte ist dabei schnell erzählt. Ivan, ein Pfarrer, versucht Adam, einen Neo-Nazi zu resozialisieren. Gunnar, ein Alkoholiker, Khalid ein Räuber und Sarah sind ihm dabei mehr oder weniger hilfreich.

Das wirklich Interessante dabei ist, dass der Film auch heute noch nicht an Aktualität verloren hat. Und das einzig unrealistische des Films ist, dass Anders Thomas Jensen meint, dass man Nazis resozialisieren könne — ich verbuche das einmal unter schwarzem Humor.

Khalid: „Ich fliege weg aus diesem Schwuchtelland.“

Tradition

Bei uns in Heilbronn ist es spätestens seit Hans Hoffmann Tradition, dass sich Gemeinderat, Bürgermeister und weitere Stadtverwaltungsmitarbeiter gerne im Ausland um die Probleme Heilbronns kümmern. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Verantwortlichen einfach nicht da sind, wenn es um Heilbronner Probleme geht.

Und wenn man die Probleme unserer Stadt beständig möglichst von ganz weit weg betrachtet und sich in Heilbronn auch nur in möglichst ausgesuchten Kreisen bewegt, dann kann es schon vorkommen, dass man die Dinge selber glaubt, die einem die bezahlten Schönschreiber (Marketing) auftischen.

Wenn man dies berücksichtigt, muss man sich auch nicht mehr wundern, dass die Sozialbürgermeisterin keine Armut in Heilbronn kennt oder der Oberbürgermeister in Heilbronn nur auf sauberen Straßen wandelt.

Vielleicht wäre es gar keine schlechte Idee, wenn man die Stadtspitze dazu verpflichtet, sich die Probleme Heilbronns nicht in Mailand oder anderen schönen Städten anzuschauen und die Gemeinderäte dazu, dass sie zumindest etwas mehr als die Hälfte des Jahres auch in Heilbronn leben.

Ich bin davon überzeugt, dass sobald unsere für die Stadt Verantwortlichen selber einmal in Fäkalien treten, von E-Scootern und Radfahrern angefahren werden, LKW in den Fußgängerzonen ausweichen und sich von Bettlern, Hausieren oder betrunkenen Gestalten belästigen lassen müssen, sie auch etwas motivierter werden, die Probleme Heilbronns anzupacken.

Gesetzlos

Der beste Kommentar, den ich zu den aktuellen Geschehnissen rund um unsere Berufspolitiker gelesen habe, besagt, dass man nicht alles tun müsse, was auch erlaubt sei. Eine ganz neue Qualität der Gesetzlosigkeit haben wir aber mit der Tatsache erreicht, dass man in Baden-Württemberg wirklich alles machen, wenn man nur an der Quelle sitzt und die Justiz anweisen kann, einfach nicht zu ermitteln.

Wissen wir doch alle: „wo kein Kläger, da kein Richter“. Nun müssen wir aber auch zur Kenntnis nehmen, dass unsere Justiz für Berufspolitiker nicht zuständig ist, ergo, egal wie viele Kläger auch auftreten mögen, als Minister steht man Kraft Amtes über dem Gesetz. Nur eine unabhängige Justiz könnte diesen Missstand beheben. Das Problem bei uns, das Thema „unabhängige Justiz“ ist längst kein Bestandteil der Ausbildung zum Juristen mehr.

So werden unsere Berufspolitiker weiterhin ein völlig verantwortungsloses Leben auf unsere Kosten führen können, wobei ihre großen und kleinen Eskapaden unsere Mitbürger auf das Beste unterhalten, und das ist es doch, was bei uns wirklich zählt.

Geburtstag des Tages

Florence Nightingale