Lesezeichen

Grüne Trumpisten 5 (1)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Ralph Bollmann | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die grünen Trumpisten (zuletzt aufgerufen am 25.1.2026, 10.55 Uhr)

„Europa will sich von den Vereinigten Staaten weniger abhängig machen, aber die Grünen im Europaparlament ziehen nicht mit. Sie spielen damit dem Populismus in die Hände. …

Ganz nebenbei wirft der wenig professionelle Umgang mit der Frage ein Schlaglicht auf die noch immer zweitrangige Personalauswahl, die deutsche Parteien regelmäßig vor Europawahlen treffen.“


Da bin ich aber froh darüber, dass grüne Parlamentarier auch professionellen Journalisten gegenüber auf GröPaz machen!

Bei den Grünen kommt noch mit hinzu, dass deren Abgeordnete sich gerne mit Mitarbeitern umgeben, die gerne selbst den Volksvertreter spielen und dazu noch zu blöd sind, um auf Bürgeranfragen zu antworten.

Ich vermute einmal, dass dies der wahre Grund ist, warum die letzte Bundesregierung gescheitert ist. Funktionierende Politiker wie Robert Habeck hatten einfach nicht den geeigneten Parteiapparat, um deren Politik an den Mann bzw. die Frau zu bringen.


Konzert

Musikvideo zum Tag 5 (3)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Die Stranglers befanden sich gleich zu Beginn der 1980er-Jahre im Umbruch, konnten aber 1981 mit dieser Ballade wieder Tritt fassen. Der Song „Golden Brown“ befindet sich auf der LP „La folie“ (1981), die den damaligen Fans wohl insgesamt doch zu weichgespült war. Mir gefiel die Platte, war aber auch nie ein Fan der Gruppe.

Die Stranglers gründeten sich 1974 als Würger von Guildford. 1990 dürfte dann Schluss gewesen sein.

Auch noch bekannt der Song „Strange Litte Girl“ (1982).

Mit dem Lied „Always The Sun“ (1986) hatte ich diese Gruppe dann völlig aus den Augen verloren. Und wenn das bis morgen mit Davos nichts wird, dann hilft dieser Song den Volksvertretern vielleicht etwas weiter.

Ganz bestimmt aber ist die Sonne schuld daran, dass die Parlamentarier des Europäischen Parlaments doch noch Mercosur beerdigt haben. Denn sie haben dessen Versenkung sicherlich nicht als Morgengabe für Donald Trump gesehen, so viel politisches Verständnis haben die alle nicht. Es dürfte sich eher wie die letzten Jahre bereits auch, bloß um blanke Bestechung handeln.

Einigen wir uns heute aber auf zu viel Sonne oder gerne auch auf zu viel Heroin — am Geld sollte beides nicht scheitern.

„Every time just like the last
On her ship tied to the mast
To distant lands
Takes both my hands
Never a frown with golden brown“

Stranglers (1981)

Altes Auto

9.1.02026 5 (4)

Beitragsfoto: Auto |  © Dariusz Sankowski auf Pixabay

Vermischtes

Die deutschen Gasspeicher sind nur noch halb voll, da unsere Regierung wieder einmal ihre Hausaufgaben gemacht hat: Gewinnoptimierung für ihre Parteisponsoren.

Warum konnten bei uns die Züge früher bei Schnee fahren? Und warum fahren Züge in anderen Ländern weiterhin bei Schnee und Eis, selbst durch meterhohe Schneeverwehungen? Matthew Kronsberg fragt sich derweil, ob heutzutage die Züge wieder die komfortabelste Reisemöglichkeit seien? (New York Times, 6.1.2026 — für die Blog-Leser kostenfrei).

Mir ist es schon sehr lange völlig egal, ob ein Zug in Deutschland komfortabel ist oder ob es dort überhaupt einen Sitzplatz gibt — Hauptsache, er kommt noch ans Ziel und dies möglichst am selben Tag.

Erfreulich, dass der Weg für das jahrelang umstrittene EU-Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay nun frei ist. Bis zum Schluss haben sich die französischen Bauern gewehrt und dafür gesorgt, dass sich Frankreich gegen das Abkommen entschied — Pech gehabt: Mehrheitsentscheidung! Ich vermute einmal ganz stark, dass sobald nun auch Deutschland überstimmt werden wird, es keine Mehrheitsentscheidungen in der EU mehr geben wird.

Neben Frankreich stimmte noch Polen dagegen; Italien rettete nach 25 Jahren Verhandlungen dieses Abkommen nicht ohne doch ein paar weitere Zugeständnisse an die europäischen Bauern erzielt zu haben.

Zwar soll das Abkommen die EU-Exporte jährlich um bis zu 49 Milliarden Euro steigern können und damit mehr als 440 000 Arbeitsplätze sichern helfen, was aber doch nicht so richtig zählt, einfach weil unsere Bauern weiterhin die dickeren Autos fahren — und wir wissen ganz genau, was bei unseren Politikern zählt, nein, nicht die Länge, sondern die Breite.

Und so darf man es durchaus als großen Erfolg ansehen, dass unsere Politiker nur ein Vierteljahrhundert benötigten, um mehrheitlich einmal der Vernunft den Vorzug zu geben.

Käffchen

Für ein Käffchen mit Detlef Stern gehe ich weiterhin gerne in die Stadt. Demnächst gönne ich es mir einmal, miete ein möglichst großes SUV, fahre erst ein paar Runden die Allee hoch und runter, dann durch die Fußgängerzone und stelle zum Schluss den Karren direkt vor dem Café ab — zumindest laufe ich dabei nicht Gefahr, in einen Hunde- oder gar Menschenhaufen zu treten.

Sobald die Autos alle selbstständig unterwegs sind, wobei Detlef Stern der Überzeugung ist, dass wir beide dies nicht mehr erleben werden, hat sich das mit den Privat-, Geschäfts- und Mietwagen wohl erledigt. Denn dann lassen Software-Firmen und die übrig gebliebenen Autokonzerne ihre Autos von ganz alleine auf Kundenfang durch die Städte toben — auf deren Lifetime-Abos bin ich schon heute gespannt!

Bis dahin werden die bereits existierenden selbstfahrenden Automobile weiterhin von Lohnsklaven aus Indien und Co. ferngesteuert. Wobei dies bestimmt auch ein ganz gutes Geschäftsmodell für unsere eigene Jugend ist. In jedem Arbeitsamt werden Räume eingerichtet, wo unsere „Arbeitssuchenden“ täglich ein paar Stunden vor dem Bildschirm sitzend Autos fernsteuern können. Gerade für die Heilbronner Allee- und Innenstadt-Cruiser eine gute Gelegenheit, um einmal andere Strecken kennenzulernen — wobei sie es sich zudem ersparen, immer bei Mama um das Familienauto betteln zu müssen.

Das heutige Thema war aber hauptsächlich der Zettelkasten und eine längst vergangene Zettelkastenrunde, etwas RSS und die gute alte E-Mail. Bei letzterem bin ich davon überzeugt, dass wer am Abend noch mehr als zehn E-Mail in seinen Postfächern liegen hat, besser wieder auf den Briefkasten vor seiner Haustür zurückgreifen sollte.

Wer als Informatikstudent nicht weiß, was ein RSS-Feed ist, der sollte sich schleunigst nach einer anderen Beschäftigung umsehen, Autofahren zum Beispiel.

Kommenden Dienstag habe ich meine letzte Vorlesung in diesem Semester, ab dem kommenden führe ich dann ein Maßband mit — werden wohl nur Gediente verstehen können. Die Klausur steht und so beschränke ich mich darauf, um Fragen zu beantworten. Es dürfte nur noch welche zum Ablauf der Klausur geben, ich lasse mich aber gerne überraschen.

Zum Schluss haben wir noch ein wenig über Blogger gelästert, da wir selber welche sind, geht das auch völlig in Ordnung. Vielleicht ist das mit einer neuen Zettelkastenrunde absolut zu nerdig und so rege ich einmal eine Bloggerunde an. Ich fand es schon immer viel spannender, wenn die, über die man lästert, auch selber mit dabei sind.

Lifetime

Wie kurz unsere Leben sind, das zeigt uns die aktuelle Software-Industrie ganz gut. Wie bereits geschrieben, dünne ich auch mein Privat-Blog zunehmend aus. Und so habe ich mich bereits von vielen lieb gewonnenen Features wie auch Plug-ins getrennt.

Zumindest mir geht es so, dass ich bei jenen Plug-ins, die ich mit einer Lifetime-Garantie erworben habe, dabei doch etwas zögere. Und so bekomme ich nun heute wieder einmal mit, was diese Software-Firmen so unter Lifetime verstehen. Gerade soll ein Plug-in von der Version 3.0 auf die Version 4.0 umgestellt werden, wobei ich, weil ich bereits vor Jahren ein Lifetime-Abonnement abgeschlossen hatte, nun künftig 50 % vom Listenpreis zahlen soll und damit wohl noch weit mehr als jene, die regelmäßig beim Black Friday zuschlagen.

Zum Glück bin ich aber auch noch Telekom-Kunde. Denn dieses Unternehmen zeigt seinen Kunden, dass selbst das kürzeste Leben sehr lange dauern kann, zumindest was deren Wartezeiten anbelangt. Seit gut drei Wochen hängt nun ein Glasfaserkabel in meiner Kellerwand herum. Und so lange dies nur so herumhängt, sieht es im Keller aus wie bei Hempels unter dem Sofa, weil ich die weiteren Kabelwege im Haus schon einmal freigeräumt hatte.

Wann bloß wurde aus Eduard Zimmermanns Fernsehsendung „Nepper, Schlepper, Bauernfänger“ bei uns nackte Realität?

Post Scriptum (Dank geht an Guido Kühn)