Blogger

8.2.02026 4.4 (7)

Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Vermischtes

Heute schreibe ich diesen Blog-Beitrag gleich zweimal, wobei ich zugeben muss, dass die erste Version weit besser war. Aus irgendeinem Grund verschwand diese beim Veröffentlichen plötzlich ins digitale Nirwana.

Noch im Februar möchte Donald Trump seinen Friedensrat einberufen, wohl eher ein Sammelbecken von ehemaligen Weggefährten Jeffrey Epsteins. Gespannt dürfen wir darauf sein, welche europäischen Politiker sich dabei ihren Eintritt von unseren Steuergeldern bezahlen lassen. Alternativ können diese sich ihren Eintritt bestimmt auch von der Deutschen Bank vorfinanzieren lassen, diese dürfte hinreichend Erfahrung mit solchen Finanzgeschäften haben.

Was zudem erklären könnte, warum Donald Trump so auf Grönland schielt, denn seit er die Regie übernommen hat, dürfte der Platz auf Little Saint James nicht mehr ausreichend sein.

Heute Nacht findet der Superbowl statt. Leider werde ich diesen nicht mitverfolgen können, da ich gleich morgen früh wieder mit dem meseno-Bus unterwegs sein werde. Da dieses Mal keiner meiner eigenen Favoriten mit dabei ist, hält sich mein Bedauern darüber aber in Grenzen.

Dafür ist aber schon heute das Angucken des Wiener Opernballs gesetzt. Noch etwas jünger und dynamischer wäre ich sicherlich zusammen mit meiner besseren Hälfte bereits auf dem Weg nach Wien.

Olympische Spiele oder Fußballweltmeisterschaften haben für mich ihren Reiz verloren, denn es sind doch nur noch von unseren Steuergeldern finanzierte Feiern, die korrupten Geschäftsleuten und noch korrupteren Politikern eine weitere Plattform bieten, um sich beim Pöbel ins rechte Licht zu setzen — der Sport ist dabei völlige Nebensache. Bedauernswert jene Sportler, die dafür ihre eigene Gesundheit ruinieren.

Die letzten Tage musste ich dank meiner Zipperlein etwas kürzer treten und konnte mich entspannen. Erfreulich, dass mein Fernbleiben bei der einen oder anderen Veranstaltung dieses Wochenende bemerkt wurde. Aber ich schaffte es nicht einmal zum gemeinsamen Käffchen mit Detlef Stern.

Leider hat sich die Arbeit dabei nicht von alleine erledigt und so werde ich kommende Woche mehr beschäftigt sein, als ich es eigentlich vorhatte.

Ach, da lese ich gerade in meiner Timeline, dass sich wieder ein paar Promis fürs Vorlesen feiern lassen. Versteht sich von selbst, dass die es nur wegen des schnöden Mammons machen und denen die Kinder dabei völlig egal sind. Wenn diesen Menschen Kinder wichtig wären, dann würden sie wie z. B. Detlef Stern oder ich regelmäßig und unentgeltlich in der Kinder- und Jugendlichenbetreuung unterwegs sein. Promi ist mein bei uns aber nur, wenn man sich auf Kosten anderer, möglichst dabei der Schwächsten in unserer Gesellschaft, ins rechte Licht setzt.

Ich stelle nun fest, dass ich meinen alten Blog-Beitrag nicht mehr in Gänze hinbekomme, mich dafür aber wieder von ganz anderen Dingen triggern lasse, wie z. B. von Putins Wadenbeißer Victor Orban, der nun die Ukraine zum Feind Europas erklärt.

Dabei kennen wir die Feinde Europas und der Demokratie nur allzu gut, z. B. korrupte kleine Wadenbeißer, die sich durch zugeführte kleine Mädchen oder Buben, Honorarprofessur, sonstige Geldgeschenke oder billige Urlaubsreisen zu willigen Dienern des Totalitarismus machen lassen.

Brandmauer

Erst hat die Union die AfD überhaupt erst möglich gemacht, dann völlig populistisch eine Brandmauer ausgerufen und nun zerbröselt sie diese besagte Mauer unter dem Beifall ihrer eigenen antidemokratischen Klientel so langsam aber sicher wieder. Hauptsache Schau und Pomp und Gloria.

Derweil eröffnen uns die AfD-Abgeordneten immer unverhohlener, was sie demnächst mit uns Demokraten so alles anstellen werden. Dabei dürfen wir schon froh sein, wenn wir nur unsere Arbeitsplätze verlieren oder aus unserem eigenen Land hinausgeschmissen werden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die AfD bereits ihre schwarzen Listen hat, für jene Bürger, die sogleich exekutiert oder zumindest im KZ landen werden. Dass alle Bürger, die sich nicht gleichschalten lassen, auch ihr Vermögen verlieren, werden wohl der Anreiz für unsere Firmen, Konzerne und sonstige systemrelevante Personen, denn sie werden dabei sicherlich wieder ihren Anteil erhalten, welchen sie ohne Wenn und Aber auch dieses Mal in die nächste Demokratie hinüberretten können.

Auch wenn ich hier einmal schrieb, dass es für ein Verbotsverfahren längst zu spät ist, sollten wir dies dennoch durchzusetzen versuchen. Ähnlich wie die damalige SPD noch geschlossen gegen das Ermächtigungsgesetz stimmte. Ob deren Abgeordnete dies noch heute tun würden, darf stark angezweifelt werden. Das Korruptionslevel in der Bundesrepublik ist weit höher, als es zu Weimarer Zeiten war, wobei sich Anstand, Ehre und Ehrlichkeit längst aus der Berufspolitik verabschiedet haben.

Ruprecht Polenz

Die unverhüllte Drohung gegen die unabhängige durch einen Bundestagsabgeordneten ‼️der ist ein weiterer Sargnagel für das überfällige gegen die AfD

Das Bild zeigt einen Tweet des AfD-MdB Moosdorf, der unter Hinweis auf 250 Richter, die in den USA wegen Rechtsbeugung durch die Regierung festgenommen worden seien, der deutschen Justiz dasselbe androht, wenn die AfD an die Macht komme
8. February 2026, 11:47 306 boosts 410 favorites

Übrigens, dieser besagte AfD-„Professor“ ist tatsächlich ein Moskauer Honorarprofessor, der im Bundestag eigentlich nur durch Hitlergrüße von sich Reden macht. Auch bekannt, dass er sich von Wladimir Putin finanzieren lässt — zwei Antifaschisten, die sich offensichtlich ganz gut verstehen. Wie ich schon öfters schrieb, die AfD ist ein richtiges Sammelbecken für Kriminelle aller Art.

Schade, dass immer öfters nur noch ehemalige oder abgelegte Unionspolitiker für unsere freiheitliche demokratische Grundordnung eintreten wollen. Viele haben wohl wie viel zu viele Journalisten im ÖRR auch den neuen Zeitgeist erkannt — wobei man der Union attestieren muss, dass sie diesen erst selbst miterschaffen hat, was man halt so macht, wenn man selbst noch den kleinsten Maskendeal dem Allgemeinwohl vorzieht. Wir erinnern uns dabei an die besagte geistig-moralische Wende! Und so dürfte Helmut Kohl als „Vater des ganz neuen Europas“ in die Geschichtsbücher Einzug halten.

Und dabei gäbe es in der Union noch ausreichend junge, kompetente und demokratisch sehr engagierte Politiker, die gemeinsam mit den anderen Demokraten das Ruder herumreißen könnten. Was hält diese bloß ab? Eine in Aussicht gestellte Einladung bei Markus Lanz oder Caren Miosga? Oder noch besser, eine persönliche Einladung in den Friedensrat von Donald Trump?

Gendern

Dank eines Blog-Beitrags in meiner Timeline durfte ich erfahren, dass sich Zeit-Leser mit besserem Einkommen gerne über das Gendern lustig machen würden. Und viele dieses Thema aufgreifen würden, um schnell Geld zu machen. Dabei fand ich es richtig lustig, dass der Blogger so nebenbei erwähnte, dass er ab heute ausgesuchte Werbung (wohl für Zeit-Leser) schalten würde.

Ich selbst bin bekannter Weise kein Freund des Genderns und kann meine Sichtweise dazu auch begründen. Als politisch engagierter Mensch wurde ich mit dem Thema bereits konfrontiert, als es bei Journalisten noch lange keines war und somit diesen auch kein Zeilengeld garantierte.

Von Jugend an war ich in Programmatikdiskussionen involviert und gewohnt, dass man dabei stundenlang über jede einzelne Zeile eines neuen Entwurfs debattiert. Schon ein paar Jahre her begannen dann doch so einige junge Damen und ein paar junge Männer damit, diese Diskussionen nicht inhaltlich aufzumischen oder zu bereichern, sondern einzig und alleine heftigst über das Gendern zu debattieren.

Und so wurde alleine damit immer weniger um Inhalte als um die Form debattiert und diese Texte wurden nicht nur inhaltlich ärmer, sondern auch immer unleserlicher. Was diese Menschen nicht störte, weil es ihnen darauf auch nicht ankam: es war ein neues Thema geboren, um ohne Inhalte und Substanz auf sich aufmerksam machen zu können und sich damit selbst zu profilieren. Schlimmer noch, man konnte damit zudem viele gute Ansätze totreden und -schreiben.

Anfangs versuchte ich noch, dem Ganzen offen zu begegnen und das Gendern, wenn schon gewollt, dann aber richtig in den vorliegenden Texten zu etablieren. Was für ein Fehlschlag! Nun saßen Menschen meines Alters über diesen Texten und passten diese an, wobei die Genderwilligen dies als völlig vertane Zeit ansahen, denn nun hätte man sich inhaltlich engagieren müssen — es reichte diesen Menschen völlig aus, wenn jeder erkennen konnte, dass man den vorliegenden Text halbwegs gegendert hatte.

Und dann kam es zu einem politischen Entwurf, der tatsächlich einmal das Thema Geschlecht egal welches auch immer inhaltlich zum Thema hatte und dabei stellte sich sehr schnell heraus, dass der Genderfraktion das Thema völlig am Arsch vorbeiging, Hauptsache auch dieser Text war etwas angegendert.

In dieser Diskussionsgruppe saß tatsächlich ein Mensch, über dessen Geschlecht ich mir nicht so ganz sicher war, er vielleicht auch nicht. Und so gab es zumindest zwei in dieser Gruppe, die den besagten Text gerne für alle Menschen egal welchen Geschlechts angepasst und damit das Thema genau auf die gesamte notwendige Bandbreite gebracht hätten. Bei den jeweiligen Abstimmungen zum Text sorgte die Genderfraktion dafür, dass man den Text als gegendert erkennen konnte, leider aber nicht dafür, dass er inhaltlich allen Menschen egal welchen Geschlechts dienlich war.

Sobald es nur noch um die Form, aber nicht mehr um die Inhalte geht, ist jede Diskussion reine Zeitverschwendung! Außer halt, man lebt als Politiker oder Journalist davon.

Was mich nun völlig abschweifen und an eine Karikatur von Guido Kühn denken lässt.


Bierkrüge

2.2.02026 5 (3)

Beitragsfoto: Bierkrüge

Melania

Zumindest für mich völlig überraschend, ist das jüngste Meisterwerk von Brett Ratner („Rush Hour“) ein regelrechter Kassenschlager geworden. Republikaner und Konservative weltweit pilgern in diesen Dokumentarfilm wie ehemals Katholiken in die Kirche.

Zwar kann man davon ausgehen, dass man mit Geld alles kaufen kann, aber hierbei geht es tatsächlich um weit mehr, nämlich um Religion! Nachdem bereits die Liberalen weltweit so gut wie nicht mehr vorhanden sind, verändern sich auch die Konservativen: beide politische Richtungen dürften inzwischen schon längst den Boden der Politik verlassen haben und schweben immer mehr in religionsähnlichen Gefilden.

Gemäß des Hollywood Reporters kommt der Film vor allem bei Konservativen an, insbesondere bei Frauen. „The pic is galvanizing conservatives in the South and South-central part of the country, and specifically older females over the age of 55, who made up 72 percent of the opening-day audience. And a stunning 78 percent of all ticket buyers were 55 and older.

Eine Wählergruppe, die schon den Mullahs im Iran zum Sieg verholfen hat und auf die auch Donald Trump schon immer zählen konnte — dies hat definitiv nichts mit politischem Sachverstand zu tun, das ist Religion für gewöhnlich geistig schwach aufgestellte Bevölkerungsgruppen.

Nun bin ich einmal sehr gespannt darauf, welcher deutsche Politiker sich demnächst outen wird.

Übrigens erst an vierter Stelle der jüngste Film von Mr. Newberger’s AI Funnies „Epstein Island“.

Vermischtes

Der Brückenbau bei Bad Friedrichshall für den Schwarz-IT-Campus nimmt so langsam Formen an. Mitarbeiter können dann ganz bequem mit der Stadtbahn zum Campus gelangen. Ich weiß zwar weiterhin nicht, was man in einem IT-Campus machen wird, aber gut aussehen tut er auf alle Fälle bereits.

Ähnlich geht es mir bei der Kreissparkasse, denn diese soll sich zu einem regelrechten Kreissparkassenquartier weiterentwickeln. Auf alle Fälle aber muss es sich so richtig lohnen, das Geld anderer Leute zu verwalten. Und so schießen bei uns weiterhin die „Paläste der Scheinarbeit“ und die „Kathedralen der Bürokratie“ wie die Spargel aus dem Boden, zumindest so lange, bis KI und eine digitale Verwaltung allgegenwärtig sind.

Da bei uns immer weniger Bier getrunken wird, muss man sich schon heute Gedanken darüber machen, was man mit der ganzen dafür nötigen Infrastruktur anstellt. Zumindest für die unzähligen Bierkrüge scheint es Ideen zu geben.

Und so ganz nebenbei konnten wir noch eine Runde Siedler von Catan am Wochenende einbauen. Da es eine neue Mitspielerin gab, wählten wir ein weniger kriegerisches Setting.

Autofahrt

Gestern hatte ich eine ganz spontane Einladung in meine Alma Mater. Schon etwas länger wusste ich, dass wir uns in München treffen werden. Da meine eigene Zuckelkiste für den Stadtverkehr optimiert ist, bin ich froh darüber, dass ich mir Langstreckenautos in der Verwandtschaft oder von Freunden leihen kann.

Und so war es wieder einmal eine Freude, in ein Auto zu steigen, das für Strecke optimiert ist. Gefühlt war ich so schnell wie noch nie in München, so früh, dass wir vor den Toren der Stadt eine Kaffeepause einplanen mussten. Eines musste ich dabei aber feststellen, ich kann bekannte Strecken trotz Ausbaus und besserer Autos nicht mehr so schnell fahren wie noch als Mittzwanziger — das Alter fordert definitiv seinen Tribut, die Kurven werden gefühlt immer enger und das über 30 Minuten hinweg Halten der Maximalgeschwindigkeit fängt an, anzustrengen.

Sensationell der Verbrauch des von mir gefahrenen Autos, gut und gerne die Hälfte des von mir vor Jahren einmal gefahrenen Langstreckensprinters. Und die Technologie von den Bremsen angefangen, die die Bremsenergie einfach so wegzubeamen scheinen, einfach eine große Freude. Die Federung, vergleichbar mit einem King Size Bett. Ausstattung und Komfort mehr als genug.

Was mir eindeutig zeigte, dass der Zenit der Verbrennerautos längst überschritten ist, man kann solche Autos nicht mehr verbessern! — sie sind voll und ganz ausgereift. Wer nun als Partei Wahlkampf damit macht, dass es nun gelte, die Verbrennermotoren weiter zu optimieren anstatt auf eine bessere und inzwischen auch bewährte Technologie zu setzen, der ist völlig unseriös auf bloßem Stimmenfang.

Wenn es tatsächlich gelänge, das von mir gestern gefahrene Auto noch besser zu machen, müsste man mit einem Tanklaster hinterher eilen, der beständig den Sprit abpumpt.

Heute Morgen dann die übliche Fahrt mit dem meseno-Bus. Dieses Mal aber als Schneefahrt einschließlich ausreichend großer Schneeflocken, um in eine winterliche Stimmung zu verfallen. Zum Schluss war der Bus auch noch gut gefüllt, was möchte man mehr.

Allerdings lässt es sich nun nicht mehr verdrängen, er ist in ein Alter gekommen, wo man dringend über einen Ersatz nachdenken muss. Gerade aus der Werkstatt war er teilweise nur auf drei von vier Zylindern unterwegs — warum auch immer.


Wahlkabinen

30.1.02026 4.4 (7)

Beitragsfoto: Wahlkabinen | © Alexandru Nika, Shutterstock

Vermischtes

Den heutigen Nachmittag verbringe ich bei meseno in der Hausaufgabenhilfe, denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Die letzten Abende konnte ich das Tanzbein schwingen und dabei auch etwas Werbung für den kommenden Europa-Ball machen. So langsam aber sicher trödeln die ersten Ballanmeldungen ein. Was mich wieder daran erinnert, dass ich den Ball noch bei der GEMA anmelden muss. Die GEMA sorgt so langsam aber sicher dafür, dass es bald bei uns nicht nur keine Weihnachtsmärkte, sondern auch keine Bälle mehr gibt. Wenn die eingetriebenen Gelder wenigstens den Musikern zugute kämen, so aber finanzieren diese nur einen weiteren Apparat, den kein Mensch wirklich braucht, der uns Bürger aber beständig geißelt.

Mit solchen Institutionen schaffen wir zwar Arbeitsplätze, verschleiern damit wie bei den Banken, Behörden und Versicherungen auch nur, dass es viel zu viele Bürger gibt, die weder arbeiten können noch wollen. Dass dieses System langfristig nicht tragbar ist, merkt man in der Politik nicht. Ganz im Gegenteil, man schafft wo man nur kann weitere Scheinarbeit und beklagt sich zeitgleich, dass es zu wenige Fachkräfte gibt und diese dabei auch noch viel zu wenig arbeiten würden.

Anstatt Fachkräfte auszubilden, schickt man die Arbeitsverweigerer lieber auf Hochschulen und Universitäten. Und weil diese auch dort nicht arbeiten wollen, schafft man sämtliche Voraussetzungen ab und verleiht sämtliche Titel und Diplome ganz automatisch.

Und da diese Menschen nicht alle Minister und Kanzler werden können, muss man nur folgerichtig für immer mehr Scheinarbeit und noch größere Parteiapparate sorgen. Das Ganze ging halbwegs so lange gut, wie wir uns die benötigten Fachkräfte noch aus dem Ausland besorgen und zudem möglichst viel Arbeit ins Ausland auslagern konnten.

Inzwischen sollten auch unsere Volksvertreter erkannt haben, dass das mit dem Schlaraffenland nur für sie selbst aber nicht für unser gesamtes Land funktioniert! Leider aber bezeugen die aktuellen Wahlplakate, dass keine unserer Parteien dies erkannt hat oder aber, dass sie uns alle inzwischen für so blöd halten, dass sie mit wirklich jedem Wahlplakat Stimmen gewinnen können.

Wahrscheinlich haben unsere Politiker wenigstens dabei Recht! Das Quotensystem funktioniert. Das Resultat wird eine Diktatur sein!

Klausuren

Heute Morgen gab es ein sehr erfreuliches und völlig entspanntes Käffchen zusammen mit Detlef Stern und dies obwohl wir uns beide in der Prüfungsphase des Semesters befinden. Jenen Studenten, die bereits eine Stunde nach der Klausur ihr Prüfungsergebnis haben wollten, empfehle ich einmal in die Prüfungsordnung zu schauen. Ich darf die Noten erst veröffentlichen, wenn alle Prüfungen erfolgt sind. Ich strebe deshalb Freitag, den 13. an — hat was, meine zumindest ich.

Wegen meines eigenen Seelenheils lasse ich mir beim Korrigieren dieses Mal etwas mehr Zeit, was übrigens auch den Studenten guttun wird. Mit etwas mehr Abstand sehe ich über manche Dinge hinweg, wie etwa, dass Studenten die größere Rechenaufgabe ohne Probleme im Kopf rechnen können und nur das Ergebnis — was mir als Autor der Aufgabe selbst nicht gelungen ist — hinschreiben, dafür aber bei meiner Kontrollrechenaufgabe (!) zwei Seiten weiter völlig hoffnungslos am Multiplizieren der Zahl 12 scheitern. Das wirklich Schlimme daran ist, dass kein Student merkt, dass die Klausur im Zusammenhang geschrieben wurde und nicht nur die Abfolge von einzelnen Aufgaben ist.

Zu meiner Zeit war dieses Erkennenkönnen überhaupt erst die Voraussetzung, um ein Studium beginnen zu dürfen! Und so wundert es mich auch nicht mehr, dass viel zu viele Studenten die Ergebnisse der Aufgaben der letzten Klausur — die erlaubten Spickzettel machen dies möglich — in die aktuelle Klausur eintragen. Spannend für mich dabei, wie sie diese Lösungen auf die Fragen der Klausur verteilen, weil so einige Studenten dabei erkennen, dass es dann doch nicht so ganz passen könnte.

Dass viel zu viele Studenten die Aufgabenstellungen mangels Deutschkenntnis nicht mehr verstehen können, wundert mich schon lange nicht mehr — und ich schreibe schon Deutsch für Erstklässler. Denn dies ist alleine unserem Quotensystem geschuldet, das weder Leistung noch Abholpunkte kennt und innerlich jede Form von Bildung zu tiefst verabscheut.

Mein aktuelles Highlight bei der Korrektur ist ein Student, der schrieb, dass er die Ergebnisse schätzt, weil er keine Ahnung habe, wie man sie rechnet.

Den Überflieger in diesem Semester konnte ich schon während der Klausur beobachten, denn als Erstling (jeder Student hat drei Chancen) schrieb er nur die Aufgaben der Klausur ab, um die Antworten dann beim nächsten Mal in der Klausur verwenden zu können. Vielleicht ist er dann bei seinem Letztversuch etwas schlauer und versucht es einmal vorab mit studieren.

Nachfrage

Es freut mich, dass sich doch so manche nette Menschen nach mir erkundigen, wenn ich hier ein paar Tage lang nichts poste. Aktuell bin ich etwas beschäftigt und habe zusätzlich mit Yoyod, ein ganz neuer Zugang ins Fediverse, ein Spielzeug an die Hand bekommen, das mich doch etwas mehr beschäftigt als es eigentlich sollte.

Wer sich selbst mit einem eigenen Blog oder einem Social Medium wie etwa Mastodon im Fediverse bewegt, der kann mir nun auch so folgen. Was ich zudem zum Anlass genommen habe, mein eigenes Weblog wieder über ActivityPub mit dem Fediverse zu verbinden.

Kümmerles Weblog
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Wenn wieder einmal in meinem Blog Flaute herrschen sollte, kann man übers Fediverse prüfen, ob ich noch lebe — ein Anruf oder eine Nachfrage per E-Mail geht selbstverständlich auch.

Das Gute an Yoyod ist dabei, dass der gesamte Social Media Müll ausgeblendet bleibt und man nur das zu Gesicht bekommt, was man sehen möchte.

Meine Erfahrung mit dem Fediverse ist, dass es sehr hilft, wenn man selbst auf einer möglichst kleinen Fediverse-Instanz angemeldet ist. Mir persönlich war schon mastodon.social zu viel des Guten. Der Nachteil dabei ist allerdings, dass es auf kleinen Instanzen etwas länger dauert, bis man sein kleines Fediversum zusammen hat — also nichts für Social Media Junkies, eher etwas für die stillen Genießer.

Was auch auf Blogs zutreffen sollte, denn es ist erfreulich, wenn eine Blogstille zu wenigen aber dafür ernstgemeinten Nachfragen führt und nicht sogleich ein eigener Wikipedia-Eintrag generiert wird.

Bei viel zu vielen heutigen Blogs, auch jene, die ich noch selber lese, meine ich, dass diese nur noch in der Hoffnung geschrieben werden, dass der entsprechende Blogger diesen dereinst einmal monetarisieren können wird.

Noch schlimmer steht es aktuell um die mir bekannten Blogwelten, von denen ebenfalls viel zu viele den Betreiber reich machen sollen. Und so bin ich schon wieder einmal am Überlegen, aus der einen oder anderen „Community“ wieder auszutreten. Das sich gegenseitige Hochpuschen und die gemeinsame Jagd nach Klickzahlen und Reichweite — meist nur um des schnöden Mammons Willen — hat mich noch nie interessiert. Eigentlich sind die meisten Blogger einmal angetreten, um sich selbst und die Welt um einen herum ein klein wenig besser zu machen.

Ob man dies dadurch erreicht, indem man versucht selbst ein paar Millionen Follower zu erhalten, darf bezweifelt werden. Und so kann man es durchaus als einen großen Gewinn für die Menschheit ansehen, dass kaum einer von uns jemals in diese Sphären vordringen wird. Denn fast alle Menschen wollen zwar einmal selbst ein Mahatma Gandhi werden, für die allermeisten von uns reicht es dabei aber nur zu einem Donald Trump.