Queen

2.1.02026 5 (8)

Beitragsfoto: Plattencover

Feststellung

Mein Musikgeschmack war schon immer etwas anders, was meine Freunde aus Jugendjahren sicherlich gerne bestätigen. Dabei dachte ich bisher immer, dass ich nach meiner Phase mit der Rock- und eher experimentellen Musik schon etwas länger beim Jazz gelandet sei. Zumindest war ich schon Mitglied eines Jazzklubs und besuchte bisher am meisten gerade solche Konzerte oder Sessions.

Nun war es aber so, dass zwischen den Jahren auch viel neuer Besuch bei uns ein und aus ging, was ich durchaus begrüßte. Neue Besucher, neue Erkenntnisse. Und so wurde ich gleich mehrfach darauf hingewiesen, dass bei mir zu Hause die ganze Zeit, ob wir nun selbst da sind oder auch nicht klassische Musik zu hören ist.

Auch wenn ich über eine ganz passable Anzahl von Jazz-Sendern in meinem Radio verfüge und mein kleiner Musikserver beständig meine sämtlichen Platten und CD in die Welt streamt, so musste ich nunmehr zur Kenntnis nehmen, dass es die klassische Musik ist, die aus den Lautsprechern in unserem Haus tönt.

Das zum Thema Eigen- und Fremdwahrnehmung. Übrigens, mein Grill war in den letzten Tagen öfters im Betrieb, als das gesamte letzte Jahr über — ein Widerspruch in sich.

Vermischtes

Das Wunderbare am Löschen meines YouTube-Accounts war, dass ich nun meine Nutzung von YouTube von Grund auf neu gestalten kann. Ich zwinge mich dabei, nur noch im „Subscription-Modus“ zu surfen und selbst diese Abonnements sehr selektiv auszuwählen.

Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, wie lange ich dort zumindest halbwegs sinnvolle Inhalte angezeigt bekomme. Und sobald mir wieder unschöne Dinge in die Timeline gespült werden, ist auch dieser kleine Versuch zu Ende.

Sollte sich das Ganze bewähren, dann erstelle ich für jedes Themengebiet meines Interesses einfach einen eigenen Account — wäre doch einmal erfreulich, wenn man ein Social Medium halbwegs sinnvoll nutzen könnte.

Mit großem Entsetzen musste ich feststellen, dass immer mehr Jugendliche völlig ahnungslos sind, was das echte Leben anbelangt. Wer Fackeln an Decken hält und das noch in überfüllten Räumen, wo intensiv gefeiert wird, der kam intellektuell nicht einmal aus dem Kindergartenalter heraus. Das wirklich Tragische dabei, nicht einmal einer der Überlebenden wird etwas daraus lernen — ganz zu schweigen von deren Altersgenossen. Mit ein Grund, warum ich bereits seit Jahren Festzelte meide, denn ab einer bestimmten Anzahl an Feiernden ist mindestens ein Superdepp mit dabei.

Und ja, ich drücke mich weiterhin vor dem Fertigstellen der nächsten Klausur.

Rundschreiben

Kaum hat das Jahr begonnen, fragten mich ein paar Leser, leider aber nicht von diesem Blog, wo denn mein monatliches Rundschreiben bliebe. Ich war so erstaunt und zugegeben auch erfreut, dass ich spontan alles stehen und liegenließ und habe sofort das Januarrundschreiben versandt.

Dies gelang mir aber nur deshalb, weil ich zwischen den Tagen schon eine neue Software für Rundschreiben aufgesetzt hatte.

Was ich nun beim ersten Versand mit Brevo feststellte, ist, dass es wohl keine netzbasierte Ansicht des Rundschreibens mehr gibt. Was mich nun aber nicht abhält, mein Januarrundschreiben nun hier auszugsweise nochmals zu veröffentlichen.

Die Umstellung auf eine neue Software nutzte ich, um gleich auch den Verteiler etwas „auszumisten“, wobei ich erst vermeintliche Dopplungen entfernte und dann jene Adressaten, von denen ich weiß, dass sie überhaupt kein Interesse am Thema haben. Was nun dazu führte, dass dieses Rundschreiben nur noch an 229 Adressaten versandt wurde.


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Europäische Föderalisten, 

alles neu macht der Mai und wir von der EUROPA-UNION Heilbronn bereits im Januar. Wir hoffen nun, dass Sie dieses Rundscheiben im neuen Format und mit einer neuen Software erreicht und von Ihnen auch gelesen wird.

Trotz der äußerst schwierigen Gesamtsituation in unserer Welt, die längst die damalige Kubakrise übertrifft und mit ihrem beständigen Andauern für uns alle immer gefährlicher wird, wagen wir es etwas positiv in das neue Jahr zu schauen und hoffen darauf, dass es nicht so schlimm kommen wird, wie es sich aktuell abzeichnet.

Bei uns in Deutschland stehen ein paar Wahlen an und vielleicht schaffen es unsere Mitbürger noch einmal, um nicht in Gänze den ewigen Verführungen des Totalitarismus zu erliegen. Die US-Demokraten bauen derweil darauf, dass sehr viele ihrer Mitbürger bis November diesen Jahres wieder soweit genesen sind, dass sie so langsam aber sicher dem faschistischen Wahnsinn in den USA wieder ein Ende setzen.

Wir bei uns in Deutschland, wo wir allesamt nicht über so viel an demokratischer Erfahrung und Tradition wie die US-Amerikaner verfügen, müssen davon ausgehen, dass wir uns nach einem Wahlsieg der Totalitaristen, die bei uns traditionell zudem weit schlimmer sind als in anderen Ländern (!), nicht so schnell wieder erholen werden können. 

Wir müssen sogar davon ausgehen, dass die Russische Föderation nur darauf wartet, um uns wieder einmal vom Nationalsozialismus retten zu dürfen. Dass uns die Russen dieses Mal aber gleich die totalitären Parteien mitgeliefert haben, werden sie dabei sicherlich verschweigen. 

Wie es schon Albert Einstein so treffend formulierte, sind unsere Nationalismen eine Krankheit wie die Masern, die man tatsächlich loswerden kann — vielleicht sind deshalb Totalitaristen auch sehr gerne Impfgegner. 

Die Impfung, welche gegen den Nationalsozialismus, den Totalitarismus insgesamt und auch gegen sämtliche Nationalismen wirksam ist, hat einen Namen: Europäische Einigung! 

Leider haben uns die Nationalisten Europas wieder den Totalitarismus zurückgebracht — es war ein großer Fehler diese wieder über die Jahrzehnte des europäischen Einigungsprozesses hinweg hoffähig zu machen! 

Wir hätten von Anfang an alles was über einen gesunden Patriotismus hinausgeht vehement bekämpfen müssen. Der Nationalismus mit seinen propagierten Lösungen wie Grenzschließungen ist viel zu einfach, um sich positiv auswirken zu können. Er verspricht nur, steckt dabei alle an und wächst sich immer zum Totalitarismus, egal in welcher Form, aus.

Wir alle können dies gerade weltweit beobachten und erleben, dies nun bereits auch am eigenen Leib! Was mich ganz persönlich dabei frustriert, das ist die Frage, ob meine volksvertretenden Mitbürger dies nur aus Bequemlichkeit und Ignoranz heraus veranstalten oder doch, weil sie sich insgeheim für Übermenschen halten?

Wir von der EUROPA-UNION wollen weiterhin an unseren Grundwerten festhalten, die, wie wir alle wissen, nicht nur als allgemeine Menschenrechte proklamiert, sondern auch zum festen Bestandteil unseres Grundgesetzes, der deutschen Verfassung, wurden. 

Und egal wer in Deutschland lebt, der ist unserem Grundgesetz gegenüber verpflichtet! Wer dies negiert, der darf auch keinen Verein und keine Partei gründen und schon gar nicht weiter unterhalten! 

Und so wird es dieses Jahr gerade bei uns in Baden-Württemberg richtig spannend. Wie stellen sich die Parteien und Kandidaten zur Landtagswahl am 8. März 2026 auf? Und noch viel spannender, wen wählen die Baden-Württemberger dann?  

Deshalb freut es uns sehr, dass der Kreisverband Stuttgart in Zusammenarbeit mit der EUROPA-UNION und der Europäischen Bewegung Baden-Württemberg eine entsprechende Podiumsdiskussion aus der Taufe gehoben hat, die wir hier in Heilbronn leider nicht stemmen können.

„Vielfalt verbindet: Landespolitik als europäischer Brückenbauer” mit den Spitzenkandidaten der Parteien der Europäischen Bewegung. Wir laden Sie herzlich ein, mit dabei zu sein, um sich zu informieren und die Kandidaten und ihre Positionen kennen zu lernen.

Dienstag, 3. Februar 2026, ab 19.00 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr)
Ort: SpOrt Stuttgart, Fritz-Walter-Weg 19, 70372 Stuttgart


Es gibt gute ÖPNV Verbindungen oder ausreichende Parkplätze im Parkhaus auf der linken Seite.

Die Kandidaten auf dem Podium:
Mutherem Aras MdL (Bündnis 90/Die Grünen)
Dr. Hans-Ulrich Rülke MdL (FDP)
Andreas Stoch MdL (SPD)
Tobias Vogt MdL (CDU)
sowie weitere Kandidaten von Volt und Humanisten
(vorausgesetzt die Parteizulassungen zur Wahl erfolgen im Januar 2026)

Moderator: Dr. Martin Kilgus 

Wir empfehlen unseren Mitgliedern und Lesern die Teilnahme. Im Anschluss an die Diskussion gibt es einen Stehempfang. Und für uns Heilbronner die Möglichkeit zu einem Gruppenfoto.

Anmeldungen bitte bis zum 31.01.26 an events@europa-union-stuttgart.de

Aber auch wir Heilbronner werden dieses Jahr wieder die eine oder andere Veranstaltung stemmen können, nicht zuletzt die 10. Hertensteiner Gespräche am 19. September 2026.

Wir empfehlen Ihnen dazu gerne unsere Vereinswebsite, wo Sie sich sehr schnell auf dem Laufenden halten können. 

Unser Vereinsjahr beginnt mit dem europäischen Frühstück (10.1.2026), gefolgt von einer Kreisvorstandssitzung mit anschließendem Europastammtisch (13.1.2026) und dem ersten Kegelabend im Jahr (16.1.2026). 

Unsere Europastammtische im Februar und im März reservieren wir für unsere Kandidaten zum Landtag. Diese können sich und ihre Ideen dabei gerne den Teilnehmern vorstellen. 

Ich bedanke mich auch im Namen aller Kreisvorstandsmitglieder für ihre Treue zum Verein und der EUROPA-UNION. Wir hoffen auf viele interessante, spannende und angenehme Begegnungen mit möglichst vielen Mitgliedern und an unserem Europa Interessierten.

Auch wenn es sehr viele einfache und noch einfachere Lösungen für alle Probleme dieser Welt zu geben scheint, so weiß doch jeder denkende Mensch, dass nichts so einfach sein kann und ist! 

Tragfähige Lösungen sind immer komplex und kompliziert, bedürfen dabei immer einer Kärrnerarbeit und vielen Kompromissen: das nennen wir Demokratie!

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mit uns diesen beschwerlichen Weg weiter gemeinsam gehen. Dass dies ab und zu zumindest auch etwas Spaß machen kann, das versuchen wir von der EUROPA-UNION zu bewerkstelligen.

Mit europäischen Grüßen

Heinrich Kümmerle
Kreisvorsitzender EUROPA-UNION Heilbronn

„Evolution … setzt voraus, daß Beobachtung zum Scheitern gebracht wird … und daß es trotzdem weitergeht.“

Niklas Luhmann (2021: 492)

Konzert

Musikvideo zum Wochenstart 5 (4)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Zurück nach 1974, vielen noch wegen den olympischen Spielen in München und dem entsprechenden Dackel bekannt.

Den meisten weniger bekannt die Sängerin Ann Peebles. Ihr Song „I can’t stand the Rain“ wurde im folgenden Jahrzehnt durch Tina Turner mit ihrem Album „Private Dancer“ (1985) erst so richtig zum Welthit — ich vermute einmal eher wegen der Beine.

Im voreilenden Gehorsam hat heute die Münchner Sicherheitskonferenz kundgetan, dass die AfD für die Münchner systemrelevant sei. Diese Konferenz verkommt immer mehr zu einem reinen Treffen widerlicher Gestalten. Dabei haben die Bayern doch weiterhin ihre Bayreuther Festspiele, wobei dort längst die Musikliebhaber und entsprechenden Fachleute zu bewundernde Raritäten sind — aber wenigstens gibt es dort noch ein paar echte Experten.

„I can’t stand the Rain“ wurde bereits 1973 veröffentlicht. Die Autoren sind Ann Peebles, Don Bryant und Bernard Miller. Don Bryant warf Ann Peebles zuvor vor, einen seiner Songs gestohlen zu haben, was sie wohl dadurch konterte, indem sie sogleich auch noch sein Herz mit dazu nahm.

Don Bryant verstarb vor kurzem; einen lesenswerten Nachruf schrieb Alex Traub in der New York Times.

Bereits 1977 machte die Gruppe Eruption im damaligen Musikladen mit einer Discoversion von „I can’t stand the Rain“ auf sich aufmerksam. Vielleicht lege ich einmal mit einem eigenen Beitrag über diese Gruppe nach (Stichwort: „One Way Ticket“).

Zum Schluss dann noch Tina Turners Hit.

Nun bin ich einmal gespannt darauf, welche Version meinen Lesern am besten gefällt. Auf alle Fälle aber erübrigt sich für mich die Münchner Sicherheitskonferenz künftig als ernstzunehmendes Podium.


Getränk

22.12.02025 5 (6)

Beitragsfoto: Cocktail am Strand | © PublicDomainPictures auf Pixabay

Chris Rea

Immer wieder überlegte ich, ob ich nicht einmal einen Song von Chris Rea hier im Blog mit einbinden soll. Durch sein Album „On the Beach“ (1986) wurde ich auf ihn erst so richtig aufmerksam. Heute erlag der Sänger einer längeren Krankheit.

Ganz passend aber nun das folgende Lied „Driving Home for Christmas“ (1986), welches sich auch auf dem Album „New Light Through Old Windows“ (1988) befindet.

Sein wohl bekanntestes Album lasse ich heute mal außen vor, wäre sogar für meinen Humor unpassend.

Vermischtes

Jüngst gab es im Familienkreis einen guten Zwiebelrostbraten. Der dafür Verantwortliche befindet sich schon länger auf meiner Empfehlungsliste für gutes Essen.

Auch ging ich heute mit meiner bessern Hälfte Zutaten shoppen, denn zu Weihnachten darf ich grillen — mein Alter ego ist davon überzeugt, dass ich bei guten Zutaten wenig falsch machen könne. Sie wird es nie verstehen, dass es mir beim Grillen aufs Grillen und weniger auf gutes Essen ankommt. Die Verantwortung für gutes Essen überlasse ich lieber meiner besseren Hälfte oder guten Restaurants.

Ihre vergeblichen Versuche, meinen Grillenthusiasmus mit gutem Essen zu garnieren, führten immer wieder zu sehr spannenden Szenen am Grill.

Wenn ein Möchtegerndienstleister von digitalen Diensten vor einer US-Abhängigkeit warnt, dann möchte dieser nur Transferzahlungen in Milliarden Euro Höhe ergattern. Und wir alle wissen es schon jetzt, es wird dabei nichts Positives für uns Steuerzahler herauskommen — einfach nur wieder die übliche Umverteilung der Wohlstands von unten nach oben.

Wer zumindest bei uns in Europa Milliardär ist, der ist dies einzig und alleine nur aufgrund von Transferzahlungen, denn dafür reichen nicht einmal Erbschaften in Millionenhöhe. Damit wir dies aber nicht so recht mitbekommen, fließen gewöhnlich Millionen Euro, alleine nur, um dies zu verschleiern. Danach werden weitere Millionen Euro verwendet, um die Mär vom Selfmade-Millionär zu kreieren.

Schlimmer nur noch, wenn die Grundlage des eigenen Vermögens aus der Ermordung von unseren jüdischen Mitbürgern stammt; was bei uns in Heilbronn kein Einzelfall gewesen sein dürfte.

Rundschreiben

Beim letzten Rundschreiben diesen Jahres konnte ich nicht anders und gab mal eine Einschätzung zu den Kriegszielen der Russischen Föderation. Und da ich schon einmal dabei war, gleich auch noch ein paar Hinweise, was wir Unionsbürger tun könnten und machen sollten.

Da ich nicht weiß, wie lange es online zu finden sein wird, füge ich es gleich hier noch mit in diesen Beitrag ein.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leser!

Auch im Namen des gesamten Kreisvorstandes der EUROPA-UNION Heilbronn möchte ich mich bei den Lesern dieses Rundschreibens recht herzlich bedanken! Leider ist es heute nicht mehr selbstverständlich, dass sich Menschen für eine gute Sache engagieren oder sich wenigstens selbst darüber informieren. 

Ganz besonders aber möchten wir uns bei allen Mitgliedern unseres Kreisverbandes bedanken, die es schon alleine durch ihre Vereinsmitgliedschaft möglich gemacht haben, dass wir auch 2025 mehr als 50 Veranstaltungen stemmen konnten. Mit immer noch 204 zahlenden Mitgliedern steht unser Kreisverband ganz gut da! Allerdings sind wir von unserem langjährigen Ziel, die 500 – rein statistisch betrachtet möglichen – Mitglieder zu erreichen, weiter entfernt als je zuvor. 

Umso mehr freut es uns, dass wir weiterhin auf einen Mitgliederkern bauen dürfen, der uns bei den größeren Veranstaltungen unterstützt. Ohne diese Unterstützung wären die Hertensteiner Gespräche oder aber der Europa-Ball nicht zu realisieren. 

Inzwischen befinden wir uns im zwölften Jahr des russischen Überfalls auf die Ukraine und längst in einem hybriden Krieg der Russischen Föderation gegen die Europäische Union. Auch wenn bisher nur ein paar Tausend Unionsbürger dem russischen Morden zum Opfer gefallen sind, summieren sich die Kriegsschäden alleine in der EU bereits im Bereich von mehreren Hundert Milliarden Euro. Umso verwunderlicher ist es, dass sich die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten weiterhin weigern, die eingefrorenen russischen Gelder, die auch nur einen kleinen Bruchteil der Schäden ausgleichen könnten, zu verwenden.  

Die Erfolge der russischen Kriegsführung sind nicht mehr zu leugnen, die NATO wurde regelrecht zerschlagen, die EU politisch auseinander dividiert, in vielen Parlamenten und teilweise auch in den Regierungen sitzen längst von Russland finanzierte Agitateure, die aus dem Kalten Krieg bekannte fünfte Kolonne wurde nicht nur reaktiviert, sondern wächst beständig weiter an. Längst operieren russische Spezialeinheiten auf bundesdeutschem Gebiet, und wir stecken unsere Köpfe derweil allesamt in den Sand.

Immer klarer sind die russischen Kriegsziele erkennbar, nämlich u. a. die Zerschlagung und Ausplünderung der Europäischen Union. Um dies vielleicht noch verhindern zu können, wäre ein europäischer Schulterschluss dringend vonnöten!

Mindestens so dringend wie 1945! Leider aber haben sich unsere Regierungen allesamt dazu entschieden, jeweils den nationalen Weg in den Untergang zu nehmen, manche dieser Regierungen dienen sich bereits dem russische Diktator regelrecht an. — Wir Europäer haben wieder einmal überhaupt nichts aus unserer eigenen Geschichte gelernt! 

Nachdem sich bereits die US-Amerikaner dem russischen Diktator unterworfen haben, müssen Chinesen und Inder nur noch abwarten, wie sich die westliche Welt völlig in Wohlgefallen auflöst, vielleicht noch mit einem allerletzten Aufbäumen Kerneuropas, um dann der Russischen Föderation die Reste streitig zu machen.

Unsere Welt steht definitiv vor einen ganz neuen Ordnung! Es wird dabei nicht die einer freien Welt und offener Gesellschaften sein. Vorbei die Ideen von Individualismus, Selbstbestimmung, Emanzipation, Gleichberechtigung, Caritas und vielem mehr! Demokratie und Föderalismus nur noch hohle Worte!

Noch ist es nicht ganz soweit! Jeder Krieg wird zum Schluss abgerechnet! Noch könnten wir Europäer den Schulterschluss und dies auch mit den demokratischen Kräften in den USA suchen und gemeinsam für unsere Werte und Ideen kämpfen — dies im wahrsten Sinne des Wortes! 

Im Falle, dass gut 400 Millionen Europäer sich zum ersten Mal tatsächlich gemeinsam für Freiheit und Demokratie einsetzen — nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten —, wäre es möglich, dass wir diesen unsäglichen Krieg gewinnen können.

Wer dabei den russischen Agitatoren an den Stammtischen und in den Parlamenten glaubt, dass ein Burgfrieden mit der Russischen Föderation den Status quo ante wieder herstellen könnte, der macht die Rechnung ohne den Wirt! Bereits jetzt sind alleine in Russland, Nordkorea, Weißrussland und der Ukraine Billionen Euro an Kosten entstanden, die keines dieser Länder jemals begleichen können wird. 

Alleine die völlige Ausplünderung der EU wird diese Kosten wieder einspielen, und so wäre ein Burgfrieden die Versklavung aller Unionsbürger.

Uns wurde ein Krieg aufgezwungen, ob wir es möchten oder auch nicht. Wenn wir wenigstens das bisher Erreichte behalten wollen, müssen wir Europäer in den Krieg ziehen. 

Was müssen wir schleunigst tun?

Wir müssen den hybriden Krieg annehmen, solange er bei uns noch nicht zum Schießkrieg wurde. Dazu müssen wir allesamt davon Abstand nehmen weiterhin persönlichen Vorteilen und Interessen hinterherzurennen — dies gilt ganz besonders für unsere Politiker und Parteien. Ein demokratisches Normal wird und kann es erst wieder geben, wenn nach dem Krieg die Verantwortlichen vor einem internationalen Kriegsverbrechergerichtshof abgeurteilt wurden.

Wir müssen in Europa keine nationalen demokratischen Allianzen schmieden, sondern gleich im Europäischen Parlament eine europäisch-demokratische Allianz!

Wir müssen allen, auch den eigenen, Kriegsgewinnlern sofort einen Riegel vorschieben und ganz offiziell und völlig transparent eine europäische Kriegswirtschaft initiieren, die keine einzelnen Politikerträume verwirklicht, sondern die EU bis 2029 insgesamt kriegsfähig und -bereit macht. Wenn wir großes Glück haben, dann dient diese Militärmacht nur dazu, um das absolut notwendige internationale Kriegsverbrechertribunal durchzusetzen. 

Wir müssen sofort in Europa den hybriden Krieg annehmen und auch vor allem als Zivilgesellschaft sämtlichen Antidemokraten entgegentreten — diese sind allesamt schon jetzt Landesverräter und Kriegsverbrecher.

Wir müssen diese Antidemokraten, egal ob Staatschef oder Pizzabote, stellen und öffentlich zur Verantwortung ziehen. Die sogenannte schweigende Mehrheit darf nicht mehr schweigen! 

Wir Europäer müssen sofort allen unseren Landsleuten und dem Rest der Welt zeigen, dass wir unsere Demokratie, unsere Freiheit und unseren Wohlstand nicht kampflos aufgeben! Auch gegenüber einem US-Präsidenten oder einem Victor Orban.

Wir Unionsbürger müssen den kämpfenden Ukrainern alles geben, was diese für ihren Kampf benötigen. Wir müssen ihnen sogar noch viel mehr als für ihren Abwehrkampf nötig geben! 

Wir Europäer müssen endlich aufwachen, denn nur in einer Demokratie zu schlafen oder gar den Kopf in den Sand zu stecken, wird nur den Feinden der Demokratie helfen.

Die Zeiten, in denen wir uns auf den Lorbeeren unsere Eltern und Großeltern ausruhen konnten, diese sind eindeutig vorbei! 

Während wir nun in den wohlverdienten Winterurlaub gehen, werden Tausende ukrainische Soldaten ihr Leben für ihr Land und unser aller Europa geben müssen.

Wir alle hier haben noch das große Glück, nur mit großen Worten und vielleicht auch mit kleinen Taten für unsere gemeinsame Zukunft kämpfen zu können. 

Sehr lange werden wir dieses große Glück nicht mehr haben — es ist unsere Entscheidung!

Auf alle Fälle aber wünsche ihn Ihnen allen dennoch ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Mit europäischen Grüßen
Ihr / Euer
Heinrich Kümmerle, Kreisvorsitzender

Das Spannendste an meinen Rundschreiben ist dabei weiterhin, wie viele Leser dieses gleich nach seinem Erscheinen abmelden; manchmal geht das so schnell, dass diese es nicht einmal in Gänze gelesen haben können. Ab und zu schafft es ein Rundschreiben sogar, dass ich eine Kündigung der Vereinsmitgliedschaft bekomme. Was mir dann vor Augen führt, wie mächtig die Schrift tatsächlich sein kann.

Bisher — beim Schreiben dieses Blog-Teils — erhielt ich zwei positive Rückmeldungen per E-Mail und dazu noch eine direkte Antwort. Und so kann ich davon ausgehen, dass dieses Rundschreiben drei Leser gefunden hat. … Und nun auch schon eine Abmeldung.