Konzert

Musikvideo zum Tag 4.3 (3)

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Nachdem ich seit gestern etwas am aktuellen Feminismus zu kauen habe, erinnere ich mich daran, dass es bereits in den 1970er-Jahren Mädchen gab, die durchaus den einen oder anderen Konzertsaal rockten. Das Erstaunliche daran, sie waren damals etwa alle in meinem Alter — da kam man sich selber „ziemlich alt“ vor.

Das Traurige daran, sie wurden ganz offensichtlich schlimmer verheizt als ihre männlichen Counterparts und so war bereits nach vier Jahren wieder Schluss.

In Erinnerung blieben sie wohl mit ihrem größten Erfolg „Cherry Bomb“ (1976), der auch auf ihrem Debutalbum „Runaways“ (1976) zu finden ist.

Mir gefällt noch heute der Song „California Paradise“ (1977) am besten, was aber wohl eher an der Sängerin Cherie Currie lag.

Manche kennen Cherie Currie noch als Schauspielerin („Parasite“, 1982) oder als Kettensägenkünstlerin, die über eine eigene „Chainsaw Art Gallery“ in Chatsworth verfügte, letzteres ist sicherlich für diese Sängerin sehr passend.

Zum Schluss dann noch ein Song, der das Schicksal dieser Gruppe gleich vorwegnahm.

„Neon Angels On The Road To Ruin“ findet man ebenfalls auf der Platte „Queens of Noise“ (1977).

Alles in allem erinnert mich Chrisis Auftritt letzten Samstag sehr an diese Band und ich muss sie einmal fragen, ob das rein zufällig oder gar ganz bewusst so eingeplant war. Und die Gruppe wiederum an ein Blind Date in den 1980er-Jahren am Strand in Kalifornien.

„Malibu shines like summer gold
Wild beaches
In the salty wind
California summers never end“

The Runaways (1977)

Konzert

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Beitragsfoto: Konzert

Feminismus pur

Gerade die ersten Aufnahmen meiner Lieblingsnichte gesehen; sie hatte vorgestern in London ihre musikalische Premiere. Ab 1.30 Stunde geht es los … vielleicht für den einen oder anderen etwas zu viel Feminismus.

„For her debut performance, chrisi brings a bold set of feminist rap rooted in her lived experience as a woman. Drawing on her conservative upbringing, the show traces a personal journey of unlearning patriarchal narratives and breaking free from the constraints of misogyny and capitalist control. Raw, direct, and emotionally layered, her performance moves between rage and vulnerability – confronting hegemonic systems while carving out space for liberation, sexual freedom, and deep solidarity. Musically, chrisi blends hip-hop influences with classical foundations and smooth R’n’B-inflected vocals, creating a sound that’s as rich as it is confrontational. Her lyrics are unapologetically upfront and document a reckoning with the past, a powerful step toward self-defined truth, and a call to collective empowerment. chrisi is a rapper, vocalist, and producer crafting bold feminist anthems with emotional depth and sonic precision. Drawing on her classical roots and a wide range of influences, she builds textured soundscapes where sharp lyricism takes center stage. Her work moves between fury and fragility, holding space for both critique and hope – while unapologetically questioning hegemonic society and constructed masculinities. With a voice that’s both powerful and defiant, she invites listeners into a space where resistance sounds as good as it feels.”

Jetzt bin ich einmal sehr gespannt darauf, welche Note sie für ihren Master ersungen und ertanzt hat? Auf alle Fälle weiß sie von was sie spricht, wenn sie demnächst Kulturveranstaltungen managen wird.

Als bereits ergrauter Mensch baue ich darauf, dass sich jugendliches Ungestüm von ganz alleine in ruhigere Fahrwasser begeben wird. Was mir mehr Sorgen bereitet, das sind jene Jugendlichen, die bereits in sehr flachen Gewässern beginnen und danach noch viel weiter sinken ohne jemals selbst dabei gelebt zu haben.

Aber nun wieder zurück zur getanzten und gesungenen Prüfung: mir hat es sehr gefallen! Chapeau, Christina!

Vermischtes

Heute eine entspannte Fahrt mit dem meseno-Bus, dieser kommt allerdings so langsam in die Jahre — passt irgendwie. Sollte es einmal einen Nachfolgerbus geben, wäre ein Elektroauto sicherlich die beste Wahl. Und da er neben der Überdachung für die Müllcontainer steht, könnte er durch ein Balkonkraftwerk betankt werden.

Vor ein paar Jahrzehnten völlig genervt von den fortwährenden Siegesfeiern meiner französischen Kameraden, lud ich diese einmal zu einer Sedanfeier ein. Und sie waren begeistert! Die Begründung ganz einfach: sie feiern ihre Niederlagen ebenfalls — never miss a party! — sehr gerne und für meine Kameraden der Kolonialtruppen war der 1. September bereits schon etwas länger der Feiertag an sich.

Am Samstag trafen sich Europäische Föderalisten in Ventotene und verabschiedeten dort eine Deklaration „For a Sovereign and Federal European Res Publica“. Wir Föderalisten sind weiterhin dabei, für einen europäischen Bundesstaat zu werben. Und gleich nach Ventotene geht es am 20. September in Heilbronn bei den 9. Hertensteiner Gesprächen weiter. Wir werden dort sicherlich auch auf die jüngsten Ventotener Vorschläge zu sprechen kommen.

Ganz Eilige können mit mir bereits am Samstag beim Europäischen Frühstück darüber diskutieren, weitere Einzelheiten dazu gibt es auf Threema.

Glotzkasten

Ab und zu muss es einfach der Glotzkasten sein, inzwischen handelt es sich dabei um einen ziemlich großen an der Wand hängenden Flachbildschirm. Die Idee dahinter war sehr einfach, dieser zeigt abwechselnd schöne Bilder aus den Galerien dieser Welt, bei Bedarf Familienfotos und ansonsten ein ewig vor sich hinknisterndes Kaminfeuer.

Zumindest dachte ich daran als ich diese Anschaffung tätigte. Gut daran auch, dass man Kinofilme und die Nachrichten viel besser sehen konnte, was allerdings dazu führte, dass man auch die Nachrichtensprecher und Wettertänzer besser sehen kann — zumindest für mich führte das zum Verlangen, diese einfach durch nette Avatare zu ersetzen, von mir auch gerne durch Hunde oder Affen.

Inzwischen hängt er meist nutzlos an der Wand herum und wird nur noch zur Kenntnis genommen, wenn der ÖRR Nachrichten oder gute Sendungen anbietet.

Und dann kommt abends doch einmal das Verlangen nach dem urzeitlichen Lagerfeuer auf und da gibt es heute nichts besseres als das Abendprogramm. Irgendwelches Licht und Töne, die zumindest meine Generation, die noch mit dem Fernseher großgeworden ist, sehr schnell und noch leichter für ein solches neuzeitliches Lagerfeuer halten kann — was dabei im TV gezeigt wird ist völlig unerheblich.

Meine bessere Hälfte und ich finden uns dabei viel zu oft bei der x-ten Wiederholung eines englischen Krimis wieder und sobald wir dessen gewahr werden, gucken wir, ob nicht tatsächlich irgend etwas Interessantes außerhalb der üblichen Nachrichten und eher selteneren Qualitätssendungen des ÖRR zu finden ist.

Gestern sind wir tatsächlich fündig geworden. Von 2003 bis 2004 gab es einmal eine US-Amerikanische Low-Budget-Serie, die völlig zu Unrecht unter dem Radar heutiger Fernsehsender geblieben ist. Bryan Fuller hatte die Idee zu „Dead Like Me“. Und da wir beide keine Lust zum Bingen hatten, nutzten wir das Angebot, die Serie einfach als Film anzuschauen: „Dead like Me: Life After Death“ (2009).

Aufgespritzte Lippen gehören nicht erst seit gestern zu Low-Budget-Produktionen einfach mit dazu, ansonsten aber ist der Film ein sehr kurzweiliger Zeitvertreib und garantiert zudem den einen oder anderen Lacher. Die Idee von einem Toilettensitz erschlagen zu werden als Todesursache finde ich einfach genial und dann dazu noch durch einen von einer Raumstation, nur köstlich. Eine Zeitarbeitsfirma „Happy Times“ zu benennen, ebenfalls ganz nett. Dass man sich dann auch noch über den Katzenfetisch vieler meiner Mitbürger lustig macht, macht den Film einfach sehenswert.

Das drolligste Gespräch im Film ‚Ich bin schon tot, hatte aber trotzdem Angst‘ macht sich über die Fahrkünste junger Damen lustig, dennoch aber gibt es viele weitere kleine Anspielungen, die zeigen, dass sich die beiden Drehbuchschreiber ziemlich viele Gedanken gemacht haben müssen.

„I have a pair of fuck me pumps: you can have them if you want; they squish my baby toe.“

George Lass in Dead like Me: Life After Death (2009)

Eine sehr gelungen Anspielung auf das Debutalbum „Frank“ (2003) von Amy Winehouse, deren Karriere etwas länger als die der Serie anhielt. Nach gut eineinhalb Stunden konnten wir unseren Glotzkasten wieder ausschalten.

Zugabe

Meine eifrigsten Leser finden hier zehn Minuten Monet in Venedig. Jeden ersten Montag im Monat bringt die New York Times eine zehn Minuten Herausforderung heraus. Wer kann sich noch ein Bild ganze zehn Minuten lang anschauen? Bereits vor ein paar Jahren habe ich eine solche Herausforderung hier im Blog schon einmal gepostet. Hinterher wurde dabei erklärt, was man in wenigen Minuten so alles nicht gesehen hat.

Wer möchte kann sich nun hier überraschen lassen.

„Without girls like you, there’d be no fun
We’d go to the club and not see anyone
Without girls like you, there’s no nightlife
All those men just go home to their wives“

Amy Winehouse (2003)

Konzert

Musikvideo der Woche 4.8 (4)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Aktuell versuche ich noch einmal für die 9. Hertensteiner Gespräche zu werben und so ging gerade ein entsprechendes Rundschreiben an 245 Abonnenten heraus. Was man nicht so alles macht, um unser gemeinsames Europa ein klein wenig zu promoten.

Passend dazu Grateful Dead, die mir nach einem Blog-Beitrag aus meiner Blogroll einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen. 1965 hat sich die Band in Palo Alto gegründet. Auch wenn ich selbst nie ein „Deadhead“ war, hörte ich die Gruppe immer wieder sehr gerne. Erstaunlicher Weise hielt sich die Band 30 Jahre lang, selbst in Opern wird nicht so lange gestorben.

Gleich hier das Lied, das mir aktuell nicht aus den Ohren geht; dieses findet man als letzten Titel auf dem fünften Album „American Beauty“ (1970) der Gruppe.

Auf der Single ist der Song um fast die Hälfte kürzer und hört sich auch noch etwas anders an. Dazu soll es noch eine weit längere Version auf einem späteren Album geben. Welche im obigen Video zu hören ist, kann ich aber nun nicht sagen, dazu müsste ich ältere Platten herauskramen; wobei, ob ich dann den Unterschied noch wahrnehme, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Mir gefällt aber weiterhin das Lied „Ripple“ auf demselben Album am besten.

„There is a road, no simple highway
Between the dawn and the dark of night
And if you go, no one may follow
That path is for your steps alone“

Was jetzt aber nicht bedeutet, dass ich mich alleine bei den 9. Hertensteiner Gesprächen wiederfinden möchte! Der Weg zu einem friedlichen, demokratischen und föderalen Europa ist sehr, sehr lang und gemeinsam wandert man bekanntlich am besten.

Ach ja, die heutige Fahrt mit dem meseno-Bus war sehr kurzweilig und inzwischen habe ich beim Ausladen sogar Hilfe.

„What a long, strange trip it’s been.“

Grateful Dead (1970)