Beitragsfoto: Allee | © Shutterstock

16.7.02021 5 (1)

Foto: Allee | © Shutterstock

Klaviere

Bei meinem Stadtspaziergang habe ich mal wieder Thomas Aurich getroffen, und wir kamen ins Plaudern. Schnell ging es dabei von einem Thema zum anderen. Und dann fragte Thomas, ob auch mir das Fehlen der Klaviere aufgefallen sei. Da er es ansprach, fiel es mir dann ebenfalls auf. Noch 2019 gab es 12 Klaviere und einen Flügel, welche im Zuge des Projekts „Spiel mich! Heilbronn“ in der Innenstadt Menschen zum Musizieren einluden. Wirklich Schade, dass es dieses Projekt wohl nicht mehr gibt.

meseno

Jungs können schon richtig anstrengend sein, das merkt man u.a., wenn man sich bei meseno einbringt. Dort gibt es seit einiger Zeit den Treffpunkt+ und jetzt, da auch ich geimpft bin, gucke ich dort wieder vorbei. Sehr erfreut hat es mich, dass sich die Jungs, welche ich in einer Gruppe anfangs mit betreuen durfte, inzwischen so prächtig entwickelt haben. Dank der Betreuer, die sich während COVID-19 nicht unterkriegen lassen haben! — Was könnte nur aus diesen Burschen alles werden, wenn sich deren Eltern auch etwas kümmern würden?!

Spielabend

Gestern beim Spielabend wurden meine bessere Hälfte und ich mit einem für uns neuen Spiel herausgefordert, und da auch ich einmal gewinnen wollte, hat sich dieser Abend sehr in die Länge gezogen — man glaubt gar nicht, wie schnell die Zeit verfliegen kann.

Den wunderbaren Abend verdanken wir Konstantin, der das Spiel mitgebracht hat, und Wolfgang Kramer, der dieses Spiel namens „6nimmt!“ bereits in den 1990er-Jahren erfunden hat.

Website des Tages

Spiel mich! in Heilbronn

Wir sehen uns wieder in 2021 – bleiben Sie gesund!

Geburtstag des Tages

Reiner Greuling


Kraftwerk-Platten-Cover

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Beitragsfoto: Kraftwerk-Plattencover (2018)

Wenn sich zwei Geister scheiden, dann an dieser Musikgruppe. Meine bessere Hälfte findet dieses Art von Musik nur grässlich, ich hingegen jeden Ton für gelungen und halte zudem die Aufführungen von Kraftwerk jedes Mal für mehr als bezaubernd.

Meine erste Platte von Kraftwerk habe ich 1978 gekauft und „die Mensch-Maschine“ hoch und runter gehört. Später fand ich es dann sehr passend, die Kraftwerkalben als CD zu erwerben.

Kraftwerk wurde 1970 von Ralf Hütter und Florian Schneider gegründet, die mit jeweils zwei weiteren Musikern performten.

Angefangen haben beide unter dem Namen „Organisation“ und brachten dabei 1970 das Album „Tone Float“ heraus, um dann im selben Jahr noch mit dem Album „Kraftwerk“ zu debütieren.

1971 kam dann „Kraftwerk 2“ heraus, gefolgt von „Ralf und Florian“ (1973), bevor sie mit „Autobahn“ 1974 internationale Bedeutung erlangten.

„Radio-Aktivität“ (1975), „Trans Europa Express“ (1977), „Die Mensch-Maschine“ (1978), „Computerwelt“ (1981) und „Electric Café“ (1986) rundeten ihr Gesamtwerk ab.

Ich gönnte mir 1991 noch „The Mix“ und Jahre später dann auch noch die „Tour de France Soundtracks“ (2003) sowie „Minimum-Maximum“ (2005).

Mein bisher letzter Kraftwerk Plattenkauf erfolgte 2020 wieder als Langspielplatte, als ich mir „Kraftwerk, Live im Kölner Sartory Saal, 22. März 1975“ (2018) gönnte.

Nachtrag:

Es geht kaum passender, denn heute am 30. Oktober 2021 wurde Kraftwerk in die Rock ’n’ Roll Hall of Fame aufgenommen. Dazu finden Sie hier einen FAZ-Beitrag.

„The living culture of Central Europe was cut in the ’30s, and all the intellectuals went to the U.S. or to France, or they were eliminated. We take back that culture of the ’30s at the point where it was left, and this on a spiritual level …“

Ralf Hütter, Rock & Folk Magazine (1976)

Budapest Concert

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Beitragsfoto: Ausschnitt Plattencover Budapestkonzert (2020)

Als ich das Kölnkonzert (1975) von Keith Jarrett während meines Studiums in den 1980er-Jahren zum ersten Mal — leider nur auf CD — hörte, wusste ich sofort, dass ich von diesem Jazz-Pianisten öfters einmal eine CD kaufen werde. Über die Jahre hinweg haben sich dann wohl auch so einige seiner Platten in meiner Sammlung eingefunden. Seine Musik wird von mir so gerne und oft gehört, dass ich diese CD bereits vor Jahren auf meinem Server übertragen habe und damit immer, wenn mir danach ist, auf die entsprechende Platte zurückgreifen kann. Dieser Bequemlichkeit ist es wohl dann auch geschuldet, dass ich bis heute kaum eine Langspielplatte von Keith Jarrett in meiner Sammlung habe.

Noch heute dürfte the Köln Concert die bekannteste Aufnahme Jarretts sein und wohl auch seine meist verkaufte Platte. Jarretts Solokonzerte sind dabei reine Improvisationen und gemäß seiner eigenen Aussage ziemlich die enthüllendste psychologische Selbstanalyse, die er sich selber vorstellen kann. Auch wenn seine Improvisationen durchweg begeistern, sind es doch seine Einspielungen, wie etwa die Goldberg-Variationen (1989), oder sein Zusammenspiel mit anderen Musikern, die sein Können voll und ganz zur Geltung kommen lassen.

Meine Lieblingsaufnahmen von Keith Jarrett sind bis heute die folgenden:

  • Miles Davis at Fillmore (1970)
  • Another Bitches Brew (1971)
  • Death and the Flower (1974)
  • The Köln Concert (1975)
  • Concerts (Bregenz 1981)
  • Dark Intervals (1987)
  • Paris Concert (1988)
  • J. S. Bach: Goldberg-Variationen (1989)
  • Tribute (1989)
  • Dimitri Schostakowitsch: 24 Präludien und Fugen op. 87 (1991)
  • Vienna Concert (1991)
  • La Scala (1995)

Wenn ich Sie jetzt etwas neugieriger gemacht haben sollte, dann hören Sie einfach einmal in obige Aufnahmen hinein — ich bin sehr zuversichtlich, dass auch Sie die eine oder andere Aufnahme von Keith Jarrett mit in Ihre Sammlung aufnehmen werden.

„I even have dreams where I am as messed up as I really am — so I’ve found myself trying to play in my dreams, but it’s just like real life.“

Keith Jarrett, Keith Jarrett Confronts a Future Without the Piano (21. Oktober 2020)