Infostand

23.5.02026 5 (4)

Beitragsfoto: Infostand

Horrorshow

Heute hat mich Vincent Klink mit einem Blog-Beitrag erfreut, ob er dies auch mit seinen Kochkünsten kann, werde ich demnächst in Erfahrung bringen. Auf alle Fälle aber hat mir sein Blog den Mund wässrig gemacht — und so dürfte es doch den einen oder anderen Blog geben, der sich irgendwie doch monetarisieren lässt.

Vor etlichen Jahren gab ich mir auch einmal den Eurovision Song Contest, war aber sofort davon geheilt. Erstaunlich, dass ich immer wieder auf Freunde und gute Bekannte treffe, die diesen Wettbewerb einfach lieben.

Vincent Klink hat eine ganz gute Erklärung geliefert, warum wir auch dieses Mal nicht gewonnen haben. Ich gehe inzwischen sogar davon aus, dass wir keinen einzigen Wettbewerb mehr gewinnen können, den man sich nicht erkaufen, erheulen oder erschwindeln kann. Was wir in der Bundespolitik miterleben müssen, wirkt sich inzwischen bis in die Kindergärten aus — der Fisch stinkt am Kopf zuerst!

Vermischtes

Für meine Leser habe ich mich gestern noch so richtig ins Zeug gelegt und „How to Become a Modern Man“ (2023) angeschaut. Paz Jiménez hat eine entspannte Komödie geliefert. Leo Harlem war wieder einmal gut. Fast alle Vorurteile wurden bedient und man konnte sich dabei so richtig gut über alte weiße Männer lustig machen. Was wäre die Welt bloß ohne uns? „Como Dios manda“, so heißt der Film in echt, macht einfach Spaß. Ganz nebenbei, wenn man etwas richtig gut machen möchte, dann muss ein alter weißer Mann ran — Friedrich Merz zeigt, dass es für alles eine Ausnahme gibt.

Danach habe ich mir noch die Heute Show gegönnt; damit ist alles zur Bundesregierung gesagt. Das Positive daran, unsere Landesregierungen sind auch nicht mehr viel besser: mehr als Buckelwale quälen geht dort auch nicht mehr — die DDR lässt grüßen. All dies ist aber noch lange kein Grund dafür, dass nun die Union mit der AfD herummachen muss.

Fürchterlich denken zu müssen, dass die „Generalsekretäre“ hinter Konrad Adenauer und Josef Müller mit der Union nur eine Übergangslösung bis zur erneuten Machtergreifung im Sinn hatten.

Europaaktionstag

Auch dieses Jahr waren meine bessere Hälfte und ich dort vertreten. Unser Jüngster ebenfalls, dieses Mal allerdings war er wieder bei einem Ministeriumsstand aktiv. Der Europaaktionstag führt sämtliche für Europa Aktive im süddeutschen Raum zusammen und so findet man die Europaverbände, die jeweiligen Europe Directs, die Kommission und auch jene Ministerien, die mit Europa zutun haben — zumindest jene, die dies erkennen können. Last but not least auch die Stadt Stuttgart, denn deren Verantwortlichen sind sich der Bedeutung Europas für unsere Städte und Gemeinden durchaus bewusst (ganz großer Insider).

Auch war wieder für eine musikalische Unterhaltung gesorgt und es gab zudem gratis Kaffee in den unterschiedlichsten Versionen. Diese Gemengelage nutzte auch ein Chess Hustler, um sich den Tag zu versüßen. Jene Bürger, die bei bestem Wetter durch die Stadt pilgerten, konnten sich nicht nur über Europa umfassend informieren, sondern auch ganz gut unterhalten — die Stuttgarter nutzten diese Gelegenheit.

Für mich war es dieses Mal der Austausch mit ein paar Kreisvorstandsmitgliedern aus Stuttgart, der mir den Tag versüßte. So ganz nebenbei konnten wir die eine oder andere Angelegenheit regeln und auch Mitfahrer für unsere Budapestfahrt gewinnen. Unsere Jugendorganisation konnte mit einem jungen Mann unterstützen, der sich auch sehr gut anstellte.

Schon seit Längerem sind diese Europainformationsstände für mich nur noch ein Vorhaben, um mit der eigenen Bubble Dinge zu regeln. Viel zu selten gibt es Gespräche, die mein Interesse wecken können, geschweige denn mit wirklich Interessierten ins Gespräch zu kommen. Die große Masse der Besucher möchte entweder von der eigenen Langeweile befreit, einmal den eigenen Frust oder gar völlig bizarre Weltvorstellungen bei den Standbesatzungen loswerden; dabei ist es diesen Menschen völlig egal für was diese Standbesatzungen werben oder stehen. Hinzu kommen noch jene Bürger, die einfach alles abgreifen, was es so an Werbematerial gibt — die Profis bringen dazu gleich mehrere Taschen mit oder fragen ganz unverhohlen nach solchen am Stand.

Die Masse dieses Werbematerials wandert hinterher sogleich in den Müll ohne jemals begutachtet worden zu sein. Die Stadt Stuttgart hatte vorgesorgt und jeden Stand mit ausreichend Müllcontainern ausgestattet. Ich stand gegenüber einem Kaffeestand und war beeindruckt wie viel kostenfreien Kaffee manche Menschen in sich hineinschütten können — umso mehr, da ich nach dem ersten Becher bereits das Koffein spüren konnte; die Barista kannten wohl ihr spezielles Klientel, aber sicherlich noch nicht jene, lieber einen Herzinfarkt riskieren als auf einen Freikaffee zu verzichten.

Die Kreisvorsitzende vor Ort Simone Schmidt überraschte mich dann noch mit einem Becher Eis, der ganz ohne Frage ein Genuss war. Danach kam ich mit Michael Conz über unsere Erfahrungen mit jenen Deppen zu sprechen, die immer alles besser wissen wollen aber dann doch jedes Mal kneifen, wenn man sie auffordert, es selber besser zu machen.

Wir konnten eine ganze Weile so richtig schön ablästern — was zumindest mir gut getan hat — und stellten dabei fest, dass diese Art von Menschen in allen Vereinen und Parteien unterwegs sind.

Ich habe am Stand aber dieses Mal doch so einige „Mitstreiter“ vermisst, die mir jüngst erst sehr penetrant erklären wollen, was man alles machen kann und muss, dabei nur so vor Ideen strotzen und wohl, weil voll von Ideen und besten Absichten, niemals die Zeit finden, um sich wenigstens an der Kärrnerarbeit im Verein zu beteiligen.

Am schlimmsten sind dabei gerade jene, die ihr gesamtes Leben nie für unsere Idee und unseren Verein Zeit gefunden haben und nun fünf Minuten vor der eigenen Mitternacht in einer Art von Torschlusspanik die gesamte Welt neu erfinden meinen zu müssen.

Da diese Menschen unheimlich viel Zeit kosten — von den Nerven einmal ganz zu schweigen — sorgen sie damit nur dafür, dass allen weniger Zeit bleibt, um tatsächlich Neues zu entwickeln und auszuprobieren.

Ich rede mir bereits seit über zwanzig Jahren den Mund damit fusselig, dass man in jedem Verein erst mit den tragenden Rollen beginnt, den Verein dabei kennenlernt und wenn man sich dabei wohl fühlt und auch positiv auffällt, ganz automatisch weitere Rollen übertragen bekommt.

Meine ehrenamtliche Zeit ist mir viel schade, um Torschlusspanikmitgliedern in Einzelgesprächen den Sinn und Zweck des Vereins erklären oder noch schlimmer zu begründen, warum man nicht ein ganz anderer Verein ist oder warum ich als Vereinsvorsitzender nicht sofort dafür sorge, dass das Neumitglied gleich Morgen mindestens Bundespräsident wird — einmal ganz abgesehen von den „Connections“ oder gar EU-Subventionen, die ich für deren persönliche Entwicklung bereitzustellen hätte.

Den meisten dieser Spätzünder empfehle ich besser ganz gemütlich auf dem Friedhof spazieren zu gehen und nach einem Plätzchen zu suchen.

Dann gibt es aber doch immer wieder auch Lebensältere, die zwar erst spät zu uns finden, aber ausreichend Lebenserfahrung mitbringen, um sich ganz harmonisch in das bestehende Gefüge einzupassen! Und diese entwickeln sich dann auch sehr schnell zu einem echten Gewinn für unseren Verein.

„The first ten million years were the worst and the second ten million years, they were the worst too. The third ten million years I didn’t enjoy at all. After that I went into a bit of a decline.“

MArvin, The Restaurant at the End of the Universe (kleiner Insider)

Konzert

Musikvideo zum Wochenende 5 (3)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Auch wenn der nun folgende Song bereits 1978 veröffentlicht wurde, dürfte er von den meisten Zeitzeugen mit dem Jahr 1979 verbunden werden, zumindest aber von mir. Debbie Harry und Chris Stein schrieben den Song „Heart of Glass“ gemeinsam. Das Lied ist auf der LP „Parallel Lines“ (1978), dem dritten und auch erfolgreichsten Album der Band Blondie zu finden.

Ich hörte das Lied wohl zum ersten Mal am 30. April 1979 bei „Disco“, einer Musikssendung von Ilja Richter — wobei Debbie Harry sicherlich ein Hingucker war. Der nächste Hit der Platte war dann „Sunday Girl“.

Und wem Blondie immer noch nicht gefällt, der lässt sich vielleicht vom folgenden Lied „Dreaming“ überzeugen, welches auf der vierten Platte der Gruppe „Eat to the Beat“ (1979) zu finden ist

Blondie gründete sich 1974 in New York und löste sich bereits 1982 nach insgesamt sechs Alben wieder auf.

Zum Schluss dann noch der Song „Rapture“, der zeigt, dass Blondie auch rappen konnte. Das Album heißt „Autoamerican“ und wurde 1981 veröffentlicht.

Mit diesem Blog-Beitrag stimme ich mich auf den folgenden Kegelabend ein, wobei ich feststellen musste, dass ich Blondie bereits vor zwei Jahren hier im Blog thematisierte.

Und da ich nun schon einmal dabei bin, nehme ich den Hinweis von Andreas Lochner aus 2024 gleich noch mit auf und ergänze den Song „Maria“ (1999) — aus einer Blondie-Zeit, die völlig an mir vorbeiging. Das Lied befindet sich auf der LP „No Exit“.


Fediverse Reactions
Bühnenblick

40 Jahre 5 (6)

Beitragsfoto: Bühnenblick

Wie bereits hier im Blog erwähnt, feierten wir Unionsbürger — zumindest ein paar davon — am 9. Mai 40 Jahre Europatag der Europäischen Union. In meiner Funktion als Kreisvorsitzender habe ich diesen Tag „geerbt“, nämlich von meinen beiden Vorgängern im Amt Friedlinde Gurr-Hirsch und Walter Dörr übernommen. Seit 1989 war ich selber mit dabei, zuerst in tragenden Rollen (aka Bänke und Tische schleppen) und später dann mit in der Leitung und Organisation.

In diesen 40 Jahren gab es gleich mehrere Veranstaltungsorte für den Europatag in Heilbronn, zuerst versuchte man sich auf dem Marktplatz, dann etablierte sich der Europatag auf dem Gaffenberg, bevor ihn die Stadtverwaltung auf den Kiliansplatz umzog. Dort konnten wir dann gut drei Jahrzehnte den Europatag feierlich begehen, so lange bis dem OB und dem Gemeinderat diese Veranstaltung für die Weltraum-, KI- und Universitätsstadt Heilbronn zu popelig wurde. Während COVID-19 fand er dann sogar zweimal online statt und einmal in der Tanzschule Brenner, bevor wir den Schritt in die Harmonie wagten, um den Europatag doch wieder zu dem zu machen, was er für viele Heilbronner mit oder ohne Zuzugsgeschichte tatsächlich ist, nämlich ein Tag zum Feiern.

Gestern zu seinem 40. Jubiläum feierten wir den Europa nun zum dritten Mal in der Harmonie. Sehr erfreulich, dass sich zu dieser Gelegenheit jahrelange Mitstreiter einfanden. Erwähnenswert die ehemalige Leiterin von Grupo Raza Petra López Pérez de Swiebocki, die mit ihrer Gruppe fast von Anfang an mit dabei war. Und aus der Politik kamen ebenfalls zwei jahrelange Wegbegleiter, welche trotz persönlicher Differenzen mit mir als Mensch ihren Weg in die Harmonie fanden: Evelyne Gebhardt und Josip Juratovic. Letzterer sorgte zusammen mit seiner Frau dafür, dass die SPD mit beim Europa-Ball vertreten war. Lobenswert das Engagement von Bündnis 90/Die Grünen, die mit zwei Vertretern beim Ball vertreten waren und damit zeigten, dass deren Partei gut mit politischer Verantwortung umgehen kann und umzugehen weiß. Erfreulich das Engagement von Volt, die zum einen den personell best besetzten Informationsstand beim Ball hatten und sich zum anderen auch als Ballteilnehmer sehr wohl fühlten. Zum ersten Mal mit dabei die ÖDP mit drei und der Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold ebenfalls mit drei Vertretern, darunter Thomas Michl, dem ich zum ersten Mal auf einem Treffpunkt Europa begegnete.

Als Vorgruppe zum Europa-Ball fungierte erneut der Deutsch-Afrikanische Verein, der schon alleine durch seine Zusammensetzung die Vorstellungen von Josip Juratovic, wie sich Vereine mit Zuzugsgeschichte aufstellen sollten, erfüllte. Und Mladost Bosne zeigte mit einer Ausstellung von Landestrachten exemplarisch wie bunt unser Europa tatsächlich ist. Die Überraschung des Abend kam allerdings von zwei Ballteilnehmern, die es sich nicht nehmen ließen und in einer inzwischen sehr seltenen Tracht das Tanzbein schwangen.

Das Ballprogramm wurde einem 40. Jubiläum mehr als gerecht! Die Ballettschule Kerstin Brenner eröffnete mit einem Wiener Walzer, wobei der Spitzentanz von gleich sechs Damen die Ballgäste regelrecht begeisterte. Danach jagte in den Tanzpausen eine Darbietung die andere. Azahar Flamenco Gitano, die bereits seit Treffpunkt Europa Zeiten die Gäste begeistern, überraschte mich mit einer Zugabe, die ich nie vergessen werde, denn sie holten die Tänzerinnen der Grupo Raza mit auf die Tanzfläche und beide Gruppen zeigten gemeinsam wie fesselnd und begeisternd der Flamenco ist. Aber auch alleine begeisterten die Damen von Grupo Raza die Ballgäste.

Die Tänzerinnen von Mladost Bosne, deren Trainer Semin Bristina ich noch als Tänzer beim Treffpunkt Europa kenne, faszinierten mit Tänzen aus der Region Sandzak. Die Tänzerinnen von Majidah’s Tribe, welche zum zweiten Mal am Europa-Ball teilnahmen, zogen das Publikum mit einem Säbeltanz in ihren Bann. Gegen Ende des Ballabends boten Kerstin und Klaus Brenner noch eine Charleston-Darbietung, die doch einige Tänzer überlegen ließ, diesen Tanz mit in ihr eigenes Repertoire aufzunehmen.

Wie bereits beim Treffpunkt Europa auch, stellte beim Europa-Ball Marion Amman mit KunST 07 und ihren zahlreichen Gruppen „das Gerüst“ des gesamten Rahmenprogramms. Die Tänzerinnen von TSL Purple, TSL Maroon, TSL Peaches und von TSL Saphir boten den Ballgästen wieder ein Programm der Spitzenklasse.

Und wie in den beiden Jahren zuvor auch, stellte die Tanzband Happyness Voice unter Leitung von Andreas Cranen sicher, dass kein Tanzwunsch unberücksichtigt blieb und alle Tänzer voll und ganz auf ihre Kosten kamen. Über ausreichend Tanzfläche, um die eigenen Tanzkünste in Gänze auszuloten, fehlte es nicht und so zeigte auch dieser Europa-Ball, wie Tanzbälle eigentlich aussehen sollten.

Leider zeigte er aber auch, wie wenig wir Tänzer heute noch selbst trainiert sind und wie schnell wir alle aus der Puste kommen, wenn die Tanzfläche unendlich weit zu sein scheint. Das Schöne am Ball war dabei, dass die Ballgäste aus den beiden vorangegangene Bällen gelernt und sich entweder ihre Tänze besser einteilten oder tatsächlich vorab etwas mehr trainiert hatten. Auf alle Fälle blieb die Tanzfläche bis zum Schluss als der Europa-Ball mit der Europahymne endete nicht gänzlich leer.

Für die EUROPA-UNION war dieser vierte Europa-Ball zum 40. Jubiläum des Europatages ein Meilenstein. An der Notwendigkeit solch einen Tag feierlich zu begehen hat sich in den vergangene vier Jahrzehnten, wie bereits auch in den vier Jahrzehnten davor, nichts geändert. Geändert hat sich nur die Bereitschaft unserer Mitbürger, diesen Tag feierlich begehen zu wollen.

Wir Europäische Föderalisten in Heilbronn haben alles uns erdenklich Mögliche versucht, um diesen Tag in unserer Stadt zu erhalten. Wie es aber bereits schon Miguel de Cervantes wusste, gegen Windmühlenflügel lässt es sich einfach nicht ankämpfen!

Und so bleibt mir nur, auf einen wundervollen und bezaubernden Abend zurückzublicken. Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Harmonie inzwischen mehr als vorbildlich. Und dank dem Betriebsamt hat es dieses Mal auch mit den Europaflaggen geklappt, die bei gutem Wetter wunderbar vor der Harmonie flatterten — Europaflaggen sind in Heilbronn immer eine Seltenheit und nur dann zu finden, wenn es der Stadt von Berlin aus explizit angeordnet wird.

Nicht nur unsere Partnervereine mussten sich auf den Europa-Ball vorbereiten und so waren meine bessere Hälfte und auch ich bereits im Vorfeld beschäftigt. Erfreulich, dass wir am Europatag selbst doch einige Mitstreiter hatten, die dafür sorgten, dass der Tanzball so reibungslos verlaufen konnte. Natalie Krayl, die wir seit Familienfest- und Treffpunkt Europatagen her kennen, war wieder mit vor Ort. Oliver Durst übernahm dieses Mal die Beleuchtung. Leonhard Reinwald, Franz Schirm und Semin Bristina übernahmen mit die tragenden Rollen. Erfreulich auch, dass doch so einige unsere eigenen Mitglieder zum Europa-Ball gekommen waren. Ich hoffe, dass ich mich bereits vor Ort bei jedem einzelnen dafür bedanken konnte. Aus Mannheim war zudem der Kreisvorsitzende Peter Schulze mit Gattin angereist, um mit uns Heilbronnern den Tag zu begehen.

Nun gilt es noch die Nacharbeiten zu erledigen und die Wunden zu lecken. Auch hier schlägt heutzutage die Bürokratie heftiger zu als man es sich nur vorstellen kann.

Manchmal ist es ganz gut, wenn man auch für sich selbst ein paar kleine Erlebnisse schafft. Seit 1984 (kleiner Insider) habe ich einen ganz speziellen Tick, nämlich an den unmöglichsten Orten zu picknicken. Früher™ einmal hatte ich dazu sogar einen eigenen Picknickkorb im Kofferraum meines Autos.

Seit den 1990er-Jahren war es eine heruntergefallene Seilbahngondel in Sarajewo, in der ich mein ausgefallenstes Picknick hatte — ich konnte damals einfach nicht am Treffpunkt Europa teilnehmen. Bis gestern war dieses Erlebnis nicht wirklich zu übertreffen.

Nun aber habe ich ein ganz neues Picknick-Highlight. Als die Vorbereitungen im Theodor-Heuss-Saal der Harmonie fast abgeschlossen und dieser völlig leer war, noch bevor die Band zum Aufbau kam, nutzte ich die Pause und picknickte zusammen mit meiner besseren Hälfte auf der Bühne — hat was!

Soll einer nochmals behaupten, dass Europatage keinen Erlebniswert hätten!


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