Tanzen

20.11.02025 5 (5)

Beitragsfoto: Tanzen | © Pixabay

Vermischtes

Nach COVID-19 wird es für unsere Ärzteschaft, erneut von der Bundesregierung abgesichert, ein neues Eldorado geben: gefälschte Wehrdienstunfähigkeitsbescheinigungen. Was laut den politischen Experten wieder einmal zu einem Trickle-Down-Effekt führen wird, denn künftig fahren unsere Ärzte wieder dickere Autos und wohl wieder verstärkt nach Luxemburg und in die Schweiz. In der Russischen Föderation und in der Ukraine fließen dabei bereits schon jetzt Milliardenbeträge.

Vor 80 Jahren begannen die Nürnberger Prozesse. Gut 200 Nazis sollten stellvertretend für die restlichen 70 Millionen Nationalsozialisten verurteilt werden, der Rest wurde entnazifiziert oder auch nicht.

„Die Angeklagten auf der Anklagebank waren die grausamen Henker, deren Terror die schwärzeste Seite der Menschheitsgeschichte schrieb. Der Tod war ihr Werkzeug und das Leben ihr Spielzeug. Wenn diese Männer immun sind, dann hat das Gesetz seinen Sinn verloren, und der Mensch muss in Angst leben.”

Benjamin Ferencz, Chefankläger der Nürnberger Prozesse (22.11.1945)

Der Hauptprozess endete mit 12 Todesurteilen, 7 Freiheitsstrafen und 3 Freisprüchen. In den Nachfolgeprozessen wurden noch 24 weitere Personen zum Tode verurteilt.

Heute vor 40 Jahren wurde Windows 1.0 zum ersten Mal ausgeliefert. 1989 bekam ich die Disketten geschenkt und konnte damit kurz darauf sogar auf Windows 3.0 upgraden. Über Jahre hinweg war dann Windows für Workgroups 3.11 meine Lieblingssoftware. Den letzten Rechner mit diesem Betriebssystem legte ich erst Ende 2014 still, aber auch nur weil wir uns wegen eines Umzugs verkleinern mussten.

Donald Trump hat nun das Gesetz zur Freigabe der Justizakten im Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein unterzeichnet. Es würde mich sehr wundern, wenn sein Name überhaupt noch in den Akten zu finden ist — das gesamte US-Justizsystem hatte ausreichend Zeit, um den US-Präsidenten rein zu waschen.

Dabei wissen wir es doch alle schon längst, dass nur derjenige auch verurteilt wird, dem zum Schluss das Geld ausgeht. Mit Geld kann man sich bekanntlich sogar einen Platz im Himmel sichern, und wer daran zweifelt, der versucht zumindest 150 Jahre alt zu werden.

Tanzen

Auch ich bin ein Drückeberger, gestern habe ich mich ums Tanzen gedrückt. Spannend immer wieder die Unterhaltungen mit jungen Menschen, welche noch zum Tanzen in die Tanzschule kommen. Im Vergleich zu meiner Generation sind die gegenseitigen Berührungsängste von Jungen und Mädchen dramatisch angestiegen, was mit einer fortschreitenden Emanzipation nicht in Einklang zu bringen ist.

Eher schon, dass sich Jungs und Mädchen weigern, mit dem jeweiligen Konterpart zu tanzen. Schon etwas länger gibt es den Solotanz und dabei sogar Meisterschaften. Und die Gruppentänze erleben ein neues Comeback.

Eine junge und gute Tänzerin habe ich jüngst einmal gefragt, warum sie so oft und so gerne mit anderen jungen Damen tanzt und die Antwort hat mich überrascht. Weil sie gerne führt.

Was in unsere Jugend noch selbstverständlich war, dass beim Tanzen der Herr führt und die Dame fühlt, ist wohl inzwischen der Jugend nicht mehr zu vermitteln.

Aber auch bei uns älteren Tanzpaaren verzweifeln die Tanzlehrer, sobald sie unseren Tanzstil verbessern möchten — aus eigener Erfahrung heraus: eine langjährige Ehefrau lässt sich nicht so ohne Weiteres führen. Und sobald sich der Ehegatte in sein Schicksal ergibt und sich führen lässt, passt das Ganze beim Tanzen nicht mehr so recht zusammen — die Konflikte sind vorprogrammiert.

Unsere Gesellschaft befindet sich insgesamt im Umbruch und wir müssen uns allesamt neu schütteln. Und auch in den Tanzschulen gibt es erste Veränderungen. Einige Schulen und Vereine experimentieren mit einem Führungswechsel zwischen den jeweiligen Tänzen aber auch während der Tänze selbst.

Das Manko, die alten Tänze passen nicht zum neuen Stil. Die Lösung kommt dabei von den jungen Damen, man lernt als Tänzer sowohl den führenden als auch den fühlenden Part und ist künftig in der Lage, je nach Stimmung und Partner zu wechseln.

Es muss wohl immer erst viel komplizierter werden, bevor es wieder einfach werden kann. Falsch wäre es auf alle Fälle, wenn man das Tanzen von vorne herein aufgibt oder gleich ganz sein lässt!

Eine Folge davon wäre ein weiterer Schritt hin in Richtung einer Fundamentalisierung unserer Gesellschaft, die am Ende nicht nur allen Frauen zum Nachteil gereichen wird.

Übrigens, an der Stange zu tanzen ist erst dann emanzipiert, wenn es auch Weltmeisterschaften im Stangentanz der Herren gibt!

Alte Helden

Woran erkennt man bei uns einen einen alten Helden? Ganz einfach, am inzwischen allseits bekannten „Eiergriff“. Selbst einige meiner favorisierten Blogs sind inzwischen voll von solchen anscheinend traumatischen Erfahrungsberichten.

Auch ich habe mit 17 die Musterung durchschritten und damals den für mich im Nachgang betrachtet, wohl großen Vorteil genossen, dass wer wehrwillig ist, auch wehrfähig sein muss. Einen kleinen Herzfehler, ein paar Sportverletzungen, eine Magenerkrankung, die mich seit der 9. Klasse plagte, und vielleicht sogar Diabetes Typ 1 hätte man bei mir finden können.

So wurde ich nur als 2er gemustert und ging beim Bund mit einem kleinen Handicap ins Rennen. Erstaunlich dabei, dass gute Militärärzte mir sehr schnell die Magenerkrankung austrieben, denn dafür gab es bereits seit Jahren sehr gute und bewährte Medikamente (O-Ton Arzt).

Als ich dann zum ersten Mal in meinem Leben so richtig körperlich gefordert wurde, kam das mit der Herzklappe zum Vorschein — wie ich heute weiß, eine vererbbare Sache — und ich musste lernen, mit Reserven umzugehen.

Nun aber wieder zurück zum ersten sexuellen Erlebnis viel zu vieler meiner Altersgenossen. Wobei das in den Schritt greifen, die meisten bereits in der Mittelstufe als Schülererfahrung mitnehmen durften; heute weiß ich, dass auch schwule Schüler sich erst einmal finden müssen. Aber egal wie, wem man als 17 oder 18jährigen Mann beim Arzt zum ersten Mal in den Schritt greift, der hat eindeutig ins seiner Schulzeit etwas versäumt — wahrscheinlich alles Landeier.

Auf alle Fälle aber, ganz besonders bei den Drückebergern, führte die Musterung dazu, dass sehr viele junge Männer zum ersten Mal richtig ärztlich untersucht wurden, was bei vielen Männern eine notwendige Folgebehandlung ergab und wahrscheinlich sogar zumindest einige davon ein gesundes Leben weiterführen konnten.

Ob dabei der so viele Blogger traumatisierende „Eiergriff“ oder gar das Abtasten der Prostata ärztlich notwendig sind, sollten weiterhin Ärzte entscheiden — eine ähnliche Diskussion kennen wir von der Mammographie.

Unsere Regierung hat nun zwei sehr interessante Dinge beschlossen, zum einen wird die Diskriminierung von Mann und Frau weiter festzementiert, wobei den weiblichen Mitbürgern noch mehr Vorteile als bisher zugestanden werden. Und zum anderen werden die neuen männlichen „Weicheier“ — ich liebe Wortspiele — noch mehr gepampert als bisher.

So langsam aber sicher gehen die alten Helden von Bord und die neuen Helden werden erschaffen. Vielleicht wäre es gar nicht so übel, wenn sich die Menschheit gleich selber ganz abschafft, das alles dann aber Bitteschön auch für alle und jeden als positive Erfahrung verpackt!


Blitz

Zampano 5 (8)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Da gibt Friedrich Merz so kurz vor der Wahl den großen Zampano, wobei selbst Markus Söder so richtig ins Staunen kommt und bereits von „einer neuen CDU“ schwafelt; ok, zu seiner Ehrenrettung, MGGA lässt sich auch sehr schwer aussprechen — und MDWG geht auch nicht.

Gestern dann gab es im „Fernsehsehduell“ nur noch die Migration, die angeblich von Rot-Grün-(Gelb) völlig versaubeutelt wurde, was man halt so in knapp drei Jahren schafft, wenn man einen völligen Scherbenhaufen übernommen hat.

Seit Helmut Kohl hat es die Union hingegen geschafft, dass

  • die Bundeswehr ein Trümmerhaufen ist,
  • die Infrastruktur heruntergewirtschaftet wurde,
  • das Sozialsystem am Anschlag arbeitet,
  • die Renten so unsicher wie noch nie sind,
  • das Bildungssystem eine einzige Lachnummer ist und
  • die Wirtschaft nur noch mit Subventionen halbwegs funktioniert.

Hamburger und Nürnberger mussten für Friedrich Merz‘ statistische Höhenflüge herhalten und lenkten völlig davon ab, sodass man sich nur halbwegs an die von ihm präsentierten Zahlen erinnern kann.

Also hier nun einmal die „Bilanz des Sonderstabs Gefährliche Ausländer für das Jahr 2024“ in Baden-Württemberg.

Zum 31. Dezember 2024 hielten sich in Baden-Württemberg 23 487 vollziehbar Ausreisepflichtige auf. Baden-Württemberg hatte Ende 2023 eine Einwohnerzahl von etwa 11,34 Millionen Bürger. Das sind 0,21 % der Bevölkerung.

Sicherlich von der aktuellen Bundesregierung motiviert, bewegt sich sogar etwas im „unionsgeführten“ Baden-Württemberg — vielleicht aber nur, weil auch ein paar Grüne mitspielen.

Nun aber zurück zur Migration, die kein Mensch verhindern kann, ggf. und auch nur vielleicht begrenzen, höchstens aber steuern. Das ist bei uns spätestens seit den 1960er-Jahren bekannt!

Und seit dieser Zeit macht die Union wirklich alles, um ein nationales Einwanderungsgesetz zu verhindern und torpediert seit Beginn der EU auch deren sämtliche entsprechenden Bemühungen, um Migration zumindest regeln zu können.

Einzig und alleine nur deshalb, um auch dann noch Wahlen zu gewinnen, wenn man außer Masken-Deals und Geldkoffern aus der Russischen Föderation nichts vorzuweisen hat!


Wald

13.7.02024 5 (4)

Beitragsfoto: Wald | © Joe from Pixabay

Grüne Hauptstadt Europas

Bald sind wir Heilbronner nicht nur Weltraum- und KI-Stadt, sondern auch noch das grüne Mekka Europas. Heilbronn geht gemeinsam mit Guimarães in Portugal und Klagenfurt am Wörthersee in Österreich ins Rennen um den Titel als Grüne Hauptstadt Europas 2026.

Belustigt war ich, als ich das Folgende las: „Die Kommission würdigt damit insbesondere das umfassende Lärmüberwachungssystem der Stadt, dessen Integration in den Landschaftsplan 2030 und das Mobilitätskonzept sowie die umfassende Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.

Politik ist zwar ein dreckiges Geschäft, aber manchmal auch zum Schmunzeln. Es ist schon eine ganze Weile her, da musste ich miterleben, wie „mein“ General im Einsatz von einem ausländischen Kameraden regelmäßig angegriffen wurde. Ich drängte darauf, dass sich der General diesen Mann zur Brust nimmt, ihm aber zumindest einmal so richtig in den Allerwertesten tritt. Weit gefehlt! Eines Morgens trat die gesamte Kampfgruppe an und der General verlieh dem besagten Kameraden einen Orden. Damals war ich entsetzt! Heute weiß ich, das war große Politik!

Wie wir es alle wissen, verdankt Heilbronn seine Größe einzig und alleine zwei SPD-Oberbürgermeistern und einem Gönner, die unsere Stadt aus den Trümmern zum Welterfolg führten. Europa kommt in Heilbronn so gut wie gar nicht vor. Diese Sichtweise ärgert zumindest den einen oder anderen Europäer.

EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevičius macht nun Nägel mit Köpfen: „Es ist ermutigend, Städte [Heilbronn] zu sehen, die den ökologischen Wandel mit Ehrgeiz und Entschlossenheit vorantreiben. Damit handeln sie zum Wohle ihrer Bürger und deren Gesundheit und Lebensqualität, aber auch zum Wohle von Unternehmen und unserer Ökosystemen.

Und wenn das nicht reicht, dann wird dem OB demnächst auch noch der Titel „Sexist EU-OB Alive“ verliehen und in Heilbronn werden die Europafahnen von allen Dächern wehen.

Sommersemester

Nun ist auch dieses vollbracht, die Noten sind online und so muss ich nur noch die Klausuren ans Hochschularchiv übergeben, denn es könnte ein Student später noch eine Klausureinsicht beantragen. Die Noten wie auch die Bestehensquote waren zu erwarten, denn auch dies kann man vorab kalkulieren.

Und wie ich es bereits während der Vorlesungen thematisierte, ich hätte mich über mehr studentisches Engagement gefreut. Auch wenn es der eine oder andere Student nicht wahrhaben möchte, Engagement und Noten korrelieren ganz gut miteinander. Jenen Studenten, die es dieses Mal nicht geschafft haben, empfehle ich dringend, sich einmal über diesen Zusammenhang Gedanken zu machen.

Ich bin davon überzeugt, dass man bis zum Abschluss eines BA zumindest bei uns in Deutschland alleine nur mit Engagement über die Runden kommt.

Für das Wintersemester konnte mich Detlef Stern zusätzlich für ein Seminar zum Thema „IT-Systeme“ gewinnen. Da es sich dort um Studenten höherer Semester handelt, gehe ich davon aus, dass wir zusammen noch ein wenig Hirnschmalz mit dazu nehmen. Das Ganze würzen wir dann auch noch mit ein wenig Englisch und so bin ich einmal gespannt darauf, ob sich meine Erwartungen erfüllen werden. Auf alle Fälle aber werde ich seminarbegleitend mit Detlef Stern viel zu besprechen haben.

Lesepate

Insgesamt war ich nun ca. 12 Jahre lang in der Dammgrundschule unterwegs. Vier Jahre als Grundschüler und ein paar Jahrzehnte später nun fast acht Jahre lang als Lesepate. Auf „meine“ Grundschule lasse ich auch heute noch nichts kommen. Die aktuellen Lehrer sind mindestens so motiviert und professionell wie damals meine von mir so geliebte Klassenlehrerin.

Leider aber wendete sich in all den Jahren baulich und ausstattungsmäßig nichts zum Besseren — überhaupt nichts! Sowohl die Lehrer wie auch die Schüler werden von einem unfähigen Gemeinderat und noch unfähigeren Bürgermeistern regelrecht verheizt. Die Dammgrundschule hat — nachdem sie jahrelang renoviert wurde — weiterhin das „Niveau“ von Schuleinrichtungen eines Drittweltlandes, wobei dort wohl in den meisten Ländern den Schülern aber zumindest noch adäquate sportliche Betätigungsmöglichkeiten geboten werden.

Das alles ist unserem Gemeinderat völlig egal, weil die Dammschüler zum einen in deren Augen keine Menschen „erster Klasse“ sind und zum anderen die Gemeinderäte ihre eigenen Kinder in Privat-, zumindest aber in weit besser ausgestatteten Schulen unterbringen — Dieter Schwarz sei es gedankt.

Gerade in Städten wie Heilbronn stehen die öffentlichen Schulen vor sehr großen Herausforderungen. Die Stadt Heilbronn unternimmt allerdings überhaupt nichts, um diesen Herausforderungen zu begegnen, geschweige denn gerecht zu werden. Man baut weiterhin einzig und alleine darauf, dass ein Heilbronner Gönner für die „besseren Bürger“ der Stadtgesellschaft sorgt — ein Demokratieverständnis à la Erich Honecker!

Dazu passend der Artikel aus dem Kicker von gestern: „1. FC Nürnberg demontiert Tafel von Meisterspieler Munkert am Max-Morlock-Stadion“. Selbst die Fußballer aus Nürnberg arbeiten ihre Geschichte auf! Während unsere Heilbronner Gemeinderäte und Bürgermeister nur an und für sich arbeiten!

Gestern hatte ich nun mein letztes Vorlesen; ich kann das Elend einfach nicht mehr ertragen!