lesendes Mädchen

Lesestoff 5 (4)

Beitragsfoto: lesendes Mädchen | © ThePixelman auf Pixabay

Heute Morgen überraschte mich Michael Kalina mit einem Kommentar zu Slavoj Žižek, der in den letzten Jahrzehnten eine bemerkenswerte Entwicklung vollzogen hat. Sowohl der Kommentar als auch der Long Read in der Vogue Adria sehr lesenswert.

An einem für meine Verhältnisse sehr ruhigen Morgen konnte ich eine sehr positive Sichtweise auf unsere Weblog-Welt erhaschen. Blogs als Einstieg in die Welt der Bücher und in die tiefergehenden Schriften. Auf alle Fälle aber sind sie Lesenswertes zum auch darüber weiter Nachdenken. Blogs als eine Art der Gesprächsverlängerung und nicht nur der eigenen Gedankenbildung dienend.

Nun bin ich einmal gespannt darauf, wohin mich die heutige Reise noch führen wird. Sicherlich nicht in die Social Media!

Nachtrag

Zum Nachdenken, dass wir gestern erst in einer kleinen Gruppe den gesamten Abend über Viktor Orbán, seinen Nachfolger Peter Magyar und deren gemeinsame Speichellecker sprachen. Wir kamen dabei zur selben Auffassung wie Slavoj Žižek.

Was mich etwas schockiert ist, dass diese Art von Politik längst auch bei uns beheimatet ist; wobei wir nie klären werden können, ob der Osten oder wir dieses „Interimssystem“ erfunden haben. Auf alle Fälle aber habe ich einen Abend lang diese tiefergehende Diskussion sehr genossen.

„This is one of the directions we are moving in. That there will be a choice only between brutal, mad right-wing populism, and a slightly more civilized version.”

Slavoj Žižek, Vogue Adria (8.5.2026)

Lesezeichen

Philosophie & Krieg 4.9 (8)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Alexander Cammann | Die Zeit

Der Philosoph im Krieg – Ausstellung zu Marc Aurel (zuletzt aufgerufen am 22.6.2025 um 10.15 Uhr)

Marc Aurel ist als Guru der Gelassenheit seit Langem populär. Eine spektakuläre Ausstellung in Trier holt den römischen Kaiser jetzt auch politisch in die Gegenwart. …

Die Landesausstellung ‚Marc Aurel‘ in Trier ist noch bis zum 23. November zu sehen (Rheinisches Landesmuseum/Stadtmuseum Simeonstift, www.marc-aurel-trier.de).“


Ein nett geschriebener, auf diese Ausstellung neugierig machender Artikel. Aber nicht erst durch diesen Zeit-Artikel wurde ich auf diese Ausstellung in Trier aufmerksam. Meine Schwester schrieb mir schon früher wohl mit der Absicht, dass ich einen Ausstellungsbesuch mit einem längst überfälligen Besuch bei ihr verknüpfe.

Stoiker reisen nur mit entsprechender Begründung, niemals alleine wegen des Vergnügens oder gar, weil sie mit ihrem eigenen Leben nichts anderes anzufangen wissen.

Und so können sich sehr viele meiner Mitbürger nicht nur diese Ausstellung, sondern auch die Lektüre von Marc Aurel ersparen. Bereits Seneca schrieb in seinem 108. Brief diesbezüglich von Menschen, die sich für hochtönende Sprüche begeistern und dabei eher phrygischen Eunuchen gleichen, andere wiederum zwar nicht grundsätzlich einer Bildung widerstreben, ihr aber gleichgültig gegenüber treten.

Bevor ich nun aber über die aktuellen Studenten in meinen Vorlesungen nachzudenken beginne, beende ich lieber diesen gut gemeinten Ausstellungshinweis. Und dies in der Hoffnung, dass es mir meine Gesundheit erlauben wird, bis spätestens zum 23. November 2025 meine Besuchsschuld beglichen zu haben.