Foto Umberto Ecos in der la Repubblica

31.1.02026 5 (7)

Beitragsfoto: Foto Umberto Ecos in der la Repubblica | © La Repubblica

Umberto Eco

Im gestrigen Gespräch mit Detlef Stern ergab es sich, das wir beide Umberto Eco lesen. Er laß „Der Name der Rose“ bereits 1982 oder 1983, ich erst während meines Studiums 1984. Ecos Bücher stehen noch heute in meinem Regal, was ich von sehr vielen anderen Autoren nicht behaupten kann. Im Zuge meiner Recherchen für mein eigenes Buch musste ich doch so einige „wissenschaftliche“ Werke in den Müll verfrachten, einfach weil sie nicht nur von irgendwelchen Hiwis zusammengeschustert waren, sondern auch noch bei einer Prüfung der dort aufgeführten Quellen völlig versagten. Was einen Autoren sogar dazu veranlasste, mir mitteilen zu müssen, dass Hiwis in seinem Buch für die Quellen zuständig gewesen seien.

Warum sollen Politikwissenschaftler für ihr Tun und Lassen Verantwortung übernehmen, wenn es Politiker auch nicht tun? Umberto Eco hätte bestimmt an diesem Standardwerk seine Freude gehabt! Das vermute ich, nachdem ich den von Detlef Stern empfohlenen Film gestern Nacht noch geguckt habe — die heutige Technik macht so etwas möglich.

Dieser Film trägt den Titel „Umberto Eco – Eine Bibliothek der Welt“ und stammt bereits aus 2022. Davide Ferrario führte Regie. Die Dokumentation ist auf Italienisch, auf Wunsch mit deutschen Untertiteln. Deshalb konnte ich meine bessere Hälfte für diesen Film gewinnen, da sie bereits seit ein paar Jahren an ihren Italienischkenntnissen arbeitet.

Menschen, die etwas mit Umberto Eco anfangen können, die werden diesen Film bestimmt genießen. Ich vermute, die meisten haben ihn bereits sogar schon gesehen.

Vermischtes

Beiträge wie der von Martin Thielecke über SAP lassen mich immer wieder gerne in meine Timeline schauen. Das Einzige was ich schon immer an SAP bewundere, dass diese Firma wirklich jeden Schrott verkaufen kann — ich gehe einmal nicht davon aus, dass sie das mit dem Schmieren nur sehr gut verstehen; es sind einfach Verkaufsgenies.

Danach kam dann gleich auch noch Thomas Michl um die Ecke, der seit Jahren immer wieder gerne an unserem Europastammtisch teilnimmt.

„Der gute alte Stammtisch wirkt antiquiert und aus der Zeit gefallen. Er ist alles andere als modern und hip. Und doch habe ich gelernt, ihn zu schätzen. Als Ort der Begegnung und des persönlichen Austauschs. Als Ort, an dem wir lernen und üben, miteinander zu diskutieren, uns auszutauschen und unterschiedliche Meinungen als gleichwertig zu akzeptieren. Gerade im Zeitalter der schnelllebigen digitalen Kommunikation, in der mit einem Klick die ganze Welt binnen Sekunden mit unseren Ideen, Gedanken und Impulsen, aber auch mit emotionalen Ausbrüchen konfrontiert wird, braucht es einen Ausgleich und einen Ort der persönlichen Begegnung. Einen Ort, an dem wir uns von Angesicht zu Angesicht begegnen und in den Austausch treten. Eine begrenzte Arena, in der wir nicht befürchten müssen, dass lautes Denken sofort einen Shitstorm auslöst.“

Thomas Michl (31.1.2026)

Könnte sein, dass die Social Media deshalb so erfolgreich sind, weil man nicht aus dem Haus muss und andere Menschen zudem anonym belästigen und drangsalieren kann.

Und zum guten Schluss lässt mich auch noch Stefan Pfeiffer wissen, dass er einen von mir geteilten FAZ-Beitrag ebenfalls gelesen hat. Meine kleine Bloggerwelt ist für heute völlig in Ordnung!

Heute Nachmittag noch ein Treffen mit Vereinsmitgliedern des Deutsch-Afrikanischen Vereins, danach Spieleabend.

Rundschreiben

Mein Rundschreiben für Februar ist raus. Seit ich wieder etwas mehr Politisches in meinen Rundschreiben veröffentliche, was so von einigen Mitgliedern erwünscht war, reduziert sich die Anzahl der Leser. Wenn man mich um meine Meinung bittet, dann kann man nicht erwarten, dass ich die Meinung anderer vertrete — ich bin kein bezahlter und schon gar kein gekaufter Vertreter.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Europäische Föderalisten, 

die aktuellen Geschehnisse in Minneapolis machen sprachlos, zeigen aber sehr gut, was geschieht, wenn eine demokratische Partei den rechtsstaatlichen Grundlagen abschwört und ausschließlich Parteiinteressen verfolgt. 

Was geschieht dann erst, wenn bei uns eine Partei an die Macht kommt, die von Anfang an allen demokratischen Gepflogenheiten abgeschworen hat und ganz offensichtlich erneut Demokratie nur bis zu einer Machtergreifung heuchelt? 

Selbst dann, wenn wir Bürger mit keiner einzigen demokratischen Partei zufrieden sein sollten, müssen wir erkennen, dass es absolut falsch ist, wenn wir antidemokratischen Kräften nur den Hauch einer Chance geben. Gerade zeigt uns die US-Demokratie wie schnell selbst die ältesten demokratischen Parteien ihren Halt verlieren und in den Wettstreit mit Totalitaristen treten — auch bei uns sind solche Tendenzen erkennbar!

Die Gründungsväter unserer deutschen Demokratie wussten dies noch aus eigener Erfahrung und schoben solch einem Treiben einen Riegel vor:

Nach Art. 21 Abs. 2 Grundgesetz (GG) sind Parteien verfassungswidrig, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden. Sie können durch das Bundesverfassungsgericht verboten werden.

Die Richtergeneration der Nachkriegszeit war weniger zimperlich und rettete uns bekanntermaßen noch vor solchen Versuchungen. Ich behaupte nun nicht, dass unsere deutsche Gesellschaft schon immer auf einem Auge blind war, gebe aber zu bedenken, dass wir insgesamt und noch mehr unsere gewählten Volksvertreter aktuell mit dem Feuer spielen. 

Auch sollten wir nicht abwarten, bis wir uns in Sachsen-Anhalt die Finger verbrennen! Jedes Feuer kann sehr schnell außer Kontrolle geraten — vor allem weil Polizeiapparate mit DDR-Erfahrung sich wunderbar gleichschalten lassen; noch heute werden dort u. a. Todesfälle in Polizeigewahrsam nicht aufgeklärt. 

Aber schon am Sonntag, 8. März 2026 können wir Bürger in Baden-Württemberg Nägel mit Köpfen machen und sämtlichen antidemokratischen Parteien eine Abfuhr erteilen. Wenn wir dabei erfolgreich sind, hilft es vielleicht unserer Legislative und Jurisdiktion wieder dabei, etwas mutiger zu werden. 

Noch heute bin ich fest davon überzeugt, dass es falsch war eine NPD alleine wegen einer vermeintlichen Bedeutungslosigkeit nicht zu verbieten — eine sehr einäugige Auslegung unseres Grundgesetzes!

Wir Europäische Föderalisten stehen alle mit beiden Beinen auf dem Boden unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, manchmal ist es dabei angebracht, dass man dies nicht nur am Wahltag kundtut. Deshalb bitte ich alle unsere Mitglieder, sich in den nächsten Monaten ein klein wenig mehr für unsere Demokratie und unser Europa stark zu machen.

Aktuell ist es eher unsere Demokratie, die mir Sorgen bereitet. Sobald wir diese Kuh wieder vom Eis haben, müssen wir uns gemeinsam überlegen, warum wir weiterhin an der Mär europäischer Nationalstaaten festhalten möchten. Ich bin mir dabei völlig bewusst, dass nicht alle von uns dies gutheißen können — vermeintliche Traditionen halten sich erstaunlich besser als tatsächliche, einfach nur, weil sich Hirngespinste schlecht an der Realität messen lassen.

Bis zum 8. März 2026 haben die demokratischen Kandidaten zur Landtagswahl im Stadt- und Landkreis Heilbronn noch die Möglichkeit, sich bei zwei Europastammtischen kurz vorzustellen. Es freut mich, dass eine Kandidatin ihr Kommen bereits avisiert hat. Wir Europäische Föderalisten sind überparteilich und unterstützen grundsätzlich alle demokratischen Kandidaten, besonders aber jene, die bei uns Mitglied sind.

Auch unterstützt die EUROPA-UNION Heilbronn die Veranstaltung des Landesverbandes und Stuttgarter Kreisverbandes zum Thema „Vielfalt verbindet: Landespolitik als europäischer Brückenbauer” mit den Spitzenkandidaten der Parteien der Europäischen Bewegung. 

Wir laden Sie alle herzlich ein, mit dabei zu sein, um sich zu informieren und die Kandidaten und ihre Positionen kennen zu lernen.

Dienstag, 3. Februar 2026, ab 19.00 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr)
Ort: SpOrt Stuttgart, Fritz-Walter-Weg 19, 70372 Stuttgart
Anmeldungen bitte an events@europa-union-stuttgart.de

Am Europatag, 9. Mai 2026 (Samstag) möchten wir mit dem Europa-Ball Europa und unsere Demokratie feiern. Wir hoffen darauf, dass wir bei der Landtagswahl dafür sorgen konnten, dass es viel zu feiern gibt! 
Auf alle Fälle aber werden wir unter dem Motto „Culture meets Politics“ zeigen, dass Europa großen Spaß machen kann und wir in Vielfalt geeint sehr viel gewinnen können. Wir hoffen dabei darauf, dass möglichst viele Tanzbegeisterte und an Europa Interessierte durch ihre Teilnahme ein Signal setzen. Wir Demokraten müssen uns einfach bemerkbarer machen und mit den großen Vorzügen und Vorteilen von Demokratie werben. Parteien, Wählergruppen und weitere zivilgesellschaftliche Organisationen können dabei sehr gerne Flagge zeigen!

Am Samstag, 19. September 2026 gehen wir dann inhaltlich und programmatisch bei den 10. Hertensteiner Gesprächen in die Vollen. Wir hoffen dabei, auch die letzten Zweifler von einem europäischen Bundesstaat überzeugen zu können. Auf alle Fälle aber wird es wieder zahlreiche und sehr spannende Diskussionen geben! Auch hierbei sind die Mitglieder der EUROPA-UNION Heilbronn aufgefordert, durch eine Teilnahme für unser gemeinsames Europa und unsere Demokratie einzutreten. 
Noch haben wir Bürger die Gelegenheit, um auf gut geplanten und organisierten Veranstaltungen Flagge zu zeigen. Minneapolis zeigt uns ganz aktuell, dass dies sehr schnell ganz anders und dazu sehr unangenehm werden kann. 

Es wäre sehr schrecklich, wenn erst einige von uns tot auf der Straße liegen müssen, bis wir Demokraten wieder zu zeigen beginnen, dass wir hier bei uns die Mehrheit sind und an den bisherigen Errungenschaften der Menschheit weiter festhalten wollen!

Nachtrag

Alle reden und schreiben über das neuste Meisterwerk aus dem Haus Jeff Bezos: Melania, der Film!

Hier nun der Trailer zum Film.

Wenn der Film in den Kinos floppt, dann wird er bei uns sicherlich bald Effi Briest als Schullektüre ersetzen. Trumphörige Regierungspolitiker werden sicherlich dafür sorgen.


Sprachlos

Nur mal so … 5 (5)

Beitragsfoto: Sprachlos

Wenn man den aktuellen Meldungen Glauben schenken kann, dann können europäische Staatschefs zukünftig wählen, ob sie bei sich zu Hause einfach so aus einem Fenster fallen, mit Plutonium vergiftet werden wollen oder doch besser gleich der Einladung von US-Spezialkräften in die USA folgen.

Netter Chat mit Thomas Michl u. a. über linke Zecken und rote Socken. Noch etwas jünger hätte ich mir bestimmt schon die entsprechenden Domains gesichert.

Zwischendurch bombardiert Donald Trump Caracas — in was für einer Welt leben wir eigentlich? Wer aber jetzt gleich wieder gegen die US-Amerikaner los hetzen möchte, der gucke erst einmal, ob er sich vorab zumindest halbwegs negativ über die jüngsten russischen Massenmorde oder gar über die chinesischen und nordkoreanische KZ geäußert hat. Bekanntlich morden die „linken“ Weltverbesserer immer gleich millionenfach.

Wahrscheinlich nur ganz zufällig mehren sich aktuell auch die Anschläge auf unsere zivile Infrastruktur. Ich empfehle jedem, der einen Putin-Versteher in der Nachbarschaft hat, zukünftig etwas besser auf sich und seine Lieben aufzupassen.

Rundschreiben, die nur Termine bekannt geben, verhallen einfach so im Nirgendwo. Rundschreiben, in denen ich als Kreisvorsitzender Stellung beziehe, erzeugen regelmäßig Reaktionen. So auch das gestrige Rundschreiben. Erfreulich die E-Mail und Chats, die ich erhalten habe. Weniger erfreulich die Abmeldungen vom Rundschreiben — hätte nicht gedacht, dass sich gerade bei diesem Rundschreiben ein paar Leser auf die Füße getreten fühlen. Aber jeder zieht sich die Schuhe an, die ihm passen.

Da das neue Rundschreiben zu funktionieren scheint, hat sich das mit der Mailingliste vorerst zumindest erledigt. Und da ich nicht gerne für die Katz arbeite, habe ich kurz entschlossen für den Landesverband eine eigene Mailingliste erstellt.

Da der Landesverband zumindest potenziell gleich mehrere Tausend Leser haben dürfte, ist eine Mailingliste dafür bestens geeignet, schon alleine aus Kostengründen.


Queen

2.1.02026 5 (8)

Beitragsfoto: Plattencover

Feststellung

Mein Musikgeschmack war schon immer etwas anders, was meine Freunde aus Jugendjahren sicherlich gerne bestätigen. Dabei dachte ich bisher immer, dass ich nach meiner Phase mit der Rock- und eher experimentellen Musik schon etwas länger beim Jazz gelandet sei. Zumindest war ich schon Mitglied eines Jazzklubs und besuchte bisher am meisten gerade solche Konzerte oder Sessions.

Nun war es aber so, dass zwischen den Jahren auch viel neuer Besuch bei uns ein und aus ging, was ich durchaus begrüßte. Neue Besucher, neue Erkenntnisse. Und so wurde ich gleich mehrfach darauf hingewiesen, dass bei mir zu Hause die ganze Zeit, ob wir nun selbst da sind oder auch nicht klassische Musik zu hören ist.

Auch wenn ich über eine ganz passable Anzahl von Jazz-Sendern in meinem Radio verfüge und mein kleiner Musikserver beständig meine sämtlichen Platten und CD in die Welt streamt, so musste ich nunmehr zur Kenntnis nehmen, dass es die klassische Musik ist, die aus den Lautsprechern in unserem Haus tönt.

Das zum Thema Eigen- und Fremdwahrnehmung. Übrigens, mein Grill war in den letzten Tagen öfters im Betrieb, als das gesamte letzte Jahr über — ein Widerspruch in sich.

Vermischtes

Das Wunderbare am Löschen meines YouTube-Accounts war, dass ich nun meine Nutzung von YouTube von Grund auf neu gestalten kann. Ich zwinge mich dabei, nur noch im „Subscription-Modus“ zu surfen und selbst diese Abonnements sehr selektiv auszuwählen.

Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, wie lange ich dort zumindest halbwegs sinnvolle Inhalte angezeigt bekomme. Und sobald mir wieder unschöne Dinge in die Timeline gespült werden, ist auch dieser kleine Versuch zu Ende.

Sollte sich das Ganze bewähren, dann erstelle ich für jedes Themengebiet meines Interesses einfach einen eigenen Account — wäre doch einmal erfreulich, wenn man ein Social Medium halbwegs sinnvoll nutzen könnte.

Mit großem Entsetzen musste ich feststellen, dass immer mehr Jugendliche völlig ahnungslos sind, was das echte Leben anbelangt. Wer Fackeln an Decken hält und das noch in überfüllten Räumen, wo intensiv gefeiert wird, der kam intellektuell nicht einmal aus dem Kindergartenalter heraus. Das wirklich Tragische dabei, nicht einmal einer der Überlebenden wird etwas daraus lernen — ganz zu schweigen von deren Altersgenossen. Mit ein Grund, warum ich bereits seit Jahren Festzelte meide, denn ab einer bestimmten Anzahl an Feiernden ist mindestens ein Superdepp mit dabei.

Und ja, ich drücke mich weiterhin vor dem Fertigstellen der nächsten Klausur.

Rundschreiben

Kaum hat das Jahr begonnen, fragten mich ein paar Leser, leider aber nicht von diesem Blog, wo denn mein monatliches Rundschreiben bliebe. Ich war so erstaunt und zugegeben auch erfreut, dass ich spontan alles stehen und liegenließ und habe sofort das Januarrundschreiben versandt.

Dies gelang mir aber nur deshalb, weil ich zwischen den Tagen schon eine neue Software für Rundschreiben aufgesetzt hatte.

Was ich nun beim ersten Versand mit Brevo feststellte, ist, dass es wohl keine netzbasierte Ansicht des Rundschreibens mehr gibt. Was mich nun aber nicht abhält, mein Januarrundschreiben nun hier auszugsweise nochmals zu veröffentlichen.

Die Umstellung auf eine neue Software nutzte ich, um gleich auch den Verteiler etwas „auszumisten“, wobei ich erst vermeintliche Dopplungen entfernte und dann jene Adressaten, von denen ich weiß, dass sie überhaupt kein Interesse am Thema haben. Was nun dazu führte, dass dieses Rundschreiben nur noch an 229 Adressaten versandt wurde.


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Europäische Föderalisten, 

alles neu macht der Mai und wir von der EUROPA-UNION Heilbronn bereits im Januar. Wir hoffen nun, dass Sie dieses Rundscheiben im neuen Format und mit einer neuen Software erreicht und von Ihnen auch gelesen wird.

Trotz der äußerst schwierigen Gesamtsituation in unserer Welt, die längst die damalige Kubakrise übertrifft und mit ihrem beständigen Andauern für uns alle immer gefährlicher wird, wagen wir es etwas positiv in das neue Jahr zu schauen und hoffen darauf, dass es nicht so schlimm kommen wird, wie es sich aktuell abzeichnet.

Bei uns in Deutschland stehen ein paar Wahlen an und vielleicht schaffen es unsere Mitbürger noch einmal, um nicht in Gänze den ewigen Verführungen des Totalitarismus zu erliegen. Die US-Demokraten bauen derweil darauf, dass sehr viele ihrer Mitbürger bis November diesen Jahres wieder soweit genesen sind, dass sie so langsam aber sicher dem faschistischen Wahnsinn in den USA wieder ein Ende setzen.

Wir bei uns in Deutschland, wo wir allesamt nicht über so viel an demokratischer Erfahrung und Tradition wie die US-Amerikaner verfügen, müssen davon ausgehen, dass wir uns nach einem Wahlsieg der Totalitaristen, die bei uns traditionell zudem weit schlimmer sind als in anderen Ländern (!), nicht so schnell wieder erholen werden können. 

Wir müssen sogar davon ausgehen, dass die Russische Föderation nur darauf wartet, um uns wieder einmal vom Nationalsozialismus retten zu dürfen. Dass uns die Russen dieses Mal aber gleich die totalitären Parteien mitgeliefert haben, werden sie dabei sicherlich verschweigen. 

Wie es schon Albert Einstein so treffend formulierte, sind unsere Nationalismen eine Krankheit wie die Masern, die man tatsächlich loswerden kann — vielleicht sind deshalb Totalitaristen auch sehr gerne Impfgegner. 

Die Impfung, welche gegen den Nationalsozialismus, den Totalitarismus insgesamt und auch gegen sämtliche Nationalismen wirksam ist, hat einen Namen: Europäische Einigung! 

Leider haben uns die Nationalisten Europas wieder den Totalitarismus zurückgebracht — es war ein großer Fehler diese wieder über die Jahrzehnte des europäischen Einigungsprozesses hinweg hoffähig zu machen! 

Wir hätten von Anfang an alles was über einen gesunden Patriotismus hinausgeht vehement bekämpfen müssen. Der Nationalismus mit seinen propagierten Lösungen wie Grenzschließungen ist viel zu einfach, um sich positiv auswirken zu können. Er verspricht nur, steckt dabei alle an und wächst sich immer zum Totalitarismus, egal in welcher Form, aus.

Wir alle können dies gerade weltweit beobachten und erleben, dies nun bereits auch am eigenen Leib! Was mich ganz persönlich dabei frustriert, das ist die Frage, ob meine volksvertretenden Mitbürger dies nur aus Bequemlichkeit und Ignoranz heraus veranstalten oder doch, weil sie sich insgeheim für Übermenschen halten?

Wir von der EUROPA-UNION wollen weiterhin an unseren Grundwerten festhalten, die, wie wir alle wissen, nicht nur als allgemeine Menschenrechte proklamiert, sondern auch zum festen Bestandteil unseres Grundgesetzes, der deutschen Verfassung, wurden. 

Und egal wer in Deutschland lebt, der ist unserem Grundgesetz gegenüber verpflichtet! Wer dies negiert, der darf auch keinen Verein und keine Partei gründen und schon gar nicht weiter unterhalten! 

Und so wird es dieses Jahr gerade bei uns in Baden-Württemberg richtig spannend. Wie stellen sich die Parteien und Kandidaten zur Landtagswahl am 8. März 2026 auf? Und noch viel spannender, wen wählen die Baden-Württemberger dann?  

Deshalb freut es uns sehr, dass der Kreisverband Stuttgart in Zusammenarbeit mit der EUROPA-UNION und der Europäischen Bewegung Baden-Württemberg eine entsprechende Podiumsdiskussion aus der Taufe gehoben hat, die wir hier in Heilbronn leider nicht stemmen können.

„Vielfalt verbindet: Landespolitik als europäischer Brückenbauer” mit den Spitzenkandidaten der Parteien der Europäischen Bewegung. Wir laden Sie herzlich ein, mit dabei zu sein, um sich zu informieren und die Kandidaten und ihre Positionen kennen zu lernen.

Dienstag, 3. Februar 2026, ab 19.00 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr)
Ort: SpOrt Stuttgart, Fritz-Walter-Weg 19, 70372 Stuttgart


Es gibt gute ÖPNV Verbindungen oder ausreichende Parkplätze im Parkhaus auf der linken Seite.

Die Kandidaten auf dem Podium:
Mutherem Aras MdL (Bündnis 90/Die Grünen)
Dr. Hans-Ulrich Rülke MdL (FDP)
Andreas Stoch MdL (SPD)
Tobias Vogt MdL (CDU)
sowie weitere Kandidaten von Volt und Humanisten
(vorausgesetzt die Parteizulassungen zur Wahl erfolgen im Januar 2026)

Moderator: Dr. Martin Kilgus 

Wir empfehlen unseren Mitgliedern und Lesern die Teilnahme. Im Anschluss an die Diskussion gibt es einen Stehempfang. Und für uns Heilbronner die Möglichkeit zu einem Gruppenfoto.

Anmeldungen bitte bis zum 31.01.26 an events@europa-union-stuttgart.de

Aber auch wir Heilbronner werden dieses Jahr wieder die eine oder andere Veranstaltung stemmen können, nicht zuletzt die 10. Hertensteiner Gespräche am 19. September 2026.

Wir empfehlen Ihnen dazu gerne unsere Vereinswebsite, wo Sie sich sehr schnell auf dem Laufenden halten können. 

Unser Vereinsjahr beginnt mit dem europäischen Frühstück (10.1.2026), gefolgt von einer Kreisvorstandssitzung mit anschließendem Europastammtisch (13.1.2026) und dem ersten Kegelabend im Jahr (16.1.2026). 

Unsere Europastammtische im Februar und im März reservieren wir für unsere Kandidaten zum Landtag. Diese können sich und ihre Ideen dabei gerne den Teilnehmern vorstellen. 

Ich bedanke mich auch im Namen aller Kreisvorstandsmitglieder für ihre Treue zum Verein und der EUROPA-UNION. Wir hoffen auf viele interessante, spannende und angenehme Begegnungen mit möglichst vielen Mitgliedern und an unserem Europa Interessierten.

Auch wenn es sehr viele einfache und noch einfachere Lösungen für alle Probleme dieser Welt zu geben scheint, so weiß doch jeder denkende Mensch, dass nichts so einfach sein kann und ist! 

Tragfähige Lösungen sind immer komplex und kompliziert, bedürfen dabei immer einer Kärrnerarbeit und vielen Kompromissen: das nennen wir Demokratie!

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mit uns diesen beschwerlichen Weg weiter gemeinsam gehen. Dass dies ab und zu zumindest auch etwas Spaß machen kann, das versuchen wir von der EUROPA-UNION zu bewerkstelligen.

Mit europäischen Grüßen

Heinrich Kümmerle
Kreisvorsitzender EUROPA-UNION Heilbronn

„Evolution … setzt voraus, daß Beobachtung zum Scheitern gebracht wird … und daß es trotzdem weitergeht.“

Niklas Luhmann (2021: 492)