Freie Wähler-Website

4.11.02023 5 (5)

Beitragsfoto: Screenshot Freie Wähler-Website

Galerien

Und da ich schon einmal beim Basteln war, habe ich gleich noch die Galerien hier im Blog neu geordnet. Die meisten sind weiterhin nicht öffentlich zugänglich und werden zudem auch nicht direkt verlinkt.

Dies einfach nur deshalb weil die dort hinterlegten Fotos außer mir keinen Leser wirklich interessieren dürften und ich diese für mich als eine Art Stockfotos für künftige Blog-Beiträge auf Halde gelegt habe.

Spielen

Da es mit dem Tanzen derzeit einfach nicht klappen soll, gab es wieder einmal einen sehr spannenden Spieleabend mit Rummikub. Danach etwas Schach und ein wenig Recherche über ein Gadget, das ich heute bei der Besprechung gesehen habe. Ich benötige es tatsächlich nicht mehr, da die Zeiten mit sehr vielen Vorträgen und noch mehr Besprechungen längst hinter mir liegen, aber dann komme ich doch wieder ins Schwärmen, nämlich darüber was ich mit solch einem Gadget noch vor Kurzem hätte anfangen können.

Und so muss ich jetzt wohl sehr tapfer sein, denn das wirklich Gefährliche an solchen Gadgets ist doch, dass man sie tatsächlich nicht benötigt aber dennoch einfach nur haben möchte. Und so gucke ich jetzt erst einmal etwas genauer nach, ob dieses neue potentielle Spielzeug auch meine Kriterien von „Langlebigkeit“ erfüllt. Auf jeden Fall aber ist es so klein, dass es nicht wie meine letzte Erwerbung zu viel Platz weg nehmen würde.

Besprechung

Heute waren die Freien Wähler in Reutlingen unterwegs, denn der Landesverband hatte gerufen. Es handelte sich dabei um ein regelmäßiges Treffen der Freien Wähler, welche aus den größeren Städten Baden-Württembergs kommen. Neben dem Wahlkampfkonzept, einer gemeinsamen Corporate Identity und der bereits etwas nervigen Auseinandersetzung mit der Partei der „Freien Wähler“ sowie weiteren Abspaltungen konnten sich die Freien Wähler über die Herausforderungen von Städten mit mehr als 100 000 Einwohner austauschen.

Eigentlich nicht überraschend dabei war, dass die Herausforderungen in den Städten zumindest ähnlich sind. Ob diese dann auch zu waschechten Problemen werden, liegt eindeutig an der Qualität der jeweiligen Verwaltungen und an den Mehrheiten in den Gemeinderäten. Alle Teilnehmer waren sich darin einig, dass man deswegen die mannigfaltigen Parteiinteressen besser aus den Gemeinderäten heraushält. Und dazu benötigen wir in Baden-Württemberg starke Freie Wähler-Fraktionen vor Ort.

Zurück in Heilbronn, begann ich sogleich eine Zusage an den Landesverband umzusetzen und die Website der Freien Wähler etwas an das Layout der anderen Freie Wähler-Vereine anzupassen, denn man muss dem Landesverband darin recht geben, dass dort „wo Freie Wähler-DNA drin ist, auch besser Freie Wähler draufsteht“. Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, wie die Heilbronner Freien Wähler darauf reagieren werden.


Schachfiguren

7.4.02023 5 (2)

Beitragsfoto: Schachfiguren | © Steve Buissinne auf Pixabay

Karfreitagmorgen

Ein Gedicht von Christian Morgenstern, dessen Gedichte ich bereits 2012 einmal zum Thema hatte. Auch dieses Gedicht regt eher zum Nachdenken an und passt zudem ganz gut zu meinen letzten beiden Blog-Beiträgen.

Karfreitagmorgen

Heute will ein alter Mensch 
wiederum zu Grabe sterben, 
und der neue soll von ihm 
nichts als nur den Willen erben, 
nach dem endlichen Gelingen 
immer tiefer hinzudringen.

Hilf zu solchem Ziel auch Du 
mit dem eignen Stirb und Werde! 
Lass uns einig unsre Erde 
läutern, edlerm Stoffe zu! 
Lass uns, liebes Lebensmein, 
einer Sehnsucht Flügel sein!

Christian Morgenstern

Spielen

Wenn es alleine nach mir ginge, könnte ich sämtliche Spiele auf Schach reduzieren. Seit meinem ersten Einsatz in den 1990er-Jahren spiele ich regelmäßig und verliere dabei meist. Am liebsten verliere ich dann, wenn mich mein Gegner bezwingt und ich bis zum Schluss des Spiels nicht weiß, wo ich etwas falsch gemacht habe.

Seit 1997 nutze ich zudem das Schachprogramm „Shredder“, welches mich überall mit hin begleitet. Stefan Meyer-Kahlen hat mit diesem Programm für fast jeden Schachspieler einen passenden Gegner entwickelt. Das Programm ist inzwischen sehr ausgereift und ich musste vielleicht dreimal den Support bemühen, wobei mir immer innerhalb von zwei Tagen geholfen werden konnte.

Zugegebener Maßen nutze ich aber nur die einfachen Möglichkeiten des Programms; inzwischen kann es, außer mich beständig verlieren zu lassen, noch weit mehr. So stehen mir für den Fall, dass ich einmal regelmäßig gewinnen sollte, weitere Nutzungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Und so muss ich nach all den Jahren anerkennen, dass sich die Kosten für das Programm mehr als gelohnt haben.

Da es aber nicht nur nach mir geht, gibt es bei unseren Spieleabenden andere Spiele, von denen ich bereits des öfteren geschrieben habe. Das Schöne für mich dabei ist, dass dies die Chance, um auch einmal zu gewinnen, beträchtlich erhöht.

Seit gestern gibt es nun aber ein weiteres Spiel auf meiner Agenda und dieses habe ich einem improvisierten Spieleabend zu verdanken. Das für mich neue Spiel heißt „Dobble“ und hat mir sehr schnell gezeigt, dass ich Hirnregionen habe, die bisher wohl sehr ungenutzt geblieben waren.

Mit 55 Karten und fünf Spielvarianten sorgt es dafür, dass bis zu acht Spieler sehr viel Spaß und ältere Spieler wie ich zudem eine geistige Herausforderung finden, die sie wohl nur noch vom Spiel Memory her kennen. Wer dort bereits regelmäßig von Kleinkindern „abgezockt“ wird, der wird sicherlich auch hierbei seine Lektionen lernen. Alle Spieleabendteilnehmer waren sich gestern sicher, dass wir uns künftig noch öfters mit diesem Spiel beschäftigen werden.

Besserwisser

Das sind wir doch alle wohl ohne eine einzige Ausnahme. Dabei wäre es sehr von Vorteil, wenn es auch und dies möglichst viele Bessermacher gäbe. Inzwischen bin ich fest davon überzeugt, dass es uns allen so richtig an Bessermachern mangelt und ich bin schon froh darüber, wenn ich auf Menschen treffe, die überhaupt noch etwas machen, außer der sehr bequemen Verkündung des besser Wissens.

In all den Jahren traf ich dabei immer wieder einmal auf richtige Künstler, die das Besserwissen zum eigenen Erfolgsrezept gemacht haben und denen es zudem gelang, bis zum erfolgreichen Ende ihrer glorreichen Karriere ohne eigene Erzeugnisse egal welcher Art, ganz zu schwiegen von messbaren Erfolgen, die eigene Karriere einmal ausgenommen, aus dem Berufsleben zu scheiden. Noch heute schaue ich mit sehr großer Bewunderung auf solche Menschen zurück — in meinen Augen sind dies die ultimativen Lebenskünstler!

Überhaupt nicht bewundere ich aber jene dieser Künstler, die tatsächlich immer wieder und bis zum glorreichen Ende nur Trümmer, Tod und Verderben hinter sich zurücklassen. Leider sind diese Künstler inzwischen sehr häufig und dabei sogar in den höchsten politischen Ämtern anzutreffen — sie scheinen regelrecht in solche Ämter gespült zu werden.

In meinem direkten Umfeld bin ich mittlerweile schon mehr als zufrieden, wenn ich auf Menschen treffe, die etwas machen und ich gucke schon lange nicht mehr darauf, ob sie dies auch besser machen.

Denn über das Wort „besser“ kann man sich immer zanken und wird wohl kaum dabei auf ein gemeinsames Verständnis kommen. Deswegen halte ich das Wissen und das Machen für die bessere Wahl. Und weil auch das Wissen allgemein immer seltener wird, bleibt eigentlich nur noch das Machen über.

Und so könnte man zu der Überzeugung gelangen, dass man es einfach einmal mit dem bloßen Machen versuchen sollte, wobei über die Zeit hinweg sich dieses Machen beständig von alleine verbessert und zudem vielleicht sogar einmal zum Wissen führt.

Das Besserwissen hingegen sollte nur den wahren Lebenskünstlern unter uns vorbehalten bleiben.

„Relying on words to lead you to the truth is like relying on an incomplete formal system to lead you to the truth. A formal system will give you some truths, but as we shall soon see, a formal system — no matter how powerful — cannot lead to all truths.“

Douglas Hofstadter, Gödel, Escher, Bach: an Eternal Golden Braid (1999 [1979]:252)

Schachfiguren

17.10.02022 5 (1)

Beitragsfoto: Schachfiguren | © Elmer L. Geissler auf Pixabay

Transparenz

Letzten Freitag hat es offensichtlich die Heilbronner Stimme erwischt, und so mussten wir uns alle am Samstag mit einer Notausgabe begnügen; zumindest in meiner Erinnerung ein Novum für eine Heilbronner Tageszeitung.

Vorbildlich ist bisher die Informationspolitik der Heilbronner Stimme. Sicherlich ist es nun das Wichtigste, dass unsere Tageszeitung wieder vollumfänglich hergestellt wird. Dann aber werden wir hoffentlich auch erfahren, wie es zu dieser erfolgreichen Cyber-Attacke überhaupt kommen konnte und vor allem warum die Heilbronner Stimme das Angriffsziel gewesen ist.

Und dann wäre es bestimmt für alle sehr interessant zu wissen, wie solche Angriffe zukünftig verhindert werden können; denn es ist immer besser aus den Fehlern anderer zu lernen als aus den eigenen.

Zettelkasten

Schon etwas länger arbeite ich mit dem, von Detlef Stern geschaffenen Zettelkasten und bin damit mehr als zufrieden. Inzwischen hat mein Zettelkasten auch einen eigenen kleinen Server und steht mir damit nicht nur rund um die Uhr, sondern auch unabhängig von meiner eigenen aktuellen Infrastruktur zur Verfügung.

Dies erinnert mich an meine ersten eigenen E-Mail-Adressen, für die man sich erst auf entsprechenden Servern anmelden musste, um seine Post zu bearbeiten, und das dann noch von Räumlichkeiten aus, die später als Internet-Cafés bekannt wurden.

Und so nutzte ich heute ein improvisierte „Zettelkastenrunde“ mit Detlef Stern, um nicht nur Neues über den Zettelstore zu erfahren, sondern um auch ein wenig nostalgisch zu werden. Das Stichwort des Abends war „Projektmanagement“, was uns weiter zum Hoover Damm führte und mich wohl nun die gesamte Nacht an die „Comprehensive Operations Planning Directive“ und die Guidelines for Operational Planning denken lässt, die mich beide jahrelang beschäftigt hatten.

Und so bin ich einmal gespannt darauf, wohin das Ganze nun führen wird. Auf jeden Fall wird es mindestens einem neuen Zettel geben.

Grundrauschen

Nach und vor allem vor erfolgreichen Besprechungen und Versammlungen kommt immer das ganz normale Grundrauschen, wie z. B. Einladungen zu schreiben, Tagesordnungsvorschläge vorzubereiten oder auch nur, um das Ganze zum Schluss zu protokollieren. Und so bin ich heute ganz gut beschäftigt, um das eine oder andere noch zu erledigen.

Und so war meine heutige Fahrt mit dem meseno-Bus eine ganz nette Abwechslung. So nett, dass ich mich danach selbst mit ein paar Schachpartien belohnte und mich damit etwas im Prokastrinieren übte — die etwas Älteren unter meinen Lesern kennen das vielleicht noch unter dem Begriff Aufschieberitis. Dabei war ich heute so erfolgreich, dass das Protokoll der 6. Hertensteiner Gespräche doch noch etwas länger warten kann. Denn wenn ich eins gelernt habe, dann, dass man am besten jene Dinge vor sich herschiebt, die weniger akut sind. Und die echten Prokrastinations-Profis wissen dabei ganz genau, dass aufgeschobene Dinge erst dann so richtig gut werden, wenn der Zeitdruck kaum noch höher werden kann.

So lange möchte ich dann doch nicht mehr warten und lege mir dieses Protokoll nun erst einmal auf Vorlage, dort finden sich jene Dinge, die dann einfach — ohne Wenn und Aber — zu erledigen sind, egal wie spät es auch an diesem Tag werden wird.

Und so habe ich nun wieder etwas Zeit, um z. B. hier an diesem Blog-Beitrag zu schreiben und wer weiß, vielleicht reicht es auch nochmals für eine Schachpartie, bevor dann die nächste Besprechung beginnt.