Parken in Heilbronn

24.2.02026 5 (8)

Beitragsfoto: Parken in Heilbronn

Vermischtes

Bekanntlich schmeißt unser Gemeinderat das Geld mit vollen Händen aus dem Fenster und dabei sind diese Mitbürger — trotz edler Spender — so erfolgreich, dass sie nun nach weiteren Einnahmen suchen. Jetzt sind wieder einmal die Hundebesitzer dran, und ich frage mich erneut, warum Katzenbesitzer nicht besteuert werden. Die größeren Schäden für unsere Umwelt werden von Katzen, nicht von den Hunden verursacht. Auch frage ich mich schon lange, warum man bei uns nicht von einer Katzenplage spricht?

Der Boss tourt wieder und dieses Mal ist seine Tour so wichtig wie noch nie. Bruce Springsteen zeigt, dass man auch als reicher Mensch nicht automatisch ein Fan von Diktatur und Übermenschfantasien sein muss. Reiche, die sich ihren Reichtum selbst erarbeitet haben, dürften Allmachtsfantasien gegenüber immun sein.

Wie befürchtet solidarisieren sich die ehemaligen Warschauer Pakt Staaten immer mehr mit der Russischen Föderation. Es gab Gründe, warum es den Russen gelang, diese Menschen zu unterdrücken — ob man es will oder nicht, der Panslawismus zieht weiterhin und wieder verstärkt. Ähnlich wie bei uns der Nationalsozialismus. Und wir dachten schon, dass die Menschheit diese Krankheiten hinter sich gelassen hatte, aber auch die Masern kommen wieder zurück.

Parkhaus

Nun doch noch ein Heilbronner Thema. Parkhäuser, wenn sie gut und teuer sind, werden bei uns abgerissen oder an systemrelevante Personen „verschenkt“. Aber auch die restlichen Parkhäuser der Stadt sind nicht schlecht, manche wie der Käthchenhof oder die Theatertiefgarage zwar etwas sportlich, aber immer noch besser als nichts.

Die Parkhäuser des Krankenhauses nutze ich regelmäßig und kann wirklich nicht meckern, wohl im Gegensatz zu einigen Lesern der Heilbronner Stimme — was kein Zufall sein dürfte.

Es liegt dabei überhaupt nicht an den Parkhäusern! Es sind die Autofahrer, wobei zwei Gruppen besonders hervorstechen. Nämlich jene, die jüngst ihre Führerscheine irgendwie erhalten haben — inzwischen erkauft man sich sogar diesen bei uns im wahrsten Sinne des Wortes — und jene Autofahrer, die schon länger nicht mehr Auto fahren sollten und dürfen.

Ab einem gewissen Alter wird das Selbstfahren immer beschwerlicher. Auch wenn ich mich selbst weiterhin noch für einen sehr erfahrenen und versierten Autofahrer halte, der noch größere Fahrzeuge bewegt, aber schon etwas länger keine 40-Tonner mehr, fühle ich mich inzwischen in kleineren Autos viel wohler.

In Heilbronn hingegen fällt es auf, dass gerade die beiden oben erwähnten Gruppen sehr gerne und oft in großen Autos möglichst in der SUV-Klasse unterwegs sind. Was selbst in den großzügigsten Garagen zu dramatischen Situationen führt.

Heilbronner Fahrschulen lehren — man kann es selbst gut beobachten — inzwischen, dass man, wenn man links abbiegen möchte, zuvor erst weit nach rechts ausschert. Hingegen die über 80-Jährigen, auch wenn sie dereinst das Autofahren gelernt haben mögen, finden sich in ihren 3-Tonnen SUV nicht mehr zurecht und sind schon damit eine große Gefahr für ihre Umwelt.

Damit sind die Parkhäuser der SLK-Kliniken ein Eldorado für abenteuerlustige Mitbürger und ich freue mich jedes Mal darauf, wenn wieder ein Scheintoter oder gar ein Hirnloser dort um die Ecke biegt.

Wer aber das echte Abenteuer sucht, der findet dies im Heilbronner Osten. Dort gibt es eine Kreuzung, die fordert jeden, ob Fußgänger, Rad- oder Autofahrer — außer jene weit über 90; die findet man dann gerne mit ihren SUV auf den restlichen Schienen, auf einer Verkehrsinsel oder im Grünstreifen.

Noch besser eine Straße im Feuerwehrviertel, da haben die Bewohner eine eigene Verkehrsregelung eingeführt. Sobald ein Fahrzeug in die Straße einfährt, müssen die anderen warten, bis dieses die Straße durchfahren hat. Wer dies nicht beachtet und ganz bequem das entgegenkommende Fahrzeug passiert, der darf sich nicht wundern, wenn er verfolgt wird.

Wohl bald werden die 3-Meter Parkplätze in den Heilbronner Parkhäusern auf 5 Meter erweitert. Besser wäre es, wenn jeder, der feststellt, dass er es nicht (mehr) in einen 3-Meter Parkplatz schafft, von ganz alleine auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigt und zur Not auch einmal ein Taxi nimmt.

Verfolgung

Die Umfrageergebnisse scheinen für die Union wenig vielversprechend zu sein und die SPD ist schon etwas länger in den Keller abgerauscht. Auch die Grünen tun sich trotz „Notheirat“ etwas schwer im Land.

Unsere Regierung lässt nun Menschen verfolgen, die sich gemäß der Kriminalpolizei strafbar machen, weil sie z. B. angeblich Friedrich Merz als Pinocchio bezeichnet hätten.

Nur ein paar Punkte dazu. Unsere Kriminalpolizei ist wenig bis gar nicht aktiv, wenn Nazi-Porträts im öffentlichen Raum zur Schau gestellt werden. Auch gilt es laut Welt am Sonntag (11.12.2025) als gesichert, dass Friedrich Merz — ähnlich wie Recep Tayyip Erdoğan oder Donald Trump — gegen jeden gerichtlich vorgeht, der ihn vermeintlich in ein schlechtes Licht rückt. Zudem wissen wir alle, dass die Union den letzten Bundestagswahlkampf mit Behauptungen und Versprechen geführt und gewonnen hat, die sie nie einhalten konnte und wollte — was bei uns schon länger der Normalfall sein dürfte, aber mit der größten Verschuldung der Bundesrepublik Deutschland aller Zeiten unter Friedrich Merz eine völlig neue Dimension erreichte. Mir scheint dabei der Vergleich mit Pinocchio mehr als angebracht.

Schlimm an der ganzen Sache ist dabei aber, dass unsere Regierung sich selbst so sehr in die Ecke gedrängt hat, dass deren Politiker nun offensichtlich damit beginnen, GOP und Trump-Methoden zu übernehmen.

Noch schlimmer ist, dass Politiker wie Friedrich Merz gegen Schwächere austeilen, wo sie nur können und ganze Menschengruppen hemmungslos diffamieren, aber sobald man sich erlaubt, nur selbst etwas Kritik an diesen Damen und Herren zu äußern, mit allen Mitteln des Staates verfolgt wird.

Diese vermeintlichen Volksvertreter buckeln nach oben (Trump, Putin und Co.), wo sie nur können, aber treten nach unten ohne jegliche Rücksicht (Rentner, Kranke, Kinder). Ich hoffe nun mal, dass mich der Vergleich mit Radfahren nun nicht ins Gefängnis bringt. Wissen kann man es in der aktuellen Lage unseres Landes wohl nicht mehr.

Am 8. März 2026 hätten wir Bürger hier im Land die Gelegenheit, unsere Meinung dazu abzugeben. Die meisten von uns, wenn sie überhaupt noch wählen, wählen das, was sie schon immer gewählt haben und wissen dabei schon lange nicht mehr, warum.


Fediverse Reactions
Altes Auto

9.1.02026 5 (4)

Beitragsfoto: Auto |  © Dariusz Sankowski auf Pixabay

Vermischtes

Die deutschen Gasspeicher sind nur noch halb voll, da unsere Regierung wieder einmal ihre Hausaufgaben gemacht hat: Gewinnoptimierung für ihre Parteisponsoren.

Warum konnten bei uns die Züge früher bei Schnee fahren? Und warum fahren Züge in anderen Ländern weiterhin bei Schnee und Eis, selbst durch meterhohe Schneeverwehungen? Matthew Kronsberg fragt sich derweil, ob heutzutage die Züge wieder die komfortabelste Reisemöglichkeit seien? (New York Times, 6.1.2026 — für die Blog-Leser kostenfrei).

Mir ist es schon sehr lange völlig egal, ob ein Zug in Deutschland komfortabel ist oder ob es dort überhaupt einen Sitzplatz gibt — Hauptsache, er kommt noch ans Ziel und dies möglichst am selben Tag.

Erfreulich, dass der Weg für das jahrelang umstrittene EU-Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay nun frei ist. Bis zum Schluss haben sich die französischen Bauern gewehrt und dafür gesorgt, dass sich Frankreich gegen das Abkommen entschied — Pech gehabt: Mehrheitsentscheidung! Ich vermute einmal ganz stark, dass sobald nun auch Deutschland überstimmt werden wird, es keine Mehrheitsentscheidungen in der EU mehr geben wird.

Neben Frankreich stimmte noch Polen dagegen; Italien rettete nach 25 Jahren Verhandlungen dieses Abkommen nicht ohne doch ein paar weitere Zugeständnisse an die europäischen Bauern erzielt zu haben.

Zwar soll das Abkommen die EU-Exporte jährlich um bis zu 49 Milliarden Euro steigern können und damit mehr als 440 000 Arbeitsplätze sichern helfen, was aber doch nicht so richtig zählt, einfach weil unsere Bauern weiterhin die dickeren Autos fahren — und wir wissen ganz genau, was bei unseren Politikern zählt, nein, nicht die Länge, sondern die Breite.

Und so darf man es durchaus als großen Erfolg ansehen, dass unsere Politiker nur ein Vierteljahrhundert benötigten, um mehrheitlich einmal der Vernunft den Vorzug zu geben.

Käffchen

Für ein Käffchen mit Detlef Stern gehe ich weiterhin gerne in die Stadt. Demnächst gönne ich es mir einmal, miete ein möglichst großes SUV, fahre erst ein paar Runden die Allee hoch und runter, dann durch die Fußgängerzone und stelle zum Schluss den Karren direkt vor dem Café ab — zumindest laufe ich dabei nicht Gefahr, in einen Hunde- oder gar Menschenhaufen zu treten.

Sobald die Autos alle selbstständig unterwegs sind, wobei Detlef Stern der Überzeugung ist, dass wir beide dies nicht mehr erleben werden, hat sich das mit den Privat-, Geschäfts- und Mietwagen wohl erledigt. Denn dann lassen Software-Firmen und die übrig gebliebenen Autokonzerne ihre Autos von ganz alleine auf Kundenfang durch die Städte toben — auf deren Lifetime-Abos bin ich schon heute gespannt!

Bis dahin werden die bereits existierenden selbstfahrenden Automobile weiterhin von Lohnsklaven aus Indien und Co. ferngesteuert. Wobei dies bestimmt auch ein ganz gutes Geschäftsmodell für unsere eigene Jugend ist. In jedem Arbeitsamt werden Räume eingerichtet, wo unsere „Arbeitssuchenden“ täglich ein paar Stunden vor dem Bildschirm sitzend Autos fernsteuern können. Gerade für die Heilbronner Allee- und Innenstadt-Cruiser eine gute Gelegenheit, um einmal andere Strecken kennenzulernen — wobei sie es sich zudem ersparen, immer bei Mama um das Familienauto betteln zu müssen.

Das heutige Thema war aber hauptsächlich der Zettelkasten und eine längst vergangene Zettelkastenrunde, etwas RSS und die gute alte E-Mail. Bei letzterem bin ich davon überzeugt, dass wer am Abend noch mehr als zehn E-Mail in seinen Postfächern liegen hat, besser wieder auf den Briefkasten vor seiner Haustür zurückgreifen sollte.

Wer als Informatikstudent nicht weiß, was ein RSS-Feed ist, der sollte sich schleunigst nach einer anderen Beschäftigung umsehen, Autofahren zum Beispiel.

Kommenden Dienstag habe ich meine letzte Vorlesung in diesem Semester, ab dem kommenden führe ich dann ein Maßband mit — werden wohl nur Gediente verstehen können. Die Klausur steht und so beschränke ich mich darauf, um Fragen zu beantworten. Es dürfte nur noch welche zum Ablauf der Klausur geben, ich lasse mich aber gerne überraschen.

Zum Schluss haben wir noch ein wenig über Blogger gelästert, da wir selber welche sind, geht das auch völlig in Ordnung. Vielleicht ist das mit einer neuen Zettelkastenrunde absolut zu nerdig und so rege ich einmal eine Bloggerunde an. Ich fand es schon immer viel spannender, wenn die, über die man lästert, auch selber mit dabei sind.

Lifetime

Wie kurz unsere Leben sind, das zeigt uns die aktuelle Software-Industrie ganz gut. Wie bereits geschrieben, dünne ich auch mein Privat-Blog zunehmend aus. Und so habe ich mich bereits von vielen lieb gewonnenen Features wie auch Plug-ins getrennt.

Zumindest mir geht es so, dass ich bei jenen Plug-ins, die ich mit einer Lifetime-Garantie erworben habe, dabei doch etwas zögere. Und so bekomme ich nun heute wieder einmal mit, was diese Software-Firmen so unter Lifetime verstehen. Gerade soll ein Plug-in von der Version 3.0 auf die Version 4.0 umgestellt werden, wobei ich, weil ich bereits vor Jahren ein Lifetime-Abonnement abgeschlossen hatte, nun künftig 50 % vom Listenpreis zahlen soll und damit wohl noch weit mehr als jene, die regelmäßig beim Black Friday zuschlagen.

Zum Glück bin ich aber auch noch Telekom-Kunde. Denn dieses Unternehmen zeigt seinen Kunden, dass selbst das kürzeste Leben sehr lange dauern kann, zumindest was deren Wartezeiten anbelangt. Seit gut drei Wochen hängt nun ein Glasfaserkabel in meiner Kellerwand herum. Und so lange dies nur so herumhängt, sieht es im Keller aus wie bei Hempels unter dem Sofa, weil ich die weiteren Kabelwege im Haus schon einmal freigeräumt hatte.

Wann bloß wurde aus Eduard Zimmermanns Fernsehsendung „Nepper, Schlepper, Bauernfänger“ bei uns nackte Realität?

Post Scriptum (Dank geht an Guido Kühn)


Radweg

17.9.02025 5 (5)

Beitragsfoto: Radweg

The Holdovers

Gestern gab es bei uns noch großes Kino. Alexander Payne brachte diesen Film bereits 2023 in die Kinos. Wir hatten erst jetzt die Gelegenheit, diesen einmal anzuschauen. Eigentlich ein Weihnachtsfilm, aber da es inzwischen bei uns schon überall Weihnachtsgebäck und sonstiges Gedöns zu kaufen gibt, dann doch ganz passend.

Die Handlung spielt in Neuengland um die Jahreswende 1970 herum und ist dabei so aktuell wie schon lange nicht mehr. Paul Giamatti überzeugt als Lehrer Paul Hunham auf ganzer Linie. Dominic Sessa als Schüler und Da’Vine Joy Randolph als Köchin mehr als überaus passend für diese Rollen. Während mir Paul Giamatti bereits in „The Truman Show“ (1998) gefiel, kannte ich die beiden anderen Schauspieler noch nicht.

Mehr zum Film möchte ich nicht sagen, außer, dass sich diese 133 Minuten auf alle Fälle lohnen.

Gas & Öl

Wie wir es heute wieder einmal selbst aus der Tagesschau erfahren können, kommt unser Öl und Gas weiterhin aus Russland. Selbst der Angriffskrieg Russlands auf die freie Welt hält unsere systemrelevanten Personen nicht davon ab, um weiterhin gute Geschäfte mit Massenmördern zu machen. Da wo der Rubel rollt, da möchte man nicht allzu kleinlich sein.

Und so sind unsere Politiker dazu verdonnert, uns Bürgern beständig zu erklären, dass man dies nun ändern möchte, zeitgleich aber alles zu unternehmen, dass es weiterhin so bleibt. Noch besser, man baut wie verrückt Gaskraftwerke und fährt die erneuerbaren Energien zurück wo man es kann.

Selbstverständlich könnten unsere Politiker auch anders, dann aber müssen diese auf den einen oder anderen Nebenverdienst verzichten und laufen dazu noch Gefahr, dass unsere systemrelevanten Personen ganz offiziell und auf allen Kanälen für die AfD Werbung machen, die schon immer ganz schamlos mit ihrer eigenen Käuflichkeit wirbt.

Dabei hätten es unsere Politiker eigentlich wissen müssen, dass wenn man sich von Diktatoren und Kriminellen einladen lässt, man diesen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist — selbst als Bundespräsident, Kanzler oder US-Präsident.

Vermischtes

Obiges Foto habe ich wohl von Deutschlands kürzestem Radweg geschossen. Die Erklärung dafür dürfte sehr einfach sein, entweder mussten dringend noch EU-Subventionen verbraten werden oder man benötigte noch vier Meter Radweg, um eine weitere unnötige Stelle im Rathaus rechtfertigen zu können.

Ich bin zwar kein Stadtplaner, gehe aber davon aus, wenn man diese paar Meter wenigstens schottern würde, unserer Natur und der Stadt mehr geholfen wäre.

Da hat sich Thomas Heiligenmann jüngst bei de Ingenieuren so viel Mühe gemacht, um für die Hertensteiner Gespräche zu werben. Leider bisher erfolglos, sind aber auch noch ein paar Tage hin.

Seit Kurzem habe ich auf meinem meistgenutzten MacBook das neue Betriebssystem, was man nicht so alles macht, wenn man seine Vorlesung vorbereitet. Und auch das Mobiltelefon läuft mit der aktuellen Software. Jetzt soll ich mit dem MacBook telefonieren können, etwa so wie früher mit Skype.

Mir gefällt das neue Facelift und so werde ich wohl demnächst alle Geräte, die man noch updaten kann, aktualisieren.

Gestern habe ich mit Leonhard Reinwald noch die letzte Absprache für die 9. Hertensteiner Gespräche getroffen, aber auch mit großem Bedauern feststellen müssen, dass der eine oder andere gern gesehene Teilnehmer dieses Jahr ausfallen wird. Mit 103 Anmeldungen haben wir dennoch den höchsten Anmeldestand seit Beginn der Gespräche.

Für manche beginnen die Hertensteiner Gespräche bereits am Freitag, so wie am Anfang der Gesprächsreihe und enden dann auch erst am Sonntagmorgen — der harte Kern sozusagen, oder wie wir uns gerne nennen, die Hertensteiner.

Ich gönne mir als Einstieg am Freitagmorgen noch ein Käffchen mit Detlef Stern, zum Warmlaufen sozusagen. Und so wie es aktuell aussieht, werde ich mich danach an ein E-Book zu den Gesprächen machen.

Ein klein wenig enttäuscht bin ich von einem ehemaligen Abgeordneten und wie ich glaubte langjährigem Freund, wobei ich es hätte besser wissen müssen: in Parteien gibt es keine Freundschaften.

Aber nicht deswegen, sondern kaum ist er nicht mehr in Amt und Würden, hat er kein Interesse mehr an den Gesprächen. Dass dies auch anders geht, erlebe ich gleich bei mehreren ehemaligen Abgeordneten der CDU.

Der Böllinger Bach soll auf Heilbronner Gemarkung wieder zu einem solchen werden. Dazu bedurfte es zwei Dinge, erstens zahlt dies das Land, der Bund und Europa und zweitens hübschst es dann eine Investition der Schwarz-Stiftung auf. Letzteres wohl der wahre Anlass, warum man sich bei uns dem Naturschutz verpflichtet fühlt. So wie es aktuell aussieht, versteht man darunter einen riesigen Radweg mit einer noch größeren Brücke.

Vor längerem hatte ich einmal angemerkt, dass bei uns die Radfahrer schwerpunktmäßig bei besserem Wetter unterwegs sind und dann gerne mit Motorunterstützung. Man hat mir sogleich widersprochen. Nun habe ich mir das gut zwei Jahre lang nochmals angeschaut und bleibe bei meiner Meinung.

Was aber dereinst sein kann ist, dass sobald es ein funktionierendes Radwegenetz in Heilbronn geben, dieses dann die entsprechenden Radfahrer erzeugen wird. Mich würde es dabei sehr freuen, wenn man bei uns im Flachland (Unterland) dabei wieder mehr auf die eigene Muskelkraft setzt. Ich erinnere mich noch ganz gut, hat man als Kind kaum dreimal kräftig in die Pedale getreten, war man schon aus der Stadt heraus — das Fahrrad benötigten wir eigentlich nur, wenn wir ins Umland gelangen wollten.

Seit wir nun Großstadt sind, sieht das natürlich ein wenig anders aus. Da haben sich die Distanzen wohl entsprechend mit angepasst. Obwohl, auch ich spaziere nicht mehr einmal einfach so nach Flein, Nordheim oder Weinsberg und wieder zurück.

Als junge Soldaten hatten wir noch ganz andere Größenvorstellungen, da fing eine Stadt erst so richtig an, wenn man in deren Gemarkung einen Marathon absolvieren konnte.

Jetzt aber im Alter fährt man bei uns von der Sülmerstraße aufs Weindorf mit dem E-Bike. Gäbe es ausreichend Parkplätze vor Ort, würde man auch sein SUV nehmen, das sieht einfach noch besser aus.