Screenshot

Bastelglück 5 (5)

Beitragsfoto: Screenshot

Robb Knight ist schon sehr lange von den alten Knöpfchen im 88×31 Format fasziniert. Als das Internet seine Anfangszeiten hinter sich hatte, machten sich manche Nutzer auf den Weg, um dieses ein wenig hübscher zu gestalten.

Und so kamen wohl die vielen bunten Knöpfchen (Buttons), kleine grafische Elemente, die man meist auch anklicken konnte, auf den Websites zum Vorschein. Auch ich hatte damals eine ganze Menge davon und wohl erst vor ein, zwei Jahren die allerletzten auf meinem Blog entfernt.

Aber jedes Mal, wenn ich auf diese Buttons stoße, erhellt sich mein Gemüt ein ganz klein wenig und so habe ich mich über Robb Knights jüngsten Blog-Post sehr gefreut.

Er macht dabei auf einen Knöpfchen-Generator — 88X31 BUTTON CREATOR — von Dan Unbolt aufmerksam, der sehr schnell erste Ergebnisse produziert. Ich habe keine Minute benötigt, um das folgende Knöpfchen damit zu generieren.

Damit war allerdings mein eigener Spieltrieb schon wieder befriedigt. Und wohl ganz zufällig kam gleich hinterher Martin Thielecke mit seinem Beitrag „Kennzeichnung der Inhalte“ um die Ecke. Auch wenn ich selbst nicht daran glaube, dass dies nur halbwegs etwas nutzt und dabei sogar befürchte, dass gerade die „KI-Seiten“ damit hausieren gehen werden, könnte man beides nun verbinden und solche Kennzeichnungen mit dem obigen oder gerne auch anderen Generatoren erzeugen.

Sobald mein Spieltrieb wieder geweckt ist, werde ich vielleicht noch ein solches Knöpfchen hier im Beitrag mit hinzufügen.

Lassen Sie sich überraschen. Und wer weiß, vielleicht wird daraus sogar einmal eine eigene kleine Sammlung.


Altes Auto

9.1.02026 5 (4)

Beitragsfoto: Auto |  © Dariusz Sankowski auf Pixabay

Vermischtes

Die deutschen Gasspeicher sind nur noch halb voll, da unsere Regierung wieder einmal ihre Hausaufgaben gemacht hat: Gewinnoptimierung für ihre Parteisponsoren.

Warum konnten bei uns die Züge früher bei Schnee fahren? Und warum fahren Züge in anderen Ländern weiterhin bei Schnee und Eis, selbst durch meterhohe Schneeverwehungen? Matthew Kronsberg fragt sich derweil, ob heutzutage die Züge wieder die komfortabelste Reisemöglichkeit seien? (New York Times, 6.1.2026 — für die Blog-Leser kostenfrei).

Mir ist es schon sehr lange völlig egal, ob ein Zug in Deutschland komfortabel ist oder ob es dort überhaupt einen Sitzplatz gibt — Hauptsache, er kommt noch ans Ziel und dies möglichst am selben Tag.

Erfreulich, dass der Weg für das jahrelang umstrittene EU-Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay nun frei ist. Bis zum Schluss haben sich die französischen Bauern gewehrt und dafür gesorgt, dass sich Frankreich gegen das Abkommen entschied — Pech gehabt: Mehrheitsentscheidung! Ich vermute einmal ganz stark, dass sobald nun auch Deutschland überstimmt werden wird, es keine Mehrheitsentscheidungen in der EU mehr geben wird.

Neben Frankreich stimmte noch Polen dagegen; Italien rettete nach 25 Jahren Verhandlungen dieses Abkommen nicht ohne doch ein paar weitere Zugeständnisse an die europäischen Bauern erzielt zu haben.

Zwar soll das Abkommen die EU-Exporte jährlich um bis zu 49 Milliarden Euro steigern können und damit mehr als 440 000 Arbeitsplätze sichern helfen, was aber doch nicht so richtig zählt, einfach weil unsere Bauern weiterhin die dickeren Autos fahren — und wir wissen ganz genau, was bei unseren Politikern zählt, nein, nicht die Länge, sondern die Breite.

Und so darf man es durchaus als großen Erfolg ansehen, dass unsere Politiker nur ein Vierteljahrhundert benötigten, um mehrheitlich einmal der Vernunft den Vorzug zu geben.

Käffchen

Für ein Käffchen mit Detlef Stern gehe ich weiterhin gerne in die Stadt. Demnächst gönne ich es mir einmal, miete ein möglichst großes SUV, fahre erst ein paar Runden die Allee hoch und runter, dann durch die Fußgängerzone und stelle zum Schluss den Karren direkt vor dem Café ab — zumindest laufe ich dabei nicht Gefahr, in einen Hunde- oder gar Menschenhaufen zu treten.

Sobald die Autos alle selbstständig unterwegs sind, wobei Detlef Stern der Überzeugung ist, dass wir beide dies nicht mehr erleben werden, hat sich das mit den Privat-, Geschäfts- und Mietwagen wohl erledigt. Denn dann lassen Software-Firmen und die übrig gebliebenen Autokonzerne ihre Autos von ganz alleine auf Kundenfang durch die Städte toben — auf deren Lifetime-Abos bin ich schon heute gespannt!

Bis dahin werden die bereits existierenden selbstfahrenden Automobile weiterhin von Lohnsklaven aus Indien und Co. ferngesteuert. Wobei dies bestimmt auch ein ganz gutes Geschäftsmodell für unsere eigene Jugend ist. In jedem Arbeitsamt werden Räume eingerichtet, wo unsere „Arbeitssuchenden“ täglich ein paar Stunden vor dem Bildschirm sitzend Autos fernsteuern können. Gerade für die Heilbronner Allee- und Innenstadt-Cruiser eine gute Gelegenheit, um einmal andere Strecken kennenzulernen — wobei sie es sich zudem ersparen, immer bei Mama um das Familienauto betteln zu müssen.

Das heutige Thema war aber hauptsächlich der Zettelkasten und eine längst vergangene Zettelkastenrunde, etwas RSS und die gute alte E-Mail. Bei letzterem bin ich davon überzeugt, dass wer am Abend noch mehr als zehn E-Mail in seinen Postfächern liegen hat, besser wieder auf den Briefkasten vor seiner Haustür zurückgreifen sollte.

Wer als Informatikstudent nicht weiß, was ein RSS-Feed ist, der sollte sich schleunigst nach einer anderen Beschäftigung umsehen, Autofahren zum Beispiel.

Kommenden Dienstag habe ich meine letzte Vorlesung in diesem Semester, ab dem kommenden führe ich dann ein Maßband mit — werden wohl nur Gediente verstehen können. Die Klausur steht und so beschränke ich mich darauf, um Fragen zu beantworten. Es dürfte nur noch welche zum Ablauf der Klausur geben, ich lasse mich aber gerne überraschen.

Zum Schluss haben wir noch ein wenig über Blogger gelästert, da wir selber welche sind, geht das auch völlig in Ordnung. Vielleicht ist das mit einer neuen Zettelkastenrunde absolut zu nerdig und so rege ich einmal eine Bloggerunde an. Ich fand es schon immer viel spannender, wenn die, über die man lästert, auch selber mit dabei sind.

Lifetime

Wie kurz unsere Leben sind, das zeigt uns die aktuelle Software-Industrie ganz gut. Wie bereits geschrieben, dünne ich auch mein Privat-Blog zunehmend aus. Und so habe ich mich bereits von vielen lieb gewonnenen Features wie auch Plug-ins getrennt.

Zumindest mir geht es so, dass ich bei jenen Plug-ins, die ich mit einer Lifetime-Garantie erworben habe, dabei doch etwas zögere. Und so bekomme ich nun heute wieder einmal mit, was diese Software-Firmen so unter Lifetime verstehen. Gerade soll ein Plug-in von der Version 3.0 auf die Version 4.0 umgestellt werden, wobei ich, weil ich bereits vor Jahren ein Lifetime-Abonnement abgeschlossen hatte, nun künftig 50 % vom Listenpreis zahlen soll und damit wohl noch weit mehr als jene, die regelmäßig beim Black Friday zuschlagen.

Zum Glück bin ich aber auch noch Telekom-Kunde. Denn dieses Unternehmen zeigt seinen Kunden, dass selbst das kürzeste Leben sehr lange dauern kann, zumindest was deren Wartezeiten anbelangt. Seit gut drei Wochen hängt nun ein Glasfaserkabel in meiner Kellerwand herum. Und so lange dies nur so herumhängt, sieht es im Keller aus wie bei Hempels unter dem Sofa, weil ich die weiteren Kabelwege im Haus schon einmal freigeräumt hatte.

Wann bloß wurde aus Eduard Zimmermanns Fernsehsendung „Nepper, Schlepper, Bauernfänger“ bei uns nackte Realität?

Post Scriptum (Dank geht an Guido Kühn)


Zettelkasten

Zeitreise 5 (3)

Beitragsfoto: Zettelkasten | © Africa Studio, Shutterstock

Aktuell lese ich sehr viele Blog-Beiträge in denen zurückgeblickt, eher aber etwas Werbung für das eigene Blog gemacht wird. Auch erinnern sich doch so einige Blogger mit entsprechenden Beiträgen an die Tagebuch-Blogs zurück; ich erfuhr dabei, dass es dafür sogar einen extra Tag im Monat gibt.

Das Ganze hört sich bei mir eher nach uniformiertem Bloggen an — als Soldat habe ich dagegen natürlich überhaupt nichts, sondern erkenne nur Muster.

Meine Neugierde hat es aber geweckt. Und so frage ich mich, was für einen Quatsch oder vielleicht doch noch Lesenswertes habe ich heute vor einem, vor zwei und so weiter Jahren geschrieben?

Detlef Stern und andere bekämen so eine Aufstellung sicherlich automatisiert zustande, manche gar mit Hilfe von KI. Ich mache mich nun händisch auf die Suche.

Vor einem Jahr und einem Tag

Zeitenwende (5.1.2025)

Vor zwei Jahren

Kapitolsturm (6.1.2024)

Vor drei Jahren

Zeit für ein Gedicht (6.1.2023)

Vor vier Jahren

Der gallische Hahn kräht (6.1.2022)

Vor fast fünf Jahren

Pink Floyd (8.1.2021)

Vor sechs Jahren

Der große Selbstbetrug (6.1.2020)

Vor sieben Jahren und zwei Tagen

Neue Idee am Start (4.1.2019)

Vor acht Jahren

Politik für Dummies (6.1.2018)

Vor fast zwölf Jahren

Alles hat ein Ende (24.1.2014)

Vor fast 14 Jahren

Lieblingswitze (20.1.2012)

Vor fast 16 Jahren

Heilbronn benötigt eine eigene Universität (22.1.2010)

Vor fast 20 Jahren

Frankenbahn (22.1.2006)

Diese kleine Zeitreise zeigt mir zwei Dinge. Zum einen dünne ich mein Blog permanent aus, wohl weil ich manche Beiträge nicht mehr für relevant halte oder diese so heute nicht mehr schreiben wollte.

Zum anderen zeigt es aber auch, dass manche Themen selbst nach zwanzig Jahren so aktuell sind wie sie bereits damals waren. Wobei ich mich alleine beruflich bedingt bereits in den 1980er-Jahren mit der Frankenbahn und ihrem katastrophalen Zustand auseinandersetzen musste und der Grund für meinen entsprechenden Blog-Beitrag aus 2006 schon alleine für mich gut 40 Jahre auf dem Buckel hatte.

Und so ist auch dieser Rückblick wieder einmal auch ein Ausblick. Die Frankenbahn, welche 1945 teilzerstört wurde, wird auch in den kommenden Jahren nicht wieder völlig hergestellt werden. Und so kann ich schon heute feststellen, dass ich zu meiner eigenen Lebenszeit keine funktionierende Frankenbahn erleben durfte.

Ich musste aber sehr viele Volksvertreter erleben, die mit dem hohlen Versprechen für einen funktionierende Frankenbahn zu sorgen ihr gesamte Leben sehr einfach und sehr bequem verbringen konnten — ok, ok, zumindest haben diese Politiker keinen Weltkrieg vom Zaun gebrochen; könnte aber durchaus noch geschehen und wahrscheinlich eher als die Frankenbahn wieder in Stand zu setzen.

Und leider ist dies keine Einzelfall! Wer mehr wissen möchte, der kann gerne die Turmstraße hier im Blog nachschlagen. Deren Sanierung werde ich wohl auch nicht mehr erleben dürfen, wobei wir Steuerzahler dafür gleich mehrfach abgezockt wurden.