Klassenzimmer

28.5.02026 5 (5)

Beitragsfoto: Leeres Klassenzimmer | © Shutterstock

Ohne Abschluss

Wenn man „ohne Alles“ im Bundestag oder einem anderen Parlament sitzen kann und sogar mit überhaupt gar nichts vorzuweisen Minister wird, muss man sich auch nicht weiter wundern, wenn es immer mehr Schüler gibt, die „ohne Alles“ unsere Schulen verlassen. Ich erinnere mich daran, wie ein Berufspolitiker einmal sagte, „sie können dann ja Politiker werden“. Und dazu müssen sich diese Menschen nicht einmal rasieren und schon gar nicht waschen.

Alexandra Ringendahl von Correctiv schrieb vor Kurzem „Neuer Höchststand bei Schulabgängern ohne Abschluss“ und zeigt dabei auch den Anteil der Schulabgänger von allgemeinbildenden Schulen ohne Abschluss im Schuljahr 2024/25 inklusive Förderschulen je nach Bundesland an.

Noch schlimmer die Ungelerntenquote, die inzwischen bei jungen Erwachsenen zwischen 20 und 24 Jahren, die weder in Ausbildung sind noch einen Berufsabschluss haben, 17,8 % erreicht. Wenn ich dabei nur an viele der Hochschüler denke, die völlig hoffnungslos in meinen Vorlesungen sitzen, muss man davon ausgehen, dass wir gut und gerne bereits bei 30 % liegen dürften — wir schreiben uns weiterhin unser Land schön und wundern uns dabei immer öfters, warum nichts mehr bei uns so richtig gut funktioniert.

Und was Ungelernte in Parlamenten und Regierungen so alles anstellen, das lesen wir ebenfalls immer öfters.

Kanzlerwechsel

Inzwischen erkennen sogar Unionsmitglieder, dass Friedrich Merz noch nie etwas getaugt hat und schon gar nicht in einer verantwortlichen Position. Irgendwie freue ich mich schon auf den kommenden Europastammtisch, wenn dort wieder ein paar Parteisoldaten auflaufen und tönen, dass es noch nie einen besseren Kanzler seit Otto von Bismarck gegeben hätte. Inzwischen erörtert die Frankfurter Allgemeine Zeitung drei Szenarien für einen Kanzlerwechsel.

Wenn man noch einen sich abzeichnenden Durchmarsch der Totalitaristen verhindern möchte, wäre es gar nicht schlecht, wenn man damit anfängt und die tatsächlich vorhandenen kompetenten Politiker die Arbeit erledigen lässt. Auf alle Fälle aber würde es zeigen, dass man als Partei den Bürger einmal verstanden hat.

Und sollten die neuen Verantwortlichen — ein Austausch an der Spitze reicht da nicht! — dann tatsächlich einmal liefern können, wäre unsere Demokratie sicherlich gerettet.

Vielleicht ist es dazu auch notwendig, dass sich Bündnis 90/Die Grünen, CDU und SPD, vielleicht sogar noch mit der Linken absprechen, und einen spontanen Regierungswechsel vollziehen. Die SPD könnte sich dabei in der Opposition wieder erholen und dabei bei Bedarf die neue Regierung stärken, wobei die neue Koalition dringend bestimmte Dinge wieder gerade rücken müsste. Die notwendigen Aufräumarbeiten werden sicherlich alle demokratische Kräfte gemeinsam fordern und diesen Parteien selbst so richtig wehtun.

Wenn der Bürger dann aber erkennt, dass das Licht am Ende des Tunnels sichtbar wird, verschwindet die Attraktion der Ewiggestrigen schneller als gedacht. Noch gibt es eine demokratische Mehrheit in unseren Parlamenten und dies müsste man sehr innovativ und gekonnt für den Erhalt unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung nutzen. Und dafür wären etwas jüngere Politiker, die zudem schon einmal ein Bundesland halbwegs erfolgreich geführt haben, eindeutig besser geeignet.

Vermischtes

Mein neues Serverlein brummt munter vor sich hin und so konnte ich es guten Gewissens auch wieder abgeben. In jüngere und hoffentlich auch engagiertere Hände. Wenn sich dieses Vorgehen bewährt, kann ich einen Server nach dem anderen „umziehen“. Mein Ziel ist es, dass zum Schluss nur noch maximal drei Serverlein in meiner Verantwortung vor sich hin brummen, wobei einer am Ende von einem meiner Jungs stillgelegt werden muss.

Keiner von beiden hat Interesse an diesem Steckenpferd, obwohl sie beide schon ihre eigenen Rechner hatten, noch bevor sie richtig lesen und schreiben konnten. Wahrscheinlich habe ich sie aber mit Windows 3.11 und Windows 95 mehr genervt als sie für einen Umgang mit Computern zu begeistern — vielleicht hätte ich doch Linux als Einstieg verwenden sollen.

Rückblickend sind es die epischen Schlachten, die wir bei Age of Empires führten, die ihnen wohl in Erinnerung bleiben werden. Dafür hatte ich extra einen eigenen Rechner, um mich bei Bedarf einklinken zu können, so lange bis ich kein Match mehr für beide war und sie mich nur noch als „betreuten Spieler“ dabei haben wollten.

Heute zur Mittagszeit etwas Entspannung im Stadtbad; freie Bahn für freie Schwimmer. Im Falle dass diese neue Stadtbadqualität von Heilbronn beibehalten werden kann, könnte ich mich tatsächlich wieder ans Kilometerschrubben gewöhnen.

Dazwischen so richtig nervige Angelegenheiten, wobei ich das erste Mal so richtig froh darüber bin, wenn ein weiterer Lebensabschnitt zu Ende geht. Was mich nun daran erinnert, dass ich auch noch eine Vorlesung vorzubereiten habe und das Klausurerstellen ebenfalls wieder vor der Tür steht.

Spannend, dass es gemäß einer Dementi von Friedrich Merz Unionsmitglieder gibt, die meine Einschätzung von deren beiden Parteien durchaus zu teilen scheinen. Konstantin von Hammerstein gibt entsprechenden Gerüchten im Spiegel Nahrung. Wie bereits von mir hier geschrieben, wäre das Nordlicht zwar eine bessere Wahl, aber ähnlich wie ein Bayer kaum dem Rest der Republik zu verkaufen. Und so wäre Hendrik Wüst ein akzeptabler Kompromiss. Was der CDU aber auch nur helfen würde, wenn zumindest Jens Spahn und die Karl-Theodor zu Guttenberg-Platzhalterin in die Wüste geschickt werden.

Wobei ich vermute, dass es seit Helmut Kohl völlig außer Frage ist, dass man in der Union Inkompetenz bestraft; dort werden eher die Kompetenten oder Seiteneinsteiger weggemobbt.

Was die Union weiterhin von der SPD unterscheidet, denn da gehört das Mobben inzwischen zur ureigenen Parteiprogrammatik; der schlimmste Gegner der SPD ist die eigene Partei.



Tanzen

20.11.02025 5 (5)

Beitragsfoto: Tanzen | © Pixabay

Vermischtes

Nach COVID-19 wird es für unsere Ärzteschaft, erneut von der Bundesregierung abgesichert, ein neues Eldorado geben: gefälschte Wehrdienstunfähigkeitsbescheinigungen. Was laut den politischen Experten wieder einmal zu einem Trickle-Down-Effekt führen wird, denn künftig fahren unsere Ärzte wieder dickere Autos und wohl wieder verstärkt nach Luxemburg und in die Schweiz. In der Russischen Föderation und in der Ukraine fließen dabei bereits schon jetzt Milliardenbeträge.

Vor 80 Jahren begannen die Nürnberger Prozesse. Gut 200 Nazis sollten stellvertretend für die restlichen 70 Millionen Nationalsozialisten verurteilt werden, der Rest wurde entnazifiziert oder auch nicht.

„Die Angeklagten auf der Anklagebank waren die grausamen Henker, deren Terror die schwärzeste Seite der Menschheitsgeschichte schrieb. Der Tod war ihr Werkzeug und das Leben ihr Spielzeug. Wenn diese Männer immun sind, dann hat das Gesetz seinen Sinn verloren, und der Mensch muss in Angst leben.”

Benjamin Ferencz, Chefankläger der Nürnberger Prozesse (22.11.1945)

Der Hauptprozess endete mit 12 Todesurteilen, 7 Freiheitsstrafen und 3 Freisprüchen. In den Nachfolgeprozessen wurden noch 24 weitere Personen zum Tode verurteilt.

Heute vor 40 Jahren wurde Windows 1.0 zum ersten Mal ausgeliefert. 1989 bekam ich die Disketten geschenkt und konnte damit kurz darauf sogar auf Windows 3.0 upgraden. Über Jahre hinweg war dann Windows für Workgroups 3.11 meine Lieblingssoftware. Den letzten Rechner mit diesem Betriebssystem legte ich erst Ende 2014 still, aber auch nur weil wir uns wegen eines Umzugs verkleinern mussten.

Donald Trump hat nun das Gesetz zur Freigabe der Justizakten im Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein unterzeichnet. Es würde mich sehr wundern, wenn sein Name überhaupt noch in den Akten zu finden ist — das gesamte US-Justizsystem hatte ausreichend Zeit, um den US-Präsidenten rein zu waschen.

Dabei wissen wir es doch alle schon längst, dass nur derjenige auch verurteilt wird, dem zum Schluss das Geld ausgeht. Mit Geld kann man sich bekanntlich sogar einen Platz im Himmel sichern, und wer daran zweifelt, der versucht zumindest 150 Jahre alt zu werden.

Tanzen

Auch ich bin ein Drückeberger, gestern habe ich mich ums Tanzen gedrückt. Spannend immer wieder die Unterhaltungen mit jungen Menschen, welche noch zum Tanzen in die Tanzschule kommen. Im Vergleich zu meiner Generation sind die gegenseitigen Berührungsängste von Jungen und Mädchen dramatisch angestiegen, was mit einer fortschreitenden Emanzipation nicht in Einklang zu bringen ist.

Eher schon, dass sich Jungs und Mädchen weigern, mit dem jeweiligen Konterpart zu tanzen. Schon etwas länger gibt es den Solotanz und dabei sogar Meisterschaften. Und die Gruppentänze erleben ein neues Comeback.

Eine junge und gute Tänzerin habe ich jüngst einmal gefragt, warum sie so oft und so gerne mit anderen jungen Damen tanzt und die Antwort hat mich überrascht. Weil sie gerne führt.

Was in unsere Jugend noch selbstverständlich war, dass beim Tanzen der Herr führt und die Dame fühlt, ist wohl inzwischen der Jugend nicht mehr zu vermitteln.

Aber auch bei uns älteren Tanzpaaren verzweifeln die Tanzlehrer, sobald sie unseren Tanzstil verbessern möchten — aus eigener Erfahrung heraus: eine langjährige Ehefrau lässt sich nicht so ohne Weiteres führen. Und sobald sich der Ehegatte in sein Schicksal ergibt und sich führen lässt, passt das Ganze beim Tanzen nicht mehr so recht zusammen — die Konflikte sind vorprogrammiert.

Unsere Gesellschaft befindet sich insgesamt im Umbruch und wir müssen uns allesamt neu schütteln. Und auch in den Tanzschulen gibt es erste Veränderungen. Einige Schulen und Vereine experimentieren mit einem Führungswechsel zwischen den jeweiligen Tänzen aber auch während der Tänze selbst.

Das Manko, die alten Tänze passen nicht zum neuen Stil. Die Lösung kommt dabei von den jungen Damen, man lernt als Tänzer sowohl den führenden als auch den fühlenden Part und ist künftig in der Lage, je nach Stimmung und Partner zu wechseln.

Es muss wohl immer erst viel komplizierter werden, bevor es wieder einfach werden kann. Falsch wäre es auf alle Fälle, wenn man das Tanzen von vorne herein aufgibt oder gleich ganz sein lässt!

Eine Folge davon wäre ein weiterer Schritt hin in Richtung einer Fundamentalisierung unserer Gesellschaft, die am Ende nicht nur allen Frauen zum Nachteil gereichen wird.

Übrigens, an der Stange zu tanzen ist erst dann emanzipiert, wenn es auch Weltmeisterschaften im Stangentanz der Herren gibt!

Alte Helden

Woran erkennt man bei uns einen einen alten Helden? Ganz einfach, am inzwischen allseits bekannten „Eiergriff“. Selbst einige meiner favorisierten Blogs sind inzwischen voll von solchen anscheinend traumatischen Erfahrungsberichten.

Auch ich habe mit 17 die Musterung durchschritten und damals den für mich im Nachgang betrachtet, wohl großen Vorteil genossen, dass wer wehrwillig ist, auch wehrfähig sein muss. Einen kleinen Herzfehler, ein paar Sportverletzungen, eine Magenerkrankung, die mich seit der 9. Klasse plagte, und vielleicht sogar Diabetes Typ 1 hätte man bei mir finden können.

So wurde ich nur als 2er gemustert und ging beim Bund mit einem kleinen Handicap ins Rennen. Erstaunlich dabei, dass gute Militärärzte mir sehr schnell die Magenerkrankung austrieben, denn dafür gab es bereits seit Jahren sehr gute und bewährte Medikamente (O-Ton Arzt).

Als ich dann zum ersten Mal in meinem Leben so richtig körperlich gefordert wurde, kam das mit der Herzklappe zum Vorschein — wie ich heute weiß, eine vererbbare Sache — und ich musste lernen, mit Reserven umzugehen.

Nun aber wieder zurück zum ersten sexuellen Erlebnis viel zu vieler meiner Altersgenossen. Wobei das in den Schritt greifen, die meisten bereits in der Mittelstufe als Schülererfahrung mitnehmen durften; heute weiß ich, dass auch schwule Schüler sich erst einmal finden müssen. Aber egal wie, wem man als 17 oder 18jährigen Mann beim Arzt zum ersten Mal in den Schritt greift, der hat eindeutig ins seiner Schulzeit etwas versäumt — wahrscheinlich alles Landeier.

Auf alle Fälle aber, ganz besonders bei den Drückebergern, führte die Musterung dazu, dass sehr viele junge Männer zum ersten Mal richtig ärztlich untersucht wurden, was bei vielen Männern eine notwendige Folgebehandlung ergab und wahrscheinlich sogar zumindest einige davon ein gesundes Leben weiterführen konnten.

Ob dabei der so viele Blogger traumatisierende „Eiergriff“ oder gar das Abtasten der Prostata ärztlich notwendig sind, sollten weiterhin Ärzte entscheiden — eine ähnliche Diskussion kennen wir von der Mammographie.

Unsere Regierung hat nun zwei sehr interessante Dinge beschlossen, zum einen wird die Diskriminierung von Mann und Frau weiter festzementiert, wobei den weiblichen Mitbürgern noch mehr Vorteile als bisher zugestanden werden. Und zum anderen werden die neuen männlichen „Weicheier“ — ich liebe Wortspiele — noch mehr gepampert als bisher.

So langsam aber sicher gehen die alten Helden von Bord und die neuen Helden werden erschaffen. Vielleicht wäre es gar nicht so übel, wenn sich die Menschheit gleich selber ganz abschafft, das alles dann aber Bitteschön auch für alle und jeden als positive Erfahrung verpackt!


Gartenparty

23.8.02025 5 (7)

Beitragsfoto: Europa-Grillen | © Franz Schirm

Basteln

Mein Ende letzten Jahres gekauftes iPad liegt eigentlich nur in der Gegend herum. Da ich beständig in die Tastaturen meiner MacBooks greife, konnte ich bisher nicht viel Nützliches beim neuen iPad entdecken — das mit dem Stift ist nett, aber mit der Tastatur bin ich schneller. Und sollte es noch schneller gehen müssen, dann diktiere ich meine Gedanken.

Besser wäre es, wenn die MacBooks einen Touchscreen hätten. Und während ich immer noch nach einer Verwendung für das iPad suche, nutzt meine bessere Hälfte weiterhin ein Uralt-iPad, für das es inzwischen keine Updates mehr gibt — es ist aber für seine Verwendung weiterhin bestens geeignet.

Da ich jüngst eine ganz praktische Software empfohlen bekommen habe, deren einziges Manko ist, dass diese wohl nur unter Windows läuft und ich meine Macs nicht mehr mit den durchaus bewährten Simulatoren ausstatten möchte, habe ich nun einen alten Laptop reaktiviert. Wie in den guten alten Tagen läuft jetzt dieser Rechner so ganz nebenbei und lässt sich hoffentlich auf den neusten Stand bringen.

Und danach gucke ich mir mal die empfohlene Software an. Ein Vorteil hat das Ganze auf alle Fälle, ich schraube derweil nicht am Blog herum.

Vermischtes

Die Bemühungen eines Stadtrats meines Vertrauens trugen nun Früchte und die HNVG konnte einer Mieterin die monatlichen Vorauszahlungen so anpassen, dass nun beide Seiten damit leben können.

Auch das diesjährige, dieses Mal sehr spontane Europa-Grillen war ein Erfolg. Der Dank geht dabei an Ursula und Günter Hecht, die dafür ihren Garten zur Verfügung stellten. Aber vor Ursulas selbst gezogenen Paprika muss ich doch warnen, die sind etwas für Menschen mit entsprechenden Vorerfahrungen — und die Enkel werden daran wohl nur einmal naschen.

Die Gespräche beim Grillen traditionell sehr vielfältig. Wobei wir schon sehr lange keine Cevapcici mehr hatten; die letzten gab es von mir zubereitet, wobei meine bessere Hälfte die Regie führte. Und auch bei diesem „Nationalgericht“ des Westbalkans — wobei ich mich erinnere, dass dies auch von zumindest einer Ostpreußin gerne zubereitet wurde — kommt es nicht nur auf die besondere Art der Hackfleischmischung an, sondern auch auf die Art der dazu gereichten Beilagen. Semin Bristina ging auf alle Fälle mit seinen Cevapcici ins Rennen. Jetzt könnten wir beide demnächst einmal über die richtige Mischung debattieren, wobei Banausen sich sicherlich fragen, warum wir so ein Brimborium um ganz gewöhnliche Hackfleischbällchen machen — unser Europa lebt einfach von der Vielfalt, auch in unseren Küchen.

Leider wurde aus dem Käffchen zusammen mit Detlef Stern nichts, er hatte sich gestern sehr ausgiebig der Gartenarbeit verschrieben.

Dafür konnte ich heute ein wenig im Garten werkeln, zu wenig, um es zu bemerken. Auf alle Fälle aber hat sich eine neue Handkettensäge bewährt. Spannend dabei, hätte ich diese nicht beim Produzenten, sondern beim Fachhändler gekauft, wäre es weit günstiger gewesen. Habe ich so nicht erwartet, ist aber genau der richtige Weg, um wieder die eigenen Händler etwas zu stärken.

In der Modeindustrie läuft es genau anders herum, da kaufen kleine Boutiquen die Ware nur um hinterher festzustellen, dass der Produzent seine Ware online billiger als zum Einkaufspreis des Händlers verscherbelt.

Heute auf einen guten Artikel über Richard Wagner gestoßen. Victoria C. Roskams ist die Autorin, der Artikel wurde bereits gestern im „Collector“ veröffentlicht.

Yachten

Gestern ebenfalls sehr spannend die Ausführungen von Jörg zu Yachten, wobei man wissen muss, dass Jörg ein begeisterter Segler und dies nicht nur auf Jollen ist.

Er sprach gestern beispielhaft von einer 100 Millionen-Euro-Yacht, die sich u. a. ein lokaler Unternehmer gönnte. Thematisieren wir hier nun nicht die Finanzierung einer solchen Yacht; dafür werden unsere Banker in Zusammenarbeit mit unseren Finanzbeamten sicherlich äußerst kreativ sein. Auf alle Fälle können wir aber davon ausgehen, dass selbst ein Elon Musk die dazu nötigen Gelder nicht aus der Portokasse nimmt.

Nun hat ein solcher Unternehmer eine solche Yacht und stellt fest, dass er diese nie alleine fahren wird; selbst mithilfe seiner besseren Hälfte und sämtlicher Kinder käme er nicht weit. Ergo benötigt er dafür Personal und hat nun das Problem, dass er selbst in seiner teuren Freizeit nie mit sich und seiner Familie alleine ist, sondern wie in der Firma auch beständig von Angestellten umgeben.

Auf alle Fälle aber hat so eine Yacht viel Platz und die Familie wird sicherlich des öfteren auf Shopping-Tour um die Welt jetten. Und so könnte der stolze Yachtbesitzer auf die Idee kommen, mit ein paar Kumpels zu segeln — ok, mit ein paar Kumpels und einer ganzen Menge von Angestellten.

Das Problem dabei, seine Kumpels haben ebenfalls mit ihren eigenen 100-Millionen-Yachten zu kämpfen oder sie sind auch nur weitere Angestellte, zumindest aber Menschen, die gerne einmal mit einer sogenannten Superyacht fahren wollen.

Die Lösung dieses Problems ist sehr einfach. Zehn Kumpels mit ihren zehn 100-Millionen-Yachten treffen sich am nächsten Yachthafen mit Kneipenanschluss, z. B. Monaco, legen ihre Yachten nebeneinander, geben ihrem jeweiligen Personal Ausgang und besuchen sich gegenseitig auf ihren Yachten — jeden Tag auf einer anderen.

Jörgs Ausführung kann man aber noch weiterspinnen. Dabei muss man nur an die andere Seite der Medaille denken. 10 000 begeisterte „Segler“ treffen sich auf einem Kreuzfahrtschiff und fahren zusammen mit 8 000 Mann Besatzung um die Welt.

Sage da nochmals jemand etwas gegen das Segeln oder die Seefahrt!