Business person standing against the blackboard

20.8.02026 5 (4)

Beitragsfoto: Tafel mit Mann | © Shutterstock

Hirne

Den Kampf um die Hirne gibt es schon immer. In Zeiten, als die Bildung noch für die meisten Menschen und ganz besonders für den aufstrebenden Mittelstand wichtig und von Bedeutung war, konnten die Bedarfsträger in der Politik, beim Militär, der Wissenschaft oder auch der Wirtschaft so richtig aus dem Vollen schöpfen.

Bereits seit ein paar Jahrzehnten sieht es schon etwas dürftiger aus. Zwar können wir immer noch Hirne aus allen Teilen der Welt für uns gewinnen und die eigenen Defizite ausgleichen, müssen aber im Gegenzug immer öfters die eigenen Hirne an weit attraktiver Weltregionen abgeben. Dafür gibt es schon länger den Fachbegriff Brain Drain.

Alternativ hätte man auch das eigene Bildungssystem ausbauen und fördern können. Hierbei wurden leider eher nur politische Agenden und Wunschvorstellungen umgesetzt, als sich am Bedarf einer Notwendigkeit von Hirnen zu orientieren — wohl wissend, dass man sich das Kaufen kann, was man nicht selber in der Lage oder willens ist zu produzieren.

Wieder einmal viel zu spät erkennt die Politik so ganz langsam, dass der Brain Drain nicht mehr ausreichend und schon gar nicht in unsere Richtung fließt sowie unsere eigene Bildungspolitik nicht ausreichend liefern kann.

Anstatt nun einmal verantwortliche Politik zu machen, greift man wieder zu völlig unbedachten Schnellschüssen. So stampft man allerorten Universitäten und Hochschulen aus dem Boden, ohne überhaupt über die notwendigen Fachkräfte oder gar Studenten zu verfügen. Und damit ist noch nicht Schluss! Nein, weil man über kaum bis keine qualifizierten eigenen Ressourcen verfügt, schanghait man alles, was nicht rechtzeitig weglaufen kann, alleine nur um die vakanten und neu entstehenden Plätze zu füllen.

Und auch damit ist noch nicht Schluss mit lustig. Alles, was nun auf solchen Plätzen sitzt, ob Professor oder Student, der bekommt seine Weihen per Hand auflegen geschenkt. Und damit sind wir wieder allesamt nicht nur Bildungsweltmeister, sondern auch noch Wissenschaftseldorado.

Wenn wir so weitermachen, dann werden bald in den Ferien sämtliche Haustiere an unsere Universitäten und Hochschulen geschickt und zu Akademikern erklärt.

Seilbahn

Heute fand ich einen Blog-Beitrag von Gerd M. Hofmann in meiner Timeline, in dem er ein paar Leserbriefe aus der Heilbronner Stimme zeigt. Auch wenn die Leserbrieffunktion der Heilbronner Hauspostille nur dazu dient, damit ein paar noch hoffende Bürger ein klein wenig Dampf ablassen können, ohne dass auch nur ein einziger Gemeinderat oder gar die Stadtverwaltung reagieren müsste, zeigt es, dass es doch noch genügend mitdenkende Heilbronner gibt, was man von unserer erlauchten Hasenmahlgesellschaft nicht sagen kann.

So ganz nebenbei hat man noch das Radhaus und die Zerstörung der Neckarhalde goutiert. Dinge, die unsere Gemeinderäte halt so machen, wenn sie sich nicht auf Reisen oder beim Hasenmahl befinden — völlig unnötig Steuergelder aus dem Fenster schmeißen. Übrigens, wir bezahlen auch die Steuergelder, die von der EU, dem Bund oder dem Land kommen.

Auf alle Fälle ist es nicht zu akzeptieren, dass die Seilbahn bloß am Hauptbahnhof vorbeischwebt! Denn selbst wenn aus dem IPAI-Gelände nur Deutschlands größtes 24/7-Wein-, Winter- und Sommerdorf wird, müssen die angeblich unzähligen Touristen erst einmal nach Heilbronn kommen. Und eine Seilbahn, nur damit die beiden Parkhäuser der Dieter Schwarz Stiftung halbwegs ausgelastet sind, dürfte selbst für Heilbronner Verhältnisse leicht überdimensioniert sein.

Selbstverständlich ist eine Seilbahn für unsere Stadt ein Gewinn, vorausgesetzt aber, sie ist optimal in den ÖPNV eingebunden und damit auch halbwegs ausgelastet. Aber auch hier sehe ich eine ganz spezielle Heilbronner Lösung: aus den ehemaligen Audi-Beschäftigten werden Berufsseilbahnfahrer, die werktags und in Sonderschichten auch am Wochenende hin und herfahren und im Anschluss ihr Feierabendbier im IPAI-Gelände oder an der Neckarmeile trinken.

Vermischtes

Wenn wir unsere Seilbahngondeln nach attraktiven Automarken benennen, noch ein paar SUV- oder wohnmobilähnliche mit dazu hängen, dann entlasten wir die Heilbronner Straßen und besonders die Allee bestimmt ganz gewaltig; vor allem wenn man bewirbt, dass es in den Gondeln keine Alkoholkontrollen gibt.

Merkt wohl keiner, aber dennoch für mich bemerkenswert, dass ich mein Blog wieder einmal etwas entschlackt habe. Und weil ich es dabei etwas übertrieben hatte, halfen mir wieder einmal die Administratoren von aThemes. Eigentlich nicht deren Bier, aber 2017, mit dem Umstieg auf WordPress, habe ich mir auch eine gekaufte Aufhübschung gegönnt — wenn schon, denn schon. Was zur Folge hatte, dass ich damit kaum bis gar nichts mehr selber machen muss.

Die Entscheidung auf WordPress umzusteigen, war sicherlich eine Entscheidung in Richtung Bequemlichkeit, und mit der Bequemlichkeit kommt so langsam aber sicher auch das Unverständnis mit einher.

Wobei ich mein Blog hauptsächlich dazu nutze, um beim Schreiben über Gott und die Welt zu denken. Beim am Blog-Basteln müsste ich mir andere Gedanken machen. Gedanken, die mir inzwischen nicht mehr ganz so wichtig sind.

Wie wir es heute beim Käffchen mit Detlef Stern u. a. thematisierten, gibt es mit der KI nun eine weitere Steigerung des Ganzen. Man lässt auch sein Blog von einer KI beschreiben. Viel zu viele Blogger sind bereits diesen Weg gegangen — leider!

Zwar gibt es noch das WWW, aber immer weniger ein „Human Web“. Inzwischen sind wir bereits soweit, dass wissenschaftliche Arbeiten ausschließlich von LLM geschrieben und danach gelesen werden, völlig ohne Zutun eines Wissenschaftlers. Diese erhalten maximal noch ihre Wissenschaftspunkte je Veröffentlichung. Wäre spannend zu wissen, wo bei uns eigentlich noch Wissenschaft stattfindet.

Erfreulich heute, dass ich einem Nichthertensteiner meine Motivation für die Hertensteiner Gespräche etwas verdeutlichen durfte. Wobei ich mich fragte, warum so wenige Jüngere inzwischen mit dabei sind? Selberdenken ist heute einfach nicht mehr State of the Art und schon gar nicht mehr sexy. Gut, das mit der Sexiness hat sich bei uns schon länger erledigt!


Äffchen

21.5.02026 5 (5)

Beitragsfoto: Schnappschuss

Kino

Wenn einem der Kopf raucht und man nicht mehr weiß wo einem derselbige steht, hilft es zumindest mir ins Kino zu gehen; früher spulte ich einfach die Kilometer zu Land oder zu Wasser herunter. Ich wurde bequem — gezwungener Maßen.

Morgen kommt Grogu ins Kino, auf den Mandalorian könnte ich dabei gut und gerne verzichten. Natalia Winkelman meint dazu, dass „staring at a metal visor for over two hours a violation of our own sacred oath“ sei.

Da meine beiden Jungs Star Wars vor Star Trek stellen, warum auch immer, und ich selber bereits die meisten Star Wars-Filme gesehen habe, geht es demnächst wieder ins Kino. Ich weiß nur noch nicht, wie ich meine bessere Hälfte dazu bekomme mitzugehen.

Morgen gibt es aber erst einmal den Europaaktionstag in Stuttgart — ganz großes Kino. Auch die EUROPA-UNION ist wieder maßgeblich mit dabei — was so eine Selbstverständlichkeit ist, dass man dies schon gar nicht mehr erwähnt. Für all jene, besonders die, die mich auch heute wieder um ein persönliches Gespräch in Sachen Europa gebeten haben (kleiner Insider), eine sehr gute Gelegenheit, um mit mir ins Gespräch zu kommen. Ganze fünf Stunden stehe ich vor Ort bereit.

Man könnte auch vorab eines meiner Bücher lesen und mit mir danach etwas detaillierter und vielleicht sogar etwas pointierter ins Gespräch kommen. Warum aber sollte man im echten Leben Dinge tun, die man während des eigenen Studiums schon geflissentlich unterlassen hat.

Im Film spielt Sigourney Weaver mit und dies wohl ganz ohne Helm. Seit „Annie Hall“, „Alien“, „Ghostbusters“, „Galaxy Quest“ oder „Paul“ für mich eine Gewissheit, dass der Film nicht ganz so schlecht sein dürfte.

Vermischtes

Heute konnte ich kurz einen Abstecher ins Hallenbad machen. Und es gab auch nichts zu meckern. Mein Stöbern in verschiedenen Blogs lassen mich etwas ratlos zurück: wenn Blogger nur noch über das Bloggen bloggen. Was mich ein wenig an die meist jungen Damen gestern in Straßburg erinnert, die wohl erstmals vor dem Münster standen und sich dort dann selber ablichteten. Oder gar in Teams sich gegenseitig und dabei auch nur wie sie sich selber ablichten. Ob diese Menschen dabei überhaupt mitbekommen haben, dass sie vor einer ziemlich großen und beeindruckenden Kirche standen?

Aber vielleicht ist dies alles auch nur ein Ausdruck der Ichbezogenheit unserer Welt. Und vielleicht nehmen wir selbst all die Errungenschaften unserer Welt einfach viel zu wichtig — ein Mensch, der selbst noch in der größten Metropole mit sich am zufriedensten ist, dürfte vielleicht doch die richtige Einstellung haben. Warum aber dann das Ganze „Ich bin ich und mir selbst genug“ in den Social Media verbreiten?

Und wenn man dies alles etwas weiterspinnt, warum schreibe ich in ein Blog und nicht in meinen Zettelkasten? Da ich aber selbst meinen Zettelkasten „online“ habe, wird es in meinem Fall sicherlich etwas kompliziert und hängt mit meinen Gewohnheiten zusammen. Schon immer reise ich gerne leicht, möglichst ohne Gepäck. Und wenn ich dann ankomme, egal wo es auch sei, sind mein Blog und mein Zettelkasten bereits da, so wie viele andere Dateien auch. Inzwischen sind sie selbst beim Reisen mit dabei.

Wahrscheinlich wäre für mich ein TabletPC mit 2 Terabyte Speicher heute völlig ausreichend, wenn dieses nicht verloren- oder kaputtgehen könnte. Und so sind meine Server wohl weiterhin die bessere Alternative, zumal ich die meisten davon von einer sehr guten Firma betreiben lasse.

Und da ich meine Gedankengänge hier offen darlege, muss man sie auch nicht klauen; ein möglicher Hacker könnte nur hacken, was nicht zu hacken ist — das bringt sicherlich wenig Spaß und bezahlt wird man auch nicht dafür.

Und sollte ich tatsächlich einmal einen ganz neuen Gedanken verfolgen oder gar eine brillante Idee mein Eigen nennen, dann halte ich es mit Howard H. Aiken, der einem seiner Studenten erklärt haben soll „Don’t worry about people stealing your idea. If it’s original you will have to ram it down their throats.”

Heute Abend möchte ich dann doch noch das Tanzbein schwingen.

Zum gestern erschienenen WordPress 7.0 sage ich jetzt einmal nichts, ich schaffe es nicht einmal die entsprechenden Blog-Beiträge in meiner Timeline zu lesen. Schon deren bloße Anzahl lässt vermuten, dass die WordPress Foundation oder war es doch Automattic das CMS neu erfunden hat — anders kann ich mir das nicht erklären, oder vielleicht ist damit sogar unsere nationale digitale Souveränität gefährdet.

Souveränität

Mit der Souveränität ist es heute wohl so wie damals mit dem Europa Otto von Bismarcks (9.11.1876). Gerade jene, die selber nichts auf die Reihe bekommen, schreien danach, meinen heute allerdings dabei den Erhalt von Transferzahlungen.

Wir konnten die letzten Jahrzehnte ganz gut beobachten wie unsere auf Transferzahlungen basierende Industrie eine Entwicklung nach der anderen verschnarchte. Und sobald sie tatsächlich einmal technologisch ganz vorne mitspielen, verhökern sie ihre Vorteile an den Meistbietenden. Selbst jene, die ihnen ausschließlich durch staatliche Subventionen sprichwörtlich in die Hände fielen.

Ganz gut konnte man das bei der Informationstechnologie mitverfolgen, wo man Jahrzehntelang auf Telefax und Kupferkabel setzte. Die sogenannte Deutschland AG war von Anfang an nur zum koordinierten Ausplündern unseres Landes da. Was nur noch vom Privatisieren unserer eigenen Infrastruktur übertroffen wurde.

Die Schäden gehen in die Billionen Euro und wir Steuerzahler werden auch diese zahlen müssen, wobei die Schäden wohl erst in einigen Jahrzehnten behoben sein werden, wenn überhaupt jemals.

Inzwischen haben meist US-amerikanische oder chinesische Unternehmen den Weltmarkt unter sich aufgeteilt, wobei wir als Verbraucher selbst ganz gut mit leben können und wollen. Deutsche oder auch europäische Unternehmen wollten oder konnten uns Verbrauchern einfach keine akzeptablen Alternativen anbieten.

Und nun da unsere Wirtschaftsbosse so langsam aber sicher erkennen, dass man mit zeitgemäßer Informationstechnologie Billionen Euro verdienen kann, schreien diese wieder nach dem Staat. Besser ausgedrückt, sie lassen schreien, denn deren Lobbyisten brüllen nun allesamt nach einer digitalen Souveränität Deutschlands — besser noch Europas (noch mehr Transferzahlungen für unsere systemrelevanten Personen!).

Und wie damals auch, geht es nicht um Europa und schon gar nicht um irgendeine Souveränität. Einzig und alleine das Ausplündern unseres Landes muss weitergehen!

Wer tatsächlich ein souveränes Europa möchte, der muss eine funktionierende und tragfähige soziale Marktwirtschaft her- und sicherstellen, Innovationen und neue Ideen nicht weiter ausbremsen und vor allem endlich dem obszönen Raubrittertum unserer systemrelevanten Personen Einhalt gebieten.

Wie bereits zu Bismarcks Zeiten geht es den Fürstchen einzig und alleine nur um sich selber! Und vielleicht sind Menschen wie Trump und Musk deshalb so beliebt, weil sie es frank und frei zugeben und damit weit ehrlicher sind als jene Personen, die uns nun eine Souveränität nach der anderen verkaufen wollen.

„Ich habe das Wort ‚Europa‘ immer im Munde derjenigen Politiker gefunden, die von anderen Mächten etwas verlangten, was sie im eigenen Namen nicht zu fordern wagten.“

Otto von Bismarck (Varziner Diktat vom 9. November 1876)

Puzzle

1.12.02025 5 (5)

Beitragsfoto: Landkreispuzzle

Beteiligung

Als überparteilicher Verein oder Verband hat man den großen Vorteil, dass man auf sämtliche weiteren politischen Verbände, Parteien und Wählergruppen zurückgreifen kann. Einzig die Verfassungstreue der potentiellen Partner spielt dabei eine Rolle. Wer bei uns nicht auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht, der muss leider draußen bleiben.

Ein Faktum, was Extremisten kaum bis gar nicht zu vermitteln ist, und manche Bürger ebenfalls nicht verstehen wollen. Vielleicht kann hierbei ein plumpes Beispiel weiterhelfen. Fußballspieler und deren Zuschauer lassen einen Handballer, der beständig mit dem Ball in der Hand vom Spielfeld rennt, auch nicht sehr lange mitspielen, wenn sie ihn überhaupt aufs Feld lassen.

Und so freue ich mich jedesmal als Vorsitzender eines überparteilichen Verbandes darüber, wenn neue Mitspieler aufs Feld kommen; in den vergangenen Jahren habe ich Parteien und Wählergruppen kennengelernt, die mir sonst wohl nie über den Weg gelaufen wären. Aber ich musste auch doch so einige vom Spielfeld nehmen, die einfach nicht mitspielen wollten und dabei auch noch völlig andere Vorstellungen vom Spiel hatten. Wer dies nicht macht, der beendet über kurz oder lang das gesamte Spiel und sorgt zudem dafür, dass kein weiterer künftig mehr richtig und gut spielen möchte.

Jüngst kann ich noch etwas anderes zumindest in meinem Verantwortungsbereich und teilweise auch in meinem Interessenbereich beobachten, nämlich dass sich Unionsmitglieder verstärkter als sonst üblich in unserem Verband einbringen, hingegen SPD und Bündnis 90/Die Grünen Mitglieder sich immer mehr zurückhalten. Seit gut 80 Jahren ist die Idee des Spiels dieselbe und auch die Regeln haben sich kaum dabei geändert. Wobei die, welche sich nunmehr rar machen zu beginnen, anfangs auch nicht mit dabei waren. Mal schauen, ob dies nur dem bevorstehenden Wahlkampf geschuldet ist.

Vermischtes

Die heutige Fahrt mit dem meseno-Bus verlief störungsfrei und war zudem erfolgreich. Meine Baustellenumfahrungen haben sich bewährt.

Spannend wie die Kosten für Weihnachtsmärkte aller Orten völlig aus dem Ruder laufen. Alleine für GEMA und eine vermeintliche Sicherheit dürfte der Heilbronner Käthchenmarkt gut und gerne eine Million Euro kosten. Da wundert es auch nicht mehr, wenn man nun den Pferdemarkt gänzlich abschaffen möchte.

Das mit den GEMA-Kosten zeichnet sich schon etwas länger ab, was einfach geschieht, wenn man Bürokratie hemmungslos über wirklich alles stülpt — bald fährt auch kein einziger Zug mehr.

Unsere Unsicherheitsfantasien sind dabei allerdings rein politisch hochgepuscht, für die eigenen Wähler ist einem nichts zu schade und schon gar nichts zu teuer! Am Ende wird es aber nur Nazis, Islamisten und sonstigen Übeltätern nutzen.

Gerd M. Hofmann hat es jüngst in einem Kommentar auf den Punkt gebracht, was wollen wir noch alles machen, um uns gegen wirklich alle Bösewichte dieser Welt abzusichern? Wobei man echte Bösewichte damit nicht abschrecken kann und gegen völlig Irre konnte man noch nie vorsorgen.

Jeder auch nur halbwegs intelligente Politiker weiß dies ganz genau, dennoch wecken sie bei ihrer eigenen Klientel Wünsche, die sie nie und nimmer erfüllen werden können. Bei den Renten ist es ähnlich. Nationalsozialismus und Kommunismus funktionieren bei uns aber immer, wohl deshalb wurde beides bei uns erfunden.

Und so fürchten unsere Politiker weder Irre, Fanatiker, politisch Extreme noch islamistische Gewalttäter. Sie fürchten einzig und alleine ihre eigenen Wähler und die kennen sie ganz genau!

https://bsky.app/profile/kuemmerle.name/post/3m6vthozjic2x

Rundschreiben

Ein Rundschreiben ist mir verblieben und zwar jenes an die Mitglieder und Interessenten der EUROPA-UNION Heilbronn. Ohne Frage, ich schreibe es weiterhin und dies monatlich sehr gerne. Nach zwei Jahrzehnten des Experimentierens ist es zumindest für mich die ideale Form, um mit möglichst vielen Mitgliedern in Verbindung zu bleiben.

Bereits 2005 bin ich mit einer interaktiven Vereinswebsite ins Rennen gegangen, welche u. a. Foren, Chaträume, Video-Chats und weitere nur erdenkliche Möglichkeiten bot. Auch richtete ich auf allen möglichen Social Media eigene Vereinsseiten ein, und wir hatten selbst auf YouTube einen eigenen Kanal.

Noch ein paar Jahre lang gab es zudem per traditionellem Postversand Frühjahrs-, Weihnachtsbriefe und weitere Schreiben an die Mitglieder, anfangs noch sämtlich mit handschriftlichen Zusätzen versehen. Ein Riesenaufwand, der kaum bis gar keine Reaktionen bei den Adressaten hervorrief; selbst Gratulationsschreiben zu Wahlen oder Geburtstagen blieben meist unbeantwortet. Letztendlich waren es dann die Vereinsfinanzen — völlig aus der Zeit gefallen waren es die Kosten, die die Fakten schufen.

Auch der Aufwand für eine interaktive Vereinswebsite lohnte sich nicht, selbst mit eigenen Vereins-E-Mail-Adressen lockten wir kaum ein Mitglied. Ein, zwei Jahre lang betrieb ich zwei Websites parallel, um dann doch nur noch eine WordPress-Seite für den Verein zu unterhalten, welche ebenfalls kaum mit Zugriffszahlen aufwarten kann — deshalb wird diese immer weiter abgespeckt.

Fast hätte ich es vergessen, auch alle unsere Schwerpunktveranstaltungen hatten jede einmal eine eigene Website, die leider wohl nur mich interessierten.

Und der Versuch mit einer zusätzlichen Vereins-Website auf meine.stimme.de war ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt. Einzig ein Chat-Raum für Mitglieder auf Threema war kurzfristig etwas erfolgreich, wobei er aber nicht den eigentlichen Sinn und Zweck von Chat-Räumen erfüllen konnte und sein Betrieb damit überflüssig wurde.

Was bleibt damit? Eine Website, um der Welt zu zeigen, dass es uns noch gibt. Das besagte Rundschreiben für interessierte Mitglieder und weitere nette Menschen. Eine Mailingliste und ein Threema-Raum für den Kreisvorstand, sowie die jährliche Einladung per Briefpost zur jeweiligen Kreisversammlung an alle Mitglieder. Und sehr viele Erinnerungen an vergebliche Versuche, um einen Verein ins 21. Jahrhundert zu katapultieren.