Beitragsfoto: Blondine | © Pixabay
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Spritpreise
Seit den 1970er-Jahren weiß man, dass die Spritpreise schon lange bei 2,50 Euro liegen müssten. Mit billigem Öl und billigem Gas hielt man seither aber seine Wähler bei Laune. Und obendrauf gab es nicht nur sichere, sondern gleich auch noch Leistungsrenten.
Inzwischen macht die AfD dieselbe Politik, nur noch weit drastischer: ewiges Billiggas von Wladimir Putin und garantiert billiges Benzin wie auch Diesel — mir jüngst erst von einem bekennenden AfD-Wähler so gesagt.
Spätestens zur kommenden Bundestagswahl bekommen dann wohl alle Deutschen mindestens 5 000 Euro vom Staat geschenkt, sobald nämlich die Totalitaristen die Wahl für sich entscheiden — Donald Trump macht es vor.
So langsam aber sicher nach all den Erfolgen der AfD erkennt selbst die Union, dass man auf Dauer mit einer potemkinschen Dörferpolitik nur die Demokratie halbiert und wirklich bei jeder Wahl aufs Neue! Aber was lernt unsere Regierung daraus?
Demnächst gibt es zumindest gedeckelte Spritpreise, Benzingutscheine und das vermeintlich mehrheitlich so ersehnte Russengas. Dazu darf die Braunkohle wieder stinken und die Böden und das Wasser erneut hemmungslos vergiftet werden. Die Industrie schaltet die Filter ab und führt für „Gastarbeiter“ die Sechstagewoche ein.
By the way, während in Deutschland die Elektromobilität wohl dank unserer Autoindustrie weiterhin ein Nischendasein fristet, werden z. B. in China mehrheitlich und in Norwegen weit mehr als 90 % E-Autos gekauft. Dort dürfte der Spritpreis auch weniger wahlentscheidend sein.
Was aber keinen Politiker bei uns wirklich interessiert, denn der letzte Trumpf ist noch nicht gespielt: zurück zur D-Mark, einen Zwölfzylinder für jeden und die Rente bereits ab 50!
Dass es unsere Politiker wieder einmal mit verantwortlicher Politik versuchen, dürfte bei der Konkurrenz wohl utopisch bleiben, denn in jeder Demokratie bestimmt der Wähler die Richtung — und wir wollen einfach belogen, betrogen und geprügelt werden!
Vermischtes
Heute konnte ich seit langem wieder einmal ins Stadtbad gehen. Dieses Mal verführte mich das Sportbecken zu keinen Runden und so verbrachte ich ein wenig Zeit im Außenbecken. Das Wetter war dafür bestens geeignet und die paar Raucherschwaden, manche davon sogar sehr aromatisch, die über mich hinwegzogen, ließ ich einfach so ziehen.
Gerade bekam ich eine Absage, da die Anreise zu den Hertensteiner Gesprächen mit der Bahn an einem Tag von Deutschland aus kaum möglich wäre. Muss ich so mit Bedauern hinnehmen. Vor 1945 war Heilbronn tatsächlich einmal sehr gut mit der Bahn zu erreichen, was es um 1900 herum noch einem Heilbronner Oberbürgermeister ermöglichte, seine Dienstgeschäfte von Berlin aus zu tätigen. 130 Jahre später schafft man dies kaum noch von Stuttgart aus; das muss der Fortschritt sein, von dem unsere Hautevolee so gerne spricht.
Gestern weiter „Boston Legal“ gebinscht. Solch eine Serie käme heute wohl nicht mehr zur Ausstrahlung. Auf alle Fälle konnte ich wieder herzlich lachen und die Welt um mich herum ein klein wenig vergessen.
Zäsur
Heute gab es eine wesentliche Zäsur in meinem Leben, welche sich zum Schluss so ganz nebenbei ereignete — also nichts zu feiern, einfach nur abzuhaken! Einzig auf meine Adresssammlung hat sich dies bisher ausgewirkt, denn diese konnte ich heute vollkommen entschlacken; das war mir es dann doch wert. Und so arbeite ich mich langsam aber sicher an die 120er Grenze heran, was ich mir vor Jahren nie und nimmer hätte vorstellen können.
Manchmal machen Zäsuren ein wenig sentimental und so warte ich nun ab, ob ich im Laufe des Tages doch noch ein wenig sentimental werde. Wenn man gut 63 Jahre hinter sich lässt, dann müsste dies auch auf einen selbst Auswirkungen haben. Andererseits gehörten Zäsuren zu meinem Berufsalltag und so habe ich dann doch wohl eine professionelle Distanz erlernt, die sich nun auch auf privatere Bereiche auszuwirken scheint.


