2.7.02021

Als hätten sie sich alle für heute verabredet, denn kaum habe ich am Morgen meine News streams angeschaut, schon kamen von überall her die Klagen und das Heulen von Berufspolitikern aus allen Lagern, wie schlecht sie von uns Bürgern und den Medien behandelt werden.

Halten wir dazu einmal fest, gerade diese Berufspolitiker behandeln ihre Mitbürger wie die letzten Deppen, schauen auf die Wähler von so hoch oben herab, dass sie sich schon selbst als nicht mehr von dieser Welt ansehen und immer mehr zur Überzeugung gelangen, dass jegliche Kritik an ihrem Stand reine Gotteslästerung sei.

Selbst die schlimmsten Fürsten hatten ihre Hofnarren, deren Kritik Gehör fand. Heute prallen sogar unsere besten Satiriker an der Berufspolitik ab, wie Wasser an Teflon, und im Bestfall zählt der Politiker noch, wenn er durch den Kakao gezogen wird, wie oft er dabei namentlich Erwähnung findet — je mehr, umso besser für ihn selbst.

Hinzu kommt, dass Politiker, egal, was sie selbst verbockt haben, dafür keine Verantwortung mehr übernehmen und wie Patex an ihren Pöstchen kleben bleiben — und dies jahrzehntelang!

Das bleibt beim Bürger nicht unbemerkt, und so fangen diese an, sich selbst immer mehr über ihre gewählten Götzen zu echauf­fieren. Und dies wird auch, ganz folgerichtig, immer heftiger und gelegentlich auch unschön werden, und das zumindest so lange, bis unsere gewählten Volksvertreter wieder von ihrem selbstgewählten Olymp herabsteigen und beginnen, wieder persönlich — nicht über ihre unzähligen Hiwis, Handlanger und Assistenten — mit ihrer Wählerschaft zu kommunizieren und dabei ganz besonders, deren Anliegen, Ängste und durchaus auch Kritik ernst zu nehmen — immer kurz vor einer Wahl Hände zu schütteln und jedem Recht zu geben, ist keine Kommunikation! Kommunikation ist es ebenfalls nicht, ein Buch schreiben zu lassen, das dem Wähler die eigene Großartigkeit vor Augen führen soll — das ist professionelle Wählertäuschung!

Und eines sollte unseren Berufspolitikern klar sein, sie haben einen unserer bestbezahlten und bestabgesichertsten „Arbeitsplätze“ ergattert, der inzwischen nur noch eine einzige Qualifikation kennt, nämlich, dass man einen Listenplatz bei einer Partei erreicht, der einen sozusagen ganz automatisch in ein Parlament spült — danach fragt keiner mehr warum und weshalb!

Und wenn man dort dann sehr bequem sitzt und sich niemals wieder ernsthaft über die eigene Zukunft Gedanken machen muss, dann sollte man zumindest weiterhin ohne Heulen und Jammern die Bürgermeinungen und -äußerungen an sich abprallen lassen — so wie Teflon das Wasser — und nicht plötzlich damit anfangen, sich auch noch über das Unverständnis und die teilweise unqualifizierten Reaktionen mancher Wähler auszuheulen.

So schnell wie die Stadtverwaltung gestern beim Neckarbogen Handlungen versprochen hat, so schnell müsste es doch auch bei den anderen, vor allem bei den sonst gerne von der Verwaltung vernachlässigten Stadtteilen, wie z.B. der Innenstadt, gehen — nicht nur unsere Gerberstraßenbewohner, sondern auch ich wären sehr froh darüber. Leider gibt es für diese seit Jahren nur schöne Konzepte oder Zusicherungen, aber keine tragfähigen Lösungen, geschweige denn Verbesserungen bei Lärm, Ordnung und Sauberkeit.

Impfen ist sicherlich wichtig, aber noch wichtiger sind wohl doch der Selbstschutz und das Abstandhalten. Auf jeden Fall hat mir COVID-19 erspart, dass ich mich nicht, wie sonst jedes Jahr, mindestens einmal erkältet habe.

Habe ich mich vor der Pandemie noch über jene Menschen in Asien amüsiert, die dort häufig mit Masken unterwegs waren, so glaube ich nun, dass es zumindest für mich auch zukünftig besser ist, in der Übergangszeit eine Maske bei mir zu haben.

Zudem werde ich versuchen, auch zukünftig auf das Händeschütteln und die Begrüßungsküsschen zu verzichten, denn es ist einfach ein gutes Gefühl, ganz ohne Schnupfen und tropfende Nase unterwegs zu sein.


Website des Tages:

Robert Koch-Institut

„Das Robert Koch-Institut (RKI) ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Das RKI ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention und damit auch die zentrale Einrichtung des Bundes auf dem Gebiet der anwendungs- und maßnahmenorientierten biomedizinischen Forschung.“

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