Beitragsfoto: Badende
Inhaltsverzeichnis
Teufelei
Eigentlich ist Esslingen nicht dafür bekannt, dass dort geistige Hinterwäldler residieren, die zudem nicht einmal ihre eigene Stadtgeschichte kennen. Nun aber wird auch diese Stadt von Ewiggestrigen in Beschlag genommen, was man auch ganz gut an den dortigen Wahlergebnissen nachvollziehen kann.
Auf dem Esslinger Rathausplatz steht seit Kurzem eine Bronzefigur des Teufels. Tim Bengel, ein lokaler Künstler, ist für die 2,5 Meter hohe und 400 Kilogramm schwere Kunst verantwortlich. Auch wir Heilbronner haben die eine oder andere Großplastik mit Bezug zur Stadtgeschichte und auch wir sind von der einen oder anderen Skulptur nicht sehr angetan. Für den Esslinger Teufel spricht, dass die Steuerzahler dafür nichts berappen mussten — ganz im Gegensatz zum Käthchen.
Nun bin ich einmal gespannt, wie lange der Teufel dieses Mal in Esslingen bleiben darf. Noch gespannter darauf, welche Partei demnächst damit Wahlkampf machen wird.
Fritz!Box
Zusammen mit meinem Glasfaseranschluss habe ich mir eine Fritz!Box (5690 Pro) zugelegt. Bisher läuft alles ganz gut, ich muss nichts weiter machen. Die Anlage aktualisiert sich automatisch und tut ansonsten, was sie soll. Einzig störend ist, da ich meine Festnetznummern allesamt auf mobile Nummern umleite, diese nun nicht mehr wie meine bisherigen Router die Nummern der Anrufer zeigt, sondern nun nur noch die jeweilige weiterleitenden Festnetznummer.
Könnte daran liegen, dass ich keine Gebrauchsanleitungen lese, oder aber dies ist ein Feature, welches es nur exklusiv im Telekom-Land gibt.
Heute habe ich mir eine weitere Fritz!Box (6860 5G) gegönnt, eine, die man mit einer SIM-Karte betreibt. Demnächst werde ich diese einmal in Betrieb nehmen und gucken, ob diese auch das macht, was sie soll. Spannend dabei, ob diese dann die SIM-Kartennummer anzeigt, wenn sie auf mein Mobiltelefon weiterleitet, noch spannender, was geschieht, wenn ich dabei dieselbe Nummer verwende. Schon einmal erfreulich ist, dass die neue Fritz!Box ganz ohne Gebrauchsanleitung kam.
Da der eine oder andere Leser schon etwas länger Fritz!Box (kleiner Insider) nutzt, könnte man mir vielleicht auch ganz kurz mitteilen, ob und wie ich das mit der Nummernweiterleitung richtig hinbekomme.
Vermischtes
Nico Brunjes macht sich heute darüber Gedanken, ob man bloggen könne, als ob niemand zu Hause wäre. Dabei erwähnt er ein paar von mir sehr geschätzte Menschen, streut diese immer wieder in den Beitrag mit ein, sodass ich diesen mit Freude bis zum Ende gelesen habe. Mein Fazit, diesen Beitrag hätte auch ich schreiben können — vielleicht nicht so gut, aber vom Tenor her auf jeden Fall.
Meine Mittagszeit verbrachte ich völlig tiefenentspannt im Stadtbad, zumindest bis mich meine bessere Hälfte darauf aufmerksam machte, dass es durchaus noch Menschen gibt, die zum Schwimmen in die Bäder gehen. Als ich mich dann doch ein wenig zu bewegen begann, zog ich die Blicke der ungewaschenen Mitbadenden auf mich und ließ es wieder bleiben.
Unser Bad hat schon etwas länger den Charme eines Römischen Bads im alten Germanien entwickelt, kurz bevor die Römer wieder abzogen. Ob man damals die Barbaren sogleich ins Kolosseum verfrachtete, entzieht sich meiner Kenntnis. Auch, ob ich es jemals wieder schaffe, ein paar Runden im Sportbecken zu ziehen — fürs Hindernisschwimmen wurde ich früher zudem bezahlt.
In Frankfurt hat ein Eigentümer erfolgreich gegen Google geklagt. „Niemand muss es hinnehmen, dass Luftbildaufnahmen seines bewohnten Grundstücks ohne seine Zustimmung weltweit öffentlich verbreitet werden, jedenfalls wenn Grundstücksbereiche abgebildet werden, die öffentlichen Blicken entzogen sind“, so die Richter der 3. Zivilkammer.
Nun bin ich einmal gespannt darauf, was das nun wieder für uns alle bedeuten wird. Schade, wenn Google Maps oder ähnliche Dienste für die Öffentlichkeit nun verschwinden und nur noch den systemrelevanten Personen zur Verfügung stehen. Keiner wird wohl daran glauben, dass diese Informationen einfach so mir nichts dir nichts verschwinden werden! Es wird jetzt nur Menschen geben, die sich diese Aufnahmen weiter ansehen können und Menschen, denen dies künftig vorenthalten bleibt. Schöne neue Welt! Und dies alles nur, um uns Bürger zu schützen!


2 thoughts on “20.10.02026”
Nur eine kleine Anmerkung zu Fritzboxen vom Netzbetreiber: Wir hatten mal vor ca. 16 Jahren des Nachts große Probleme mit dem Internet. Mein ältester Sohn telefonierte dann mit der Hotline und im Verlauf des Gespräches wurde gefragt, welche Geräte da an der Fritzbox angeschlossen wären. Der Sohnemann zählte diese auf und nach einer Weile murmeln, sagte der Support-Mann, dass das nicht stimme. „Ich sehe da nur einen Drucker, keine PCs“.
Das Problem wurde dann trotzdem gelöst und das Internet war wieder da. Ich war aber „not amused“ und bin aber am nächsten Morgen zum ARLT gefahren. Dort habe ich mir einen weiteren NETGEAR Router geholt und diesen zwischen die Fritzbox und unsere anderen Geräte gesetzt. Was geht den Netzbetreiber an welche Geräte ich via Fritzzbox ans Internet anschließe?
Es ist tatsächlich immer besser, wenn man noch einen Filter dazwischenschaltet. Ich habe das bis zu meiner Zeit in Polen auch selbst so gehandhabt. Mit einem Eigenbaufilter habe ich mir alle Ein- und Ausgänge ganz genau angeschaut und nur jene durchgelassen, die ich wollte. Nach einer Weile war die Verbindung tot. Erst als ich meinen Filter außer Betrieb setzte, konnte ich wieder ins Internet.
Seit dieser Zeit hängt bei mir wirklich Wichtiges nicht mehr am Internet. Was zugegeben, manchmal sehr nervig sein kann.
Aber das Internet ist von Anfang an genau dazu da, dass man alle Informationen erhalten kann; und so müssen wir nur dafür Sorge tragen, dass die Good Guys weiterhin das Internet überwachen.