21.7.02021

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Der große Vorteil der Demokratie ist, dass es nicht nur einen einzigen „Gröpaz“ (größter Politiker aller Zeiten) gibt. Man findet Gröpatze inzwischen überall, so dass langsam aber sicher ein gewisser Gewöhnungsprozess eintritt.

Heute durfte ich wieder einmal Zeuge einer mustergültigen Gröpatzerei sein. Angefangen hat es — ich nutze dabei eine Umschreibung; die Betroffenen werden es (hoffentlich) verstehen. –wie folgt: In einem Verband ist man seit Jahrzehnten, ganz zu recht, stolz darauf, eine Wurst zu haben. Aber plötzlich und aus nicht nachvollziehbaren Gründen wurde daraus ein Kuchen. Das Nachfragen ergab, dass sich ein paar Gröpatze darauf geeinigt hatten, dass Kuchen einfach besser sei. Weiteres Insistieren wurde ignoriert.

Was macht man nun, wenn man eine Wurst nicht als Kuchen bezeichnen möchte? Man versucht zu überzeugen und entsprechende Fakten zu bringen. Dies ist auch gelungen und die Beweislage war erdrückend und eindeutig: die Wurst ist weiterhin eine Wurst.

Heute Abend erhielt ich dann das politisch völlig korrekte Ergebnis aus einer Gröpaz-Besprechung: beide Seiten haben recht, denn es handelt sich um eine Kuchenwurst!

Wer will es mir verübeln, wenn ich manche Zeitgenossen einfach nicht mehr ganz ernst nehmen kann?

In der Heilbronner Stimme wird heute das Thema Europa umfangreich behandelt. Ohne Frage gehören Länder, aber auch Menschen, die unsere Werte ablehnen, nicht in die Europäische Union. Dass sich aber jetzt gerade bei uns Politiker darüber aufregen, dass in Polen und Ungarn die gemeinsamen Werte der EU mit Füßen getreten werden, ist bloße Wahlkampfrhetorik und mehr als scheinheilig.

Denn gerade unsere eigenen Politiker sind es doch, die für diese unzumutbaren Zustände in der Europäischen Union verantwortlich sind und zudem seit Jahren beruflich wie auch persönlich die besten Beziehungen zu diesen Autokraten und Westentaschendiktatoren pflegen.

Noch schlimmer ist, dass man davon ausgehen muss, dass bei uns viel zu viele Politiker die europäischen Werte selbst nur noch so lange heucheln, wie sie davon ausgehen, dass diese in der Gesellschaft weiterhin mehrheitsfähig sind.

Heute morgen durfte ich mich von „meiner” 2b der Dammgrundschule und ihrer Lehrerin Nadja Link verabschieden. In diesen zwei Jahren haben die Jungs und Mädchen sichtbare Fortschritte gemacht. Und gerade das ist es, was einem als Lesepate große Freude bereitet.

Allerdings freue ich mich noch mehr darüber, dass meine beiden Söhne ihre Studien ohne Schwierigkeiten absolvieren — in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr –, was mich besonders stolz macht.


Website des Tages:

Universal Declaration of Human Rights

Wir Unionsbürger waren einmal stolz darauf, dass die universellen Menschenrechte für die Europarat-Länder juristische Verbindlichkeit erlangten und dann noch innerhalb der EU durch eine eigene Grundrechtecharta für alle Bürger weiter ausgebaut wurden.


Geburtstag des Tages:

Ernest Hemingway

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