Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

22.3.02022

Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

Dammschulen

Nach über sieben Jahren soll es bald nun doch so weit sein, dass die Schüler der Damm-Grund- und Realschule wieder einem geregelten und halbwegs ungestörten Schulbetrieb nachgehen können. Zumindest einer Schülergeneration wurde dies verwehrt. Die negativen Folgen sind dabei nicht absehbar!

Leider aber gibt es noch keine Lösung — zumindest eine mir bekannte — für die vielen Container, die doch sehr beträchtliche Flächen des Schulgeländes einnehmen. So muss man davon ausgehen, dass hier weiterhin mit Störungen und Beeinträchtigungen der Schüler zu rechnen sein wird.

Die angestrebte Schulhoflösung halte ich weiterhin für falsch und diese wird auch nicht dadurch besser, dass man das Konzept eines offenen Schulhofes verfolgt.

„Denn außerhalb der Unterrichtszeiten, im Prinzip nachmittags, sind die Grün- und Spielanlagen – wie alle städtischen Schulhöfe in Heilbronn – öffentlich zugänglich.“

HeilBronner Stimme (22.03.2022: 26)

Auch hier passt das Ganze nicht zusammen, strebt man doch die Ganztagsbetreuung der Schüler an und könnte diesen zudem durch ein entsprechendes Schulgelände einen Ort des Zusammenfindens und der gemeinsamen Betätigung bieten — in unseren Zeiten eine Notwendigkeit, deren Bedeutung man nicht unterschätzen sollte.

Die beschämende Bauzeit sowie auch die Neukonzeption zeigen eindeutig, dass man an die Schüler und die Schule insgesamt zuletzt denkt. So ist es auch nicht mehr verwunderlich, dass nach alleine weit über sieben Jahren (!) Bauzeit — ohne Planungs- (!) und Konzeptionszeiten (!) — nicht einmal alle Fragen und Probleme (z. B. Stellplatzfrage) abschließend geklärt sind.

Als ehemaliger Dammschüler und heutiger Lesepate finde ich es sehr, sehr bedauerlich, was die Stadt aus meiner Schule gemacht hat — einer Schule aus der man sehr, sehr viel machen könnte, wenn man nur wollte!

Versorgungsposten

Das hat mich dann heute doch etwas erstaunt, dass man gerade bei den Grünen Sturm läuft, wenn jemand einen Schreihals im Bundestag als grüne Göre bezeichnet.

„Ich ich ich ich – glücklicherweise ist diese Ich-Göre nicht stellvertretend für ihre Generation. Dieser Rotzlöffel ist auch keine Volksvertreterin, sie ist einfach nur eine lächerliche Ich-Vertreterin. Kein Wunder, dass die Welt über Deutschland lacht, dass [das] sich solche lächerlichen Kindchen ins Parlament holt“.

Rainer Wendt, Heilbronner Stimme (22.03.2022: 4)

Wir erinnern uns auch hier, dass es gerade die Grünen waren, die ganz besonders die Berufspolitik zumindest reformieren wollten, aber auf jeden Fall für ganz neue Gepflogenheiten in unseren Parlamenten sorgten, wobei Anstand und Etikette nicht als erhaltenswert angesehen wurden. Aber sobald es einmal an „Anstand und Etikette“ gegenüber ihnen selber mangelt, dann wird sogleich der Hammer herausgeholt.

Und noch vor Kurzem liefen die Grünen Sturm, wenn wieder einmal ein Unionspolitiker von einem Versorgungsposten zum anderen wechseln wollte — die grüne Forderung war dabei nicht zu überhören: erst soll er auf sein Mandat verzichten und dann soll er für ein neues Mandat kandidieren!

Heute können wir so ganz nebenbei in der Heilbronner Stimme (22.03.2022: 5) lesen, dass die amtierende grüne Wissenschaftsministerin Theresia Bauer im November 2022 Oberbürgermeisterin von Heidelberg werden will. Interessant dabei ist aber nur, dass noch unklar ist, ob sie vor der Wahl ihren Ministerposten abgibt!

Die Grünen hupfen inzwischen ebenfalls nur noch von einem Versorgungsposten (siehe: Susanne Bay) zum anderen.

Ich gehe davon aus, dass Theresia Bauer ihren Ministerposten nicht vorab niederlegen wird, weil die Wahl zum OB nicht zu 100% sichergestellt ist, denn aus dieser „wir möchten die Welt besser machen“ Partei ist längst ein äußerst konservativer Versorgungsapparat geworden, der sich nur noch ein paar Rotzlöffel fürs längst verbrauchte Image hält.

Ebenfalls interessant und sehr bezeichnend ist, dass, selbst wenn sich die Grünen auf lokaler Ebene produktiv in die Politik — wie derzeit in Heilbronn — einbringen möchten, es wieder nur um Versorgungsposten geht. Hier wünsche ich dem neuen Grünen-Chef Holger Kimmerle einen ersten Erfolg, damit er, frisch motiviert, die Heilbronner Grünen wenigstens etwas aus diesem Sumpf herausführen kann.

„Grünen-Chef Holger Kimmerle weist die Kritik nun scharf zurück. Bei manchen Kollegen kämen, so wörtlich, ‚Unwissenheit, Unehrlichkeit und Neid zusammen‘. Unwissenheit gebe es offenbar hinsichtlich der Gemeindeordnung, wonach die Beigeordneten entsprechend der Mehrheiten im Gemeinderat besetzt werden sollen. ‚Unehrlich‘ seien Aussagen von CDU und SPD über den angeblich verfrühten Zeitpunkt der Präsentation: 27 Tage vor der Wahl. Kimmerle erinnert daran, dass die CDU Martin Diepgen 2012 genau 59 Tage vor der Wahl präsentiert habe und die SPD 2014 Agnes Christner 37 Tage davor. Beide blieben die einzigen Kandidaten.“

Heilbronner Stimme (22.03.2022: 25)

1884

Das war die gestrige Inzidenz im Stadtkreis Heilbronn. Inzidenzen interessieren inzwischen niemanden mehr, selbst wenn diese über 2 000 liegen. Auch wurde die aktuelle Pandemie — COVID-19, wir erinnern uns (!), die wir bekanntlich noch ein, zwei Jahre ertragen müssen — längst von anderen Themen überschattet.

Positiv am Ganzen ist die Leistungsfähigkeit der weltweit agierenden Forschung, die in kürzester Zeit für funktionierende Impfstoffe sorgte, und die Einsatzbereitschaft unserer Mitbürger im Gesundheitswesen.

Negativ an der Sache ist das mehrheitliche (!) Verhalten unserer Bevölkerung, die erneut nachgewiesen hat, dass Solidarität nur ein politischer Kampfbegriff ohne jegliche Bedeutung ist.

Negativ ist auch die Performance unserer Verwaltungen, die längst nicht mehr diesen Namen verdient haben und bei uns eher zu Versorgungsapparaten von Menschen mit Beziehungen wurden.

Negativ ist zudem und ganz besonders die Inkompetenz und Ignoranz unserer Berufspolitik, die einzig und alleine dafür gesorgt hat, dass diese Pandemie länger auf unserem Planeten toben wird, als es ohne deren Interventionen der Fall gewesen wäre. Und man muss es einfach sagen: inkompetente Politiker kosten nicht nur eine Menge Geld, sondern sind für uns Menschen und unsere Gesellschaft lebensbedrohlich.

Absolut unterirdisch ist dabei, wie sich doch so einige Berufspolitiker an COVID-19 selbst bereichert und uns Bürgern dabei sehr deutlich vor Augen geführt haben, was für ein Berufsverständnis bei viel zu vielen Politikern vorliegt — hierbei wäre eine ausdrückliche Begrenzung auf zwei Amtszeiten und eine diesbezügliche Schwerpunktstaatsanwaltschaft (Berufspolitik) die Lösung.

Und die ganze Misere wird nicht dadurch besser, wenn man jetzt das Thema der Impfpflicht monatelang am Köcheln hält — einzig alleine nur, um ein paar totalitär angehauchte Politiker zu bespassen und in Folge davon noch für neue Versorgungsdienstposten in den Verwaltungen zu sorgen.

Wie ich es hier bereits erwähnt hatte, für eine Impfpflicht — wie auch schon für eine Dienst- oder Wehrpflicht — mangelt es uns in Deutschland nicht nur an einer funktionierenden Judikative und Verwaltung, sondern vor allem an kompetenten und moralisch integren Politikern!


Geburtstage des Tages

Andrew Lloyd Webber und Anthony van Dyck

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