Beitragsfoto: Allee | © Shutterstock

30.3.02022

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Selbstkritische Friedenspolitik

Selbst ein Wolfgang Thierse wird heute in der Frankfurter Zeitung wie folgt zitiert: „Losungen bei Friedensdemonstrationen wie ‚Soldaten sind Mörder‘ und ‚Frieden schaffen ohne Waffen‘ kämen ihm ‚wie aus der Zeit gefallen und gedankenlos vor.‘“ Und er fordert: „Wir brauchen eine selbstkritische Friedenspolitik.“

Die Friedensbewegung, die wir aus den 1970er Jahren bis heute kennen, hat nichts — ich haben dies schon öfters geschrieben — mit der Friedensbewegung aus dem 19. Jahrhundert bis in die 1960er Jahre hinein zu tun. Denn diese Friedensbewegung vereinigte sich mit den Europäischen Föderalisten und arbeitet seit dieser Zeit an einem friedlichen, freien und demokratischen Europa zum Wohle der gesamten Welt.

Die sogenannte heutige Friedensbewegung ist nur ein Teil der Fünften Kolonne des Sowjetkommunismus und besteht eigentlich nur aus willfährigen Schlägertrupps und Meuchelmördern, die sich gerne hinter völlig verwirrten Personen verstecken. Und diese völlig verwirrten Personen melden sich plötzlich wieder zu Wort und sehen dabei die Ursache für den Ukrainekrieg im US-amerikanischen Kapitalismus und lehnen auch jegliche Waffenlieferungen an die Ukraine ab.

Wir müssen jetzt sehr aufpassen, dass sich die „Friedensbewegung“ nicht wieder in Gänze aktiviert und erneut mit Steinen und Molotowcocktails gegen alles und jeden vorgeht, der sich öffentlich für Freiheit und Demokratie einsetzt.

Kleiner Erfolg

Heute freut es mich in der Heilbronner Stimme (30.03.2022: 26) zu lesen, dass Herbert Burkhardt als einziger Stadtrat in der Sitzung am Montag nun genau die richtige Frage gestellt hat, nämlich „Sollten wir die Partnerschaft jetzt nicht ganz beenden, denn mit den jetzigen Personen kann sie nicht aktiv gepflegt werden?“ — Danke, lieber Herbert!

Leider aber befinden sich die „Putin-Versteher“ im vierzigköpfigen Heilbronner Gemeinderat weiterhin in der Mehrheit, und jetzt warten fast alle darauf, dass sie sich alsbald wieder vor russischen Kriegsdenkmälern und mit russischen Soldaten pressewirksam präsentieren können.

Schade nur, dass der Heilbronner Gemeinderat an unseren im Kalten Krieg zu Tode gekommenen Soldaten oder gar den, in den jüngsten deutschen Kriegseinsätzen, gefallenen Kameraden kein Interesse hat. Solche Söhne unserer Stadt sind den Gemeinderäten nicht einmal einen Kranz wert!

Gut 30 Jahre nach dem Kalten Krieg, ist es z.B. mehr als an der Zeit, dass man den darin zu Tode gekommenen Heilbronnern Soldaten und auch den in Heilbronn stationierten US-Amerikanern am Hafenmarktturm einen Gedenkstein setzt.


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