Beitragsfoto: Wald | © Joe from Pixabay
Inhaltsverzeichnis
Vermischtes
Habe mich heute über das Feedback eines Lesers gefreut, der ebenfalls in seiner Jugend experimentierte. Dann gab es eine Regenfahrt mit dem meseno-Bus. Der Bus war voll und so kann nun auch Ostern für jene Familien kommen, die weniger erfolgreich sind — und dies, ob sie mit Ostern etwas anzufangen wissen oder auch nicht.
Bis zum 12. April 2026 möchte ich so gerne die Luft anhalten, nur um nicht vielleicht doch durch eine Art Schmetterlingseffekt den Wahlsieg von Peter Magyar zu gefährden. Für Europa und Ungarn wäre dieser Wahlsieg sehr wichtig und mehr als nötig! Leider aber, ähnlich wie in der Türkei, bauen deren Despoten gerne auf ihre im Ausland lebenden Mitbürger. Und so könnte es durchaus geschehen, dass die Ungarn in Ungarn endlich den kriminellen Victor Orban mit seinem Clan in die Wüste schicken wollen, ihre vermeintlichen Landsleute in Deutschland aber dafür sorgen, dass er weitere 16 Jahre im Amt bleiben kann.
Was heutzutage die Worte von Titus Maccius Plautus „Homo homini lupus“ widerlegen dürfte, denn der ging davon aus, dass Menschen zu Menschen werden, sobald sie sich kennen. Heute wissen wir es besser, sobald sie sich etwas besser kennen, werden sie regelrecht zu Hyänen.
Ergo überhaupt nicht wie bei Thomas Hobbes in seinem Buch „Vom Bürger“.
„Es besteht kein Zweifel, dass beide Formeln wahr sind: der Mensch ist dem Menschen ein Gott und der Mensch ist dem Menschen ein Wolf. Die erste, wenn wir die Bürger untereinander vergleichen, die zweite, wenn wir die Staaten untereinander vergleichen. Hier erreicht der Mensch durch Gerechtigkeit und Nächstenliebe, die Tugenden des Friedens sind, Gott ähnlich zu werden. Hier müssen selbst die guten Menschen wegen der Verderbtheit der Bösen, wenn sie sich schützen wollen, auf die kriegerischen Tugenden Kraft und List zurückgreifen, d. h. auf die Raubgier der Tiere.“
Thomas Hobbes, De Cive (1642)
Wir Menschen haben die Kriege schon lange obsolet gemacht, wir schlachten uns auch so gegenseitig ab. Wir benötigen sie vielleicht nur noch dann, wenn wir unser tatsächliches „Menschsein“ wieder einmal zu entschuldigen glauben müssen. Christentum und Humanismus sind schon länger passé, wir haben jetzt KI!
Wobei Daniel Kokotajlo sehr medienwirksam erklärt, dass uns die KI dereinst ebenfalls vernichten wird (13.7.2025). Kalter Kaffee in neuen Tassen! Der KI-Apfel fällt vom Menschenbaum.
Wale
Inzwischen fahren immer mehr unserer Zeitgenossen mit Kreuzfahrtschiffen in die Arktis oder gar Antarktis, um dort Walen beim Sterben zuzuschauen. Das ist aktuell richtig der Renner und jeder spekuliert wohl darauf, dass er der letzte sein wird, der den letzten Wal seiner Art beim Verenden ablichten kann. Wir Menschen ändern uns wohl nie, vor ein paar Jahrhunderten haben wir das bei uns schon getan, nämlich als wir unsere eigenen Wildtiere ausrotteten.
Inzwischen sind wir so weit, dass wir manche für sehr teures Geld bei und wieder auswildern, einzig und alleine nur, damit systemrelevante Bürger diese wieder ausrotten dürfen. Was nur folgerichtig ist, denn ab einem bestimmten Alter fällt es uns immer schwerer, nach Afrika oder Australien zu fliegen, um dort ein paar Elefanten, Nashörner oder sonstiges Getier zu erlegen. Da muss nun der Staat ran und dafür sorgen, dass man wilde Tiere gleich vor dem Wochenendhaus zum Abschuss geliefert bekommt.
So ist es nun ganz gut, dass wir Normalbürger nun wenigstens in der Ostsee einem Wal beim Ableben zugucken dürfen. Wer noch nicht dort war, der kann in sein Auto steigen und ist mit der Familie in gut sechs Stunden vor Ort. Auf der Fahrt Radio einschalten und man weiß genau auf welcher Sandbank er aktuell zu finden ist.
Vor ein paar Jahren noch war ich als völliger Laie selbst versucht, gestrandete Muscheln zurück ins Meer zu verfrachten — ein hoffnungsloses Unterfangen! Was unsere Profis nun in der Ostsee abziehen, zumindest sehr makaber; selbst dann, wenn sie das Medieninteresse dazu nutzen wollen, um für ihr Anliegen zu werben.
Wale werden auch bei uns verstärkt von Schiffen, die nach Rohstoffen oder Fischschwärmen suchen, regelrecht aus dem Wasser getrieben. Leider kommen dazu auch noch Militärfahrzeuge mit hinzu. Die tatsächliche Gefahr geht allerdings von der Fischerei und dem Kreuzfahrtwesen aus, die selbst noch die letzten Rückzugsorte dieser Tiere zerstören.
Wollte man Wale retten, dann müsste man dieses Unwesen stark reduzieren und zudem regulieren. Dazu müssten wir noch überdenken, was die Weltwirtschaft tatsächlich mit Schiffen über die Ozeane transportieren muss und ob es wirklich eine gute Sache ist, nun auch noch die Tiefsee und die Pole voll und ganz auszubeuten?
Wahrscheinlich aber sind jene Menschen, die stolz darauf sind, dass sie eigenhändig Tiere ausrotten und die Natur unwiederbringlich zerstören einfach nur die ehrlicheren Zeitgenossen.
Wochenende
Heute erst einmal eine große Runde Ablästern, das muss jetzt einfach sein, alleine für das eigene Seelenheil. Wir hatten Jugend zu Besuch, gut ausgebildet, voll im Berufsleben stehend und zudem mit Großstadterfahrung. Angelockt von meinen malerischen Erzählungen über das Heilbronner Kneipenleben, welche allerdings noch in jene Zeit fallen, wo wir Heilbronner noch bemüht waren, nicht nur auf dem Papier Großstadt zu werden und zudem noch weit internationaler aufgestellt waren als wir es heute sind, wollten sie — irgendwann auch einmal unter sich sein — eine Kneipentour machen.
Zuerst das Positive. Das mit den Taxen funktioniert in Heilbronn auch wenn der öffentliche Nahverkehr längst im Tiefschlaf liegt. Leider haben sie auf ihrer Tour keine Kneipen gefunden, die so richtig großstädtischen Charme versprühen, auf alle Fälle aber eine, wo sie bis zum Schluss bleiben konnten. Jene Zeiten wo man dann noch in den Europäischen Hof ging oder gar beim Italiener Pizza und Tintenfischringe zum Frühstück hatte, dürfte es bei uns nur noch in Erzählungen geben.
Dafür aber kam allerorten ein Hafen- und Bahnhofsviertelgefühl auf, was durch die unzähligen Raucherkneipen nur noch verstärkt wurde. Die Frage, warum dies in Heilbronn so auffällig sei, wohl noch auffälliger als der Pressewirbel um Döner-City, konnte ich leider nicht beantworten.
Wenn ich mich in meiner direkten Nachbarschaft umschaue, tatsächlich alles Raucherkneipen. Eine fiel mir nun ganz besonders auf, denn dort haben laut der Piktogramme Hunde und schwangere Frauen keinen Zutritt. ich finds sogar lustig, auch wenn ich der festen Überzeugung bin, dass sich manche Zeitgenossen einfach nicht vermehren sollten!
Und wenn ich schon einmal beim Lästern bin, für Genusstrinker ist Heilbronn wirklich das falsche Pflaster. Schön wäre es, wenn man seine Weine, Biere und andere Spirituosen einfach mitbringen, besser noch, wenn man den Barkeepern beim Mixen kleine Hilfestellungen geben dürfte — manche vergessen schon einmal den Hauptbestandteil des Cocktails zumindest in merkbarer Menge mit hineinzugeben.
Nichts gegen ein Hafen- und Bahnhofsviertelgefühl, denn das hat auch seinen ganz eigenen Charme, vorausgesetzt allerdings, es gibt einen entsprechenden Hafen, Bahnhof oder zumindest ein kleines Busbahnhöfchen in der Nähe. Ansonsten ist es wie eine Universitätsstadt ohne Universität.
Nachtrag
Gerne verlinke ich auf einen Artikel von Kevin Recher im Standard (30.3.2026), der erklärt, warum Martinis gerührt und nicht geschüttelt gehören.
Rain
Ganz passend heute ein Uraltsong von Uriah Heep. Ken Hensley schrieb das Lied. David Byron übernahm den Gesang. Der Song befindet sich auf der Platte „The Magician’s Birthday“ (1972).






