31.7.02021

Wagte der erste Nachkriegsbau (Barthel-Areal) noch einen Blick in die Zukunft und setzte dabei städtische Akzente, so ist dieser zweite Nachkriegsbau ganz offensichtlich nur ein halbwegs gut gemeinter Lückenfüller, der außer eine Lücke zu füllen, unserer Stadt wenig Gutes bringt.

Wer heute noch in zentraler Lage solch eine Gebäude errichtet, hat überhaupt nichts verstanden. Das einzig Gute daran ist, dass, sollten sich wieder Investoren — Dieter Schwarz einmal ausgenommen — finden, die nachhaltig und zeitgemäß in Heilbronn investieren wollen, man dieses Gebäude auch wieder ersetzen kann.

So lange aber wird es das Symbol für vertane Chancen und eine falsche Stadtentwicklung sein.

Es ist schon erstaunlich, wie eine sogenannte Schwesterpartei ihrer eigenen „Schwester“ den Wahlkampf torpediert. Dabei könnte man fast meinen, dass es sich um zwei Egomanen-Clans handelt, die den jeweils anderen die Pfründe nicht gönnen.

Der wahre Grund liegt wohl etwas tiefer — auch wenn das mit den Egomanen nicht mehr geleugnet werden kann –, nämlich darin, dass sich die Union bereits seit Jahrzehnten in zwei Lager teilt: das altbekannte christlich demokratische und ein populistisch nationales.

Dabei ist zudem festzustellen, dass sich erstere wirklich bemühen Politik zu machen und letztere alles Erdenkliche unternehmen, um sich selbst zu bereichern. Darüber können wir sogar froh sein, denn wenn diese erst anfangen, schwerpunktmäßig auch noch Politik zu machen, wird es in Deutschland wieder sehr finster werden.

Heute Morgen stand der erste Fahrradkurier — freundlicher junger Mann — fast in unserer Küche, allerdings ohne Rad, das hatte er im Hof abgestellt. Kurz darauf hat sich herausgestellt, dass er die falsche Hausnummer ausgesucht hatte. Somit kann ich wenigstens bestätigen, dass es den neuen Lieferservice auch bei uns gibt.


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