6.10.02021

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Facebook

Da war doch plötzlich Facebook weg und erinnerte uns alle kurz daran, dass auch solche „Institutionen“ vergänglich sind. Um mir dies selber immer wieder vor Augen zu führen, habe ich mich schon sehr lange daran gewöhnt, meine entsprechenden Konten regelmäßig zu löschen und neu zu generieren — was übrigens immer auch eine Art Reinigungseffekt mit sich bringt.

Pech haben jene, die ihr eigenes Geschäftsmodell mit den sozialen Medien verknüpfen. Und ich wage schon gar nicht daran zu denken, was dann mit all den „Influencern“ geschieht, wenn sich die Welt weiterdreht und soziale Medien reguliert, limitiert, oder, noch schlimmer, durch etwas ganz anderes ersetzt werden.

In Deutschland wird man dann wohl einen Milliarden-Fond auflegen, der, ähnlich wie beim Kohleausstieg, den „Influencern“ die notwendige Umgewöhnung über ein paar Jahrzehnte hinweg erleichtert — eine „Staats-Facebook-Abwicklungsgesellschaft“ sozusagen, mit der Pflicht von uns Bürgern, diese regelmäßig zu „liken“.

Ich habe diese Facebook-Auszeit zum Anlass genommen, um wieder einmal für mein Weblog eine entsprechende Werbeseite zu generieren. Dies finden Sie natürlich auf Facebook als Kümmerles Weblog.

Der tatsächliche Auslöser war allerdings, weil ich noch einen „Like-Zähler“ herumliegen hatte, dessen Klicken der Flips mich beim Erhalt eines „Likes“ an Flughäfen erinnert und damit auch an Urlaub.

So können Sie mir jetzt durch ein „Like“ immer wieder den Tag versüßen.

Verwaltungsversagen

Die Inzidenz in Heilbronn liegt bei derzeit 179,5 (zeit.online) und keinen kümmert es mehr — außer die Ärzte und Pflegekräfte, die die Folgen zu tragen haben. Nur noch Pforzheim dürfte uns noch das Wasser reichen — was nicht unbedingt für Heilbronn spricht.

Und so langsam fangen auch weitere Heilbronner Bürger an zu meckern. Gerade heute kommentiert Thomas Zimmermann zu den Vorgängen rund um den Jörg-Ratgeb-Platz wie folgt:

„Zum einen untergräbt es das Vertrauen der Bürger in den Staat und die Verwaltungen vor Ort. Zum zweiten signalisiert es den Menschen, die andere mit ihrem Verhalten massiv beeinträchtigen, dass sie für ihr Benehmen nicht zur Rechenschaft gezogen werden.“

Heilbronner Stimme (6.10.2021: 25)

Und wie es selbst in der Heilbronner Stimme zu lesen ist, ist dies in Heilbronn kein Einzelfall mehr. Und wie in den letzten Jahren so üblich, gibt sich die Verwaltungsspitze wieder einmal erstaunt, wenn es überhaupt jemand wagt, sie darauf anzusprechen.

Zu diesen Heilbronner Zuständen passt auch ganz gut, dass meine bessere Hälfte gestern in der Fußgängerzone von einem SUV angefahren wurde — zum Glück kam sie mit dem Schrecken davon!

Wenn wir Bürger Heilbronn wieder in den Griff bekommen wollen, dann muss unserer Verwaltung klar gemacht werden, dass sie für uns Bürger da ist!

Und gerade eine aufstrebende Großstadt wie Heilbronn muss besonders darauf achten, dass bei der Gewinnung von Verwaltungsmitarbeitern in erster Linie Eignung, Leistung und Befähigung die Auswahlkriterien sind — und dies auf allen Verwaltungsebenen.

Staat XXL

Was ich gestern noch vergessen hatte anzumerken, selbstverständlich fetten die Parteien nicht nur die Parlamente kräftig an, sondern auch die Ministerien und subalterne Verwaltungen — eine Vettern- und Günstlingswirtschaft, wie sie gerne von Südosteuropa kolportiert wird. Dass das inzwischen auch als kriminell angesehen werden kann, wird von unserer Justiz geflissentlich übersehen.

Und da dies bei uns an höchster Stelle offensichtlich schon lange so üblich ist, muss man sich nicht wundern, wenn selbst der kleinste Bürgermeister inzwischen bekennender Kleptokrat wird — da weiß der Gemeinderat wenigstens woran er ist.


Geburtstag des Tages

Le Corbusier

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