7.11.02026

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Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Reichsbanner

Wer schon einmal in unserem Stadtarchiv unterwegs war, der hat vielleicht sogar die alte Standarte des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold dort gesehen. Der Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold war in der Weimarer Republik ein Zusammenschluss demokratischer Veteranen zum Schutz unserer Demokratie. Genügend Veteranen wären wohl dazu auch bereit gewesen, ironischerweise waren deren offizielle Vertreter anderer Meinung. Der Rest ist Geschichte.

Seit ein paar Jahren gibt es diesen Verein erneut, was sicherlich seine Berechtigung hat. Inzwischen ist es ein Bund aktiver Demokraten e. V. und die EUROPA-UNION Heilbronn arbeitet schon etwas länger mit deren Vertretern zusammen. Das einigende Band ist dabei die Demokratie. Wir Europäische Föderalisten gehen allerdings noch einen Schritt weiter, indem wir ein klare Vorstellung davon haben wie die gesamte Welt aussehen sollte.

Seit gestern gibt es nun auch wieder eine Regionalgruppe des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold in Heilbronn. Deren erster Vorsitzender ist Thomas Michl, ein Europäischer Föderalist par excellence! Es hätte nicht besser kommen können, und so hoffen wir nun beide darauf, dass es genügend Synergien geben wird, um zumindest dieses Mal unsere Demokratie in Deutschland retten zu können.

Ob wir auch angesichts der jüngsten Entwicklungen in Frankreich und Deutschland auch unser Europa retten können, werden wir noch sehen müssen.

Die Rettung des übrigen Rests der Welt muss dann eine spätere Generation in Angriff nehmen; wenn man den Gründern des Europäischen Föderalismus Glauben schenken kann, dann wäre die Rettung Europas die eigene wesentliche Leistung dazu.

Nachtigall

Noch vor Kurzem hat so ein IT-Fuzzi James Bond sterben lassen, zugegeben etwas zu theatralisch, was wohl der alten Fan-Gemeinde geschuldet war. Nun aber sucht man wieder dringend und immer verzweifelter nach einem neuen James Bond, selbst die eine oder andere Frau war dabei im Gespräch.

Spannenderweise starb die M, welche ihn für völlig antiquiert hielt, bereits vor ihm und wurde sehr schnell wieder durch ein männliches Exemplar ersetzt — völlig sinnloses Morden dürfte weiterhin als Männerdomäne eingeordnet werden. Deshalb vielleicht nun auch der Verzicht auf einen weiblichen Bond.

Eine Welt, in der man Streitigkeiten mit friedlichen Mitteln beilegt, hat sich wohl auch in Hollywood schon etwas länger erübrigt. Wobei in einer Welt, in der Handgreiflichkeiten so langsam aber sicher auch in der Realität wieder zur Selbstverständlichkeit werden, ist es vielleicht gar nicht so schlecht, wenn man sich selbst wieder etwas zurücknimmt und die Drecksarbeit anderen überlässt.

Bleibt einzig und allein noch die Frage zu klären, warum ein James Bond auch noch hübsch sein und möglichst „arisch“ aussehen muss. Oder aber, wer macht eigentlich die Welt, in der wir alle leben?

Vermischtes

Apropos Bundespräsident, wir Deutschen haben die möglichst teuerste Lösung gewählt. Wir schmeißen mit unserem Geld um uns wie kein anderer jemals zuvor! Dass es dabei auch für unsere Milliardäre Tankrabat und Kindergeld gibt, ist nur eine kleine Lappalie. Denn die zahlen schon lange keine Steuern mehr, nicht einmal fürs Flugbenzin.

Kein Land hat so viele Abgeordnete wie wir und bestimmt auch keines so viele Steuerberater. Alles wird man uns nehmen können, aber nie und nimmer den Titel Bürokratieweltmeister! Und keine andere Sprache dieser Welt hat so viele Synonyme für Bürokratie wie das Deutsche!

Aktuell machen sich ein paar Blogger über die Jahreszeit Gedanken, manche verknüpfen dies auch noch mit einem geistigen Getränk. Für den Whisky gibt es dabei weder eine geeignete Jahres- noch eine geeignete Tageszeit und das unterscheidet den Kenner vom Liebhaber.

Zurzeit bin ich wieder etwas mehr auf der Tanzfläche unterwegs. Was sicherlich gut für meine Hirnzellen ist, weniger gut aber für meine Knochen. Wie war das noch mit dem Ausgleichssport, in meinem Alter reicht dazu auch nur ein wenig anderweitige Bewegung völlig aus.

Apropos Sport, dies dürfte eine reine Erfindung jener sein, die in ihrem sonstigen Leben eher zu den Immobilien gehören. In meinem Berufsleben stand der Sport dann auf der Tagesordnung, wenn man sich ein wenig erholen sollte und etwas Ausgleich bedurfte.

Der Berufssport ist dabei eine Diversifizierung, die man durchaus in Frage stellen könnte, ergänzt aber inzwischen die Welt der Gaukler, Sänger und Schauspieler ganz gut.

Jüngst durfte ich ein paar Gärtnern bei der Arbeit zusehen, die benötigen am Abend sicherlich kein Sportstudio mehr. Und so könnte man sich auch einmal fragen, ob es für uns Menschen überhaupt eine so gute Sache ist, dass wir zunehmend mit sitzenden Tätigkeiten beschäftigt sind.

Was mich wiederum an meine Jugend erinnert, als ich noch forderte, dass es keine Tagung geben dürfe, in der man sich nicht regelmäßig bewegt. Diese Erinnerungen sind inzwischen jene einer altergrauten Couch-Potato. Aber gerade heute bei unserem Europa-Frühstück war das bei der bemerkenswerten Anzahl Gleichgesinnter durchaus ein ernstzunehmendes Thema. Wir Menschen sind einfach nicht fürs Sitzen oder Liegen konstruiert und die Evolution wird diese Entwicklung sicherlich nicht so schnell ausgleichen können.

Bis dahin wäre es für Menschen wie mich tatsächlich besser, wenn wir uns wieder etwas mehr bewegen würden. Gleich für morgen habe ich mir vorgenommen, dies zu ändern.

Gefreut habe ich mich gerade als ich sah, dass Duncan Edward (6.11.2026) mein Buch auf Goodreads rezensiert hat. Aber noch mehr darüber, dass es gelesen wird.


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