8.9.02021

Rechtsanspruch

Schon wieder erhalten wir Bürger einen Rechtsanspruch. Dieses Mal auf eine Ganztagsbetreuung für Grundschüler. Ansprüche sind ja immer etwas Nettes, vor allem dann, wenn man sie selber garantiert bekommt. Nur sollten sich die dafür Verantwortlichen auch fragen, wie sie all diese Ansprüche auch in der Realität umsetzen wollen — und dies am besten bevor sie so eine Entscheidung treffen.

Uns fehlt es schon jetzt an allen Ecken und Enden an Fachkräften, und man kann diese weder von extern (z.B. Asien und Afrika) einfach so einkaufen, noch per Gesetz einfach so generieren. Das Problem ist letztendlich, dass unsere Ansprüche kaum noch mit der Realität zu decken sind. Deshalb wird es unweigerlich zu einer Art Klassifizierung innerhalb unserer Gesellschaft kommen:

  • Es wird jene Menschen geben, deren Ansprüche werden nach den besten Möglichkeiten, und
  • es wird solche Menschen geben, deren Ansprüche werden nur auf dem Papier oder durch völlig unqualifizierte Kräfte gedeckt werden.

Völlig überzogene Ansprüche schaffen und zementieren immer eine Art Klassengesellschaft, was unsere Parteien offensichtlich auch so anstreben — ganz besonders jene, die sich selbst als sozial bezeichnen.

Wenn wir unsere offene demokratische Gesellschaft erhalten wollen, dann müssen wir unsere Ansprüche als erstes an den gegebenen Realitäten und nicht an irgendwelchen Wunschvorstellungen anpassen.

Und wenn wir so weitermachen, dann garantiert uns einer der kommenden Bundestage den Rechtsanspruch auf ewiges Leben.

Raubbau

Angeblich sollen wir Deutschen ein ganz besonderes und intensives Verhältnis zum Wald haben. Da ist es schon erstaunlich, dass die derzeitige Bundesregierung auf dem letzten Drücker mit ihrer „Waldstrategie bis 2050“ den Raubbau am deutschen Wald weiter zementiert, genau so, wie sie die europäischen Forderungen nach einem Tierwohl und Verbraucherschutz seit Jahren aushebelt, oder noch schlimmer, so lange wie nur irgend möglich, die Kohleverbrennung am Leben erhält; dabei wissen wir spätestens seit den 1970er Jahren, dass diese nicht nur sehr umweltschädlich, sondern die Kohle zudem viel zu wertvoll ist, um sie einfach nur zu verheizen.

Drollig ist es dabei, wie wir gerne und mit allen Fingern z.B. auf China zeigen, wo für den Fortschritt Mensch und Natur geopfert wird, wobei wir dies seit Jahrzehnten ohne jegliche Hemmungen bei uns selber praktizieren, und für den Profit weniger Mitbürger sowie einem möglichst bequemen Leben für die meisten von uns, wirklich alles opfern — auch den deutschen Wald.

Europastammtisch

Jeden ersten Dienstag im Monat treffen sich die Europäischen Föderalisten und andere interessierte Heilbronner zum Gedankenaustausch in einer Heilbronner Gasstätte. Und jedes Mal ist es eine nette Runde, wobei die Themen nicht nur um Europa und die EUROPA-UNION kreisen, sondern auch Tagesaktuelles aufgreifen.

Damit ist der Europastammtisch eine gute Gelegenheit, um einmal „gelebtes Europa“ zu schnuppern.


Geburtstag des Tages

Antonín Dvořák

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