9.6.02023

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Beitragsfoto: Strandspaziergang

Überraschung

Die Presse und die Social Media überschlagen sich in den USA, denn dort wurde erstmals ein (ehemaliger) Präsident offiziell u. a. wegen Landesverrat angeklagt. Donald Trump wird auch dies unbeschadet überstehen, aber zumindest hat man es in den USA wenigstens einmal versucht, Thomas Jeffersons Behauptung „all men are created equal“ Realität werden zu lassen.

Bei uns in Deutschland können die Nazis inzwischen gemäß aktueller Umfragen wieder als zweitstärkste Partei auftreten und jene Parteien, die diese zumindest halbieren wollten, beeilen sich jetzt, um wenigstens als künftige Koalitionspartner ins Gespräch zu kommen. Dabei sollte es uns allen doch klar sein, dass ein Ermächtigungsgesetz nicht lange auf sich warten lässt.

Die einzige Frage, die sich mir dabei stellt ist, wer wird Kanzler unter Wladimir Putins Gnaden werden? In den USA und auch bei uns in Deutschland geht es schon länger nicht mehr um links oder rechts, sondern nur noch darum, ob es wieder eine Verbrecherherrschaft geben wird. Und wie eine solche in Deutschland aussehen wird, wissen wir alle nur zu gut.

Bahnsteige

Noch vor kurzem hat man unter tosendem Applaus des Gemeinderates und auf unsere Kosten die Bahnsteige des Heilbronner Hauptbahnhofs auf Bimmelbahnniveau reduziert, nur um nun ein paar Monate später darüber nachzudenken, diese wieder — aber wohl nur temporär — auf ein bundesdeutsches Standardmaß zu bringen.

Das wird uns Heilbronner bestimmt wieder viel Geld kosten und dabei zu nichts führen, denn der Zug ist für Heilbronn schon längst abgefahren. Um dies noch zu unterstreichen plant man ein weiteres Straßenbahngleis vor dem Bahnhof ein, wobei man damit die Verkehrstüchtigkeit des Bahnhofs noch weiter einschränkt.

Eine verantwortungsvolle Stadtverwaltung und auch ein Gemeinderat mit dem Wunsch zur Gestaltung und Entwicklung unserer Stadt hätten sich schon längst darüber Gedanken gemacht, wie man die selbstverschuldete Abnabelung vom europäischen Bahnverkehr kompensieren kann.

Eine Idee wäre, das Wollhaus zu einem überregionalen Busbahnhof im Ganztagesbetrieb umzubauen und diesen dann noch mit der Stadtbahn zu verbinden.

Kleine Freude

Zum Abschluss meines diesjährigen Aufenthaltes durfte ich nochmals eine funktionierende Stadtverwaltung miterleben. In unserem Viertel stand erneut die Straßenreinigung an und bereits ab 6 Uhr morgens waren die entsprechenden Straßen von parkenden Autos befreit.

Als dann die Kehrmaschine kam, ging es ganz schnell, denn ein Nachbar hatte wohl verschlafen und sein Auto nicht weggestellt. Der Fahrer der Kehrmaschine machte einen Bogen um das Auto und kurz darauf — ein paar Sekunden später (!) — war schon ein Auto des Ordnungsamtes zur Stelle. Die junge Dame stieg aus, machte ein paar Fotos von besagtem Auto und stellte den Strafzettel aus. Der Nachbar kam zwar noch angerannt und wollte sich wohl entschuldigen, aber die Angestellte winkte ihm nur zu und fuhr der Kehrmaschine wieder hinterher — gute 60 Dollar kostet den Nachbarn der Spaß.

Bei einem kurzen Spaziergang konnte ich sehen, dass es noch gut vier weitere Sünder in der Nachbarschaft gab, nun alle mit einem entsprechenden Strafzettel ausgestattet. Wenn man dies nur auf das gesamte Viertel hochrechnet, dann haben sich die Kehrmaschine und die Dame vom Ordnungsamt bereits an diesem Tag wieder amortisiert — und die Straßen sind zudem blitzeblank.


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