Blogger

23.6.02026 5 (5)

Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Vermischtes

Heute ist mal wieder so ein Tag, wo mir gleich mehrere Witwen, Rechtsanwälte oder fliehende Königssöhne ein paar Millionen US-Dollar, Euro oder gar BitCoin schenken möchten. Es müssen wohl ausreichend Deppen bei uns leben, damit sich solche E-Mail tatsächlich auch rentieren.

Es gibt Jubiläen, die braucht wirklich kein Mensch. 10 Jahre ist es bereits her, dass sich die Wähler im Vereinigten Königreich dazu hinreißen lassen haben, beim Brexit-Referendum den Deppen rauszuhängen.

Am 31. Januar 2020 war es dann so weit und die Briten begannen mit den Konsequenzen ihres Handels leben zu müssen. Die ersten Jahre waren noch eine Pandemie für das Unglück verantwortlich, dann der Überfall Russlands auf die Ukraine und nun ist es wohl der US-Präsident, der den Briten als Entschuldigung dafür dient, dass sie zumindest mehrheitlich keine Volldeppen sind. Wer am 23. Juni 2016 für den Brexit stimmte und immer noch nicht erkennt, dass er, wenn dies nicht volltrunken, völlig zugedröhnt oder als überzeugter Antidemokrat tat und sich auch nicht selbst am Brexit dumm und dämlich verdiente, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Die Brasilianer sagen dazu nur „7:1“! — von einem „Tor für Deutschland“ kann man da schon sehr lange nicht mehr sprechen.

Die Witwen, Rechtsanwälte oder fliehende Königssöhne dieser Welt hätten wohl allzu gerne deren E-Mail-Adressen.

Übrigens, wer von meinen Lesern guckt noch Fußball? Wir müssen inzwischen gegen Länder spielen, die kaum ein Landsmann kennt, damit wir es überhaupt über das Viertelfinale hinaus schaffen. Gäbe es nicht einen Gianni Infantino, dann würde ich auf pures Glück tippen. Wobei, wenn wir zum Schluss dann doch wieder einmal Weltmeister sind, dürfte das keinen mehr interessieren. Sollten wir aber im Endspiel auf die USA treffen, müssen wir Trainer und Spieler daran erinnern, dass zumindest für uns Fußball nur ein Spiel ist; die USA haben schon wegen viel weniger Kriege begonnen.

Zweitwohnung

Vincent Klink schreibt heute, „man könnte, jetzt gedanklich durchgespielt, neben seiner Wohnung eine zweite anmieten. Anschließend holt man herüber, was einem wirklich wichtig ist. Die Folge wäre eine wohltuende Wohnung. die alte Wohnung wäre zum gut gefüllten Müllplatz degradiert.“

Viele sind da schon längst und noch viel weiter. Auch bei uns gibt es immer wieder Volksvertreter, die haben eine Familie für den Wahlkreis und eine zum Wohlfühlen. Sehr viele ganz normale Bürger haben schon länger ein Wochenendhaus, einen Camper oder zumindest eine Hütte im Schrebergarten.

Leistungsträger benötigen schon länger immer öfters mindestens eine weitere Wohnung, nur um mit der heutigen Mobilität noch mithalten zu können. Seit ich beschloß, auch mit meiner Familie immer wieder umzuziehen, blieb es nicht aus, dass wir über zwei Wohnungen verfügten, denn es war anders kaum zu bewerkstelligen.

Heute bin ich dabei, nicht nur mein Leben zu entschlacken, sondern mich auch auf eine einzige Wohnung zu reduzieren, zumal die Jugend längst aus dem Haus ist. Denn eins habe ich über die Jahrzehnte hinweg sehr schnell gelernt, meine wohltuende Wohnung ist immer genau dort, wo auch meine bessere Hälfte ist. Aber für jeden so, wie er es gerne hätte!

Vorlesung

Eine spannende Vorlesung zum Schluss, nun gilt es nur noch eine Klausur zu überwachen und diese zu korrigieren. Detlef Stern ließ es sich nicht nehmen und zeigte den Studenten meiner Vorlesung und auch mir, was die Studenten im 7. Semester noch so alles aus meiner Vorlesung in Erinnerung hatten bzw. in der Lage waren, möglichst gekonnt umzusetzen.

Softwaretechnisch bestimmt voll in Ordnung, zumindest meiner Ansicht nach. Aber auf meinen ureigenen Fachgebiet war die Enttäuschung garantiert. Dies war dann das Thema meiner letzten Vorlesung. Und wer aufpasste, kennt nun auch die letzte Frage in der Klausur. Die besseren unter den Studenten machen sich tatsächlich noch Notizen. Die weniger guten Studenten bauen weiterhin darauf, das sie nun im zweiten oder gar dritten Anlauf eine Vier erhalten — Vier ist die neue Zwei. Wenn es mit dem Lottospielen dann doch nicht so recht klappt, kann man später immer noch zur Bürgeruni zurückkehren.

Auf alle Fälle aber und dies wohl zum Leidwesen von Thomas Michl hat mich mein Kurzausflug in die agile Welt des werteorientierten Wohlfühlens dann doch nicht so richtig überzeugt — weder Fisch noch Fleisch, eher Veggie-Wissenschaft, wenn nicht gar Globuli-Science. Vielleicht aber hat sich auch nur der Hedonismus in Gänze durchgesetzt; sicherlich nicht schlimm, aber auch nicht gerade lösungsorientiert.

Aber was weiß ein alter Herr wie ich schon vom Leben? Geht heute alles mit und ohne Scharf sowie garantiert immer mit KI.

Die jüngeren und heutigen Entscheidungsträger fragen sich inzwischen, warum man trotz Uni-Abschluss arbeitslos sein kann — einfach mal bei ChatGPT und Co. googeln; dafür zahlt jeder Student heute schon 20 Euro im Monat.

Die etwas älteren heutigen Entscheidungsträger bleiben dabei besser stumm, da sie es selbst voll und ganz verbockt haben! Und vielleicht kann man es künftig einer KI oder zumindest der heutigen Jugend in die Schuhe schieben — letztere merkt das nicht einmal mehr, ersterer ist es völlig egal.

Nur mal so: aktuell höre ich das zweite Klavierkonzert von Sergei Rachmaninow.


Lappen

8.9.02025 5 (6)

Beitragsfoto: Lappen

Gavin Newsom

Während Kamala Harris weiterhin auf beleidigte Leberwurst macht und damit zeigt, dass sie nicht das Zeug zu einer Präsidentin — von Hillary Clinton hatte ich es mir bereits vorab gedacht — hat und Bernie Sanders wieder einmal seinen ganz persönlichen Privatkrieg führt, scheint es bei den US-Demokraten wohl nun doch noch einen Lichtblick zu geben.

Der Gouverneur von Kalifornien Gavin Newsom, ahmt ganz einfach Donald Trumps Stil nach und macht sich dabei auch noch so richtig über diesen lustig. Noch besser, er kann damit auch noch seine eigene Wahlkampfkasse auffüllen. Sehr schade, dass ich es nicht in die USA schaffe, ich hätte mich bestimmt schon mit dem einen oder anderen Artikel selbst eingedeckt.

Auf alle Fälle aber mache ich mir nun über eine eigene Mütze Gedanken: „Kümmerles Weblog hatte schon immer recht!“ — oder gleich über einen ganzen Online-Shop.

Nun schauen wir einmal, ob Gavin Newsom mit seiner Taktik richtig liegt und ob er ausreichend US-Demokraten hinter sich versammeln kann — als Gouverneur von Kalifornien dürfte er allerdings bereits über eine gute Hausmacht verfügen.

Vertrauensfrage

Noch mehr als wir Deutsche leben unsere französischen Nachbarn völlig über ihre eigenen Verhältnisse. Und wie bei uns auch, scheitert dort jede Regierung, die tatsächlich einmal nachhaltig wirtschaften möchte. Heute stellt der französische Premierminister François Bayrou die Vertrauensfrage und wird aller Wahrscheinlichkeit nach scheitern.

Seinem Nachfolger steht wieder eine große Aufgabe bevor. Er muss massive Sparpläne in Höhe von rund 44 Milliarden Euro mit den deutlich moderateren Vorstellungen der Sozialisten vereinbaren. Dieser Nachfolger könnte es bestimmt wie unsere eigene Regierung machen und eine Billion Euro Sondervermögen aus der Tasche zaubern.

Den Franzosen muss man es positiv anrechnen, dass sie so weit wie wir Deutschen nun auch wieder nicht sinken wollen und es daher wieder einmal damit versuchen, ihre Schulden und Ausgaben ganz offiziell zu europäisieren. Wir Deutsche sind da schmerzfreier, wir übertragen unsere Schulden ganz einfach auf Europa — ob unsere Nachbarn das wollen oder auch nicht — ohne dabei zu vergessen, dass wir zeitgleich bei diesen eine Austeritätspolitik einklagen.

Unabhängig davon übernimmt unsere Regierung sicherlich wieder die eine oder andere französische Schuldenmilliarde, falls dabei für die eigenen Entscheidungsträger etwas herausspringt — aktuell kann sich ein Jens Spahn ganz gut vorstellen, dass wir die französische Nuklearrüstung mitfinanzieren; was ihm privat sicherlich ebenfalls sehr guttun wird, denn wer sich bereits an einer Pandemie selbst gesund stößt, der wird bei einem Atomkrieg erst so richtig absahnen können.

Vermischtes

Kürzlich waren wir mit unserem Jüngsten shoppen, denn er hat nun nicht nur eine eigene bessere Hälfte, sondern auch eine eigene Wohnung. Diese zwar in Stuttgart, was unser Einkaufserlebnis hier in Heilbronn aber nicht schmälerte, denn wir fanden die richtigen Läden. Und aus dem Seifen-Reinhardt komme ich nie ohne selbst auch etwas zu kaufen raus.

Die Landesverräter der AfD haben sich nun auch ganz offiziell mit Wladimir Putin abgesprochen. Als Ergebnis davon möchte die AfD 2029 zeitgerecht zum russischen Angriff auf Resteuropa die Macht in Deutschland übernommen haben. Ob sie dazu mit der CDU, der CSU oder dem BSW vorerst eine Koalition eingehen wollen, blieb allerdings noch offen.

Heute gab es eine sehr angenehme Fahrt mit dem meseno-Bus. Auch könnte meine übliche Route bald wieder ohne Baustellen und Umleitungen befahrbar sein, mehr als 12 Monate für knapp 1 000 Meter Straße sollten auch ausreichen.

Auch gelang es mir im Anschluss noch einen Holz- und Reisighaufen aufzutürmen. Die Idee dahinter, ein paar Tieren eine Überwinterungsmöglichkeit anzubieten. Als ich das Resultat meiner besseren Hälfte präsentieren wollte, zerlegte sich dieser von ganz alleine. Nach dem Regen werde ich einen zweiten Anlauf nehmen.

Sehr erfreut konnte ich zur Kenntnis nehmen, dass Thomas Heiligenmann bei der Heilbronner Bezirksgruppe des VDI für die 9. Hertensteiner Gespräche Werbung macht, noch erfreulicher, dass sich dieses auch bei den Zugriffen auf die Website bemerkbar macht — Werbung hat noch keinem geschadet.

Weniger erfreulich, dass ich bis dato noch keinen Medien- oder Pressevertreter gefunden habe, der sich bereit erklärt, die diesjährigen Hertensteiner Gespräche zu begleiten.

Aktuell haben wir 98 Anmeldungen und ich hoffe weiterhin darauf, dieses Mal 100 Teilnehmer begrüßen zu dürfen. Und so wäre es gar nicht schlecht, wenn auch noch der eine oder andere Teilnehmer etwas Werbung für die Gespräche macht.

Denn Demokratie lebt vom Machen, nicht vom Schwätzen!

Nur mal so



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— Michael de Adder (@deadder.bsky.social) 7. September 2025 um 16:26

Lesezeichen

Dance Music 4.1 (7)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Foster Kamer | The New York Times

Dance Music Is Booming Again. What’s Different This Time? A Lot. (zuletzt aufgerufen am 14.5.2025, 20.55 Uhr; meine Leser können den Beitrag übrigens kostenfrei lesen).

„Fans emerged from pandemic lockdowns primed to hit the floor. Now online platforms are bringing fresh sounds and budding stars to bigger audiences worldwide. …

Fueled by socioeconomic, cultural and technological changes, dance music and club culture have built on the progress of the past to leave a footprint deeper than we’ve seen before.“


Tanzen ist wieder einmal eindeutig „in“!

Und wenn mein Projekt „Europa-Ball“ erfolgreich wird, dann gibt es neben dem Ball u. a. auch noch einen Dancefloor der Spitzenklasse.

Meine Mitheilbronner müssen dies nur wollen mögen — einfach nur in der Ecke sitzen und schmollen geht aber auch.

„Was hat Gott gesagt, als er den Mann erschaffen hat?
Das geht noch besser.“

Grantchester (TV-Serie seit 2014)