Mall

3.6.02023 5 (2)

Beitragsfoto: South Coast Plaza

Geschäftsidee

Wäre ich 20 Jahre jünger, dann hätte ich mich dieses Mal an einem Startup beteiligt. So war aber sehr schnell klar, dass es für mich andere Schwerpunkte gibt und ich keine Lust mehr auf größere Experimente habe.

Und kaum war die eine Sache vom Tisch, da fand ich eine für mich neue und wahrscheinlich sogar völlig risikofreie Geschäftsidee. Beim gestrigen Einkauf in einem Obst- und Gemüseladen wurden ganz prominent Sprühflaschen angeboten.

Bei den Sprühflaschen handelt es sich um einen „Fruit & Veggi Wash“, der zu 5 Dollar und 99 Cent zu haben ist und aus 354ml Wasser und vielleicht noch einer „Geheimrezeptur“ besteht. Dieser „Fruit & Veggi Wash“ soll das Folgende können:

  • Removes dirt and soil that can carry bacteria;
  • Lifts pesticides, chemicals, wax and heavy metals;
  • Keeps produce fresh up to 5x longer.

Wer diesen „Fruit & Veggi Wash“ in Widdern vertreiben möchte, der kann bestimmt 10 Euro für das Fläschchen verlangen.

Rätsel

Ich hatte mich gestern zum Essen verabredet und nutzte die Wartezeit, um wieder einmal durch meine Lieblings-Mall zu schlendern.

Dass das Wetter schlechter werden soll, wenn die Schwalben tiefer fliegen, dürfte allseits bekannt sein. Und dass es wohl ein neues iPhone gibt, wenn junge Männer vor dem Apple-Store Schlange stehen, kann man noch halbwegs nachvollziehen. Heute aber sah ich ein Phänomen, das ich mir bei bestem Willen nicht erklären kann, nämlich eine Schlange vor dem Chanel-Store. Immer mehr Frauen fanden sich dort ein, um nicht gemeinsam in die Schaufensterauslagen zu gucken, sondern ganz brav vor der Ladentür zu warten, bis sie an die Reihe kamen.

Und noch bevor ich das Ganze so richtig erfassen konnte, war die Schlange so lang geworden, dass eine der Verkäuferinnen vor den Laden trat und damit anfing, Termine zu vergeben. Aber auch dies ließ die Schlange nicht kürzer werden.

Ich war bereits versucht, bei den Damen nachzufragen, was es denn heute Besonderes gäbe oder sie gar darauf hinzuweisen, dass es in der Mall noch weitere Gelegenheiten gibt, um sich mit Chanel-Produkten einzudecken, musste dann aber doch weiter, um meine Verabredung nicht warten zu lassen.

Abzocke

Es war schon Thema hier im Weblog, nämlich wie sich die Bürger von Widdern von ihren gewählten Volksvertretern ausverkaufen lassen. Erst kauft der dortige Bürgermeister ohne Einverständnis des Gemeinderats eine völlig überteuerte Homepage und dann macht der Gemeinderat auch noch mit und sie schmeißen zusammen um die 200 000 Euro fürs Erste einfach so zum Fenster hinaus.

Heute können wir dank der Heilbronner Stimme (3.6.2023: 31) erfahren, was so eine Deluxe-Homepage maximal kostet, denn die sehr wohlhabende Gemeinde Flein leistet sich seit 30 Jahren eine neue Homepage. Dafür investieren die Fleiner einmalig 36 000 Euro und zahlen weitere 550 Euro monatlich für deren Betrieb.

Wenn man nur wollte, könnte man das Ganze auch für einmalig 1 000 Euro und monatlich weitere 100 Euro haben — aber das Geld anderer Leute zum Fenster hinaus zu werfen, macht einfach eine ganze Menge Spaß.

Wobei die Widderner sich auch noch einen Bürgermeister leisten, der nicht einmal da sein muss — was wahrscheinlich sogar für alle Beteiligten besser ist. Und schon 2024 wählen die Widderner erneut dieselben Volksvertreter.

Es wäre vielleicht keine schlechte Idee, einen Zaun um diese Gemeinde zu ziehen und Eintritt zu verlangen.

„It is a vulgar error to suppose that you have tasted huckleberries who never plucked them.“

Henry DAvid Thoreau, Walden (2020 [1854]: 161)

Fundstücke

30.5.02023 5 (2)

Beitragsfoto: Fundstücke

Menschen

Wenn man immer wieder eines der schönsten Einkaufszentren weltweit besucht, kommt man nicht umhin auch die dortigen Menschen zu beobachten. Die besagte South Coast Plaza besticht durch ihre Sauberkeit — man könnte dort vom Boden essen. Zudem finden sich überall Helfer und Aufsichten, so dass sich dort keiner unsicher fühlen muss.

Neben der Sauberkeit gefällt mir ganz besonders, dass dort alle bekannteren Firmen und Marken vertreten sind und man sich somit sehr schnell einen guten Überblick über Handel und Kommerz verschaffen kann. Wie schon gesagt, für mich sind aber die Menschen dort die richtig spannende Angelegenheit, angefangen von den Touristen und Gelegenheitskäufern bis hin zu den Power-Shoppern und Schnäppchenjägern.

Und auch für die entsprechenden Restaurants ist gesorgt, sodass man sich dort eine ganze Zeit lang beschäftigen kann. Anfangs fielen mir dort immer die vielen Europäer auf, die mit vollgefüllten Einkaufstaschen durch die Mall spazierten, heute sind es meist Asiaten. Viele davon fliegen extra aus China oder Japan ein, um ein paar Tage lang dem Shoppen zu frönen.

Spannend und für mich zu beobachten, dass es seit ein paar Jahren dort Einkaufsberater gibt, die den Power-Shoppern beim Einkauf helfen. Viele der heutigen Shopper wollen offensichtlich auch beim Einkaufen Zeit und Nerven sparen. Und das Ganze funktioniert dort offensichtlich ganz gut, denn die South Coast Plaza kann zusätzlich noch mit einigen Outlet-Stores und weiteren Schnäppchenläden punkten.

Und so kann man wohl auch heute noch, wenn man seine Einkäufe gut plant, durch das Shoppen in der Mall zumindest die eigenen Reisekosten einsparen. Wobei es den Power-Shoppern ohne Frage gelingen wird, mit Hilfe der Profis vor Ort, ihre Gewinne beim Einkaufen zu maximieren.

Ein solches Beispiel sind derzeit viele Taschen, welche ich noch vor Kurzem in Straßburg in den Galeries Lafayette bestaunen konnte und die dort mit mehreren Hundert Euro zu erstehen gewesen wären. Hier fand ich die gleichen Taschen für kaum 40 Euro zu kaufen. Man kann sie in der Mall aber auch weiterhin zum Originalpreis erwerben — wobei dann wohl das Einkaufserlebnis mit dem Glas Champagner in der Hand zählt.

Man muss dabei aber auch berücksichtigen, dass wenn ein Etwas von z. B. Versace zu 80 % reduziert zu erhalten ist, dieses sicherlich wunderbare Etwas immer noch für die meisten Menschen weiterhin nicht auf der Einkaufsliste stehen wird.

Aufgrund des aktuellen Wetters habe ich mir noch einen Mantel angeschaut, dessen Marke mir nicht geläufig ist, und der ursprünglich für knapp 6 000 Dollar zu erhalten war und jetzt keine 1 000 Dollar kostete. Die besten Schnäppchen sind meines Erachtens weiterhin jene auf die man verzichtet und so konnte ich gestern 1 000 Dollar sparen.

Am Spannendsten war diese Jahr aber eine Veränderung im Restaurantbereich, ein weiteres Restaurant erhielt einen Michelin Stern und zwei amerikanische Restaurantketten mussten asiatischen weichen. Das Besondere dabei, dass sich vor den beiden asiatischen Restaurants gerade die asiatischen Shopper die Füße in den Bauch standen und ihre, durch die Einkaufsprofis ersparte Zeit, wieder ins Schlange stehen investierten — so wie viele Deutsche auch, die auf Teneriffa nicht ohne ihr Schnitzel oder eine Currywurst leben können.

Ein Versuch

Auch Kirchen haben ihre strukturellen Probleme und wie bei Staaten kommt es in erster Linie auf die jeweiligen Menschen an. Den Kirchengebäuden selbst und ganz besonders deren Verwaltungen wird inzwischen viel zu viel Bedeutung beigemessen.

Gerade in Zeiten, die uns Menschen wieder mobiler machen und uns damit insgesamt aus Strukturen lösen, die noch ihren Sinn in der Schollenbindung von Menschen hatten. Wenn Staaten wie auch Kirchen überleben möchten, dann müssen sie die passenden Antworten auf die heutigen Zeiten finden; Verdummung und eine Einpferchung der jeweiligen Mitglieder sind dabei die falschen Antworten.

Wenn man sein gesamtes Leben selbst mobil war ist es schwer jeweils die passende Gemeinde zu finden und noch schwerer in eine alte Gemeinde zurückzukehren. Aber es ist nicht schlecht, wenn man dabei einer Kirche angehört, die zwar keinen weltweiten Anspruch erhebt aber dennoch weltweit vertreten ist.

So bekommen Kirchengebäude an sich einen weiteren Sinn, denn sie schaffen auch in der Ferne Nähe. Und weil gerade Pfingsten ist, habe ich einmal nach einer passenden Kirche geschaut und diese sogleich in der Nachbarschaft gefunden.

Die älteste noch benutzte protestantische Kirche von Orange County wurde 1876 gebaut. Leider standen wir gestern vor verschlossenen Türen, die Gemeinde war wohl vereist — wer möchte ihr das aber gerade an Pfingsten verübeln?

Offene Kirchen machen in der heutigen Zeit leider kaum noch Sinn und so wäre es vielleicht gar nicht schlecht, wenn man mit einer Art „Kirchen-Card“ Zutritt zu sämtlichen Kirchen zumindest der eigenen Glaubensrichtung bekommen könnte. Ich finde dies wäre ein echter Mehrwert gerade für Kirchensteuer zahlende Mitglieder.

Wachstum

Nicht nur die Heilbronner Stadtverwaltung wird immer dicker, sondern insgesamt fetten sich unsere Verwaltungen immer weiter an. Und so half es nichts, dass ich dagegen bereits seit meiner Jugend anschreibe und noch heute einen möglichst schlanken Staat als die Grundlage jeder funktionierenden Demokratie ansehe.

Leider sieht es die Mehrheit der Deutschen völlig anders, entweder träumen wir selber von einem Beamtendasein oder wir haben zumindest einen Vetter in irgendeiner Verwaltung sitzen. Letzteres wurde über die vergangenen Jahrzehnte immer wahrscheinlicher. Und so sind auch schon längst die damaligen Forderungen verhallt, das Beamtentum insgesamt abzuschaffen. Wobei ich heute noch davon überzeugt bin, dass ein hochqualifizierter Beamtenapparat jeder Gesellschaft gut tut; im Falle, dass die ausgewählten Beamten qualifiziert und motiviert sind. Leider aber leben wir in einer Vetternwirtschaft und sämtliche Arbeitsplätze im staatlichen Umfeld sind in erster Linie zu reinen Versorgungsposten degeneriert.

Jan Hildebrand merkt hierzu im Handelsblatt (29.5.2023) an, dass „der Beamten-Boom … das völlig falsche Signal [ist].“ Seine Recherchen ergaben eine Erhöhung des Beamtenapparats in den Bundesbehörden von rund 17 000 Beamten 2010 zu heute rund 30 000 Beamten. Wobei die aktuelle Bundesregierung seit Regierungsbeginn bis heute alleine für 1 710 neue Beamtenstellen im Kanzleramt und den Bundesministerien sorgte.

„Eine XL-Regierung aber ist das völlig falsche Signal zur falschen Zeit. Die Unternehmen leiden nicht nur unter einer schwachen Wirtschaftsentwicklung – das Land steckt in einer Rezession – sondern auch der akute Fachkräftemangel macht ihnen zu schaffen.“

Jan Hildebrand, Handelsblatt (29.5.2023)

Jan Hildebrand ist dabei völlig entgangen, dass wir bereits heute über XXL-Regierungen verfügen und Versorgungsapparate noch nie das richtige Signal an Wirtschaft und Gesellschaft waren!

Und so bleiben wir weiterhin Vetternwirtschaftsweltmeister und sind erneut auf gutem Weg, um wieder zum Sorgenkind Europas zu werden, denn jede Demokratie zerfällt mit ihrem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Niedergang. Und wie bereits in der Weimarer Republik müssen die Antidemokraten nur zugucken wie sich unsere Demokratie von ganz alleine verabschiedet — was man aktuell ganz gut an der Zustimmung zur AfD und der Unterstützung weiterer antidemokratischer Kräften beobachten kann.

„But, to speak practically and as a citizen, unlike those who call themselves no-government men, I ask for, not at once no government, but at once a better government. Let every man make known what kind of government would command his respect, and that will be one step toward obtaining it.“

Henry DAvig Thoreau, Walden (2020 [1854]: 312)

Tasse

31.5.02022 5 (1)

Beitragsfoto: Kaffeetasse in einem Haushaltswarenladen

Shopping

Heute konnte ich meinen Tag in meiner Lieblings-Mall verbringen, was sich ganz gut anbot, da der Tag heute sonniger als gewöhnlich ist. Da die South Coast Plaza, die übrigens dieses Jahr ihr 55-jähriges Bestehen feiern kann, nicht nur blitze-sauber und sehr ordentlich, sondern auch für kalifornische Verhältnisse angenehm klimatisiert ist, lohnt sich das Shoppen dort immer wieder. Blitze-sauber sind auch die unzähligen öffentlichen kostenfreien Toiletten wie auch die Wege aus der Stadt sowie von den außen liegenden Parkplätzen in die Mall; wobei die Power-Shopper wohl eher auf die Parkhäuser in der Mall zurückgreifen.

Mich hat es heute sehr gefreut, dass die South Coast Plaza sowohl das vorherrschende Mall-Sterben als auch die COVID-19-Pandemie ohne größere Probleme überstanden hat. Ich führe das auf die Sauberkeit und die Sicherheit dieses Shoppingcenters zurück, die auf jeder Sichtachse mit mindestens einem freundlichen netten Herren aufwarten kann, der allen Besuchern ein gutes Gefühl vermittelt. Dazu kommen noch die vielen Reinigungs- und Wartungskräfte, die auch jeden Ausrutscher ihrer Kundschaft sofort wieder beseitigen.

Und da auch sehr viele Läden der gehobeneren Preisklasse vorhanden sind, wundert es keinen, dass zusätzlich vor den Läden weiteres Sicherheitspersonal den Kunden bei Bedarf weiterhelfen kann.

Das exzellente Ambiente der Shoppingmall wird durch die Freundlichkeit der Angestellten abgerundet, und so konnte ich mich bereits bei einem meiner ersten Besuche davon überzeugen, was Kundenservice bedeuten kann. Als Student war ich damals in München schneller wieder aus einem Porsche-Autohaus herauskatapultiert, als ich dort hineingekommen war; dabei wollte ich mir nur den rosaroten 911 mit lila Sternchen einmal aus der Nähe ansehen. Mit dieser Erfahrung zögerte ich ein paar Wochen später, einen Versace-Laden in der South Coast Plaza zu betreten, obwohl mich die bunten Klamotten regelrecht faszinierten. Letztendlich aber betrat ich den Laden doch und wandte mich an den ersten Verkäufer mit dem Hinweis, dass ich nur gucken möchte, leider aber nicht kaufe könne. Dieser lud mich regelrecht zum Stöbern ein und bot mir ein wenig später noch ein Glas Champagner an, nur um mein „Nichteinkaufserlebnis“ etwas besser abzurunden.

Und so habe ich mich auch heute gefreut, den Versace-Laden zu sehen und noch mehr, als ich erfuhr, dass dieser bald etwas vergrößert wieder an seinen alten Standort im Shoppingcenter zurückkehren wird. Zum Schluss meines heutigen Besuches schaute ich schon fast nostalgisch auf die beiden Karussells, die noch vor ein paar Jahren meine beiden Jungs begeistern konnten; heute würden sie wohl eher so wie der Papa beim Apple-Shop vorbeischauen. Auf jeden Fall aber sind die Karussells mit ihren bunten Luftballons noch heute eine Attraktion für alle jüngeren Mall-Besucher.

Wende

Dass wir unser Land in den letzten Jahrzehnten gegen die Wand gefahren haben, war immer wieder ein Thema dieses Weblogs. Inzwischen lässt es sich auch nicht mehr verleugnen, dass unsere Umwelt nicht mehr zu retten ist. Es geht jetzt eigentlich nur noch darum, wie viele von unseren Nachkommen dies überleben werden und wie viel Natur den Überlebenden dann noch zur Verfügung stehen wird.

Eine Lösung dieses Problems müsste nun dringlich unsere allererste Aufgabe sein, wenn nicht, wie gerade ein Überfall der Russischen Föderation auf den Osten Europas dazwischenkommt und uns wieder einmal zeigt, dass die Welt insgesamt doch etwas komplizierter ist.

Das Preisschild für die Lösung des letzten Problems wurde uns pressewirksam mitgeteilt, nämlich eine ehrliche und aktive Teilnahme in der NATO, 2 % des jährlichen Bundeshaushaltes und zur ersten Anschubfinanzierung gut 100 Milliarden Euro noch 2022.

Kurz konnte man tatsächlich daran glauben, dass wir nun tatsächlich dafür sorgen, dass wir unsere Verteidigungsfähigkeit wieder sicherstellen, um uns gleich danach mit ganzer Vehemenz auf die Lösung des nächsten fatalen Problems — der zerstörten Umwelt — stürzen. Aber weit gefehlt!

Dies hat jetzt einzig und alleine nur dazu geführt, dass alle Beteiligten (und vor allem ganz besonders die entsprechenden Profiteure!) uns vor Augen führen, was bei uns alles noch kaputt ist: das Gesundheitssystem, das Bildungssystem, sämtliche Infrastruktur und selbst das Wohnen (es fehlt an allen Ecken und Enden, wobei das Vorhandene dringend saniert werden müsste) sowie unsere Demokratie an sich. Und jeder kennt das entsprechende Preisschild — selbst die Deutsche Bahn hat plötzlich etwas Ahnung von Schienenverkehr und wie man diesen bei uns sicherstellen könnte.

Der einzige Vorteil dabei ist, dass wir es jetzt alle ohne Wenn und Aber wissen, dass wir unser Land völlig heruntergewirtschaftet haben (der Dank geht an die Union und die SPD!) — wegschauen und später leugnen geht jetzt nicht mehr — und nicht nur Billionen an Euro nötig wären, um die Zukunft unserer Kinder zu sichern, sondern ganz besonders auch unser eigenes Handeln gefordert wäre!

Aber was machen wir anstatt? Wir priorisieren nicht: Verteidigung –> Umwelt –> Infrastruktur –> Bildung –> Wohnungsbau –> Soziales, sondern wir streiten uns einzig und alleine um den Erhalt unseres eigenen ganz persönlichen Wohlstands und Wohlbefindens (ich hatte darüber schon öfters geschrieben!).

Und anstatt dass unsere Politik wenigstens eines der großen Probleme anpacken würde, werden einzig und alleine die Parlamente, Behörden und Ämter mit weiterem, völlig unnötigen Personal vergrößert, neue Berater, Gaukler und Scharlatane engagiert (die Turmstraße und die Heilbronner Fußgängerzone können als plastisches Beispiel dienen) sowie den Bürgern Rabatte, Subventionen und Geschenke versprochen — und jeder Entscheidungsträger (siehe Frankfurt!) schaut dabei, dass er selbst nicht zur kurz kommt!

Alle Verantwortlichen spekulieren einzig und alleine nur noch darauf, dass dies so lange hält, bis entweder ein Krieg oder die Erderwärmung dem Ganzen ein unrühmliches Ende setzt.

Wende, Ende!

Geburtstag des Tages

Walt Whitman