Alles anders

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Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Thomas Schmid | Weblog

Alles soll anders werden. Warum der AfD mit „guter Politik“ kaum beizukommen ist (letztmals aufgerufen am 27.6.2026 um 15:55 Uhr)

„Nehmen sich die herkömmlichen Parteien eines Themas an, das die Anhänger der Anti-Parteien umtreibt, wird das von diesen nicht honoriert. Das ist nicht schwer zu erklären. Es hat sich, werden AfD-Wähler denken, also gelohnt, die Migration bis ins Existenzielle zu dramatisieren. Warum soll man sich dann im Moment erster Erfolge von der Partei abwenden und wieder auf die alten Pferde setzen? Jetzt erst recht: Never change a winning team. …

Sie kennt keinen Gradualismus, keinen Pragmatismus. Alles muss anders werden. …

Die AfD ist nicht bescheiden. Sie verspricht im Grunde die Neugründung der Republik. Wie die aussähe, bezeugt das Wahlprogramm der Partei für Sachsen-Anhalt.  …

Als die Bundesrepublik Gestalt angenommen hatte, galt ein Versprechen, das von Generation zu Generation wie selbstverständlich weitergereicht wurde: Dir wird es besser gehen als deinen Eltern. Die Zukunft leuchtete, es gab gute Gründe, in sie aufzubrechen. 

Heute leuchtet die Zukunft nicht mehr. Vor die Zukunft haben sich auf beängstigende Weise die multiplen Krisen der Gegenwart geschoben, die dem halbwegs berechenbaren weltpolitischen Gleichgewicht der Nachkriegszeit ein Ende gemacht haben.“


Ein guter Erklärungsversuch, der sich mit meinen eigenen Beobachtungen und auch ganz gut mit meinen bisherigen Blog-Beiträgen deckt.

Man kann AfD-Wähler nicht mit Fakten begegnen, da sie diese nicht mehr benötigen, denn sie haben eine eigene Realität erschaffen, die zwar keine neue Welt garantiert aber dafür die alte Welt in Schutt und Asche legt.

Was weder einem Führer oder seinem Volk etwas ausmacht, denn deren Ideologie sagt dann ganz einfach, man hätte es nicht verdient und der eigene Untergang ist nur folgerichtig.

Die nationalsozialistische Idee ist in sich menschenverachtend und -feindlich — für alle ohne einzige Ausnahme, bis auf den Führer und sein unmittelbares Gefolge; ansonsten würde dieses Schneeballsystem der Unvernunft auch nicht funktionieren.

Danke an Thomas Michl für den Tipp.




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