Maximilian & Konstantin

Vaterfreuden 5 (3)

Beitragsfoto: beide Söhne beim Foto-Shooting

Als der Kommandeur erfuhr, dass ich zum zweiten Mal Vater werde, genehmigte er mir eine kurze Übungsunterbrechung und so fuhr ich noch in der Nacht von Zentralfrankreich nach Heilbronn, um im SLK-Krankenhaus angekommen festzustellen, dass es erneut eine Weile dauern wird. Und kaum war ich zum zweiten Mal stolzer Vater und die beiden Omas erneut zur Stelle, kehrte ich wieder zur Übung zurück, dieses Mal aber füllte ich das Auto mit Champagner und bereitete nach Rückkehr in die Gefechtsübung allen Mitstreitern eine kleine Freude.

Die Anregung meiner Kameraden, nämlich den jüngsten Sohn Pegasus — nach der gerade laufenden Übung — zu nennen, fand bei meiner besseren Hälfte keine Zustimmung. Übrigens, der 16. Juni 1996 ist nicht nur ein Sonntag, sondern zudem auch der US-amerikanische Vatertag — eine generalstabsmäßige Planung meiner besseren Hälfte; was ich allerdings bereits berichtet hatte.


Lake Tahoe 1995

Vaterfreuden 5 (6)

Beitragsfoto: ein Jahr später am Lake Tahoe

Als Student war ich der erste männliche Praktikant im Haus der Familie in Heilbronn gewesen, was u. a. dazu führte, dass ich später dann bei der Geburt meiner Kinder mit dabei sein wollte. Und so stimmte ein altergrauter Lehrgangsleiter zu, dass ich für die Geburt meines ersten Sohnes den Lehrgang kurz verließ.

Nach gut zwei Stunden Fahrt kam ich im SLK-Krankenhaus an, nur um festzustellen, dass es doch etwas länger dauern wird. Und kaum war ich stolzer Vater und die beiden Omas zur Stelle kehrte ich wieder zum Lehrgang zurück, den ich — nun mit anderen Dingen im Kopf — auch ganz gut absolvierte.

Der 19. Juni 1994 ist nicht nur ein Sonntag, sondern zudem auch der US-amerikanische Vatertag — eine generalstabsmäßige Planung meiner besseren Hälfte.


Bettina & Heinrich

Heirat 5 (3)

Beitragsfoto: Elf Jahre später in Polen

Am Freitag, 25. Juni 1993 ging es morgens zuerst aufs Standesamt in Heilbronn und gleich danach auf den Neckarbummler zur Hochzeitsfeier. Die kirchliche Trauung ersparten wir uns, da „unser“ Pfarrer grundsätzliche Probleme mit dem Militär — ich habe in Uniform geheiratet — hatte und zudem damit Schwierigkeiten, dass meine bessere Hälfte „wegen mir“ wieder in die Kirche eingetreten war. Er hätte als Politruk bestimmt noch viele weitere Gründe gefunden, und so ersparten wir ihm diese psychische Belastungssituation und retteten damit für alle Beteiligten den Tag.

Noch in derselben Nacht flogen wir dann als Brautpaar über London nach Kalifornien.

Kurz vor unserem 25. Hochzeitstag holten wir dann in unserer Lieblingskirche, der Martin-Luther-Kirche in Ulm, zusammen mit unserem Lieblingspfarrer die kirchliche Trauung nach — Gottes Segen hatten wir von Anfang an.