Konzert

Musikvideo zum Tag 5 (3)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Die Stranglers befanden sich gleich zu Beginn der 1980er-Jahre im Umbruch, konnten aber 1981 mit dieser Ballade wieder Tritt fassen. Der Song „Golden Brown“ befindet sich auf der LP „La folie“ (1981), die den damaligen Fans wohl insgesamt doch zu weichgespült war. Mir gefiel die Platte, war aber auch nie ein Fan der Gruppe.

Die Stranglers gründeten sich 1974 als Würger von Guildford. 1990 dürfte dann Schluss gewesen sein.

Auch noch bekannt der Song „Strange Litte Girl“ (1982).

Mit dem Lied „Always The Sun“ (1986) hatte ich diese Gruppe dann völlig aus den Augen verloren. Und wenn das bis morgen mit Davos nichts wird, dann hilft dieser Song den Volksvertretern vielleicht etwas weiter.

Ganz bestimmt aber ist die Sonne schuld daran, dass die Parlamentarier des Europäischen Parlaments doch noch Mercosur beerdigt haben. Denn sie haben dessen Versenkung sicherlich nicht als Morgengabe für Donald Trump gesehen, so viel politisches Verständnis haben die alle nicht. Es dürfte sich eher wie die letzten Jahre bereits auch, bloß um blanke Bestechung handeln.

Einigen wir uns heute aber auf zu viel Sonne oder gerne auch auf zu viel Heroin — am Geld sollte beides nicht scheitern.

„Every time just like the last
On her ship tied to the mast
To distant lands
Takes both my hands
Never a frown with golden brown“

Stranglers (1981)

Konzert

Musikvideo der Woche 5 (3)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Heute einmal nicht 1979, sondern gleich weitere zehn Jahre zurück in der Musikgeschichte. 1969, ebenfalls ein sehr gutes Jahr, brachte die Band Shocking Blue ihren absoluten Top-Hit heraus, der einfach nicht aus den 1970er-Jahren wegzudenken ist. Der Song „Venus“ befindet sich auf der zweiten Platte der Musikgruppe, welche erstmals Mariska Veres als Sängerin beinhaltet.

Der Erzählung nach entließ die Band zuvor ihren Leadsänger, nämlich als sie auf einer Party Mariska Veres gesehen hatten — das waren einfach noch Zeiten; der Erfolg gab der Gruppe aber recht.

Auch wenn Shocking Blue damals nicht mit ihren Konkurrenten so richtig mithalten konnte, war die Qualität der Musikgruppen insgesamt weit besser als dies heute noch der Fall sein dürfte.

Mein zweiter Lieblingssong dieser Musikgruppe „Love is in the Air“ stammt von ihrer Debut-LP (1967), welche ganz schlicht den Namen der Band trägt, und wurde noch von Fred de Wilde gesungen. Zugegeben, Mariska Veres sah einfach besser aus.

Bereits 1974 war es dann mit dieser Gruppe wieder zu Ende, wobei man deren Musik noch heute hören kann.

1986 versuchte sich die Gruppe Bananarama an „Venus“. Wer das Original kennt, der wird vom nun folgenden Rumgehüpfe etwas enttäuscht sein.

Mir zeigt dieser Vergleich eindeutig, dass Quantität sehr selten Qualität ersetzen kann! Und so steht zu befürchten, dass ein weiteres Cover mit gut einem Duzend Venus von Willendorf aufwarten wird — wie wir es bereits wissen, verändert die Zeit auch die jeweiligen Geschmäcker.

„Her weapons were her crystal eyes
Making every man mad
Black as the dark night she was
Got what no one else had, whoa!“

Robbie van Leeuwen, Venus (1969)

Klassenzimmer

Volksverdummung 5 (6)

Beitragsfoto: Leeres Klassenzimmer | © Shutterstock

Die Volksverdummung schreitet in großen Schritten weiter voran. Wohl weil es kaum noch Lehrer gibt, die den Schülern noch das Rechnen beibringen können, werden nun ganz folgerichtig die ersten Konsequenzen gezogen. In Niedersachsen, eines jener Bundesländer, die schon immer durch Bildung für alle brillieren, schafft man nun in der Grundschule das schriftliche Teilen ab. Andreas Frey betitelt diesen Schritt in der FAZ (11.1.2026, 09:24 Uhr) wie folgt: „Die Abschaffung ist richtig“.

Die Begründung wie folgt:

„Aus der Fertigkeit erwächst kein Verständnis. Außerdem ist es auch grundsätzlich keine gute Idee: Das übertriebene Wiederholen von Verfahren raubt schwachen Schülern wichtige Lernzeit.“

Herr Leuders, FAZ (11.1.2026)

Im Bemühen, auch die schwächsten Schüler bis ins Bundespräsidentenamt zu hieven, bleiben nicht nur die intelligenten oder fleißigen Schüler auf der Strecke, sondern letztendlich alle!

Schon lange stelle ich selbst bei Studenten kein Verständnis mehr fest und würde mich schon darüber freuen, wenn diese wenigstens über ein paar Grundfertigkeiten verfügten. Mein Running Gag in der Klausur, das Multiplizieren von 12; das schaffen nicht alle Studenten im Fachbereich.

Ach, wer nun glaubt, das braucht man nicht mehr, weil man nur noch wissen muss, wo etwas steht, der hat Pech gehabt, denn das Leseverständnis gehört bei uns schon lange nicht mehr zu den Grundfertigkeiten eines Schülers. Bei mir lesen Studenten, die können nachweislich nicht zwischen „Studium“ und „Stadion“ unterscheiden, zumindest wenn sie dies in der Klausur lesen müssen.

Demnächst müssen die Dozenten ihre Klausuren auf Tiktok vortanzen, und wenn das keine ausreichenden Klickzahlen generiert, dann erhalten die Studenten ihren Masterabschluss, weil man diese nicht wegen der Inkompetenz des Lehrkörpers benachteiligen darf.

Schon etwas länger erhält man an manchen Universitäten den Universitätsabschluss bis hin zur Promotion, wenn man das richtige Parteibuch vorweisen kann — unzählige politische Karrieren wurden so gestartet. Politiker, die selbst dies nicht hinbekommen, die kaufen sich bekanntlich ihre Abschlüsse im Ausland.

Und jene „Kerzen“, die meinen, man könne bei uns Geld auch nur halbwegs gerecht umverteilen, die sind sogar davon überzeugt, dass man auch Intelligenz umverteilen könne.

Ein schönes Beispiel dafür liefert heute ein Artikel von Claudia Bothe und Alexander Wulfers in der FAZ mit dem Titel „Gymnasien gibt’s nur für Reiche“.

Schneller wurden wir Deutschen noch nie reich! 37 % bis 45 % der Schüler gehen bei uns in Deutschland bereits aufs Gymnasium. Wie konnte ich nur meine beiden Söhne durch die Schule bringen? Sehr wahrscheinlich hat dies etwas mit deren Intelligenz zu tun! Diese mussten wir weder kaufen noch uns mit einem Parteibuch zertifizieren lassen.

„Wenn ein Arbeiterkind direkt gegenüber ein Gymnasium hätte, würde es vielleicht hingehen.“

Ludger Wößmann (Ökonom und Bildungsexperte am Münchner Ifo-Institut)

Auch nur halbwegs intelligente Kinder finden ihren Weg von alleine in die Schule und dies sogar mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Den Schulweg nutzen sie dabei, um u. a. ihre Hausaufgaben zu erledigen.

Heute fahren manche Eltern ihre Sprösslinge sogar zur Uni — wahrscheinlich, um sicherzustellen, dass diese nicht nur vielleicht dort hingehen.

Das Ganze erinnert mich ganz heftig an meine eigene Schulzeit, wo Lehrer uns auf das Phänomen der Überqualifikation von Bevölkerungen aufmerksam machten — ich behaupte dabei, in echten Demokratien gibt es dieses Phänomen nicht.

Dieses Phänomen, dass Personen mehr Fähigkeiten, Wissen und Erfahrung besitzen, als es ihre aktuelle Tätigkeit erfordert, was dann oft zu Unzufriedenheit, schlechterer Gesundheit und geringerer Arbeitsleistung führen soll.

Erstens liefern offene Gesellschaften beständig weitere alternative Beschäftigungsmöglichkeiten und zweitens konnten auch nur halbwegs intelligente Menschen schon immer mit solchen Herausforderungen zurechtkommen — für mich selbst war meine Schulzeit einfach nur die große Langeweile, was tatsächlich diese benannten Auswirkungen hatte. Und so musste auch ich damit umzugehen lernen.

Spannend aber, warum man bereits in den 1970er-Jahren die Themen Überqualifikation und Umverteilung von Intelligenz aufs Tableau brachte. Ich vermute heute, dass der Großteil von uns Deutschen noch nie so richtig von einer offenen Gesellschaft oder gar von Demokratie begeistert war und man von Anfang an nach einem Ausweg suchte.

Diesen Ausweg dürfte man nun mit einer künstlichen Intelligenz für alle gefunden haben! Bald werden wohl bei uns Kinder, die lesen und schreiben und vielleicht sogar selber rechnen können, in Krankenhäuser eingewiesen.

KI-Universitäten bilden künftig unseren Nachwuchs aus, der dann schön gestylt und zufrieden bei McDonald’s oder Starbucks mit Wischbewegungen eine Cola oder eine andere Plörre ordert, bevor es dann in das nächste Nagelstudio gleich gegenüber der elterlichen Wohnung geht.

Nachtrag

Manche Leser meinten sofort, ich sei heute ein wenig zu sarkastisch, zumindest aber sehr zynisch.

Das wäre ich wohl, wenn ich darauf hinwiese, dass unsere Volksvertreter nicht einmal ungefähr wissen, wie groß ihre eigenen Bevölkerungen sind und schon gar nicht, wie viele Schüler und Studenten es in ihrem eigenen Beritt gibt.

Was schon jetzt dazu führt, dass wir sowohl Mangel an Schulen und Lehrern haben, die wir dringend bräuchten, als auch sehr große Überkapazitäten an Universitäts- und Hochschulplätzen, besonders dort, wo kein einziger denkender Mensch auch nur tot über dem Zaun hängen möchte.

Sobald nun unsere Volksvertreter feststellen, dass unseren Mitbürgern nicht nur die eigenen Kinder völlig egal sind, sondern diese sich nicht einmal mehr um die eigenen Haustiere kümmern, werden unsere Bildungsexperten mit dem nächsten Entwicklungsschritt fortfahren.

Wir öffnen Schulen und Universitäten auch für Haustiere, was zumindest so lange gut geht, bis es allgemein bekannt wird, dass diese auch nicht schlechter oder besser als ihre menschlichen Geschwister abschneiden werden.

Bevor aber dieser Herausforderung begegnet werden muss, kommen bestimmt unsere Landwirte um die Ecke, die darauf bestehen, dass auch ihre eigenen Nutztiere vom deutschen Bildungswesen mit betreut werden. Das könnte dann tatsächlich für „Universitätsstandorte“ wie zum Beispiel Schwäbisch Hall und Künzelsau ein echter Gewinn sein.