Konzert

Musikvideo zum Wochenende 5 (7)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Dieses Wochenende muss es ein Lied aus 1979 sein! Gestern gab es bereits ein Tänzchen in der Tanzschule Brenner und gleich heute Abend starten wir gemeinsam mit anderen Freiwilligen einen Rekordversuch. Dazu lernten meine bessere Hälfte und ich kürzlich erst Bachata, ein Tanz aus der Dominikanischen Republik, welcher mich etwas an Discofox erinnert — da es aber um eine gute Sache geht, will ich einmal nicht meckern.

Nun zurück nach 1979 als The Knack, eine US-amerikanische Band, welche sich erst 1978 gründete und mit dem Song „My Sharona“ (1979) die Charts stürmte. Ich habe mir das Lied sofort als Single gekauft und bis heute dürfte es meine einzige Platte oder CD sein von der einzig und alleine das Plattencover verschwunden ist.

Auch wenn die Langspielplatte „Get the Knack“ (1979) mit noch weiteren hörenswerten Songs aufwarten konnte, wurde es sehr schnell ruhig um diese Gruppe.

Übrigens, Sharona Alperin ist auf dem Single-Cover zu finden und wer das Foto kennt, der dürfte verstehen, warum es einfach so verschwunden ist.


Konzert

Musikvideo zum Wochenende 5 (6)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Freitagabend gab es ein sehr gelungenes Abendessen zusammen mit Karin und Andreas im Charivari. Dabei erfuhr ich auch, dass sich Andreas vorgenommen hatte, Heilbronn anhand meines Weblogs zu erkunden. Auf diese Idee kam bestimmt noch niemand.

Dies passte aber ganz gut, denn meine bessere Hälfte und ich waren am Samstag u. a. auf den Spuren meines Studiums in München unterwegs. Schwerpunkt dabei aber das Bestaunen unserer Enkeltochter. Die Fahrt nach München etwas abenteuerlich, die Rückfahrt fast so schnell wie in den 1980er-Jahren. Beides Mal durchfuhren wir dabei den Mittleren Ring, welcher sich zwar in den letzten Jahrzehnten baulich aber keineswegs verkehrstechnisch verändert hat. Am Mittag zusätzlich das Gedränge am Sechzgerstadion und am Abend der Stau an der rot leuchtenden Allianz Arena.

Das Ganze wurde von einem sehr guten Essen in einem Restaurant in Perlach gekrönt. Am Abend trafen wir uns erneut mit Karin und Andreas in einer Kneipe, um uns über unsere Erlebnisse des Tages auszutauschen. Jetzt weiß ich, dass sich mein Blog ganz gut als alternativer Stadtführer eignet und zudem dürfte die Frage geklärt sein, woher die Turmstraße bei Monopoly ihren Namen hat.

Auf alle Fälle aber wird Andreas seine Weblog-Erkundungstour demnächst weiter fortsetzen und ich überlege mir bereits, welche Örtlichkeiten wir dann gemeinsam aufsuchen werden. Während ich noch ein wenig Werbung für Heilbronn machen konnte, kam die Frage auf, warum es schon etwas länger von mir keine Musikempfehlung gab.

Und so kamen wir darüber überein, dass ich meinen Tag in München musikalisch aufarbeite. Während ich in den 1980er-Jahren noch Bayern 3, wahrscheinlich nur wegen Thomas Gottschalk, hörte, dudelte heute das Hitradio Ö3 aus dem Lautsprecher, nach Nachfrage alleine wegen Sheyda Kharrazi. Was mich dabei etwas nachdenklich stimmte war, dass es dieselben Musikstücke wie vor gut 40 Jahren waren.

Für das heutige Musikvideo musste es dann aber doch etwas anderes sein, ebenfalls aus dieser Zeit und mit einem Bezug zu München.

Die Spider Murphy Gang gründete sich 1977 in München und wurde 1981 mit dem obigen Song „Skandal im Sperrbezirk“ allgemein bekannt; so einen Sperrbezirk gibt es seit kurzem nun auch in Heilbronn. Das Lied befindet sich auf dem Album „Dolce Vita“ aus demselben Jahr.

Zu verdanken haben wir dieses Lied Peter Gauweiler, einem damals bekannten CSU-Moralisten, der ansonsten nur noch durch seine Nebeneinkünfte von sich reden machte.

Bekannt dürfte noch der Song „Schickeria“ sein, der sich auf derselben LP befindet.

So, das war’s für heute.


Franz Sedlacek_1933

Heulsusen 5 (10)

Beitragsfoto: Gemälde von Franz Sedlacek (1933)

Heulsusen fragen sich nie, was sie für jemanden anderen tun können, sie fragen sich von Anfang an, was bringt mir das? Denn die gesamte Welt dreht sich doch nur um die eigene Person! — was auch einer ganz speziellen philosophischen Sichtweise entspricht; wobei viele Mitmenschen dieses Verhalten eher in die Sparte Egomanie einordnen dürften.

Und wenn es dann doch einmal nicht gleich so läuft, wie es diese Heulsusen gerne hätten, dann heulen sie einfach und das am besten gleich stundenlang, zumindest so lange bis diese Heulsusen das bekommen, was sie schon immer wollten, eine ungeteilte Aufmerksamkeit.

Spätestens dann, wenn Heulsusen die Latenzphase hinter sich lassen, dürften auch diese menschlichen Exemplare feststellen, dass es mehr von ihnen gibt als es der Welt gut tut — aber auf alle Fälle, dass sich die Welt ganz offensichtlich auch noch um andere Heulsusen dreht. Es wird wohl keinen wundern, wenn auch diese Erkenntnis zu Heultiraden führt.

Am erfolgreichsten sind Heulsusen dann, wenn sie sich in Geschwadern zusammenfinden; ob sie dabei eine eigene Hackordnung ausmachen, entzieht sich meiner Kenntnis. Auf alle Fälle aber werden auch dabei reichlich Tränen fließen.

Jene Leser, die bis hierhin gelesen haben, werden sich wohl nun fragen, was hat mich dieses Mal getriggert? Ich lege dabei großen Wert darauf, dass mich dieses Thema ganz grundsätzlich interessiert, da ich schon immer versuche, meine Umwelt etwas besser verstehen und zudem durch Null teilen zu können. Auch betone ich erneut gerne und wieder einmal, dass manche Begriffe kein eigenes Geschlecht besitzen, ergo, auch eine Heulsuse nicht.

Spannend dabei, dass ich bisher kein einzig wirklich gutes Lied übers Heulen gefunden habe, was mich zum einen mein sonst übliches „Musikvideo der Woche“ aussetzen lässt und zum anderen, die Einleitung für das nun folgende Lied ziemlich lang werden ließ.

Obiges Lied stammt von Nana Mouskouri, nach Madonna eine der erfolgreichsten Sängerinnen weltweit. 1963 vertrat sie Luxemburg beim Eurovision Song Contest mit dem Lied „À force de prier“. Was zu einer Platte führte, auf der der obige Song „Les yeux pour pleurer“ (1963) ebenfalls zu finden ist.

Nana Mouskouri sang nicht nur in unzähligen Sprachen, sondern trat zudem der Opposition gegen die Diktatur der Obristen in Griechenland bei und vertrat später Griechenland im Europäischen Parlament. Die Kandidatur für eine zweite Amtszeit lehnte sie aber ab.

Nachtrag

Ein Leser machte mich auf den nun folgenden Song aufmerksam.

Verantwortlich ist The Cure. Wie konnte ich dieses Lied aus 1979 nur vergessen! Erst als Single veröffentlicht, findet man das Lied auch als Titelsong auf dem gleichnamigen Album „Boys Don’t Cry“ (1980).