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Rückzug 5 (1)

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Christopher F. Schuetze und Eric Schmitt| The New York Times

U.S. Plan Is Said to Pull a Third of Fighter Jets It Provides NATO for Europe (zuletzt aufgerufen am 12.6.2026 um 12.05 Uhr; meine Leser können den Artikel kostenfrei lesen)

„The plan, outlined by officials and in a written document, provides rare clarity about the extent to which the Trump administration intends to reduce its commitment to NATO. …

The United States plans to significantly reduce the aircraft and warships that it makes available for NATO operations in Europe, according to two senior European officials, accelerating America’s effort to scale down the protection it has offered to European allies for eight decades. …

For some Europeans, the specific number of American assets assigned in Europe is less important than the question of whether Mr. Trump is prepared to deploy any of them in combat.“


Diese Entwicklung zeichnet sich bereits seit den 1990er-Jahren ab. Sämtliche US-Regierungen hatten zuvor die mangelnde Bereitschaft der Europäer, ihren Teil zu einer gemeinsamen Verteidigung beizutragen, bemängelt.

Leider aber und die jüngsten Entwicklungen in Europa und besonders bei uns in Deutschland bestätigen dies, setzen die verantwortlichen Politiker weiterhin die falschen Schwerpunkte: nationale Wirtschaftsförderung und eine weitere Erhöhung der nationale Sozialausgaben zu Ungunsten einer verantwortlichen Verteidigungs- und Rüstungspolitik.

Selbst das Angebot der US-Amerikaner dann wenigstens verstärkt deren Rüstungsgüter zu kaufen, wurde ausgeschlagen.

Und so steht die berechtigte Frage im Raum, ob uns die US-Amerikaner im Falle eine russischen Angriffes verteidigen werden.

Aber auch hier liegt die Antwort in Europa. Falls wir Europäer uns gegen einen russischen Angriff tatsächlich wehren werden und nicht allesamt sogleich mit wehenden Fahnen überlaufen, werden uns die US-Amerikaner auch zur Hilfe eilen — es wird nur dann wieder einmal eine ganze Weile dauern.

Deshalb wollten wir die US-Amerikaner auch 1945 nicht wieder gehen lassen. Und die glaubten tatsächlich, dass wir Europäer mit unseren Freunden ehrlich umgehen werden.


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E-Scooter 5 (1)

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Sebastian Eder | Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Hat denen jemand ins Gehirn geschissen?“ (zuletzt aufgerufen am 9.5.2026 um 8.33 Uhr)

„E-Scooter nerven Fußgänger, führen zu vielen Unfällen und bringen der Umwelt nichts. Warum stehen sie trotzdem noch überall herum? …

In einer Studie hat er alle schweren E-Scooter-Unfälle analysiert, die zwischen 2020 und Ende 2023 im Traumaregister der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie registriert wurden: Der Anteil der E-Scooter-Fahrer unter den Schwerverletzten im Straßenverkehr lag demnach bundesweit mit 538 Fällen bei 1,2 Prozent, also nicht bei fast neun Prozent wie 2024 in Frankfurt. Auf dem Land werden die Roller seltener genutzt, aber wo sie genutzt werden, gibt es viele Unfälle.

Palmer sagt: „Das Risiko der Dinger wird unterschätzt.“ Eine Helmpflicht hält er aber nicht für umsetzbar. „Das käme einem Verbot gleich.“ Und die E-Scooter seien immerhin vor allem für die Nutzer selbst gefährlich, während Autos im Stadtbereich andere Verkehrsteilnehmer gefährdeten. „Für kleine Kinder sind Autos in Städten das größte Todesrisiko.“ Er bleibt deswegen dabei: „E-Scooter sind eine sinnvolle Ergänzung. Meine Lebensqualität als Bahnfahrer erhöht es, wenn ich direkt am Bahnhof mit dem Scooter weiterkann.“


Mich haben diese E-Scooter von Anfang an gestört. Nüchtern betrachtet überwiegen die Nachteile die Vorteile bei Weitem. Und für die Stadtgesellschaft sind sie insgesamt eine Belastung. Von den völlig unnötigen Toten und Verletzten ganz zu schweigen.

Hätten wir intelligentere oder wenigstens etwas fleißigere Stadtverwaltungen und Gemeinderäte, wären uns diese Toten erspart geblieben.


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Spiel mit der Bande 5 (1)

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Alexander Haneke | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Warum hat Viktor Orbán so verdächtig schnell aufgegeben? (zuletzt aufgerufen am 19.4.2026, 11.25 Uhr)

„In Budapest jubeln die Unterstützer von Peter Magyar. Nur den reibungslosen Machtwechsel finden sie verdächtig: Was, wenn Orbán schon an seiner Rückkehr arbeitet? …

In der Propaganda zeigte sich das alte Prinzip: Wenn kein Wettbewerb der Ideen herrscht, sondern Loyalität vor Leistung geht, kann keine Qualität entstehen. …

So wurde es möglich, dass Magyar in einer Wahl triumphieren konnte, die zwar alles andere als fair, aber immerhin frei war. Nun muss der Neugewählte schnell zeigen, dass es den Leuten in einem klassisch liberalen System besser geht, sonst könnte die Wählergunst bald wieder umschwenken. Dass Orbán seine Niederlage so schnell eingestand, erschien vielen Ungarn verdächtig. „Orbán denkt bereits an den nächsten Zug“, vermutete ein junger Mann in der Wahlnacht. „Er tritt freimütig ab, damit er bald als ordentlicher Demokrat zurückkehren kann.““


Auch wenn ich mich über den Wahlausgang sehr freue und mich selber gewundert habe, wie schnell Viktor Orbán abgetreten ist, zeigt auch diese Entwicklung wieder ganz gut, dass wir insgesamt ein echtes Demokratieproblem haben.

Vor gut zehn Jahren fragte ich mich bereits in einem Blog-Beitrag, ob wir Europäer überhaupt demokratiefähig seien? Ich glaube, dass dieser Beitrag ganz gut die jüngste Entwicklung in Ungarn erklären kann.


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