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Beschwichtiger 5 (4)

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Uli Hannemann | taz

Die Wahrheit – Das alte Lied der Beschwichtiger (zuletzt aufgerufen am 25.9.2024, 8.26 Uhr)

„Nein, AfD-Wähler sind keine Nazis. Und eigentlich sind sie in der Seele links. Im Grunde ihrer Seelen hassen sie Nazis aus vollem Herzen.“


Bin ich froh darüber, dass es auch andere Mitbürger gibt, die noch ähnlich denken. Noch mehr darüber, dass auch anders ideologisch geprägte Menschen Nazis ebenfalls mit für das Schlechteste halten, was unsere Welt so zu bieten hat.

Und bereits im Dritten Reich war die NSDAP das Sammelbecken für alles Schlechte, was zum Schluss sogar Adolf Hitler dazu bewegte, einen Aufnahmestopp zu verhängen, da er nicht jeden bösartigen und völlig unnützen Deppen in seinen Reihen sehen wollte.

Die AfD, der BSW und die anderen Extremisten, von denen wir in Deutschland inzwischen sehr viele Parteien und Gruppierungen haben, sind da nicht mehr so wählerisch. Kein Verbrechen und keine psychische Störung sind diesen ein Ablehnungsgrund; man darf dort wirklich alles sein außer Demokrat!


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Sterbende Sprachen 5 (3)

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Andreas Frey | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Alle zwei Wochen stirbt eine Sprache aus (zuletzt aufgerufen am 1.9.2024, 11.24 Uhr)

„Das Aussterben kleiner Sprachen ist kaum aufzuhalten. Doch wäre ihr Verschwinden überhaupt ein Verlust? …

Von den weltweit 6 000 bis 7 000 Sprachen sind mindestens die Hälfe bedroht. Ein Viertel wird von weniger als tausend Menschen gesprochen, manche Sprachen sogar von nur noch einem Menschen. 

Um mehr über den Zusammenhang von Sprache und Denken herauszufinden, müssen sich die Linguisten sputen. Das Sterben der kleinen Sprachen ist wohl nicht aufzuhalten. In der Geschichte gibt es nur ein Beispiel für eine erfolgreiche Wiederbelebung einer Sprache: die des Hebräischen.“ 


Interessant wäre zu wissen, ab wann eine Sprache als kleine Sprache betrachtet wird (Grenzwert). Im obigen Artikel wird von mehreren Zehntausend bis hin zu einem einzigen verbliebenen Sprachkundigen gesprochen. Wobei angemerkt wird, dass inzwischen wieder 6 Millionen Menschen Hebräisch als Muttersprache sprechen.

Es darf durchaus bezweifelt werden, ob ein paar Millionen Muttersprachler ausreichen werden, um eine Sprache tatsächlich am Leben erhalten zu können. Spannend sicherlich auch, ab wann die eigene Intelligenzija beginnt aus der eigenen Muttersprache abzuwandern. Noch spannender die Frage, ob das bereits beim Deutschen geschieht.

Manche Sprachen werden zwar weiterbestehen können (siehe Latein) aber sich kaum noch weiterentwickeln und damit für den Alltag nutzlos werden.

Nur noch schlimmer wäre es, wenn solche Sprachen zu reinen „Futter- und Fäkalsprachen“ degenerieren: „mit scharf“ — aber schon heute ohne Dativ und Genetiv.

[https://iiics.org/h/20240901094800]

Nachtrag 2.9.2024

Andreas Frey legt heute mit dem Artikel „Geht das Deutsche unter?“ nach und bestätigt, dass bereits viele intelligentere Menschen in Deutschland zum Englischen gewechselt haben; besonders die Leistungsträger von außerhalb. Für sie lohnt sich Deutsch zu lernen nicht, da die einheimische Bevölkerung etwas komplexere Sätze auf Deutsch selbst kaum noch versteht — ergo, man sich immer seltener mit Ureinwohnern vernünftig in der Landessprache unterhalten kann.

Und er fragt den Linguisten Martin Haspelmath zum Schluß noch: „Würden Sie es bedauern, wenn das Deutsche ausstürbe?“

„Klar, aber aus sentimentalen Gründen hat noch keine Sprache überlebt. Nichts ist für die Ewigkeit.“


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So wird Ihr Leben besser 5 (4)

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Patrick Bernau| Frankfurter Allgemeine Zeitung

So wird Ihr Leben besser (zuletzt aufgerufen am 16.8.2024, 14.31 Uhr)

„Wirtscha!snobelpreisträger Daniel Kahneman hat das Denken der Menschen verstanden wie kein Zweiter. Hier sind seine wichtigsten Erkenntnisse für uns.

Die Erinnerung hängt vom schönsten oder dem schlimmsten Moment des jeweiligen Erlebnisses ab – und von seinem Ende. …

Weniger offensichtlich ist, was Ökonomen „Opportunitätskosten“ nennen – was man aufgibt, wenn man sich für eine Sache entscheidet und nicht für eine Alternative. Wer zum Beispiel ein Konzert besucht, der hat ganz herkömmliche Kosten für die Eintrittskarte – und noch dazu Opportunitätskosten, weil er sich in dieser Zeit nicht mit seinen Freunden treffen kann. …

Die herkömmlichen Kosten schmerzen uns nun sehr, die Opportunitätskosten aber sind entgangene Gewinne, die den Menschen nicht so wichtig sind. Dabei machen wir dort oft den wahren Verlust.“


Einmal ein etwas anderer Nachruf und zwar auf auf Daniel Kahneman. Dennoch eine gelungene Einleitung in die modernere Verhaltensforschung.

[https://iiics.org/h/20240816123800]