Drei Mülleimer

Ordnung & Sauberkeit 5 (5)

Beitragsfoto: alte Mülleimer und Besen | © Pixabay

Gerade wenn man aus anderen Ländern oder Städten zurück nach Heilbronn kommt, muss man leider immer wieder und jüngst noch verstärkt feststellen, dass wir in unserer Stadt und seiner näheren Umgebung ein Sauberkeitsproblem haben.

Es gibt kaum noch einen Ort oder Platz, vielleicht dieses Jahr vom Bundesgartenschaugelände einmal abgesehen, an dem man nicht auf weggeworfenen oder illegal entsorgten Müll stößt, und dies trotz der unermüdlichen Bemühungen unserer städtischen Angestellten und den von der Stadt beauftragten Entsorgungsunternehmen.

Zum einen ist es sicherlich ein Bildungsproblem, wobei viel zu viele Mitbürger weder von zuhause eine entsprechende Erziehung mitbekommen noch das Bewusstsein entwickelt haben, dass eine saubere Umwelt nicht nur schön anzusehen, sondern auch noch gesund für Geist und Körper ist.

Zum anderen aber haben Gemeinderat, Stadtverwaltung und wir Bürger selbst die Verantwortung für unsere Stadt an „Jedermann“ oder „Alle anderen“ abgegeben. Vereinzelte Initiativen von engagierten Bürgern entweder freiwillige Reinigungsdienste zu übernehmen oder gar ertappte Verursacher zur Rede zu stellen, verlaufen im Sande, da diese Bürger kaum von städtischer Verwaltung oder anderen Mitbürgern unterstützt werden.

Zudem hat sich unsere Gesellschaft insgesamt dahingehend gewandelt, dass die Umweltverschmutzer höchstmöglichen Schutz genießen und im Gegenzug verantwortungsbewusste Mitbürger, die diesem Treiben Einhalt gebieten möchten, nicht nur mit Beleidigungen und Häme zu rechnen, sondern vereinzelt auch körperlich bedroht werden – und im Falle von Notwehr wenig Rückendeckung von Exekutive, Justiz oder ihren Mitbürgern zu erwarten haben.

Wenn man jetzt noch bedenkt, dass zum Beispiel alleine Zigarettenkippen und Plastikabfälle schwere Umwelt- und Gesundheitsschäden für uns alle nach sich ziehen, sollte man doch meinen, dass allgemein dringender Handlungsbedarf gesehen wird!

Ein afrikanisches Sprichwort sagt zwar, dass es eines ganzen Dorfes bedarf, um ein Kind zu erziehen. Wir aber haben bei uns diese gemeinschaftliche Verantwortung längst an „den Staat“ abgegeben und unterbinden dabei zudem immer mehr die „Einmischung“ von anderer Seite, selbst die der eigenen Verwandtschaft oder befreundeter Nachbarn. Dass aber „der Staat“ diese Erziehungsaufgabe nicht erfüllen kann, sehen wir an allen Orten, ob im Kindergarten, der Schule, den Schwimmbädern, den Stadtbussen oder auf der Straße.

Deswegen bleibt es uns wohl nur übrig, „den Staat“ dahingehend zu stärken, dass er befähigt wird, zumindest die Ordnung in unsere Stadt sicherzustellen. Und diese Ordnung sorgt dann für entsprechende Sauberkeit.

Eine Möglichkeit wäre, das Ordnungsamt der Stadt Heilbronn personell so zu verstärken und zu befähigen, dass nicht nur die meisten illegalen Müllablagerungen, sondern auch das Wegwerfen von Zigarettenkippen, Spuken und Pinkeln auf öffentlichen Plätzen nachhaltig unterbunden wird.

Alternativ könnte man auch entsprechende Firmen beauftragen, die sich durch die Einnahmen der Strafzahlungen finanzieren und dabei auch noch das Falschparken in Griff bekämen.

Beim Arzt

Arzt zur Ehefrau des Patienten: „Der Magen ihres Mannes ist nicht in Ordnung.“

Verständnisvoll nickt die Gattin: „Sie sollten erst einmal seinen Schreibtisch sehen.“


Screenshot meiner Website

DANKE für spannende & lehrreiche Wochen 5 (7)

Beitragsfoto: Website-Ausschnitt vom Wahlabend

Ohne um den heißen Brei herumzureden, ich habe mein Mindestziel, nämlich den Listenplatz 11 bei den Freien Wählern zu halten, bei weitem verfehlt!

Als Erstes möchte ich allen in den Gemeinderat Gewählten gratulieren. Und als Zweites, „meinen Wählern“ von ganzem Herzen für ihre Stimmen danken! Last but not least, bedanke ich mich auch bei allen Mitstreitern und selbstverständlich bei den Mitbewerben der anderen Listen für die letzten Wahlkampfwochen.

Egal wie es auch ausging, mir haben die vergangenen Tage und Wochen richtig Spaß und auch Lust auf mehr gemacht – leider muss ich nun wieder fünf Jahre auf die nächste Wahlkampfgelegenheit warten.

Ich wünsche allen gewählten Stadträten viel Erfolg und Gottes Segen für ihre Tätigkeit zum Wohle der Stadt Heilbronn und ihrer Bürger!

„Too bad that all the people who know how to run the country are busy driving taxicabs and cutting hair.“

George Burns, im Life magazine (Dezember 1979)

Wohnraum

Wahlkampfthema Wohnraum 5 (4)

Beitragsfoto: Pixabay

Meinen gesamten Wahlkampf über war ein Thema von Anfang mit dabei und hat sich wie ein roter Faden durch fast alle Diskussionen gezogen – die Wohnungsraumproblematik in Heilbronn und Umgebung.

Liest man die Wahlprogramme der unterschiedlichsten Parteien und lauscht ihren entsprechenden Aussagen, Forderungen und Versprechen, dürfte dies eigentlich längst kein solch großes Thema in unserer Stadt mehr sein.

In den teils sehr heftigen Diskussionen mit verzweifelt Wohnungsraumsuchenden, Wohnungsraumanbietern, Vertretern von Kirchen, Hilfsorganisationen und -vereinen, sowie anderen Wahlkämpfern, muss ich das Fazit ziehen, dass wohl keinem von uns hier in Heilbronn die Problematik in Gänze bewusst ist und schon deshalb sehr dringender Handlungsbedarf besteht.

Jedem von uns leuchtet es wohl ein, dass alle wohnen können müssen! Ein Mensch, der keinen adäquaten Rückzugsort besitzt, wird geschädigt und stellt, sobald dies mehrere Menschen betrifft, ein Konfliktpotential für die gesamte Bürgerschaft dar. Positiv ausgedrückt: ausreichender Wohnraum befriedet unsere Stadt und macht sie noch lebens- und liebenswerter.

Man darf dabei aber nicht der Versuchung erliegen, diese Problematik nunmehr zentralistisch und verwaltungstechnisch angehen zu wollen – solche Versuche sind schon immer mit Pauken und Trompeten gescheitert.

Deshalb wäre es vonnöten, dass man nicht nur schnellstmöglich alle direkt und auch indirekt beteiligten Akteure miteinander vernetzt, bereits an anderen Orten vorhandene Lösungsansätze, wie das „Karlsruher Modell“, mit einbezieht und eine für alle verfügbare Sachstandsfeststellung mit möglichen Lösungsansätzen erstellt und aktuell hält.

Daraus muss sich dann ein politisch abgestimmtes Konzept ergeben, wie wir, mit welchen Präferenzen und Priorisierungen, diese Problematik kurz-, mittel- und langfristig angehen wollen. Die daraus resultierenden Zielvorgaben müssen dann aber auch konsequent überwacht und wenn nötig auch sanktioniert werden.

Im kommenden Wahlkampf möchte ich nicht mehr darüber streiten müssen, ob und warum Wohnraum knapp ist oder wer an der ganzen Misere Schuld trägt, sondern darüber, wie wir am besten und schnellsten unsere gemeinsam festgelegten Zielvorgaben erreichen können.

„Home is wherever we are.“

Stanley Tucci als Paul Child in Julie & Julia (2009)