Beitragsfoto: Leser | © Pixabay

22.7.02021 5 (2)

Umfahrung

Da sage nochmals jemand, dass wir Heilbronner nicht kreativ seien! Jüngst kann ich, die Allee entlang schlendernd, beobachten, dass es eine neue Querung im Norden gibt. Wohl von auf der Höhe Shopping Haus kommend, queren Autos und auch Kleinlaster die Allee auf Höhe des Theaters und fahren dann am Theaterbrunnen vorbei in die Turmstraße ein. Das erspart einem den Umweg über die Mannheimer Straße.

Promi-Viertel

Es ist schon erstaunlich, was alles geht und vor allem wie schnell, wenn Verwaltungsspitzen und ein paar Stadträte persönlich betroffen und involviert sind. Die Verkehrsberuhigung sei den Anwohnern gegönnt, nur darf die Bleichinselbrücke nicht weiter zum Parkplatz ausgebaut werden, da sie eine wichtige Neckarquerung und zudem ein Teil, der vom Gemeindeart und der Stadtverwaltung versprochenen und für die weitere Stadtentwicklung absolut notwendigen, Innenstadtumfahrung ist.

Suchspiel

Eigentlich ist die online Ausgabe der Heilbronner Stimme eine ganz gute Sache. Leider musste ich heute feststellen, dass ich ein Suchspiel zugestellt bekommen habe. So hat es doch eine ganze Weile gedauert, bis ich Inhalte zwischen all der Werbung gefunden habe.

So bleibt zu hoffen, dass sich das Verhältnis von Inhalt und Werbung der Heilbronner Stimme wieder zum Erträglichen bessert. Alternativ könnten die Redakteure weiter wie bei der Samstagsausgabe vorgehen, da gibt es ein paar Seiten Zeitung und erst im Anschluss davon, weitere Werbeseiten bis zum Abwinken.

Und wenn man zudem bedenkt, was ein Stimme-Abo kostet, dann könnte durchaus weniger Werbung enthalten sein. Für diese Zwecke hat die Stimme doch das „Echo“, welches nicht nur kostenfrei allen Haushalten zugestellt wird, sondern auch öfters in größeren Häufen an den unmöglichsten Stellen der Stadt zu finden ist, oder gebündelt im Stadtwald vermodert.

Website des Tages

Echo

Eine schöne Reminiszenz an das Neckar-Echo, wobei man diesem noch zugute halten konnte, dass es mit journalistischen Inhalten aufwartete.


Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

21.7.02021 5 (2)

Gröpaz

Der große Vorteil der Demokratie ist, dass es nicht nur einen einzigen „Gröpaz“ (größter Politiker aller Zeiten) gibt. Man findet Gröpatze inzwischen überall, so dass langsam aber sicher ein gewisser Gewöhnungsprozess eintritt.

Heute durfte ich wieder einmal Zeuge einer mustergültigen Gröpatzerei sein. Angefangen hat es — ich nutze dabei eine Umschreibung; die Betroffenen werden es (hoffentlich) verstehen. –wie folgt: In einem Verband ist man seit Jahrzehnten, ganz zu recht, stolz darauf, eine Wurst zu haben. Aber plötzlich und aus nicht nachvollziehbaren Gründen wurde daraus ein Kuchen. Das Nachfragen ergab, dass sich ein paar Gröpatze darauf geeinigt hatten, dass Kuchen einfach besser sei. Weiteres Insistieren wurde ignoriert.

Was macht man nun, wenn man eine Wurst nicht als Kuchen bezeichnen möchte? Man versucht zu überzeugen und entsprechende Fakten zu bringen. Dies ist auch gelungen und die Beweislage war erdrückend und eindeutig: die Wurst ist weiterhin eine Wurst.

Heute Abend erhielt ich dann das politisch völlig korrekte Ergebnis aus einer Gröpaz-Besprechung: beide Seiten haben recht, denn es handelt sich um eine Kuchenwurst!

Wer will es mir verübeln, wenn ich manche Zeitgenossen einfach nicht mehr ganz ernst nehmen kann?

Werte

In der Heilbronner Stimme wird heute das Thema Europa umfangreich behandelt. Ohne Frage gehören Länder, aber auch Menschen, die unsere Werte ablehnen, nicht in die Europäische Union. Dass sich aber jetzt gerade bei uns Politiker darüber aufregen, dass in Polen und Ungarn die gemeinsamen Werte der EU mit Füßen getreten werden, ist bloße Wahlkampfrhetorik und mehr als scheinheilig.

Denn gerade unsere eigenen Politiker sind es doch, die für diese unzumutbaren Zustände in der Europäischen Union verantwortlich sind und zudem seit Jahren beruflich wie auch persönlich die besten Beziehungen zu diesen Autokraten und Westentaschendiktatoren pflegen.

Noch schlimmer ist, dass man davon ausgehen muss, dass bei uns viel zu viele Politiker die europäischen Werte selbst nur noch so lange heucheln, wie sie davon ausgehen, dass diese in der Gesellschaft weiterhin mehrheitsfähig sind.

Lesepate

Heute morgen durfte ich mich von „meiner” 2b der Dammgrundschule und ihrer Lehrerin Nadja Link verabschieden. In diesen zwei Jahren haben die Jungs und Mädchen sichtbare Fortschritte gemacht. Und gerade das ist es, was einem als Lesepate große Freude bereitet.

Allerdings freue ich mich noch mehr darüber, dass meine beiden Söhne ihre Studien ohne Schwierigkeiten absolvieren — in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr –, was mich besonders stolz macht.

Website des Tages

Universal Declaration of Human Rights

Wir Unionsbürger waren einmal stolz darauf, dass die universellen Menschenrechte für die Europarat-Länder juristische Verbindlichkeit erlangten und dann noch innerhalb der EU durch eine eigene Grundrechtecharta für alle Bürger weiter ausgebaut wurden.

Geburtstag des Tages

Ernest Hemingway


Beitragsfoto: Leser | © Pixabay

20.7.02021 5 (2)

Beitragsfoto: Leser | © Pixabay

Landwirtschaft

Eigentlich dient die Landwirtschaft der Versorgung unserer Bevölkerung mit Lebensmitteln. Schlimm dabei ist, wenn dieser das nur unter der Bedingung gelingt, dass sie Boden, Wasser und Luft schädigt.

Völlig inakzeptabel ist es aber, dass sie ganz bewusst unsere Natur zerstört und unser aller Gesundheit gefährdet, nur um Lebensmittel- und Holz-Exportweltmeister zu werden.

Hier müssen wir unbedingt einschreiten und unsere Landwirtschaft auf das Notwendige zurückführen. Unser Land hat weder die Größe noch die Beschaffenheit, um die Welt mit Lebensmitteln aus Deutschland glücklich zu machen. Und zudem tragen wir als Gesellschaft die Folgen dieser Überproduktion, während die Verursacher die Gewinne einfahren — dies ist kein funktionierendes und tragbares Wirtschaften mehr!

Jugendliche

Ich kenne 17 und 18 Jährige noch als junge Männer, die ihren (freiwilligen) Wehrdienst ableisten und vollwertige Mitglieder der Gesellschaft sind. Heute musste ich in der Zeitung lesen, dass mehrere Jugendliche wieder einmal in Heilbronn randalierten und dabei die Polizei an ihre Grenzen brachten; zwei dieser „Jugendlichen“, 17 und 18 Jahre alt, mussten von ihren Eltern (!) bei der Polizei abgeholt werden. Was für Waschlappen ziehen diese Eltern bloß groß! Es ist wohl nicht falsch anzunehmen, dass diese Eltern, so wie ihre völlig unnützen Sprösslinge auch, unserer Gesellschaft ebenfalls nur auf der Tasche liegen.

Stadtinitiative

Die Stadtinitiative Heilbronn geht mit neuem Schwung in die kommenden Jahre, davon konnte ich mich gestern selber überzeugen. Schade fand ich es, dass Thomas Gauß das Ruder abgegeben hat, gefreut hat es mich, dass sich nun Thomas Aurich stärker einbringen wird.

Interessant war dabei auch die Rede des Heilbronner Oberbürgermeisters, welcher u. a. kundtat, dass sich eine „starke Stadt“ durch hohe Inzidenzen bemerkbar macht und damit dieser traurigen Entwicklung eine neue Note gab.

Ich finde es grundsätzlich nicht schlecht, wenn man in verfahrenen Situationen Dinge schönredet, denn das dient in erster Linie der Motivation der restlichen Akteure. Aber wenn man selbst die Ursache des Übels ist, bekommt das Ganze einen faden Beigeschmack.

Website des Tages

Stadtinitiative Heilbronn [Website nicht mehr vorhanden]

Ein Heilbronner Verein, der sich das Ziel gesetzt hat, die Kernstadt wieder etwas mehr zu beleben. Seine Website „Mein Heilbronn“ ist dabei eine gute Anlaufstelle, um mehr über Handel, Dienstleistung, Gastronomie, Unterkunft, Freizeit und Kultur zu erfahren.

Geburtstag des Tages

Carlos Santana