Zettelkasten

Rundschreiben 5 (3)

Beitragsfoto: Zettelkasten | © Africa Studio, Shutterstock

Auch wenn mein Rundschreiben weiterhin über eine gut 60 % Öffnungsrate verfügt, habe ich die Lust daran verloren. Schreibe ich doch meine Blog-Beiträge — warum dann zusätzlich noch ein eigenes Rundschreiben?

Wegen einer erhöhten Reichweite sicherlich nicht. Einzig und alleine nur, weil ich es ein paar meiner Leser etwas bequemer machen wollte.

Und so frage ich mich nach einem etwas kürzeren Spaziergang, ob es nicht weit besser wäre, die Zeit für meine Rundschreiben in etwas längere Spaziergänge zu investieren?

Kurzentschlossen lösche ich nun meinen Account bei CleverReach und stelle meine Rundschreiben für dieses Blog ein.

Selbstverständlich freue ich mich darüber, wenn „meine“ Rundschreiben-Abonnenten weiterhin auf dieses Weblog zugreifen.

Zudem möchte ich mich bei allen Abonnenten bedanken! Es war für mich sehr erfreulich, Sie oder Dich als Leser gehabt zu haben.


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Wochenrückblick 45 5 (2)

Beitragsfoto: Zettelkasten | © Africa Studio, Shutterstock

Heute einmal mit weniger Laune geschrieben, wobei ich feststellen durfte, dass die Rundschreiben weiterhin von mindestens 60 % der Empfänger auch geöffnet werden. Ob sie das Rundschreiben dann auch lesen, steht wieder auf einem anderen Blatt.

Diese Woche hatte ich keine so große Lust zum Schreiben, was durchaus am Wetter liegen kann. Und auch zum wöchentlichen Rundschreiben muss ich mich eher zwingen, vor allem weil bei diesem Wetter ein Spielewochenende angesagt ist. Da ich seit ein paar Tagen aber eine Niederlage nach der anderen einfahre, hilft vielleicht ein klein wenig Ablenkung weiter.

Diese Unlust scheint auch andere Blogger zu befallen. Konstantin Klein finde ich nur noch als Landing Page, ein paar weitere Blogger habe ich mangels Beiträge aus meiner Blogroll entfernt und heute gab es schon wieder ein Splitterbrötchen ohne Essensempfehlung.

Wer regelmäßig schreibt, der stellt irgendwann fest, dass einem die Sätze nicht immer einfach so zufallen. Mir hilft es, dass ich beim Schreiben nur versuche, meine eigenen Gedankengänge etwas besser in Ordnung zu bringen. Richtig aktiv werde ich allerdings erst dann, wenn es etwas zum Wundern gibt, eine Sache zu der ich einfach meinen Senf dazugeben muss. 

Meinen Zettelkasten möchte ich mit jenen Sätzen und Bruchstücken füllen, die sich dann später nach einer ausgiebigen Recherche zu Neuem und fundiert Hinterlegtem zusammenfügen. Da mir meine bisherige Erfahrung zeigt, dass dies ebenfalls eher eine Art von Selbstbeschäftigung ist, kann ich das tiefgründige Nachgraben auch gleich durch mein Gefühl und langjährige efolgreich gepflegte Deutungsmuster ersetzen. Und so schreibe ich an keinen Büchern mehr, frage mich zudem, ob es überhaupt noch Sinn macht, das geplante E-Book zu veröffentlichen — es fehlt dabei weiterhin an der zugesagten Zuarbeit von viel zu vielen Freiwilligen; die Unlust greift aktuell wohl überall um sich.

Erfreulich diese Woche das Gespräch mit Detlef Stern, mein Eindruck, dass ein paar Studenten tatsächlich zugehört haben, das Europäische Frühstück mit Gleichgesinnten und zum Schluss dann noch der Rekordversuch am jüngst ausgerufenen Welttanztag. Da auch eine Tanzschule aus der Schweiz mit dabei war, könnte man nun wenigstens von einem deutschsprachigen Welttanztag sprechen. Der Zweck heiligt die Mittel und so baue ich darauf, dass ausreichend Spenden für einen guten Zweck zusammenkamen.

Ein wenig Schwimmen, noch weniger Gartenarbeit und, dabei muss ich erneut an Chris Kurbjuhn denken, gab es zudem ein sehr unterhaltsames Martinsgansessen. Wobei ich einem Wiener Schnitzel, eher aber nach Wiener Art, den Vorzug gab. Obwohl die Küche eine exzellente ist, dürfte an diesem Tag das Küchenpersonal ebenfalls weniger Lust als sonst gehabt haben, die Gespräche rissen es dann aber wieder heraus.

Auch wenn ich viel schreibe, manchen zu viel, aber immer noch weniger als zu meinen besten Zeiten, sind es die persönlichen Gespräche, zu zweit oder auch in größeren Runden, die für mich mein Leben lebenswert machen. Und wenn dann noch ein paar Spielerunden mit hinzu kommen, dann ist die Welt zumindest für mich völlig in Ordnung. Alles andere ist nur Nebensache, manchmal leider aber zum Leben notwendig.

Und dann saß ich noch mit einer Büchernärrin zusammen, die auf ihre unzähligen Bücher starrte und sich am Ende ihren eigenen Lebens befindend fragte, was sie damit nun noch machen könne — ich wollte sie nicht noch mehr enttäuschen und unterließ es ihr mitzuteilen, dass der Container schon produziert wurde, wohin diese Bücher demnächst allesamt landen werden.

Und so ist es wohl mit unser aller Leben, die über Jahrzehnte mit viel Engament gesammelten Sachen und Dinge landen alle einmal auf dem Müll — was bleibt sind Erinnerungen, für den Fall, dass man noch welche hat.

Was mich nun wieder einmal fragen lässt, ob unser Konzept des ewigen Wachstums und völlig unkontrollierten Konsums das richtige ist! Hätte ich heute Lust zu schreiben, gäbe dies wohl einen eigenen Blog-Beitrag.

Sollten Sie bis hierin gelesen haben, dann bedanke ich mich bei Ihnen von ganzem Herzen! Es gibt für uns alle immer noch Besseres zu tun, und so freue ich mich sehr, dass Sie Ihre kostbare Zeit für meine heutigen Zeilen aufgewendet haben.

Was findet man diese Woche so im Blog?

Wer genau hinschaut, der findet im Blog noch weit mehr, wie zum Beispiel meine Ausführungen zu den inzwischen obligatorischen Größenvergleichen.

Wie immer, es gibt weiterhin ein paar kleinere Aufreger, die dieses Mal leider keine mir bekannten Reaktionen hervorriefen. 

Kommende Woche wird weniger spannend, zumindest was das echte Leben anbetrifft. Wobei ein paar gute Gespräche in Stuttgart fest mit eingeplant sind. Meine meseno-Fahrt entfällt, dafür bereite ich in dieser Zeit meine kommende Vorlesung vor.

Ich freue mich auf viele Begegnungen und auf den einen oder anderen Schriftverkehr. 


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Wochenrückblick 44 5 (2)

Beitragsfoto: Zettelkasten | © Africa Studio, Shutterstock

Hier können Sie mein sechstes Rundschreiben finden.

Schon wieder Sonntag! Dafür gab es diese Woche sehr viele gute, interessante, spannende und informative Gespräche. Auch habe ich meine Heimatstadt kurz verlassen, um in einer alten Heimat vorbeizuschauen. Heimat, für jeden Menschen der Ort, für den das Folgende gilt: „Wherever I lay my hat (That’s my home)“ — eine Weisheit nicht erst seit 1962.

Wir Menschen sind allesamt Migranten, selbst wenn es manche von uns nicht wahrhaben möchten. Ich gebe zu, das „Heimatgefühl“ hat etwas, auch für mich selbst, einen Anflug vermeintlicher Ewigkeit, was dieses Gefühl für die meisten von uns so attraktiv macht, aber es ist trotzdem nur ein Gefühl.

Unsere aktuelle Vollkaskogesellschaft ist schon längst zu einer Wohlfühlgesellschaft mutiert. Emotionale Intelligenz war gestern, nun lebt man die gefühlte Intelligenz. 

Passend dazu, dass sich der Chef der NASA gegen eine sehr prominente Flachweltlerin wehren muss, die ihren Millionen Fans erklärt, dass die Mondlandung gefakt sei. Oder dass die KI längst selbst bei viel zu vielen Lehrern das Denken übernommen hat. Auch immer mehr Blogger lassen ihre Beiträge durch KI „aufhübschen“ — schreiben also gar nicht mehr selber (!) und lügen sich dabei sogar noch selbst in die Tasche. 

Aber irgendwann einmal müssen wir alle zur Kasse treten, wer Pech hat, bereits vor seinem eigenen Weltuntergang. Bei unseren vermeintlich so heimatverliebten MItbürgern ist es erstaunlich zu beobachten, wie unkommentiert sie ihre Heimat vermüllen (lassen) — wobei, auch eine Müllhalde kann Heimat sein, zumindest für die Hempels unter uns.

Zum Schwur kommt es aber dann, wenn die Anhänger und Mitglieder unserer „Heimatparteien“ demnächst zum selbigen antreten müssen und ihre doch so heiß geliebte Heimat verteidigen sollen. Sie werden es nicht machen! Sie haben es noch nie gemacht! Sie waren schon während des Kalten Kriegs Fahnenflüchtige und Drückeberger und werden es auch immer bleiben.Dann zeigt sich, dass Heimat für sie alleine das ist, wo man ihnen die Transferzahlungen in den Hintern bläst. Und wer ihnen die Transferzahlungen auch nur streitig macht, das ist der Feind! Parteibuch und KI haben bei uns längst das Denken ersetzt. Wobei der Erfolg gibt diesen Menschen völlig recht! Warum noch etwas selber machen, wie z. B. bloggen, aufräumen, dienen, lernen, Steuern zahlen oder gar lehren und führen, wenn dies doch andere für einen machen!

Selbstverständlich waren wir uns bei all den Gesprächen dieser Woche nicht sehr oft einig, denn das „Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass!“ ist ebenfalls eine sehr alte Geschichte. Und wer von uns hört schon gerne, dass er selber etwas mehr für andere oder gar die Gemeinschaft machen soll, ganz besondners dann, wenn es allgemein bekannt ist, dass dies nur die absoluten Deppen in unserer Gesellschaft machen?

Unser großes Problem ist es nun, dass selbst die Deppen das nicht mehr machen möchten. Die Auswirkungen davon können wir allerorten bereits beobachten. Vielleicht wäre es gar keine schlechte Idee, nicht die Überbringer der Botschaft zu geiseln, sondern einmal die dafür Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Da wir dies aber in einer Demokratie alle selber sind, wird sich weiterhin nichts ändern! 

Ändern wird sich, wie ich mit diesem Rundschreiben umgehe. Einige meiner Leser wollen wieder die E-Mail-Benachrichtigungen für jeden Blog-Beitrag, andere dies aber nur einmal am Tag und wieder andere nur einmal in der Woche. Wer es allen recht machen möchte, der landet im Irrrenhaus. 

Jenen, die gerne über wirklich alles informiert sein möchten, was ich so im Blog schreibe, denen empfehle ich das gute alte RSS! Einfach einmal die Mühe machen und nach einem RSS-Reader googeln — es kann sich dabei eine ganze neue Welt für einen öffnen.Den meisten empfehle ich aber einfach hin und wieder im Weblog vorbeizuschauen und ruhig auch einmal dort zu gucken, was es sonst noch so zu finden gibt.

Dieses Rundschreiben bleibt wohl noch eine Weile erhalten und zwar bis meine Leser mit den Füßen abgestimmt haben. Sobald weniger als 50 % das Rundschreiben öffnen, sehe ich dies als eine Art Wahlergebnis an und erspare mir künftig diesen Mehraufwand.

Jene Leser, die sich nur über meine Blog-Beiträge aufregen, denen empfehle ich dringend, dieses Blog nicht mehr aufzurufen! Sie hauen sich hoffentlich nicht regelmäßig selbst mit dem Hammer auf die eigene Kniescheibe und wenn doch, dann nehme ich meine Empfehlung gerne auch wieder zurück.

Was findet man diese Woche so im Blog?

Wer genau hinschaut, der findet im Blog noch weit mehr. Dazu muss man allerdings selber einmal gucken. Ich habe in meinem Microblog (Gedankenblitze) wieder einige der Diskussionen dieser Woche etwas verdaut. Über Widersprüche, Ergänzungen oder Anmerkungen freue ich mich. @Thomas: kann man auch als Kommentar tätigen.

Und wer nun die eine oder andere Diskussion dort nicht findet, bei dem entschuldige ich mich gerne — ich kann nicht alles aufnehmen oder auch verarbeiten und an Manches erinnere ich mich erst wieder etwas später — kommt dann als Nachzügler — oder auch gar nicht (–> Altersdemenz) mehr.

Kommende Woche wird wieder spannend, zumindest was das echte Leben anbetrifft. Zudem bin ich weiter dabei, mich von Gewohnheiten, Dingen und Sachen zu trennen — manche Angelegenheiten müssen dabei gut geplant zurückgebaut werden, das hat etwas mit Verantwortung zu tun.

Ich freue mich auf die Begegnungen in echt und auf den einen oder anderen Schriftverkehr. 

„Wherever I Lay My Hat (That’s My Home)“ ist ein von Marvin GayeBarrett Strong und Norman Whitfield geschriebenes und im Dezember 1962 erstmals aufgenommenes Lied. 1983 konnte Paul Young damit die Charts stürmen.