Füße

Zählungen & Bewertungen 4.5 (11)

Beitragsfoto: Füße | © Marjon Besteman from Pixabay

Blog-Beiträge werden zwar geschrieben, aber nicht unbedingt auch gelesen. Seit dem 22. Oktober 2023 lasse ich von einem sehr einfachen Plug-in feststellen, wie viel Zugriffe meine Blog-Beiträge jeweils in etwa haben. Dabei sollen sogenannte Bots, also Zugriffe von Maschinen, nicht mitgezählt werden.

Mit einem weiteren Plug-in ermögliche ich es den Lesern die Beiträge mit bis zu fünf Sternen zu bewerten. Die Ergebnisse dieser Bewertungen werden jeweils am Ende der Beiträge gezeigt und sollen wie die der Zähler auch weitere Leser auf meine Beiträge neugierig machen.

Für mich ist das Ganze ebenfalls interessant, denn so erhalte ich ein wenig Feedback darüber, wie oft meine Beiträge gelesen und auch bewertet werden. Denn nicht jeder Leser hinterlässt einen Kommentar zum Blog-Beitrag, schreibt mir eine E-Mail oder teilt mir seine Meinung dazu in einem Gespräch mit.

Übrigens, die beiden beschriebenen Plug-ins habe ich aufgrund ihrer Bedienerfreundlichkeit ausgewählt und weil diese auch keine weiteren auswertbaren Benutzerinformationen über meine Leser sammeln.

Auf der Homepage und auch unter dem Reiter „Inhalte“ führe ich bereits seit Längerem jene Blog-Beiträge auf, die seit Zählungsbeginn aktuell und auch insgesamt am meisten aufgerufen wurden.

Unten stehend führe ich nun jene zehn Blog-Beiträge auf, die von den Lesern am besten bewertet werden.

[Bereits am 19.1.2025 konnte diese Liste nicht mehr reproduziert werden]

Auch für mich ist diese Aufstellung sehr interessant, schon alleine deshalb, weil ich dort ganz andere Beiträge erwartet habe.

„L’homme soit naturellement méchant, qu’il soit vicieux parce qu’il ne connaît pas la vertu, qu’il refuse toujours à ses semblables des services qu’il ne croit pas leur devoir, ni qu’en vertu du droit qu’il s’attribue avec raison aux choses dont il a besoin.“

Jean-Jacques Rousseau, DISCOURS SUR L’ORIGINE ET LES FONDEMENTS DE L’INÉGALITÉ PARMI LES HOMMES (1755)

Have questions?

Meinungsbeitrag 5 (6)

Beitragsfoto: Have questions? | © Shutterstock

Ganz aktuell, denn ich lese bis Sonntag ein paar Seminararbeiten, beschäftige ich mich mit Large Language Models und deren Folgen nicht nur für das Studieren im Besonderen, sondern auch für das ganz normale Leben im Allgemeinen.

Passend dazu ein Vlog von Matthias Zehnder, der darin behauptet, „dass der Einsatz einer plaudernden KI bei Suchmaschinen dazu führen wird, dass das Internet, wie wir es kennen, aufhört zu existieren – und dass die Menschen, die es nutzen, geistig fett und träge werden.“

Dem Internet wird es völlig egal sein, was für oder wieviel Blödsinn dort geteilt wird. Manche Menschen werden das Internet weiterhin für sich nutzen, die meisten aber werden sich vom Internet benutzen lassen — ergo bleibt alles so wie es schon immer war.

Schon jetzt sieht es bei den von mir gelesenen Studenten ähnlich aus. Denken ist ein Luxus, den sich die meisten Menschen einfach nicht mehr leisten wollen.

Und so müssen wir froh darüber sein, dass es neben der so viel beworbenen emotionalen nun bald auch noch eine künstliche Intelligenz geben wird.


Kontrollraum eines Senders

Mediatheken 5 (7)

Beitragsfoto: Kontrollraum eines Senders | © Shutterstock

Spätestens mit dem Aussterben meiner Generation wird das sogenannte lineare Fernsehen mit tot sein. Umso mehr werden die Mediatheken an Bedeutung gewinnen.

Eine gute Gelegenheit, um für ein paar Mediatheken zu werben.

ARD Mediathek

Die ARD Mediathek und die ARD Audiothek sind Gemeinschaftsangebote der in der ARD zusammengeschlossenen Landesrundfunkanstalten. Dort nicht mehr verfügbare Angebote sind ggf. kostenpflichtig — neben den üblichen Rundfunkgebühren — bei ARD Plus zu finden.

ARTE Mediathek

ARTE bietet eine Vielzahl an Inhalten auf der Plattform arte.tv, im TV und in den sozialen Medien. Das gesamte Programm einschließlich der Mediathek ist in Deutschland, Frankreich und ganz Europa frei verfügbar.

ZDF Mediathek

Auch die Nutzung des ZDF Programms einschließlich seiner Mediathek ist in Deutschland mit den obligatorischen Rundfunkgebühren abgedeckt.

Erschreckend dabei ist es allerdings, dass man mit diesen Mediatheken gerade einmal ein Drittel unserer Bevölkerung erreicht (so vom ÖRR mithilfe verschiedener Erhebungs- und Messmethoden erfasst).

Erfreulich, dass man durch eine weitere Vernetzung versucht, wenigstens den interessierteren Bürgern weitere Angebote zugänglich zu machen. So hat das Netzwerk Mediatheken seit seiner Gründung im November 2000 erheblich dazu beigetragen, dass ganz unterschiedliche bundesdeutsche Institutionen bei der Sicherung, Bewahrung und Erschließung audiovisueller Quellen zusammengearbeitet haben. Audiovisuelles Material soll für Bildung, Wissenschaft, Forschung, Lehre und Kunst bereitgestellt und gleichzeitig auch interessierten Bürgern der Zugang zu diesen dezentralen Mediensammlungen erleichtert werden.

Bereits 1997 versuchte man auch auf europäischer Ebene einer interessierten Öffentlichkeit Bild-, Text-, Ton- und Video-Dateien zugänglich zu machen. Daraus entstand das heutige Europeana, das den Unionsbürgern Europas digitales Kulturerbe zur Verfügung stellen soll.

Letztendlich aber ist es wie immer, jene die sich kundig machen wollen, können dies auch, in der heutigen Zeit sicherlich einfacher als jemals zuvor. Die Frage bleibt, warum nicht mehr Bürger von diesen Angeboten Gebrauch machen?

Ein weitere Frage ist, warum gerade jene, die von diesem Angebot kaum bis gar keinen Gebrauch machen, dieses Angebot auch noch vehement ablehnen?

Die dritte Frage ist, auf was für Angebote die Bevölkerungsmehrheit zugreift und worin deren Vorteile im Vergleich zu den Angeboten des ÖRR liegen?

Kommerzielle Anbieter werden sicherlich eher den Mainstream bedienen wollen und dies sicherlich auch besser können. Allerdings dann auch mit der immanenten Gefahr für weniger kritische Bevölkerungsteile, dass diese so ganz nebenbei indoktriniert werden und dies gerade von jenen Gruppen, die kaum einer öffentlichen Kontrolle unterliegen.

Und so kann man ohne Wenn und Aber die ÖRR Mediatheken als letzte Verteidigungslinie unserer Demokratie ansehen; allerdings nicht wegen ihren Soap-Operas oder „Kulturfilmen“ à la Tatort und anderen Scheußlichkeiten, sondern wegen jenen Angeboten, die den Bürgern Bildung, Politik und Kultur vermitteln, möglichst neutral wie auch umfassend Nachrichten und Informationen zur Verfügung stellen und zudem dabei auch noch die Meinungsvielfalt in einer offenen Gesellschaft aufzeigen.

„Within a democratic system, general elections are a most effective instrument to insure the steady maintenance of fraction σ [of stupid people] among the powerful.“

Carlo M. Cipolla, The BAsic LAws of HUman Stupidity (2011: 48)