Gemäldeausschnitt

Binge Watching 5 (4)

Beitragsfoto: Schnappschuss

Bereits 2015 wurde das Wort „Binge Watching“, kurz bingen, zum Wort des Jahres gekürt, zumindest von den Autoren des Collins-English-Dictionary. Hätte ich keine Kinder gehabt, wäre dieser Begriff wohl völlig an mir vorbeigegangen. Gebingt hatte ich aber schon zuvor, nur hieß das bei uns eher noch Serienmarathon.

Schon etwas öfters ertappte ich mich hier im Blog dabei, dass ich über diese Sucht schrieb. Nun mache ich mir einmal Gedanken darüber, was sich denn bisher so alles gebingt habe.

Also Serien geguckt, von denen ich gleich mehrere Folgen am Stück konsumierte. Ohne Frage, das dürfte erst zusammen mit meinen beiden Söhnen der Fall gewesen sein, nämlich als wir entsprechende Fernsehserien als Videokassetten zurück mit nach Hause nahmen.

Damit entfallen die Serien aus meiner Jugend, die ich zwar regelmäßig sah, aber nur dann, wenn sie im ÖRR liefen.

Und nun bin ich einmal selber auf meine Aufstellung gespannt. Wer sich nun etwas wundern sollte, der bedenkt bitte dabei, dass ich ein Gesellschaftsbinger bin.

  • Agatha Christie’s Poirot (1989 – 2013)
  • Babylon 5 (1993 – 1998)
  • Battlestar Galactica (2004 – 2009)
  • Boston Legal (2004 – 2008)
  • Death in Paradise (seit 2011)
  • Die Simpsons (seit 1989)
  • Elementary (2012 – 2019)
  • Father Brown (seit 2013)
  • Grantchester (seit 2014)
  • Inspector Barnaby (seit 1997)
  • Lucifer (2016 – 2021)
  • Miss Fisher’s Murder Mysteries (2012 – 2015)
  • Murdoch Mysteries (seit 2008)
  • Navy CIS (seit 2003)
  • Scooby-Doo (seit 1969)
  • Sex and the City (1998 – 2004)
  • SpongeBob SquarePants (seit 1999)
  • Star Trek: Deep Space Nine (1993 – 1999)

Ich habe bestimmt die eine oder andere Serie vergessen und werde diese später noch mit hinzufügen. Wenn ich die Namen dieser Serien nochmals Revue passieren lasse, so würde ich die angenehme Gesellschaft vorausgesetzt, fast alle auch nochmals bingen, allerdings dieses Mal wohl eher in homöopathischen Dosen.

Was ich mich dabei erst gar nicht frage, wie viel Lebenszeit ich damit hätte besser verbringen können, denn letztendlich ist es doch die Gesellschaft, in der man sich dabei befindet, die zählt. Und so ganz nebenbei konnte ich mich auch noch mit ganz anderen Dingen beschäftigen, wie z. B. Blog-Beiträge schreiben, da das selbstständige Vor- und Weiterspulen sicherlich nicht ganz so gut angekommen wäre.

Vorgemerkt

  • Fargo (seit 2014)
  • Mad Men (2007 – 2015)

Screenshot

Bastelglück 5 (5)

Beitragsfoto: Screenshot

Robb Knight ist schon sehr lange von den alten Knöpfchen im 88×31 Format fasziniert. Als das Internet seine Anfangszeiten hinter sich hatte, machten sich manche Nutzer auf den Weg, um dieses ein wenig hübscher zu gestalten.

Und so kamen wohl die vielen bunten Knöpfchen (Buttons), kleine grafische Elemente, die man meist auch anklicken konnte, auf den Websites zum Vorschein. Auch ich hatte damals eine ganze Menge davon und wohl erst vor ein, zwei Jahren die allerletzten auf meinem Blog entfernt.

Aber jedes Mal, wenn ich auf diese Buttons stoße, erhellt sich mein Gemüt ein ganz klein wenig und so habe ich mich über Robb Knights jüngsten Blog-Post sehr gefreut.

Er macht dabei auf einen Knöpfchen-Generator — 88X31 BUTTON CREATOR — von Dan Unbolt aufmerksam, der sehr schnell erste Ergebnisse produziert. Ich habe keine Minute benötigt, um das folgende Knöpfchen damit zu generieren.

Damit war allerdings mein eigener Spieltrieb schon wieder befriedigt. Und wohl ganz zufällig kam gleich hinterher Martin Thielecke mit seinem Beitrag „Kennzeichnung der Inhalte“ um die Ecke. Auch wenn ich selbst nicht daran glaube, dass dies nur halbwegs etwas nutzt und dabei sogar befürchte, dass gerade die „KI-Seiten“ damit hausieren gehen werden, könnte man beides nun verbinden und solche Kennzeichnungen mit dem obigen oder gerne auch anderen Generatoren erzeugen.

Sobald mein Spieltrieb wieder geweckt ist, werde ich vielleicht noch ein solches Knöpfchen hier im Beitrag mit hinzufügen.

Lassen Sie sich überraschen. Und wer weiß, vielleicht wird daraus sogar einmal eine eigene kleine Sammlung.


Blogger

Bloggerwelt 5 (5)

Beitragsfoto: Blogger | © cottonbro studio auf Pexels

Meine kleine Bloggerwelt ist mir tatsächlich ans Herz gewachsen. Vielleicht half es dabei, dass ich die meisten Autoren, der von mir gefolgten Blogs gar nicht persönlich kenne. Vielleicht aber würde ich es gar bedauern, wenn ich sie persönlich kennen lernte, dass ich sie bisher nur gelesen habe.

Ich werde es nie wissen. Was ich aber weiß ist, dass ich manchen Bloggern bereits schon sehr lange folge und immer wieder erstaunt darüber bin, wenn diese ihr zwanzigstes, fünfundzwanzigstes oder gar dreißigstes Blog-Jubiläum feiern — die Zeit fliegt, aber das wissen wir alle; man verdrängt es selbst nur immer wieder sehr gerne.

Solche Blog-Jubiläen rufen mir dann immer wieder auch Blogs in Erinnerung, die ich jahrelang gelesen habe und die dann einfach so verschwunden sind, oftmals gleich zusammen mit ihrem jeweiligen Autoren.

Selbst in meinem Freundes- und Bekanntenkreis gab und gibt es viele, die sich mindestens einmal in ihrem Leben mit dem Bloggen beschäftigt haben. Erstaunlich dabei, dass es die meisten davon wieder gelassen oder ihre Blogs einfach nur so im Internet liegen lassen haben.

Dann muss ich auch an Blogger denken, denen ich jahrelang sehr gerne folgte und mit denen ich aus Gründen auch immer in den Social Media völlig verkorkste Debatten führte.

Und selbst beim Basteln an meinem eigenen Blog ist mir der eine oder andere Blogger verloren gegangen. Wahrscheinlich aber entfolgte ich weit mehr Blogs, weil mein Interesse sich geändert oder der entsprechende Blogger seine Interessen veränderte.

Manche Blogger wurden für mich erst so richtig spannend, sobald diese in den wohlverdienten Ruhestand gingen und aus ihrem „Blogger-Beruf“ ein Hobby machten.

Jüngst hatte ich die Diskussion mit einem Blogger, ob man neben der „ernsten“ Literatur auch Romane lesen sollte. Ich selbst lese wenig Romane und wenn, dann längst gut abgehangene und bedeutungsschwere. Tatsächlich ist mir das Lesen der unterschiedlichsten Blogs viel wichtiger, wahrscheinlich weil sie (meist) nicht konstruiert sind und bei mir dabei den Eindruck von Authentizität hinterlassen. Bei vielen, vor allem den tagebuchartigen, Blogs ist es meine natürliche Neugierde, das Gefühl etwas in fremde Leben und Welten einzutauchen.

Wenn man sich darauf einlässt, kann es geschehen, dass man diesen Blogs folgt wie andere Menschen den Serien im Fernsehen — man möchte einfach wissen, wie es weitergeht. Vielleicht ist dies gerade das Erfolgsrezept von doch so einigen Bloggern; man wird ein Teil der Familie.

Manche Blogger versuchen dieses Gefühl zu rekonstruieren, indem sie über die unterschiedlichsten Blogs hinweg eine Community aufbauen, wobei sich dabei meist nur die jeweiligen Blogger beteiligen. Im Falle, dass man dabei eine „eigene kleine Familie“ aufbauen möchte, schön und gut. Im Falle, dass man dies nur macht, um vermeintlich seine eigene Reichweite zu erhöhen, überdenkenswert.

Auf alle Fälle habe ich mich aber gefreut, dass ich heute im Blog von Stefan Pfeiffer Erwähnung fand. Sehr freue ich mich darüber, dass ich mich mit Detlef Stern inzwischen nicht mehr über die Social Media, sondern über unsere Blogs hinweg austausche — noch mehr darüber, dass das Meiste gleich im direkten Richten bei einem Käffchen erfolgt.

Zu befürchten ist, dass der unsinnige Gebrauch künstlicher Intelligenz, meist dabei von LLM, nicht nur künftige Bücher obsolet macht, sondern in zunehmenden Maße auch immer mehr Blogs. Bei beidem stellt sich nämlich die Frage, warum man etwas lesen soll, das von einer Statistik wild zusammengeschustert wurde.

Vielleicht liegt deshalb die Zukunft in der Bildtelefonie, wobei das Gesagte transkribiert und aufgezeichnet wird. Bis dahin lese ich auf alle Fälle weiterhin sämtliche Blogs in meiner eigenen Blogroll und kann diese auch meinen Lesern sehr empfehlen.