Gedichtauszug

Minnesänger

Walter Scott schrieb zwischen 1802 und 1804 das Gedicht „The Lay of the Last Minstrel“, in welchem er die Grenzsituation zwischen Schottland und England thematisiert.

Um auf dieses etwas längere Gedicht aufmerksam zu machen, gebe ich hier einfach einmal meine Lieblingspassage aus dem 1. Teil des sechsten von insgesamt sechs Gesängen, die dieses Gedicht ausmachen, wieder.

Breathes there the man, with soul so dead,
Who never to himself hath said,
This is my own, my native land!
Whose heart hath ne’er within him burn’d,
As home his footsteps he hath turn’d,
From wandering on a foreign strand!
If such there breathe, go, mark him well;
For him no Minstrel raptures swell;
High though his titles, proud his name,
Boundless his wealth as wish can claim;
Despite those titles, power, and pelf,
The wretch, concentred all in self,
Living, shall forfeit fair renown,
And, doubly dying, shall go down
To the vile dust, from whence he sprung,
Unwept, unhonor’d, and unsung.

Und wer sich jetzt für das gesamte Gedicht interessiert, der findet es gleich hier.

Dass Gedichte durchaus sehr lang sein können, ist den etwas Älteren unter uns, die Schillers Glocke noch in der Schule auswendig lernen mussten, bereits bekannt.

Es geht aber auch anders. Deswegen stelle ich hier zum Schluss noch ein Gedicht von Matsuo Bashō aus dem Jahr 1686 vor:

Furu ike ya 
kawazu tobikomu 
mizu no oto

Auf Deutsch übersetzt lautet es etwa wie folgt:

Alter Teich
Ein Frosch springt rein
Platsch.

„In the beginning the Universe was created. This has made a lot of people very angry and has been widely regarded as a bad move.“

Douglas Adams, The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy

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