Lesezeichen

Bahnkrise 5 (3)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Thiemo Heeg | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die wahren Gründe für die Bahnkrise – Liegt es nur am Netz? (zuletzt aufgerufen am 18.10.2025 um 12.15 Uhr; meine Leser konnten den Artikel bis jüngst noch kostenfrei lesen — waren wohl zu viele.)

„Verspätungen, Zugausfälle – jeder weiß: Es liegt an der maroden Infrastruktur. Das stimmt. Aber es gibt noch andere Gründe für die Krise der Bahn. Manager und Politiker sprechen nur weniger gerne darüber. …

Was den Zugexperten erheblich stört, ist die bestellte Länge. Gut 250 Meter misst der neue ICE L. Die längsten Bahnsteige in Deutschland aber sind rund 400 Meter lang, aus gutem Grund: Das entspricht ziemlich genau der Länge einer ICE-Doppelgarnitur aus zwei verbundenen kürzeren Teilzügen. Zwei der neuen ICE L lassen sich im Fall des Falles nicht mehr zusammenspannen – zu lang für jedes Bahnhofsgleis zwischen Rügen und dem Breisgau. Verschenkte 150 Meter, findet Hecht.

Die Ineffizienz der DB-Unternehmen führe zu Qualitätseinbußen, unter anderem zur Vielzahl von Verspätungen und Zugausfällen.

Die Bahn werde „noch auf Jahrzehnte ein kranker Patient bleiben, der nicht überfordert werden darf“. Einen kleinen Geschmack davon lieferte die Bahn zur ICE-L-Premiere am Freitag. Zwei Tage zuvor verschickte sie eine korrigierte Einladung – mit einer Änderung des Gleises.“


Guter Artikel über die Deutsche Bahn, der allerdings politisch korrekt die eigentliche Ursache der Misere ausklammert. Helmut Kohl hat mit der Union sofort nach der Übernahme der Regierungsgeschäfte damit begonnen, unser Land zur Plünderung frei zu geben.

Sehr viele wurde in den folgenden Jahrzehnten damit unheimlich reich und den Mitläufern garantiertes es ein völlig entspanntes Leben — die geistig-moralische Wende halt!

Und diesen Personen, die heute noch von diesem System profitieren, die wollen keine Veränderung. Sämtliche Milliarden Euro, die wir weiterhin in dieses System kippen, werden aufgesaugt und machen die Plünderer noch reicher.

Was wir bräuchten wäre, die Verantwortlichen wieder zur Verantwortung zu ziehen und in Regress zu nehmen!

Am 31. Dezember 2025 laufen z. B. die Fristen für CumEx aus und die Plünderer kommen alleine hierbei mit gut 30 Milliarden Euro davon. Und einer der dafür Hauptverantwortlichen, Olaf Scholz, geht nun täglich mit seinem persönlichen Hofstaat im Reichstag spazieren.


Blitz

Neuzeit 5 (6)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Die aktuelle Regierung arbeitet vehement und unisono an der Neuzeit.

Wie wir alle erfahren durften streicht nun die Lufthansa die Inlandsflüge zusammen und die Bahn verlangsamt signifikant die Geschwindigkeit aller ihrer Züge. Auf den Autobahnen sind die 80 Stundenkilometer inzwischen fast bereits Normalität und in den Städten die Schrittgeschwindigkeit mehr als populär.

Auch beim Erhalt beziehungsweise dem Rückbau unserer Infrastruktur wird auf Entschleunigung gesetzt. 40 Jahre Planungszeit für neue Projekte sind nun gang und gäbe und auch die Bauzeiten werden künftig in Jahrzehnten bemessen.

Die Politik hat erkannt, dass wir Deutschen damals sehr viel glücklicher waren, damals als noch die Postkutschen durch die Gegend schaukelten, die Prinzen und Prinzessinnen zur Jagd bliesen und der Führer uns sagte, wo es lang geht.

Und so ist es nur folgerichtig, dass unsere Industrien ins Ausland überführt werden und der gute alte Ackerbau zum Maß aller Dinge erklärt wird.

Einzig und alleine störend sind noch das „Stadtbild“, wo doch noch zu viele Ausländer zu finden sind, die nicht aufs Oktoberfest oder ins Brauhaus wollen bzw. Kuckucksuhren kaufen, und unsere noch halbwegs funktionierende Justiz: Korruption, Pädophilie und Frauen prügeln sind doch keine Straftaten, sondern Kulturgut!

Demnächst schicken wir auch wieder unsere kräftigen jungen Männer allesamt, zumindest aber im Losverfahren, zur Kartoffelernte auf die Felder, damit auch jeder weiß, wohin bei uns der Hase läuft.


Stahlbühl

17.10.02025 4.6 (7)

Beitragsfoto: Spaziergang

Bier

Das Getränk, das jeder kennt. Wohl aufgrund der Tatsache, dass es inzwischen allgemein bekannt sein dürfte, dass Alkohol nicht gerade gesundheitsfördernd ist, geht dessen Konsum weltweit zurück. Der Wunsch ewig leben zu wollen passt einfach nicht mehr zu den bisher gewohnten Ess- und Trinkgewohnheiten.

Nach einer Information der Tagesschau wollen viele Brauereien erstmals seit mehreren Jahren wieder zahlreiche Preiserhöhungen beim Bier durchsetzen, aber wohl erst nach Weihnachten. Dabei konnte ich erfahren, dass doch so einige Biertrinker ihre Bierkästen im Zuge von Aktionspreisen erstehen. Das sind wohl genau jene Trinker, die auf dem Oktoberfest oder dem Cannstatter Wasen jeden nur erdenklichen Preis für ein Glas oder einen Humpen Bier bezahlen — wir Menschen waren schon immer etwas kompliziert.

Auch wenn die Zeiten nicht mehr zurückkommen, als Bier noch zu den Grundnahrungsmitteln gehörte, dürfte Bier und dies besonders in seiner alkoholfreien Version noch heute eine weit bessere Alternative als sämtliche Soft Drinks oder Fruchtsäfte sein.

Und wie bereits seit spätestens Paracelsus bekannt, macht die Dosis das Gift.

Fun Fact am Rande: „Bier-Mangel: Cyberangriff legt Asahi-Brauereien seit Tagen lahm“.

Vermischtes

Es sind die Gespräche mit netten Menschen auf die es ankommt. Gestern Abend nach einem kleinen Spaziergang in den Weinbergen saßen wir noch ein wenig zusammen. Gleich heute Morgen gab es ein Käffchen mit Detlef Stern, dieses Mal waren die Studenten ein sehr interessantes Thema, vor allem weil auch keine wie beim letzten Mal am Nachbartisch saßen.

Heute Abend dann ein weiteres Treffen mit netten Menschen; der Anlass das monatliche Europakegeln.

Seit gestern liegt das Rundschreiben der EUROPA-UNION Heilbronn in den elektronischen Briefkästen der Abonnenten. Das dazu genutzte Tool sagt mir, dass bis dato 42,7 % der Empfänger dieses auch geöffnet haben. Ob sie es auch lesen, steht wiederum ganz woanders.

Etwas erstaunt bin ich über die Aussage eines Bloggers, man solle als Blogger ein sehr einfaches Deutsch benutzen. Dafür gibt es doch extra Instagram, TikTok und Co.

Für meine geneigten Leser gibt es heute ein kleines Bonbon. Julia Moskin berichtet in der New York Times (16.10.2025) über die Pralinen von Cedric Grolet, welche man am besten gleich vor Ort konsumiert.

Beiträge

Man schreibt so seine Beiträge als Blogger. Wenige, viele, kurze, lange, inhaltsreiche und weniger inhaltsreiche, sinnvolle und manchmal auch lesenswerte Beiträge. Über die Jahre hinweg sammelt sich schon eine ganze Menge an, selbst dann, wenn man immer wieder auch ausmistet.

Nachdenklich macht es mich inzwischen, wie manche Blogger nicht nur ihre Blogs, sondern auch einzelne Beiträge pushen, um die Anzahl der Leser zu erhöhen. Und so habe ich mal geguckt, ab wann man einen Blog-Beitrag so ganz allgemein als gelesen ansieht. Anscheinend zählt bei VG-Wort ein Beitrag dann als gelesen, wenn er mehr als 1 500 Aufrufe verzeichnet, innerhalb eines einzigen Jahres versteht sich.

Gemäß dieser Lesart verfüge ich nach all den Jahren noch über ein jungfreuliches Blog. Was aber erklären könnte, warum manche Blogger so viel Wert auf das Pushen von Beiträgen legen.

Dass ich mich für meine eigene Leserschaft interessiere, habe ich bereits des öfteren geschrieben, auch, dass ich davon ausgehe, für jeden kommentierten Beitrag 100 Leser zu haben — eine Selbstmotivation sozusagen. Aber auch, dass ich letztendlich in persona meine ganz eigene Leserschaft bin!

Und das ist es doch, was ein persönliches Blog ausmacht, man schreibt es in erster Linie für sich selbst, auch darüber habe ich mich ebenfalls bereits öfters hier geäußert. Lesen, schreiben und lesen ist nicht nur ein Dreiklang, sondern auch ein Denkprozess, zumindest für mich selbst.

Jüngst gingen dann zum ersten Mal gleich drei meiner Blog-Beiträge viral — für meine Verhältnisse (!) — und zeigten mir eine ganz neue und bisher unbekannte Leserschaft.

Und so kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass ich ein kleines Nischen-Blog betreibe, auf das sich ab und zu ein paar neue Leser verirren aber auch wieder von dannen ziehen.

„Wenn ich jedoch sage, dies sei das größte Glück für einen Menschen, Tag für Tag über den sittlichen Wert Gespräche zu führen und über die anderen Dinge, über die ihr mich reden hört, indem ich mich selbst und andere einer Prüfung unterziehe, und daß ein Leben ohne Prüfung für den Menschen nicht lebenswert sei, dann werdet ihr meinen Reden noch weniger Glauben schenken.“

Platon, Apologie des Sokrates, Kriton (1987: 33)
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