Blitz

Satire? 5 (6)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Auf Bluesky fragte jemand kürzlich was Satire dürfe? Eine rein rhetorische Frage und die Antwort kam stante pede.

Die AfD schickt nicht nur verurteilte Verbrecher in den Bundestag, sondern entsendet die dann sogar noch in gerade jene Kommission, die ihre Verbrechen aufarbeiten soll.

Bei der AfD ist dies allerdings nur folgerichtig, denn deren Mitglieder lehnen die Demokratie rundweg ab und so werden nach der Machtübernahme die dann ausgedienten AfD-Abgeordneten sofort als KZ-Wärter weiterbeschäftigt. Und dazu sind bekanntlich Verbrecher am besten geeignet.

Also sind solche Dinge bei der AfD normal und absolut folgerichtig. Auch, dass deren prominente Köpfe aktuell nur so etwas wie der damalige Ernst Röhm sind, die man ebenfalls nach der Machtübernahme sehr schnell wieder beseitigt.

Die AfD hat aus der Geschichte gelernt und hält sich was die echten Führer angeht noch sehr bedeckt, wäre sogar möglich, dass sich der künftige Führer noch in einer anderen Partei abduckt. Die neue deutsche Führungsmacht kommt erst dann aus ihren Löchern oder Chefetagen, wenn die Machtübernahme in trockenen Tüchern ist. Den Fehler eines Hitlerputsches damals in München möchte man nicht nochmals begehen.

Leider haben wir Demokraten im Gegenzug aus der Geschichte wenig bis überhaupt nichts gelernt. Ganz im Gegenteil, denn unsere eigenen Volksvertreter, nicht nur aus der Union (CDU & CSU), dienen sich bereits bei jeder sich bietenden Gelegenheit den Nationalsozialisten als Morgengabe an. Und da man den echten Führer noch nicht kennt, hält man einfach jedem seinen Hintern hin.

Selbst die vermeintliche Linke hat aus der Geschichte gelernt und prüft permanent ab, wie man sich am besten der neuen Führung andienen kann. Inzwischen wissen deren Vertreter ganz genau, dass es so etwas wie links oder rechts in der Politik nicht gibt, sondern nur zwischen Demokraten und Totalitaristen unterschieden wird — und so ist es denen auch ganz egal, ob sie unter einem Adolf Hitler oder einem Erich Honecker ihre Unwesen treiben.

In meiner Heimatstadt bleibt es weiterhin ein klein wenig spannender, denn da hat sich die SPD noch nicht so recht entschieden, wohin sie gehört. Man huldigt zwar bei jeder sich bietenden Gelegenheit einem Wladimir Putin ohne aber die altbewährten eigenen Nazi-Genossen und SS-Männer fallen zu lassen und wirbt dann doch wieder einmal für unsere Demokratie.

Hier bin ich mir noch nicht so ganz sicher, ob es sich um interne Machtkämpfe handelt oder die lokale SPD-Führungsriege an Demenz leidet und das Ganze somit auch nur folgerichtig tagesabhängig ist.


Wissen

9.9.02025 5 (7)

Beitragsfoto: Schnappschuss

Krieg

Kein Krieg ist ein Zuckerschlecken! Deshalb muss jeder Krieg von vornherein verhindert werden! Wenn man dann aber wie aktuell Israel oder die Ukraine zum Krieg gezwungen wird, dann darf man nicht den Fehler begehen und dabei auch noch die Samthandschuhe anzuziehen.

Schlau ist es immer, mit allen Mitteln die gegnerische Führung auszuschalten. Ob das dann letztendlich ausreichend ist, wird man erst später feststellen können. Im Falle, dass die angegriffenen Staaten auch Länder in den Krieg mit einbinden, die den Gegner unterstützen, ist dies nur folgerichtig und zwingend.

Ob und was dann während eines Krieges Kriegsverbrechen waren, das sollten nach dem Krieg unabhängige Gerichte klären. Schon heute weiß aber jeder von uns, dass z. B. die Russische Föderation nie unter Anklage gestellt wird.

Und damit gibt es weder ein Kriegsvölkerrecht noch Kriegsverbrechen. Was übrigens den Opfern dieser Verbrechen völlig egal sein dürfte.

Exportweltmeister

Sage keiner mehr, dass wir es nicht mehr können. Zwar nicht mehr bei Autos oder anderen Hightech-Produkten, aber unser Erfindergeist ist weiter ungebrochen, wohl aber auch unsere kriminelle Energie.

Und so holt Deutschland auf Kosten von uns Steuerzahlern teilweise unseren eigenen Müll wieder aus dem Ausland zurück. Dieses Mal sogar direkt aus der Nachbarschaft, denn laut Tagesschau sind gerade tschechische Naturparks als Mülldeponien bei uns sehr gefragt.

Nur die Chinesen sind da noch etwas schlauer, denn die verkaufen uns ihren Sondermüll als Schnäppchen und müssen diesen im Falle, dass sie dabei erwischt werden, auch nicht mehr zurücknehmen.

Vermischtes

War einmal wieder etwas einkaufen, dieses Mal im Reformhaus Maier und als Zugabe gab es noch den obigen Schnappschuss. Was mich nun daran erinnert, dass für mich am 23. September 2025 das Wintersemester beginnt. Dafür liegt mein Holzhaufen weiterhin unvollendet in der Ecke herum.

Heute erreichte mich eine begründete Absage für eine Berichterstattung bei den 9. Hertensteiner Gesprächen. Der SWR Studioleiter Heilbronn Anno Knüttgen versicherte uns, dass der SWR um die Hertensteiner Gespräche wisse, auch bereits über diese berichtet habe, leider aber dieses Jahr keinen Reporter zu den Gesprächen entsenden könne. Auf alle Fälle ist eine begründete Absage immer besser als gar keine Reaktion!

Auch gab es ein Käffchen zusammen mit Detlef Stern, dabei durfte ich ihm beim Aufsetzen eines Servers über die Schulter schauen. Ich bin immer wieder ganz baff, wenn ich Profis bei der Arbeit zugucken kann. Vor allem dann, wenn ich selbst nicht übers Basteln hinausgelange. Hoch motiviert nehme ich mir dann wieder eimal vor, mehr mit dem Terminal zu arbeiten — die guten Vorsätze halten dabei nicht sehr lange.

Am Ende des Tages gab es noch ein gutes Gespräch mit Thomas Michl. Wir beide kennen uns inzwischen auch schon gut 25 Jahre.


Lesezeichen

Leseverstehen 4.4 (5)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Dana Goldstein | The New York Times

Reading Skills of 12th Graders Hit a New Low (zuletzt aufgerufen am 9.9.2025, 8.25 Uhr; meine Leser können diesen Artikel kostenfrei lesen)

„High school seniors had the worst reading scores since 1992 on a national test, a loss probably related to increases in screen time and the pandemic. Their math scores fell as well. …

Only about a third of 12th graders are leaving high school with the reading and math skills necessary for college-level work, he added. …

Over the last decade, both adults and children began to replace reading time with screen time, social media and, increasingly, streaming video. And over the same period, the federal government and many states relaxed policies that were intended to hold schools and teachers accountable for student learning.“


Ganz folgerichtig bietet die New York Times an, dass man sich diesen Artikel auch anhören kann. Ich wette, bald gibt es auch kleine Filmchen, wo die Autorin den Inhalt vortanzt.

Angefangen hat das Ganze bereits vor Jahrzehnten als selbst bei der FAZ immer mehr Bilder zu sehen waren, diese immer größer wurden und damit der jeweilige Text kleiner. Zuvor hatten sich schon der Spiegel und die Zeit von ellenlangen Artikeln verabschiedet.

Weil die Schüler in meiner alten Grundschule weder in der Lage sind, um meinen Lesungen zu folgen, noch halbwegs die Inhalte zu verstehen, habe ich schon etwas länger das Vorlesen wieder aufgegeben — ein paar Jahre lang bemühte ich mich, leider aber vergebens.

Seit den 1990er-Jahren erwarte ich selbst von Abiturienten nicht mehr unbedingt, dass sie des Lesens und Schreibens wirklich mächtig sind. Viele von diesen waren einfach nicht in der Lage, um ein Handwerk zu erlernen.

Und wer von diesen jungen Menschen dann feststellt, dass es mit dem Denken und Lernen doch nicht so einfach ist, der sitzt dann halt so lange an einer Hochschule herum, bis er gnadenhalber einen Bachelor erhält.