Konzert

Musikvideo zur Woche 4.5 (6)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Wer erinnert sich noch an die J. Geils Band? Ende der1970er-Jahre eine der besten Partybands, mit einer Mischung aus Blues und Rock überzeugten sie vor allem live. Die Frage, ob sich die Band mit ihrem Album „Freeze-Frame“ (1981) selber verkauft hat, dürfte heute noch umstritten sein. Auf alle Fälle aber war keine drei Jahre später Schluss.

Und dabei hatte ich mich doch zumindest etwas auf die Oberstufe gefreut. Als ich aber feststellte, dass dort nicht einmal die Erwartungen des Songs „Centerfold“ (1981) erfüllt werden, war meine Schulbegeisterung endgültig vorbei!

Erst zu Beginn meiner Wehrpflicht durfte ich Centerfolds kennenlernen und fragte mich sofort, warum ich nicht schon früher meinen Dienst angetreten hatte. Entgegen der J. Geils Band-Auffassung „My memory has just been sold, my angel is a centerfold“ hätte ich sicherlich auch während meiner eigenen Schulzeit keine Einwände gehabt.

Die J. Geils Band gründete sich bereits 1967 und war in den 1970er-Jahren als Rhythm-and-Blues-Band unterwegs. Durch eine Rockpalastübertragung 1979 (!) wurde die Gruppe auch bei uns bekannter.

Wer Anfang der 1980er-Jahre ein Rolling Stones Konzert besuchte, der konnte die J. Geils Band als Vorgruppe live erleben. 1984 war dann aber, wie bereits geschrieben, Schluss mit der Band und Peter Wolf startete eine Solo-Karriere.

Die Langspielplatte „Freeze-Frame“ (1981) dürfte in all den Jahren das beste Album der Gruppe gewesen sein. Mir gefällt das Supremes-Cover „Where Did Our Love Go“ aus 1976 ebenfalls ganz gut. Auch wenn viele noch heute von den Live-Auftritten der Band schwärmen.

Interessanter Weise legte 1981 Soft Cell dieses Supremes-Cover ebenfalls auf. Es gab in dieser Zeit keine Diskothek, welche diesen Song nicht gleich mehrfach spielte. Das Cover der J. Geils Band geriet dabei wohl in Vergessenheit.

Noch ein paar Jahre lang dürften Centerfolds in den Spinden, an den Decken von Dreistockbettenstuben und an manchen Schwarzen Brettern von guten Infanteriezügen gehangen haben.

Es wird wohl Gründe geben, warum dies heute kaum noch so ist. Vielleicht ist auch nur der Platz auf den Centerfolds nicht mehr ausreichend?


Polarbox

28.7.02025 5 (6)

Beitragsfoto: Polarbox

Vermischtes

Trotz des üblichen Hin und Hers bei den Anmeldungen und Absagen haben wir inzwischen einen Teilnehmerstand von gut 70 Personen bei den 9. Hertensteiner Gesprächen am 20. September 2025. Am Mittwoch mache ich nochmals bei der Stallwächterparty Werbung. Ich habe nun wirklich alles mir Mögliche getan, um für diese Gespräche zu werben und baue darauf, dass wir am Ende mehr als 80 Teilnehmer zu den Gesprächen begrüßen werden können.

Erfreulich dabei, dass nun auch andere Hertensteiner und Europäische Föderalisten für die Gespräche werben und zudem bei den noch ausstehenden Antworten nachhaken.

Dass sich viel zu viele Politiker gerne selbst bedienen, ist allseits bekannt, weniger, dass sie dabei auch in die Kassen der eigenen Partei greifen. Wenn sie jetzt aber auch noch in unsere Vereinskassen greifen, dann muss man ihnen auf die Finger hauen — aber ganz gewaltig! Denn dann geht es nicht nur um unsere Steuergelder sondern auch noch um unsere eigenen Mitgliedsbeiträge.

Am Abend habe ich noch ein wenig im Garten gewütet, was man am Ende nicht bemerken konnte. Einzig und alleine der Grünschnitt, den ich später noch verarbeiten muss, deutet darauf hin.

Stallwächter

Heute noch kurz nach Stuttgart, um die bevorstehende Stallwächterparty vorzubereiten. Die Getränke dazu kauften wir allerdings bei uns vor Ort. Dabei stieß ich auf eine Polarbox, die mich einfach an die Jetsons erinnerte — für mich in den 1970er-Jahren Kult.

Jetzt steht die Polarbox erst einmal bei mir in der Ecke, ich gucke sie beim Schreiben an und überlege mir dabei, wozu ich das Ding überhaupt brauchen könnte. Meine bessere Hälfte wusste dies bereits vorher — sie hat aber auch nie Jetsons geguckt!

Jedes Mal wenn wir die Stallwächterparty für unsere europäischen Verbände vorbereiten, frage ich mich erneut, wer von den Teilnehmern überhaupt etwas mit diesem Begriff anzufangen weiß. Dieser Begriff wurde in den 1970er-Jahren in die Politik populär, wobei ich mir sicher bin, dass dieser einen militärischen Ursprung besitzt. Verbrieft ist es allerdings, dass in der baden-württembergischen Landesvertretung in Bonn die dort im Sommer die Stellung haltenden Mitarbeiter für sich eine Party schmissen, die sie als Stallwächterparty bewarben. So richtig populär wurde diese Party allerdings dann erst in Berlin.

Ich kenne solche Partys, wie bereits vor zwei Jahren geschrieben, aus meiner Militärzeit und dies über die nationalen Grenzen hinweg. Und am besten sind solche Stallwächterpartys immer dann, wenn man dort auch auf die Stallwächter trifft. Dazu wäre es allerdings ganz passend, wenn man selber ein solcher ist.

Da ich einen Einblick in die Liste der Anmeldungen habe, freue ich mich trotzdem, denn es kommen genügend nette Menschen mit denen ich mich immer sehr gerne unterhalte — und dabei spielt es überhaupt keine Rolle auf welcher Party wir uns gerade befinden!

Gut, dass sich auch noch andere erinnern!

https://youtu.be/QZOnC8hdX8k?si=r8KgjVjxs4Y6o2MV

Killarney

27.7.02025 5 (11)

Beitragsfoto: Postkarte Muckross Haus (Killarney Nationalpark)

Vermischtes

Ursula und Dan reisen gern und so erhielt ich heute eine Postkarte aus Irland. Wann diese verschickt wurde, konnte ich der Karte nicht entnehmen. Auf alle Fälle erspart es mir nun die Suche nach einem passenden Bild für diesen Blog-Beitrag.

Da gibt man einem jungen Menschen notgedrungen einmal eine Klatsche, lässt ihn aber nicht sogleich ganz fallen, weil man tatsächlich hofft, dass dieser nun endlich zur Besinnung kommt. Im heutigen Falle führte dies nur dazu, dass alles nur noch schlimmer wird — und dies bereits schon während der Heimfahrt. In solchen Fällen rege ich mich über mich selbst auf, da der ehemalige Jugendliche über die Altersmilde seines heutigen Ichs nur noch entsetzt wäre!

Ein gute Bekannter im selben Alter meinte einmal zu mir: „Früher hätten wir solche Typen einfach im Neckar versenkt.“ — Früher war wohl nicht alles schlechter als heute!

Passend zum heutigen Geschehen ein Hinweis von Frank Zappa, dessen Album „Sheik Yerbouti“ (1979) mein teuerstes jemals bis dahin gekauftes Album war.

Lieber aber höre ich nun dieses Album wieder hoch und runter, als einen noch so großen Deppen in den Neckar oder gar in den Rhein zu schupsen.

Landeslisten

Bei der Landtagswahl 2026 können Parteien erstmals mit Landeslisten antreten. Damit haben die Wähler in Baden-Württemberg auch bei der Landtagswahl eine Erst- und eine Zweitstimme. Während die Erststimme darüber entscheidet, welcher Kandidat im jeweiligen Wahlkreis gewinnt, entscheidet die Zweitstimme nun über die Zusammensetzung des Landtags insgesamt.

In den künftigen Landtag ziehen kommendes Jahr Kandidaten der jeweiligen Landeslisten in den Landtag ein. Ein Beispiel: Eine Partei gewinnt per Erststimme fünf Wahlkreise, doch aufgrund des Zweitstimmenergebnisses darf sie zehn Landtagsabgeordnete stellen. Dadurch werden die ersten fünf Kandidaten auf der Landesliste, die nicht ohnehin schon per Erststimme in den Landtag kommen, ebenfalls Abgeordnete.

Auf alle Fälle haben die Parteien dadurch sichergestellt, dass der Landtag zum XXL-Parlament werden wird. Stichworte: Überhangs- und Ausgleichsmandate. Wir Bürger hatten die Chance, dies zweimal zu verhindern, diese aber nicht genutzt. Künftig werden wir die Zeche dafür bezahlen, da die Steuereinnahmen nicht entsprechend mehr werden, müssen die zusätzlichen Gelder für den Landtag an anderen Orten eingespart werden, z. B. an den Kindergärten und unseren Schulen.

Neben der Einführung von Landeslisten wurde das Mindestalter der Wahlberechtigten auf 16 Jahre abgesenkt. Dies könnte ich dann befürworten, wenn die Jungs und Mädels auch bereits mit 16 wehrpflichtig und vor allem auch strafmündig wären. So ist es nur absolut falsch, einfach alles haben zu wollen, aber überhaupt nichts dafür selber zu leisten! Und so ist es nur ein weiterer Schritt, um unsere Gesellschaft und unsere Demokratie zu zerstören.

Die wenigen Baden-Württemberger unter 18, die sich tatsächlich politisch engagieren und zudem eigenverantwortlich handeln können, sind bereits so in unserer Gesellschaft eingebunden, dass ihnen dabei die zwei Jahre „Wartezeit“ eher guttun als schaden — auf alle Fälle aber von diesen zu verschmerzen sind. Die anderen Baden-Württemberger werden im Bestfall nur zwei Jahre früher ihren Unfug mit ihrer Stimme treiben, wenn sie überhaupt davon Gebrauch machen.

Landesversammlung

Die diesjährige Landesversammlung verlief erfreulicher als erwartet. Der gastgebende Kreisverband Freudenstadt hatte sich so richtig ins Zeug gelegt. Mein Lob geht an den Kreisvorsitzenden Tore-Derek Pfeifer, an Fabienne Janz und an den Oberbürgermeister von Freudenstadt, Adrian Sonder, der uns das Rathaus als Tagungsstätte zur Verfügung stellte und so ganz nebenbei unsere Verpflegung aufbesserte.

Das Ganze wurde durch eine öffentliche Veranstaltung im Spiegelzelt auf dem Marktplatz abgerundet. Zusammen mit den beiden Hotel für die Delegierten konnte so ein optimales Tagungsumfeld geschaffen werden. Zum Ende der Landesversammlung gab es noch das Pflanzen eines Europa-Baums und eine Stadtführung.

Durch eine konzertierte Aktion, wobei ich mich besonders bei den anderen Kreisvorsitzenden und Leonhard Reinwald bedanke, brachten wir zum Schluss auch noch die Kuh vom Eis, sodass wir Heilbronner allesamt zufrieden nach Hause fahren konnten.

Manche Mitbürger bleiben unverbesserlich und so passte es ganz gut, dass die Landesvorsitzende Evelyne Gebhardt daran erinnerte, dass man alle Menschen so nehmen muss, wie sie sind. Grundsätzlich stimme ich ihr zu, aber wenn ein Mensch einfach nicht in eine Gemeinschaft passt und nicht einmal hineinpassen möchte, dann muss man es ihm dort nicht auch noch so richtig kuschelig machen.

Wir sieben Heilbronner haben auf alle Fälle unseren Teil dazu beigetragen, dass auch diese Landesversammlung ein Erfolg wurde. Und abends hatten wir alle sogar noch unseren Spaß dabei! Mit unserer Landesgeschäftsführerin haben wir eine Bank und unsere Delegierten enttäuschten ebenfalls nicht. Sehr erfreulich auch, dass wir trotz des fordernden Programms immer wieder Zeit für ein Pläuschchen mit den anderen Delegierten aus Baden-Württemberg fanden.

Mein positivstes Erlebnis der Versammlung war Niklas Nüssle, der als Volksvertreter bei unserer Versammlung genau so agierte wie es eigentlich alle Volksvertreter idealtypisch müssten: unaufgeregt, zuhörend und hilfsbereit.