Mann beim Ausfüllen eines Formulars

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Beitragsfoto: Mann beim Ausfüllen eines Formulars | © Pixabay

Menschen, die Emails mit einem Live-Chat verwechseln, kosten Kraft.

28. May 2026, 6:14 0 boosts 1 favorites

An manche Dinge muss man immer wieder erinnert werden. Auch wenn es hier im Blog immer wieder einmal ein Thema war.


Bahntrasse

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Beitragsfoto: Bahntrasse | © Heinrich Kümmerle

Platzhalter

Für den Fall, dass mir noch etwas einfallen sollte oder man mich plötzlich doch noch triggert. Bis dahin widme ich mich jenen Dingen, die mir überhaupt keinen Spaß machen und somit keine Erwähnung finden.

Ich ergänze diesen Platzhalter dann doch noch mit einem Ausschnitt aus „Monty Python and the Holy Grail“ (1975) — was haben wir damals Ende 1976 im Kino gelacht; die Ritter mit den Kokosnüssen waren auf jeden Fall besser als die damaligen Godzilla Filme. Gute Unterhaltung konnte noch so einfach sein.

Übrigens, bei den heutigen Studenten ist nach drei Streichen bereits Schluss mit lustig.

Klausur

Die Rahmendaten meiner Klausuren stehen schon etwas länger fest; ich profitiere dabei sehr von meinem eigenen „Lehrmeister“ — die Klausuren betreffend — Detlef Stern.

In 90 Minuten gibt es 90 Punkte zu erreichen. Ich nehme die Zeit zur Lösung einer Klausuraufgabe, was dann die zu erreichende Punktezahl ergibt. Die Zeit zum Lösen einer Aufgabe erhalte ich, indem ich meine dafür benötigte Zeit mal drei nehme. Als Pufferzeit stelle ich nochmals 15 Minuten zur Verfügung, die die Studenten ggf. für organisatorische Fragen nutzen können.

Da Studieren nichts mit auswendig lernen (Jura und Medizin mal ganz außen vor) zu tun hat, können die Studenten einen Spickzettel DIN A5 mit in die Klausur nehmen. Was darauf am besten steht, erfahren die Studenten durch aktives Zuhören während der Vorlesungen. Meine Erfahrung zeigt mir, dass die besseren Studenten damit die reinen Wissensfragen abdecken können — was bereits eine nach studentischen Maßstäben erfolgreiche Klausur garantieren dürfte.

Jene Fragestellungen, bei denen die Studenten selber etwas nachdenken und ggf. auch rechnen müssen, werden von mir vorab angekündigt — mehr als weniger deutlich!

Bleiben noch ein paar Fragestellungen übrig, die über der „80 % Hürde“ liegen und mir zeigen, wie gut der Inhalt meiner Vorlesungen verstanden wurde.

Über die Jahre hinweg bestehen ca. 80 % der Studenten meine Klausuren, wobei dies durchaus mit deren Anwesenheit in meinen Vorlesungen korreliert. Zum offiziellen Bestehen benötigen die Studenten 45 Punkte, wobei ich davon ausgehe, dass sie danach ihre eigenen noch vorhanden Defizite erkennen und diese bis zum Ende ihres Studiums beheben werden.

Bei jenen Studenten, die 80 % der möglichen Punkte erreichen, bin ich mir ziemlich sicher, dass sie das Thema der Vorlesung verstanden haben und anwenden können.

Jene Studenten, die über 90 % der möglichen Punkte erreichen, zeigen mir, dass es für unsere Jugend doch noch Hoffnung gibt — es könnten und dürften gerne auch ein paar mehr sein!

Ca. 20 % der Studenten erreichen die notwendige Punktzahl zum Bestehen nicht. Bis auf die Studenten, die tatsächlich einmal einen sehr schlechten Tag hatten und dies bereits während der Klausur selber erkennen, sollten diese Studenten dringend darüber nachdenken, ob sie nicht doch ohne künftige Bürostuhltätigkeiten wesentlich glücklicher wären. Im Falle, dass sie dies für sich weiterhin verneinen, wird ihnen eine KI den selbigen Stuhl sehr bald vor die Tür stellen!

Vermischtes

Heute erst ein erfreuliches Gespräch mit Detlef Stern und danach ging es in die Vorlesung. Es dürfte eine meiner letzten gewesen sein. Wenn man glaubt nur noch gegen Wände zu sprechen, dann ist es besser aufzuhören.

Nun da es hin zur obligatorischen Klausur geht, beschränken sich etwaige Fragen der Studenten ganz folgerichtig auf dieselbe. Wobei ich heute tatsächlich einmal zum Lachen gebracht wurde. Als ich gerade lang und breit erklärt hatte, dass das heutige Thema der „glorreiche“ Abschluss meiner Vorlesungsreihe ist und nun nur noch etwaige offene Fragen geklärt werden können, wurde ich gefragt, welches Thema als nächstes dran käme. Kann man verstehen, muss man aber nicht.

Gestern kam dann ein sehr erfreuliches Signal von der Deutschen Bahn für all jene, die es nicht einmal zum Politiker schaffen dürften. Man wird dort Bahnverantwortlicher ohne jegliche Verantwortung, wobei die besten der völlig Ahnungslosen auch noch ein paar Tausend Kilometer Kabel völlig sinn- und zwecklos verlegen lassen dürfen.

„Hast Du einen dummen Sohn, schick’ ihn zur Union.
Is’ er noch dümmer – die Bahn nimmt’n immer …“

Anon

Auch andere machen sich darüber etwas lustig und ich musste dabei sofort — ohne dass ich dies wollte — an Ronald Pofalla denken. Und so wird Stuttgart 21 um ein paar weitere Jahre verschoben. Ende 2031 soll es dann soweit sein; wer’s glaubt wird selig.

Deutschland baut künftig oder vielleicht auch nie selber zwei oder gar drei Kampfflugzeuge, dem Team Gen X sei gedankt. Man kann sagen was man möchte, bei der Lobbyarbeit und dem Abgreifen von Transferzahlungen sind wir weiterhin Weltspitze!

Die bisherige und nun von der aktuellen Bundesregierung getötete europäische Lösung ist aber keinen Deut besser! Denn es macht keinen großen Unterschied, ob man nun drei oder gar 12 Mengenverbrauchsgüter produziert — selbst VW baut 499 Autos gleich auf einmal.

Wie das Ganze tatsächlich vonstatten gehen müsste, habe ich nicht nur hier im Blog schon mehrfach thematisiert — Fach- und Sachexpertise war aber noch nie so unser Ding; wir machen lieber weiterhin auf Deutsche Bahn, aber ohne alles und mit scharf.

„Un dessert sans fromage est une belle à qui il manque un œil.“

Jean Anthelme Brillat-Savarin, Physiologie des Geschmacks (1865)

Blogger

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Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Ghosting

Eigentlich dürfte es niemanden wundern, wenn plötzlich der Kontakt abreißt oder schon gar nicht erst hergestellt wird. Manche der Studenten, die ich so höre, wundern sich dennoch sehr.

Auch ich wurde schon geghostet, denn dies gehört inzwischen regelrecht zum menschlichen Umgang mit dazu. Ich glaube, dass dies eine direkte Folge des uns alle überfordernden Lärms ist, den wir Menschen seit längerem erzeugen und inzwischen sogar erzeugen lassen (Stichwort: KI).

Noch nie hat man als Mensch alle Informationen, die einen beständig erreichen, auswerten geschweige denn auch adäquat beantworten können. U. a. Deutungsmuster und Vorurteile sorgten für entsprechende Filter. Hinzu kamen noch gesellschaftliche Gepflogenheiten, die verhinderten, dass jeder und alles auf Sendung gehen konnte — man benötigte Handwerkszeug, Lizenzen und Genehmigungen.

Heute schicken die letzten Deppen z. B. Tausende künstlich erstellte und maschinell vervielfältigte Bewerbungen an sämtliche Personalverantwortliche dieser Welt und erwarten dann auch noch eine zeitnahe Antwort.

Auch wenn ich selbst durchaus daran zu kauen habe, wenn ich geghostet werde, weiß ich um die gesellschaftliche Notwendigkeit — ohne Ghosting bricht der noch produktive Teil unserer Welt einfach zusammen. Und so frage ich mich jedes Mal, wenn ich geghostet werde, was der tatsächliche Grund sein könnte. Zu 80 % dürfte es einfach nur eine Übersättigung der entsprechenden Empfänger sein, für die restlichen 20 % bin ich nur ein weiterer Depp.

Und wie könnte man das Problem lösen? Leistung und Selektion sind bei uns weiterhin reines Teufelszeug. Deswegen bleibt es uns nur übrig, jedem von uns, einfach selber weniger Lärm zu erzeugen. Vielleicht dringend wir dann insgesamt wieder besser zumindest bei jenen durch, die uns nicht für die letzten Deppen halten.

Schleusen

Dieter Schwarz schafft Fakten. Nun, da das erste Lidl-Containerschiff Heilbronn als Heimathafen hat, dürfte der seit Jahrzehnten stockende und zuletzt von beiden Regierungen (Bund und Land) gestoppte Schleusenausbau in Fahrt kommen.

Künftig fahren die Giganten der See winkend an Hamburg vorbei, biegen kurz einmal in den Rhein ab, bevor sie dann auch Mannheim links liegen lassen und ihren neuen Heimathafen ansteuern.

Wenn das mit dem Neckarbogen und dem Bildungscampus nichts wird, kann man den Platz zum Containerstapeln nehmen. Beide Liegenschaften sind weiterhin mit der Hafenbahn angebunden — sage da noch jemand, man würde bei uns nicht vorausschauend planen.

Das mit den Vertiefungen bekommen wir auch noch hin, funktioniert bei der Elbe seit Jahrzehnten ganz prächtig. Und notfalls stauen wir ein wenig auf, klappt bei der Ems ebenfalls.

Vielleicht aber wissen die Macher im Schwarz-Konzern schon ein wenig mehr und bauen bereits darauf, dass Heilbronn wegen des Klimawandels bald direkt an der Nordsee liegen wird. Das nennt man dann strategisches Denken.

Vermischtes

Heute seit Langem mal wieder eine Fahrt mit dem meseno-Bus. Wenn wundert es noch, als erstes ging es an die Tanke. Der Rest der Fahrt bei bestem Wetter sehr angenehm. Die Brücke beim kommenden IT-Tempel dürfte fertig sein; nur noch ein paar Landschaftsarbeiten.

Die Instandsetzung bei der Bundeswehr hat man schon länger ausgesourct, wobei es eher um die Versorgung von systemrelevanten Personen ging. Und nun, wo man instandgesetzte Waffen und Gerät dringen benötigt, wundert man sich plötzlich, dass die dafür aufgebrachten Steuergelder einfach so weg sind.

Was macht man aus einem nagelneuen Stadtteil wenn bald auch die KI-Blase platzt? Ganz einfach: der Welt größtes Weindorf. Der große Vorteil dabei, man benötigt dazu nicht extra ein neues Atomkraftwerk. Ein weiterer Vorteil, man kann dort dann auch mit dem eigenen Hubschrauber einschweben. Übrigens, dank eines Inders wissen wir, dass unsere Prominenz gerne bis zwei Uhr morgens weinseelig ist. Das hätte einem Johann Wolfgang von Goethe sicherlich gefallen (kleiner Insider).

Gestern Abend konnte ich noch ein wenig das Tanzbein schwingen. Inzwischen dürfte dies eher in Richtung alte Knochen schütteln gehen. Interessanter Weise waren das Tanzen und unsere Tanzschulen im Heilbronner Raum auch ein Thema beim europäischen Frühstück am Samstag. Wobei wir feststellten, dass gleich drei Anwesende ihre ersten Tanzschritte noch beim Wolf auf der Allee absolvierten.

Und so konnten wir gemeinsam in Erinnerungen schwelgen. Legendär seine Le-Mans-Startaufstellungen, noch bevor es ans Tanzen ging.

Beim Erstellen dieses Blog-Beitrages höre ich Spliffs 85555.