Blogger

30.5.02026 5 (5)

Beitragsfoto: Blogger | © cottonbro studio auf Pexels

Zwischenstand

Nun ist es schon ein paar Tage her, dass ich mich gänzlich aus den Social Media zurückgezogen habe. Auch habe ich jene Blogs ad acta gelegt, die eher von einer KI geschrieben werden als dass sie die persönliche Meinung eines Menschen widerspiegeln. Was automatisch zur Folge hatte, dass ich auch Abstand von den „Meta-Blogs“ nahm. Und dies hat mein Internet schon jetzt um einiges entspannter gemacht. Allerdings habe ich weiterhin mit den Nachwehen zu tun. Es wird wohl noch eine ganze Weile dauern bis ich wieder völlig genesen bin.

Was die Vereinsarbeit angeht, versuche ich Mitglieder für die Betreuung von Social Media Kanälen gewinnen zu können. Was kein Widerspruch an sich, sondern nur der Tatsache geschuldet ist, dass Menschen durchaus mehrere Baustellen beackern können. Dass die Social Media nicht meine Baustelle sind, weiß ich inzwischen ganz genau, auch dass ich diese eigentlich nur zu Werbezwecken nutzte. Und so baue ich nun darauf, dass es Menschen gibt, die beides miteinander verbinden ohne dabei Schaden zu leiden, vielleicht sogar für sich einen Nutzen daraus ziehen können.

Manche Aufreger gehen nun völlig an mir vorbei, was mir dabei leider aber auch die echten Aufreger nun viel deutlicher vor Augen führt. Social Media dienen wohl für viel zu viele Mitmenschen als reiner Religionsersatz, sozusagen als Opium fürs Volk. Gepaart mit billigsten Medienerzeugnissen von Presse, Funk und Fernsehen schaffen sie es, dass wir Menschen nun tagelang auf einen toten Buckelwal starren anstatt uns Gedanken darüber zu machen, was für Auswirkungen alleine nur der Klimawandel für uns Menschen insgesamt hat.

Und sobald doch ein paar Bürger einmal nachzudenken beginnen, gibt es im ÖRR eine neue Serie über deutsche Königshäuser und alles ist wieder in bester Ordnung.

Unsere Welt ändert sich zwar beständig, dennoch aber bleibt alles gleich!

Wohl deshalb haben liberale politische Konzepte bei uns schon lange keine Chance mehr. Wir haben uns eine Blase geschaffen, die uns ganz gut als Weltersatz dient — so lange sie nicht platzt.

Vermischtes

Völlig überraschend war meine Enkelin gestern auf der Durchreise und so konnte ich deren Entwicklung kurz bestaunen. Erfreulich, dass sie nicht einfach winkend an Heilbronn vorbeigefahren ist, wobei, sie lässt sich bisher noch fahren.

Gestern gab es zur Entspannung ein wenig Gartenarbeit. Auch nehmen die ersten Klausuraufgaben so langsam Gestalt an.

Das vermeintliche Ende des Orbanismus wird nicht nur weiterhin angezweifelt, sondern man fragt sich zudem, wie es überhaupt zu seiner Abwahl kommen konnte. Masha Gessen versucht sich in der New York Times an einer Erklärung. Bereits nach 702 Kommentaren wurde diese Funktion abgeschaltet.

Als ich vor ein paar Jahren gegen Victor Orban in Budapest demonstrierte, dachte ich nicht daran, dass solch eine Wendung überhaupt möglich sei. Als ich dann bei einem weiteren Besuch völlig überraschend in einen Naziaufmarsch gelangte, wobei deutsche Mitbürger in SS- und SA-Uniformen mit lokalen Polizisten untergehakt abfeierten, hatte ich jegliche Hoffnung verloren. Vielleicht aber war dieses bunte Treiben selbst dem konservativsten Ungarn doch etwas zu viel.

Masha Gessen meint: „In other words, Hungarians seemed to see the damage that Orbanism had done to the nation as more important than any harm they felt they had suffered as individuals.“ 

Was im Rest Europas wohl dazu führen wird, dass sich die Totalitaristen bei ihren öffentlichen Auftritten nun doch etwas zurückhalten werden, zumindest so lange bis sie überall fest im Sattel sitzen und dabei die Sicherheitskräfte insgesamt voll und ganz im Griff haben; schlimm, dass selbst Nazis aus ihren Fehlern lernen können.

Rundschreiben

Mein monatliches Rundschreiben ging heute Morgen raus. Man hat mich gebeten, meine Meinung zur aktuellen Lage kundzutun. Einer Bitte, der ich gerne nachkomme. Und wenn ich schon einmal dabei bin, stelle ich dies auszugsweise ebenfalls hier ein.

Unsere Welt dreht sich weiter und an Neuigkeiten mangelt es sicherlich nicht. An den Krieg in der Ukraine haben wir uns bereits gewöhnt und wir dürfen froh sein, dass er noch nicht weiter eskaliert. Neu ist der Krieg im Iran, der sich ebenfalls länger hinziehen wird als vom Angreifer vermutet. Was mir zeigt, dass heutzutage selbst bei existentiellen Entscheidungen kaum noch auf Expertise zurückgegriffen wird. Wissenschaft und Handwerk wurden einfach durch Gefühle gepaart mit großen Worten ersetzt.

Jüngst haben sich die Spanier eindeutig für die Europäische Union ausgesprochen und ihren Beitritt als unumkehrbar bezeichnet. Sicherlich eine sehr erfreuliche Geste, leider aber auch nur eine Geste, die den normalen politischen Halbwertszeiten unterliegt. In Frankreich zeichnet sich ein weiterer „Rückschritt“ aus der EU ab, was uns Unionsbürger nicht einmal mehr überrascht. Andere Staaten sehen sich durch eine Bedrohung entweder durch die USA (Island oder Dänemark) oder die Russische Föderation (das Baltikum) dazu genötigt, um etwas bessere Europäer sein zu wollen, andere wie die Ungarn, die Italiener oder auch wir selber versuchen eher die wirtschaftlichen Vorteile einer europäischen Einigung weiter abzuschöpfen. 

Kurz und gut, Nationalstaaten machen das, was Nationalstaaten einfach so machen. Und dies wusste bereits Otto von Bismarck: „Ich habe das Wort ‚Europa‘ immer im Munde derjenigen Politiker gefunden, die von anderen Mächten etwas verlangten, was sie im eigenen Namen nicht zu fordern wagten.“

Manche von uns wundern sich nun, wobei sich diese europäische Entwicklung in den letzten Jahrzehnten bereits abgezeichnet hat. Anfangs war es sowohl die Idee unseres Verbandes als auch der Montanunion selbst, die Nationalstaaten langsam aber sicher aufzulösen und einen europäischen Bundesstaat entstehen zu lassen, der die natürlichen Regionen Europas stärkt. Aber schon zu Beginn sorgten eher konservativere Kräfte dafür, dass in der EG die Nationalstaaten wieder gestärkt wurden und nun in der EU voll und ganz das Sagen haben. 

Jene Kräfte, die ein Großeuropa anstreben, konkurrieren nun mit den Kleinnationalen in ihren eigenen Ländern, die höchstens einen Staatenbund akzeptieren können. Ein europäischer Bundesstaat steht längst nicht mehr zur Diskussion und wird nur noch bei Festtagsreden im Europäischen Parlament oder in der Kommission heraus gekramt. 

Unsere Europäische Idee wurde politisch getötet, nun steht maximal ein Superstaat Europa auf dem Tableau, der dann auch nicht mehr besser sein soll und wird als die aktuelle USA, die Russische Föderation oder gar die Volksrepublik China! Die Idee eines einigen Europas als Blaupause für eine künftige Weltunion ist nun völlig vergessen, Kooperationen anstatt Konfrontationen völlig aus der Mode. Unsere ureigenen Menschenrechte längst wieder reine Verhandlungsmasse.

Wohin uns dieser gewaltige Rückschritt in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts führt, sehen wir allerorten! Und nicht nur den Menschen im Vereinigten Königreich, die es schon etwas länger spüren müssten, ist dies absolut egal! 

Wir Europäische Föderalisten, zumindest jene, die noch am Hertensteiner Programm festhalten, haben einen sehr schweren Stand. Und dies obwohl sich unsere Idee als richtig, als umsetzbar und als erfolgreiches wie auch nachhaltiges Konzept herausgestellt hatte!

Wir Europäische Föderalisten schaffen es einfach nicht, unsere Mitmenschen von der Notwendigkeit von Veränderungen zu überzeugen. Diese halten weiter an Erinnerungen fest, die es so nie gab — nicht einmal zu Zeiten eines Otto von Bismarcks.

Was mich nun befürchten lässt, dass wir Menschen erst wieder im Jahr 1945 angekommen sein müssen, um auch nur halbwegs über notwendige Veränderungen nachzudenken.

Was nun aber nicht heißen soll, dass wir nun aufgeben oder gar resignieren! Nein, ganz im Gegenteil, wir müssen das Flämmchen weitertragen und darauf bauen, dass künftige Generationen dieses wieder lodern lassen werden. Das Bewahren der Asche gehört weiterhin den ewig Gestrigen! Und auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut.


Klassenzimmer

28.5.02026 5 (5)

Beitragsfoto: Leeres Klassenzimmer | © Shutterstock

Ohne Abschluss

Wenn man „ohne Alles“ im Bundestag oder einem anderen Parlament sitzen kann und sogar mit überhaupt gar nichts vorzuweisen Minister wird, muss man sich auch nicht weiter wundern, wenn es immer mehr Schüler gibt, die „ohne Alles“ unsere Schulen verlassen. Ich erinnere mich daran, wie ein Berufspolitiker einmal sagte, „sie können dann ja Politiker werden“. Und dazu müssen sich diese Menschen nicht einmal rasieren und schon gar nicht waschen.

Alexandra Ringendahl von Correctiv schrieb vor Kurzem „Neuer Höchststand bei Schulabgängern ohne Abschluss“ und zeigt dabei auch den Anteil der Schulabgänger von allgemeinbildenden Schulen ohne Abschluss im Schuljahr 2024/25 inklusive Förderschulen je nach Bundesland an.

Noch schlimmer die Ungelerntenquote, die inzwischen bei jungen Erwachsenen zwischen 20 und 24 Jahren, die weder in Ausbildung sind noch einen Berufsabschluss haben, 17,8 % erreicht. Wenn ich dabei nur an viele der Hochschüler denke, die völlig hoffnungslos in meinen Vorlesungen sitzen, muss man davon ausgehen, dass wir gut und gerne bereits bei 30 % liegen dürften — wir schreiben uns weiterhin unser Land schön und wundern uns dabei immer öfters, warum nichts mehr bei uns so richtig gut funktioniert.

Und was Ungelernte in Parlamenten und Regierungen so alles anstellen, das lesen wir ebenfalls immer öfters.

Kanzlerwechsel

Inzwischen erkennen sogar Unionsmitglieder, dass Friedrich Merz noch nie etwas getaugt hat und schon gar nicht in einer verantwortlichen Position. Irgendwie freue ich mich schon auf den kommenden Europastammtisch, wenn dort wieder ein paar Parteisoldaten auflaufen und tönen, dass es noch nie einen besseren Kanzler seit Otto von Bismarck gegeben hätte. Inzwischen erörtert die Frankfurter Allgemeine Zeitung drei Szenarien für einen Kanzlerwechsel.

Wenn man noch einen sich abzeichnenden Durchmarsch der Totalitaristen verhindern möchte, wäre es gar nicht schlecht, wenn man damit anfängt und die tatsächlich vorhandenen kompetenten Politiker die Arbeit erledigen lässt. Auf alle Fälle aber würde es zeigen, dass man als Partei den Bürger einmal verstanden hat.

Und sollten die neuen Verantwortlichen — ein Austausch an der Spitze reicht da nicht! — dann tatsächlich einmal liefern können, wäre unsere Demokratie sicherlich gerettet.

Vielleicht ist es dazu auch notwendig, dass sich Bündnis 90/Die Grünen, CDU und SPD, vielleicht sogar noch mit der Linken absprechen, und einen spontanen Regierungswechsel vollziehen. Die SPD könnte sich dabei in der Opposition wieder erholen und dabei bei Bedarf die neue Regierung stärken, wobei die neue Koalition dringend bestimmte Dinge wieder gerade rücken müsste. Die notwendigen Aufräumarbeiten werden sicherlich alle demokratische Kräfte gemeinsam fordern und diesen Parteien selbst so richtig wehtun.

Wenn der Bürger dann aber erkennt, dass das Licht am Ende des Tunnels sichtbar wird, verschwindet die Attraktion der Ewiggestrigen schneller als gedacht. Noch gibt es eine demokratische Mehrheit in unseren Parlamenten und dies müsste man sehr innovativ und gekonnt für den Erhalt unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung nutzen. Und dafür wären etwas jüngere Politiker, die zudem schon einmal ein Bundesland halbwegs erfolgreich geführt haben, eindeutig besser geeignet.

Vermischtes

Mein neues Serverlein brummt munter vor sich hin und so konnte ich es guten Gewissens auch wieder abgeben. In jüngere und hoffentlich auch engagiertere Hände. Wenn sich dieses Vorgehen bewährt, kann ich einen Server nach dem anderen „umziehen“. Mein Ziel ist es, dass zum Schluss nur noch maximal drei Serverlein in meiner Verantwortung vor sich hin brummen, wobei einer am Ende von einem meiner Jungs stillgelegt werden muss.

Keiner von beiden hat Interesse an diesem Steckenpferd, obwohl sie beide schon ihre eigenen Rechner hatten, noch bevor sie richtig lesen und schreiben konnten. Wahrscheinlich habe ich sie aber mit Windows 3.11 und Windows 95 mehr genervt als sie für einen Umgang mit Computern zu begeistern — vielleicht hätte ich doch Linux als Einstieg verwenden sollen.

Rückblickend sind es die epischen Schlachten, die wir bei Age of Empires führten, die ihnen wohl in Erinnerung bleiben werden. Dafür hatte ich extra einen eigenen Rechner, um mich bei Bedarf einklinken zu können, so lange bis ich kein Match mehr für beide war und sie mich nur noch als „betreuten Spieler“ dabei haben wollten.

Heute zur Mittagszeit etwas Entspannung im Stadtbad; freie Bahn für freie Schwimmer. Im Falle dass diese neue Stadtbadqualität von Heilbronn beibehalten werden kann, könnte ich mich tatsächlich wieder ans Kilometerschrubben gewöhnen.

Dazwischen so richtig nervige Angelegenheiten, wobei ich das erste Mal so richtig froh darüber bin, wenn ein weiterer Lebensabschnitt zu Ende geht. Was mich nun daran erinnert, dass ich auch noch eine Vorlesung vorzubereiten habe und das Klausurerstellen ebenfalls wieder vor der Tür steht.

Spannend, dass es gemäß einer Dementi von Friedrich Merz Unionsmitglieder gibt, die meine Einschätzung von deren beiden Parteien durchaus zu teilen scheinen. Konstantin von Hammerstein gibt entsprechenden Gerüchten im Spiegel Nahrung. Wie bereits von mir hier geschrieben, wäre das Nordlicht zwar eine bessere Wahl, aber ähnlich wie ein Bayer kaum dem Rest der Republik zu verkaufen. Und so wäre Hendrik Wüst ein akzeptabler Kompromiss. Was der CDU aber auch nur helfen würde, wenn zumindest Jens Spahn und die Karl-Theodor zu Guttenberg-Platzhalterin in die Wüste geschickt werden.

Wobei ich vermute, dass es seit Helmut Kohl völlig außer Frage ist, dass man in der Union Inkompetenz bestraft; dort werden eher die Kompetenten oder Seiteneinsteiger weggemobbt.

Was die Union weiterhin von der SPD unterscheidet, denn da gehört das Mobben inzwischen zur ureigenen Parteiprogrammatik; der schlimmste Gegner der SPD ist die eigene Partei.



Blogger

27.5.02026 4.9 (7)

Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Inselblick

Inzwischen habe ich Verwandtschaft im Vereinigten Königreich, hätte ich mir auch nie vorstellen können. Und die leben nun dort in Zeiten, wo man nicht unbedingt auf dieser Insel leben möchte. Vom Regen in die Traufe sozusagen, wobei ich fürchte, dass sie es selbst noch nicht so richtig erkannt haben.

Nigel Farage zeigt dort musterhaft wie man Demokratien demontiert und könnte als Beispiel dafür dienen, um einigen Unionsabgeordneten die Augen zu öffnen. Zumindest jenen, die nicht bereits von Anfang an unsere Demokratie demontieren wollten, sondern nur daran gedacht hatten, sich möglichst bequem selbst zu bereichern.

Man zerstört durch eine völlig aus der Welt gefallene Wirtschaftspolitik (siehe Helmut Kohl und Nachfolger) unsere wirtschaftliche Basis, schürt Neid und Missgunst und schafft damit Unsicherheiten. Dann guckt man, dass man Sündenböcke präsentieren kann, möglichst altbewährte, und verhindert jegliche Lösungsversuche (siehe Robert Habeck).

Man hält die Suppe am Köcheln und bemüht sich dabei den Rahm abzuschöpfen (siehe Jens Spahn und Co.). Dass dadurch einzig und alleine die antidemokratischen Kräfte gestärkt werden, nimmt man als Kollateralschaden mit in Kauf — für manche ist das gar der Hauptgrund und Sinn und Zweck vom Ganzen.

Dabei sollten wir alle es doch viel besser wissen, nämlich, dass wenn uns die Welt wieder einmal um die Ohren fliegt, es nur ein paar wenige — meist dieselben — Familien sind, die aus der Misere gestärkt herauskommen werden. Alle anderen und sicherlich auch dabei die meisten unserer Volksvertreter werden die Zeche zahlen müssen.

Und so sollten sich unsere Polit-Promis selber einmal fragen, ob sie tatsächlich zur Klasse dieser systemrelevanten Personen gehören, bevor sie weiter mit dem Feuer spielen!

Ekelhaft

Mit Nazis herummachen dachte ich, sei bei der SPD nur ein begrenzt lokales Phänomen. Wobei ich dies bisher nur an ein paar einzelnen Akteuren festmachte und überzeugt davon bin, dass diese mit jedem und allem herummachen.

Nun aber zeigt Torsten Albig ganz offen, dass die ehemalige Volkspartei weiterhin über ausreichend totalitaristische Mitglieder verfügt, denen es völlig egal ist, wie die SPD ihre Bonzen in Lohn und Brot halten kann.

Schlimmer ist nur noch, wie inzwischen selbst traditionell demokratische Blätter und sogar der ÖRR die AfD normalisieren und für diese zu werben beginnen.

Die FDP gibt es längst nicht mehr und bei der SPD und der Union wandern deren Mitglieder nun dorthin ab, wohin sie schon immer gehörten, sich bisher aber nicht zu sein trauten. Das muss der Linksruck sein, vor dem uns vermeintlich konservative Politiker schon so lange warnen.

Und wir können derweil ganz gut miterleben wie unsere Demokratie den Bach runtergeht — wenn wir nicht alle so langsam aber sicher wieder zur Besinnung kommen!

Bei viel zu vielen Berufspolitikern habe ich die Hoffnung längst aufgegeben und würde mich auch nicht wundern, wenn diese schon längst eine Anwartschaft bei der AfD abgeschlossen haben: heute noch flammender Juso und morgen bereits AfD-Bonze — mit Orden und Trallala.

Vermischtes

Gestern Morgen konnte ich mich ins Wasser stürzen. Das Hallenbad sehr angenehm leer, zumindest die Bahnen im Sportbecken. Nun musste ich feststellen, dass ich das Streckemachen nicht mehr kann und begab mich ins Außenbecken. Und auch dort alles bestens. Unser Stadtbad hatte einen sehr guten Tag — und ich fühlte mich pudelwohl.

In den kommenden Tagen schaffe ich mir einen neuen Server an, nur um einen weiteren loszuwerden — muss man nicht verstehen, tu ich auch nicht.

Gestern Abend u. a. motiviert von den jüngsten Filmhinweisen Andreas Lochners wurde ich ein klein wenig blutrünstig und schaute „Bad Times at the El Royale“ (2018). Vor ein paar Jahren war ich noch in der Gegend dieses Hotels und frage mich nun, ob diese Art von Zimmer dort wohl Standard ist.

Drew Goddard sorgt auf alle Fälle für einen unterhaltenden Kinoabend. Jeff Bridges und Cynthia Erivo sind ein ganz gutes Duo und auch Lewis Pullman gefällt mir ganz gut. Chris Hemsworth dient wieder einmal als Hingucker und wird wohl das weibliche Publikum bei Laune halten.

Vom Cal Neva Lodge und Casino hat man einen guten Überblick über den Lake Tahoe, allerdings die Trennlinie ist dort weiß und nicht rot. Wahrscheinlich ging es dort selbst zu Frank Sinatras Zeiten nie so blutig zu wie im Film. Mir blieb das Ganze so gut in Erinnerung, weil, als ich von einem Spielautomaten abließ, da wir dringend weiter mussten, ein Mann herbeieilte und der Automat den Hauptgewinn ausschüttete. Manchmal verliert man, manchmal gewinnen andere.