Schnappschuss

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Beitragsfoto: Schnappschuss

Lustmörder

Sobald man bei uns seine Lust mit einem Auto verbindet, gibt es kaum noch Grenzen. Alkoholisiert oder ohne Führerschein fahren, Fahrerflucht, illegale Autorennen oder Körperverletzung sind überhaupt kein Problem. Wie man heute in der taz erfahren kann, sind selbst 113 nachgewiesene Delikte noch zu wenig, um bei uns potentielle Lustmörder in Schranken zu weisen. Staatsanwaltschaft und Gerichte schauen so lange weg, bis mindestens ein paar unbeteiligte Menschen ermordet wurden.

Nun wurden zwei von drei gefassten Mördern verurteilt, der dritte kam mit einem blauen Auge davon — muss demnächst wohl ein weiterer Mensch dran glauben.

Eigentlich müssten die Staatsanwälte und Richter, die zuvor die unzähligen Straftaten dieser nun endlich zu Haftstrafen verurteilten Mörder einfach nur durchgewunken haben, mit auf der Anklagebank sitzen — die Lust am Auto vernebelt selbst Justizia.

Erfreulicheres gibt es in Heilbronn zu berichten, denn dort dürfte man nun einen verurteilten Lustmörder in sein Heimatland ausweisen. Er wird es weiter zu verhindern wissen, denn Menschen totfahren macht bei uns in Deutschland ganz offensichtlich mehr Spaß.

Warum aber zumindest die jüngst verurteilten Lustmörder allesamt eine türkische Zuzugsgeschichte haben, sollte man einmal etwas näher untersuchen. Wahrscheinlich aber hängt es nur damit zusammen, dass diese Menschengruppe bei uns meist völlig unterbelichtet durch das Leben wandelt und Autofahren mit oder ohne Führerschein zu deren einzigen intellektuellen Leistung gehört, was sie aber auch nicht so richtig auf die Reihe bekommen.

Unerfreulich dabei, dass nun laut taz die gesamte Bevölkerung darunter leiden soll, nur weil bei uns Idioten alles dürfen außer arbeiten.

Vermischtes

Auch wenn ich meine gemachten Foto beständig lösche und längst kein Foto Backup bei Amazon und Co. mehr habe, bringen ganz gewöhnliche Suchanfragen auf meinen Rechnern immer wieder Erstaunliches hervor. Obiges Beitragsbild habe ich im Jahr 2023 selbst geschossen — da kannte ich weder Mitleid noch Gnade; wobei man sich fragen könnte, ob es überhaupt gegenüber Tieren Gnade geben kann.

Der kommende Weltuntergang muss wohl noch einen Blowjob lang warten oder wie soll ich die jüngsten Äußerungen von Donald Trump verstehen? Die üblichen Experten dürfen sich gerne bei mir melden. Könnte aber auch nur sein, dass sich der Iran und Donald Trump künftig die Transitgebühren für die Straße von Hormus teilen.

In Rheinland-Pfalz gibt es nun Koalitionsverhandlungen, was im Wilden Süden wieder einmal etwas länger dauert. Wobei es unserem Land sichtlich wohl tut, wenn die Landespolitik eine Auszeit nimmt. Ob Schwarz-Rot aber wirklich eine Lösung ist, das darf nach all den Jahrzehnten sehr stark bezweifelt werden; Grün-Schwarz verspräche bei uns etwas mehr Hoffnung, denn da kann man davon ausgehen, dass es dabei noch ein paar Politiker gibt, die etwas zum Positiven bewegen wollen, den eigenen Geldbeutel einmal außen vorgelassen. Was wohl noch einen der beiden Koalitionspartner abschreckt, denn bei uns gilt weiterhin der Spruch: „Wir können alles außer Politik“.

Boris Pistorius sah sich wohl zu einer Richtigstellung gezwungen, denn die halbe Junge Union hatte sich bereits um ein Studium in Monaco oder einem anderen Ort im Ausland beworben, die es diesen Karrieremenschen bekannter Maßen ermöglichen, sich für immer um den Wehrdienst zu drücken. Die andere Hälfte wurde bereits mit entsprechenden ärztlichen Attesten ausgestattet.

Bei bestem Wetter ein wenig im Garten geackert, denn ein frisch angelegter Holzhaufen war umgekippt.

E-Mail

Heute Morgen wurde ich regelrecht in der Brunft gestört (kleiner Insider) als ich eine sehr erfreuliche E-Mail von einem oder gar mehreren Lesern erhielt. Man nahm mich gekonnt und äußerst nett auf die Schippe.

Meine Freude war dabei so groß, dass ich kurz daran dachte, Ross und Reiter zu nennen, ganz besonders deshalb weil ich mich schon sehr lange selbst als Ober-, vielleicht sogar als Meisterkuschler betrachte. Wobei diese Einschätzung eher dem Kuschelpartner obliegt.

Wer meinem Blog schon etwas länger folgt, der kann durchaus richtig vermuten, dass ich Auszeichnungen jedweder Art nicht mehr annehme. Die in meinen „Jugendjahren“ erhaltenen reichen mir bis zum Ende meines Lebens und auch weit darüber hinaus völlig aus. Selbstverständlich waren diese sämtlich mehr als verdient.

Auf alle Fälle aber werde ich nun, wenn ich einen Wald betrete, wohl noch sehr lange an die Würde eines Ehrenbocks denken und meinem Ältesten umso mehr raten, wenn er wieder einmal einen Bock schießen geht, sich seinen Schuss doch nochmals zu überlegen. Nicht, dass er auch noch die stark gefährdete Art der Kuschelböcke dezimiert.


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Beitragsfoto: Streetart

E-Mail

Ich fühle mich zwar immer noch ein wenig geehrt, wenn ich mit seitenlangen E-Mail bombardiert werde, die mich eines Besseren belehren möchten. Wenn diese E-Mail dann aber auch noch mit unzähligen Links zu weiteren Websites und Videos garniert werden, dann ist bei mir aber Schluss mit lustig.

Bitte schreiben Sie doch Ihre eigenen Blogs! — wie z. B. diesen. Ich bin Ihnen wirklich nicht böse und Konkurrenz belebt das Geschäft.

Flora Incognita

Am Wochenende habe ich eine mir unbekannte Blume gefunden. Meine bessere Hälfte tippte sofort auf wilde Tulpe, was meine weiteren Recherchen auch bestätigten. Wozu gibt es aber KI und so nahm ich ein Foto und fragte ChatGPT — sozusagen zur nochmaligen Bestätigung. Das Ergebnis eindeutig: ein Gelbstern. Mein Nachhaken bei ChatGPT ließ diese KI richtig biestig werden! Sie ließ nicht einmal zu, dass sie sich ggf. doch geirrt haben könnte.

Ein kurzer Chat mit Detlef Stern und ich hatte ein neues App auf meinem Mobiltelefon. Erst ohne Anmeldung im Gastmodus, aber als ich mich etwas mehr damit beschäftigt hatte, registrierte ich mich dann doch noch. Nun habe ich meine Entdeckung dort auch noch festgehalten und trage ein klein wenig mit dazu bei, dass unsere restliche Pflanzenwelt ein wenig besser erforscht werden kann.

Aber auch die Website von Flora Incognita ist besuchenswert; es gibt sie noch die lesenswerten Websites!

Fast passend dazu der Hinweis, dass laut Martin Thielecke „seit Beginn des Jahres in Kalifornien jedweder AI-generierter Content im Zuge des California AI Transparency Act gekennzeichnet werden muss, sei es mit Wasserzeichen bei Audio, Video und Bildern, als auch händische Kennzeichnung bei Texten.“

Sobald sich das auch bei uns in Europa durchsetzt, wird es im Internet richtig leer und einsam werden. Es sei denn die Menschen sind bereits so stumpf, dass sie wirklich über alles „rüberrutschen“. Wobei bei Profi-Websites könnte man es noch halbwegs verstehen, denn auch Journalisten möchten heutzutage mit möglichst wenig eigener Arbeit möglichst viel Geld verdienen. Lustig dabei, sie sind die allerersten die dann darüber klagen, wenn man sie weder liest noch wahrnimmt, ganz zu schweigen vom Ernstnehmen.

Auf alle Fälle aber wäre es für alle Beteiligten besser, wenn man sofort erkennen könnte, wann eine Website oder ein Blog noch von Menschen gemacht ist. Auch der Hinweis, man hat sich „nur“ von einer KI beraten oder „ein wenig“ helfen lassen dürfte vielen Lesern genügen, um künftig einen weiten Bogen um solche Produkte zu machen. Außer, wie geschrieben, man gehört zu den völlig Abgestumpften. Und die gibt es bei uns zu genüge — also nichts mehr mit einsam im Internet; ein echter Messi füllt alles, egal wie viel Kubik.

Vermischtes

Das heute als Beitragsfoto abgelichtete Kleinkunstwerk ist am Rande der Innenstadt zu finden. Wer weiß wo?

Vor Kurzem haben wir eine gute Idee von Peter Schulze übernommen und zu Werbezwecken eine ganze Kiste gelber Sterne bestellt. Nicht nur ich assoziiere inzwischen diese Sterne mit der Flagge sowohl der des Europarats als auch der der Europäischen Union — dem europäischen Sternenbanner sozusagen.

Im Kreisverband Mannheim der EUROPA-UNION, dessen Vorsitzender Peter Schulze ist, kamen diese Sterne ganz gut an, auch mir gefallen sie ganz gut und der Enkelin scheinen sie auch zu gefallen. Und so könnte diese Idee auch in Heilbronn funktionieren.

Gerade kam die Kiste gelber Sterne an und nun sind wir im Besitz von lauter … roten Exemplaren — in unserem Land klappt wirklich gar nichts mehr!

Gleich am Morgen gab es erst ein Nichtkäffchen mit Detlef Stern und dann die obligatorische Vorlesung. Der Rest des Tages ist mit lauter mehr als unangenehmen Tätigkeiten angefüllt. Erst am Abend wird es besser werden, denn dann gibt es einen Europastammtisch zum Entspannen. Und selbst die vorgeschaltete Kreisvorstandssitzung dürfte nach diesem Tag als vergnügungssteuerpflichtig durchgehen.


Konzert

Musikvideo zum Sonntag 5 (4)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Da sitze ich etwas spät nach einem halbwegs erfolgreichen Spieleabend noch am Rechner und gucke nur noch einmal ganz kurz, was so alles in meiner Timeline ist, da machen mich die Kuschelböcke auf Robert Palmer aufmerksam. Ich hatte ihn noch wegen des Songs „Johnny and Mary“ aus 1980 in Erinnerung.

Dieses Lied befindet sich übrigens auf seinem sechsten Album „Clues“. Die Kuschelböcke und -kühe finden allerdings das Medley „Mercy Mercy Me / I Want You“ (1990) zumindest für diesen Abend etwas entspannender; dies dürfte mit dem jugendlichen Alter dieser Böcke und Kühe zu tun haben. Meine Leser können sich aber gerne selber ein Bild machen.

Diesen Song findet man übrigens auf dem Album „Don’t Explain“ (1990). Da ich mir zu dieser Zeit mein Geweih schon etwas länger abgestoßen hatte, sitze ich bei beiden Liedern bequem im Sessel, wobei ich inzwischen doch die Couch bevorzuge.

Wer sich an die beiden obigen Songs nicht (mehr) erinnern kann, der fängt vielleicht noch etwas mit dem nun folgenden Lied an.

„Addicted To Love“ (1985) findet man auf seinem achten und wohl bekanntesten Album „Riptide“ aus dem selben Jahr.

Wir hatten heute erneut viel Spaß mit Siedler von Catan, wobei ich den gesamten Abend bis kurz vor Schluss auf der Siegerstraße war. Am Ende musste ich mir den Sieg dann doch noch mit einer Schwiegertochter teilen — es gibt aber Schlimmeres.

Nun noch ein Lied aus Robert Palmers Anfangszeiten. „Man Smart, Woman Smarter“ befindet sich auf seinem dritten Album „Some People Can Do What They Like“ (1976).

Last but not least ein Bob Dylan Cover „I’ll Be Your Baby Tonight“ (1967) , das Robert Palmer 1990 zusammen mit U2 aufgenommen hat und welches ebenfalls auf dem Album „Don’t Explain“ zu finden ist, auf welches die Kuschelböcke heute oder eher bereits gestern aufmerksam machten.

Was ganz gut zu einem Beitrag von Jim Windolf in der New York Times (5.4.2026) passt, der sich fragt, „What Were Bob Dylan and John Lennon Really Saying in the Back of That Limo?“ — dann doch lieber Ohrensessel.


Fediverse Reactions