Mauer

27.3.02026 5 (5)

Beitragsfoto: Mauerblumen

Platzhalter

Nur für den Fall, dass mir heute meine Familiengeschäfte noch etwas Zeit lassen. Das kommt davon, wenn man Unliebsames einfach so vor sich hin schiebt. Eine Entschuldigung habe ich aber, seit Wochen mahne ich Zuarbeit an, von einer Behörde — auf die ist immer Verlass!

Vermischtes

Die Kriege gehen munter weiter, das Europäische Parlament hat ein weites Handelsabkommen verabschiedet und Melania Trump hat jetzt einen eigenen Roboter.

Die EU sollte Abner Benaim dafür bezahlen, dass er einen Film über die Trump-Familie macht; danach wird selbst Star Wars Schnee von gestern sein.

Der Gemeinderat hat den Umbau des Frankenstadions beschlossen, für den weiteren Ausbau der BAB6 soll es nun auch den Platz dafür geben und unsere Stadt nimmt nicht an der Earth Hour teil, was durchaus zu einer AfD-Hochburg und Nazi-Bild im Rathaus passt. Bei der Nordumfahrung geht es dafür nun ziemlich schnell — warum muss ich da nur an Johann Wolfgang von Goethe denken?

Jüngst hat mich eine Besucherin gefragt, warum unsere Waffenverbotszonen zeitlich begrenzt seien. Ich begründete dies mit einer Heilbronner Reichsstadt-, Wengerter- und Seeräubertradition, alles andere wäre sicherlich sehr peinlich geworden.

Ein Buckelwal darf nun außerhalb der Reichweite der Kameras sterben. Aus den Augen, aus dem Sinn — heute haben wir nun wirklich genug für den Umwelt- und Naturschutz getan!

Mein Beitragsbild ist auf einem Spaziergang durch ein Stadtteil entstanden. Früher™ konnte man eine solche Pracht auch noch in Heilbronn selbst finden; Migration im Kleinen.

Meine Blogroll wird künftig immer schlanker werden, weil ich einfach keine Lust habe, um KI-Geschriebenes zu lesen. Wie können Blogger nur davon ausgehen, dass man, wenn man sie über Jahre hinweg gerne gelesen hat, es nicht merken würde?

Nachtrag

Detlef Stern machte mich auf einen taz-Artikel aufmerksam, der meine Befürchtungen bezüglich des Buckelwals teilt. Wir Heilbronner lesen diesen Artikel bestimmt aber einzig und alleine deshalb, weil Heiko Werning richtiger Weise erkannt hat, dass wir eine Metropole sind — das gibt mindestens wieder fünf neue Stellen in der Stadtverwaltung: vom Buckewalbeauftragten bis hin zum taz-Artikelausschneider.

Filmgenuss

Habe mir den gestrigen Abend mit einer schwarzen Komödie versüßt. Aber nicht etwa einer aus Frankreich, wo wie bei uns alles ebenfalls sehr gefällig geworden ist, sondern einen Film aus Panama, einem Land in dem die Probleme noch so allumfassend sind, dass selbst Kritiker schwarzen Humor noch derb und ungehobelt bestehen lassen.

Der Film trägt den Titel „Housekeeper’s Revenge“, im Original lautet er „Secuestro a domicilio“ (2009). Den deutschen Titel lasse ich einmal weg, denn dessen Übersetzung ist das Schlimmste, was einem Film passieren kann. Leider ist mein Spanisch zu eingerostet, um den Film in der Originalsprache wirklich genießen zu können. Wenn ich aber nochmals die Gelegenheit zum Gucken finde, werde ich dies allerdings versuchen, so hat mir der Film gefallen.

Abner Benaim führte Regie, der zusammen mit Lino Georg von Saenger auch die Geschichte geschrieben hat. Dass es solche Familien wie die gezeigte überhaupt gibt, dürfte heute sogar noch wahrscheinlicher sein als vor zwanzig Jahren, wobei die beiden Autoren sicherlich wussten, was sie da schreiben.

Rosa Isabel Lorenzo als Toña und Aída Morales als Paquita rocken den Film auf alle Fälle und Francisco Gattorno würde auch bei uns eine exzellente politische Karriere hinbekommen — was mich irgendwie an einen Lokalmatador erinnert.

Der Rest der Besetzung ebenfalls richtig gut. Mit Isabella Santodomingo als Hausfrau könnte man fast etwas Mitleid bekommen, wenn man nicht ganz genau wüsste, dass sie ein selbstgewähltes Schicksal erlebt. Sie kann sich ja den Gärtner mit ihrem Mann teilen und die Familie ist wieder völlig in Ordnung.


Fediverse Reactions
Konzert

Musikvideo zum Tag 5 (4)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Es soll keiner sagen, ich nehme Kritik oder Anregungen aus meiner Leserschaft nicht ernst. Bisher war es aber der Song „Laguna Sunrise“, den ich mit Black Sabbath positiv in Verbindung brachte. Die Zeiten ändern sich und ganz aktuell sicherlich nicht zum Besten.

Nach einer unruhigen Nacht, was bei mir sehr selten vorkommt, und die ich dann nicht einmal positiv für mich nutzen konnte bzw. wollte, erwachte ich tatsächlich mit einem Black Sabbath Lied im Ohr, dem nun folgenden.

„Black Sabbath“ von Black Sabbath auf der LP „Black Sabbath“ (1970), inspiriert von einem mir nicht bekannten Film „Black Sabbath“, wiederum vom religiösen Sabbatfest inspiriert, ist wohl das bekanntestes Lied der Gruppe, die meines Erachtens mit dem Weggang von Ozzy Osbourne aufhörte zu existieren — nur noch Zombies, was zur Gruppe passen dürfte.

Vom selben Album nun noch der folgende Song, und nein Frauen sind nicht an allem Schuld, ganz besonders nicht an der aktuellen Weltlage — diese wird ausschließlich von irren Männern und männlichen Schlümpfen verursacht; die dabei mit beteiligten Frauen bloßes Beiwerk bis hin zu Zierrat.

Bevor mich nun Andreas Lochner darauf hinweisen möchte, das Album „Paranoid“ (1970) ist auch heute noch der Hammer!

Mein Lieblingslied der Gruppe „Laguna Sunrise“, welches sich auf der Platte „Vol. 4“ (1972) befindet, gibt selbstverständlich den krönenden Abschluss zu diesem Beitrag.

@Andreas, hab ich etwas verpasst? Häng es einfach als Kommentar mit dran.


Fußballspieler

25.3.02026 5 (4)

Beitragsfoto: Fußballspieler beim Einwurf |© Pixabay

Vermischtes

Wie wir heute lesen können, macht sich die AfD für die CDU hübsch. Es könnte aber auch weiterhin nur so sein, dass die Grenzen zwischen beiden Parteien fliesend sind. Früher™ traten CDUler auch noch gerne bei den Freien Wählern an, wenn sie in der eigenen Partei kaum eine Chance auf ein Wahlamt hatten.

Für heute habe ich genug gerechnet, Listen befüllt und Rechnungen geschrieben. Morgen ist auch noch ein Tag. Längst sind die Zeiten vorbei, wo ich so lange am Schreibtisch blieb, bis alles erledigt war. Manchmal ging schon wieder die Sonne auf und ich war dabei mit meiner kleinen Welt zufrieden. Später nutzte ich die Nachstunden eher, um an meinen Büchern oder im Blog zu schreiben, was eine ganz andere Qualität besitzt, da man dies alleine nur für sich selbst macht.

Heute nutze ich die Nachtstunden eher fürs Bingen oder mit einer guten Lektüre. Was ich jedem empfehlen kann, bevor man sich darüber beklagt, dass man nicht ein- oder durchschlafen könne. Als wir noch das Land der Dichter und Denker waren, soll es gar üblich gewesen sein, dass die Menschen ihre Nacht in Ruhe- und Arbeitszeiten aufteilten und man zweimal je Nacht ins Bett ging. Was dann wohl auch zum Mittagsschläfchen führte, eine Eigenart, die noch heute gerne beibehalten wird.

Auf alle Fälle aber wäre ich nie ein guter 9-to-5-Jobber geworden; zu unflexibel und viel zu langweilig! Lustig dabei, dass man genau diese Jobs künftig durch KI und Roboter ersetzen wird! Wer sich als Mensch in Formen pressen lässt, der verdient es einfach nicht anders.

Habe ich bestimmt auch hier schon einmal erwähnt: „Alle Menschen zerfallen, wie zu allen Zeiten so auch jetzt noch, in Sclaven und Freie; denn wer von seinem Tage nicht zwei Drittel für sich hat, ist ein Sclave, er sei übrigens wer er wolle: Staatsmann, Kaufmann, Beamter, Gelehrter.“ (Friedrich Nietzsche, 1878).

In meiner Jugend war ich mal Borussia Mönchengladbach-Fan, dann aber haben sie mit dem Fußballspielen aufgehört. Mit dem FC Bayern München konnte ich selbst zu meinen Münchner Zeiten nichts anfangen, mit dem VfB eher schon — durfte einmal ein paar von deren Spielern drangsalieren, was durchaus etwas verbindet. Mit dem 1. FC Kaiserslautern und dem HSV bin ich kameradschaftlich verbunden und Fortuna Düsseldorf gehört seit Kurzem gewisser Maßen sogar zur Familie, zumindest ein Ultra. Hingegen Real Madrid wurde mir befohlen und als guter Soldat habe ich mir sogar deren Devotionalien schenken lassen.

Basketball ist dennoch der bessere Mannschaftssport, gleich gefolgt von Rugby und Football.

Krieg

Der Ukrainekrieg wabert weiter vor sich hin, kaum hat die Ukraine ein paar Quadratkilometer Gelände zurückerobert, schon starten die Russen eine neue Offensive. So lange die Ukrainer standhalten, läuft alles weiterhin nach Plan — so schlimm dies auch für die Betroffenen sein mag. Aber das ist Krieg!

Der beste Verbündete Putins, Donald Trump, hat derweil ganz ohne Plan eine zweite Front im Iran eröffnet. Auf alle Fälle sichert dies nun den Russen die Finanzierung ihres Krieges gegen die Ukraine und macht nicht nur die Familie Donald Trumps reich. Was erklären könnte, warum auch die Bundesregierung wieder verstärkt auf Öl und Gas setzt — es erhöht die eigenen Gewinnmargen.

Wieder einmal ein schönes Beispiel, warum Kriege geführt werden, nämlich um den eigenen wirtschaftlichen und politischen Untergang zu verschleiern oder um sich persönlich zu bereichern, meist aber beides zugleich — es geht immer ums Geld („It’s all about the money“).

Und ob dazu nun auch US-Truppen oder gar NATO-Alliierte verheizt werden müssen, reine Nebensache. Als Soldaten haben wir von unseren Politikern und Mitbürgern immer wieder hören müssen, dass wir als „Zivilversager und potentielle Mörder“ doch etwas Besseres hätten lernen können und, dass es nun „an der Zeit sei, zumindest wieder das Sterben zu lernen“.

Sobald aber unsere lieben Mitbürger befürchten müssen, dass es ihnen ggf. selber an den Kragen gehen könnte, sind wir Soldaten wieder höchst beliebt und man entlohnt uns durch beifälliges Klatschen, ähnlich wie die Ärzte und Pfleger während COVID-19. Am besten, sobald wir im Sarg nach Hause kommen, denn das spart richtig Geld.

Wie man nun lesen darf, müssen sich wohl auch Soldaten darauf einstellen, dass sie ihre eigenen Ehepartner, die nicht arbeiten können und manchmal auch nicht dürfen, noch verstärkter als sonst üblich ver- und absichern müssen. Die vom Bund ehemals bereitgestellten Wohnungen für die umzugspflichtigen Soldaten sind schon längst von Behörden unter der Hand fremdvergeben. Und für den Nachwuchs Kindergärten oder passende Schulen am neuen Standort zu finden, rein persönliches Schicksal.

Nur für den Fall, dass hier jemand fragt, warum man die Ränge bereits in Friedenszeiten nicht füllen kann — von geeignetem Personal einmal ganz zu schweigen. Wer will als Bürger schon freiwillig in den Augen seiner Mitbürger ein „rechtsradikaler Vergewaltiger“ sein?

Manche Blogger meinen, dass der Ukrainekrieg in den Medien viel zu kurz käme. Zumindest wir Soldaten wissen um die schreckliche Tragik auch dieses Krieges, aber auch, dass dieser „alternativlos“ ist.

Gerade jene, die diesen Krieg vermeintlich nicht wollen, hätten ihn schon lange beenden können. Dazu müsste man einfach nur sämtliche Wirtschafts- und sonstige Beziehungen zur Russischen Föderation abbrechen — das würde aber die eigenen Einkommen schmälern und ggf. den eigenen Wählern ein paar Unannehmlichkeiten bereiten. Was ist dagegen schon das schreckliche Schicksal von ein paar Hunderttausend ukrainischer Frauen und Kinder? Von den unzähligen Soldaten einmal ganz zu schweigen! — It’s all about money, stupid!

Blogger

Kaum habe ich über Altherrenblogger geschrieben und schon muss ich bei Stefan Rose lesen, dass Chris Kurbjuhn nicht weiter schreiben wird. Die allermeisten Uraltblogger sind schon etwas länger von uns gegangen, nun lichten sich auch die Reihen der Altherrenblogger immer mehr.

Der Lauf des Lebens halt. Passend, es regnet. Heute war mir mein Tag bereits schon vorab unangenehm, denn ich hatte die leidigen Familiengeschäfte auf heute verlegt. Und da die Anmeldungen zum diesjährigen Europa-Ball ebenfalls schleppend verlaufen, fügt sich der Tag so langsam aber sicher zu einem zusammen, auf den man später nicht so gerne zurückblicken wird.

Man soll den Tag aber nie vor dem Abend loben und so gibt es zumindest wieder etwas zum Bloggen. Auch passend wäre nun ein Rezept oder eine Restaurantempfehlung, was bei mir aktuell aber nicht erfolgen wird.

Valentin Trentin hat sein Blog vor Kurzem ebenfalls eingestellt und mit Detlef Stern diskutiere ich letztens immer wieder auch darüber, ob ich für mich nicht doch einmal eine Blogpause einlegen sollte — ich könnte dafür wieder verstärkt meinen Zettelkasten füttern oder das eine oder andere bereits fast vergessene Buchprojekt wieder aufgreifen.

Dann aber lese ich wieder Blog-Beiträge von Uraltbloggern wie David Wertheimer, was mich allerdings gerade heute auch wieder zumindest ein klein wenig sentimental stimmt, vor allem, wenn ich daran zurückdenke, wie ich selber in den 1990er-Jahren beruflich bedingt ins Internet schrieb und dachte, dass dies doch gar keine schlechte Idee für einen ganz privaten Zeitvertreib wäre.

Dann brachte mich ein Mitarbeiter auf die Idee, dass man damit doch ganz gut Geld verdienen könne und in Folge davon darf ich auf doch so einige sehr glorreich gescheiterte Internet-Projekte zurückblicken — aber auf alle eher mit einem lächelnden Auge.

Im Gegensatz zu meinem damaligen Mitarbeiter war mir Geld nie so richtig wichtig und so bin ich am Abend meiner eigenen Blogger-Zeit wieder voll und ganz zu den Anfängen zurückgekehrt, nämlich eine gute Technologie auch für den eigenen Zeitvertreib zu nutzen — wobei ich immer mehr daran denke, dass unsere damalige Software für diese Zwecke viel besser war als es die heutige ist. Was daran liegen könnte, weil wir uns alles selber zusammengebastelt oder gar zusammengetauscht hatten und das eigene Serverlein noch in der Wohnung glühte.


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