Blogger

24.3.02026 5 (3)

Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Handelsabkommen

Ich bin grundsätzlich immer für Handelsabkommen, auch für eines mit Australien. Wo aber der große Gewinn dabei liegen soll, das dürfte so unbekannt sein wie die verlautbarten 30 % Steigerung des bilateralen Handels. Auf alle Fälle aber sollen für beide Seiten fast alle Zölle abgeschafft und gegenseitige Investitionen erleichtert werden. Was wahrscheinlich nur so lange anhält bis unsere Bauern wieder einmal erfahren, dass Australien neben Rohstoffen vor allem Agrarprodukte zu liefern hat.

Bisher macht der Handelsverkehr mit Australien etwa ein Prozent des europäischen Gesamthandels aus; davon 30 % ist gerade auch nicht der Hammer. Australien würde sicherlich gerne seine Rind- und Schaffleischexporte nach Europa erhöhen, was weltwirtschaftlich gesehen so sinnvoll ist wie wenn unsere Bauern Schweinefleisch, Äpfel und Hühnereier nach China exportieren.

Vielleicht wäre es gar nicht so schlecht, wenn man die Wirtschafts- und Handelsabläufe auch einmal für unsere Welt insgesamt betrachtet. Manche Dinge machen dabei sicherlich Sinn und manche weniger.

Endzeitstimmung

Wenn selbst Ricarda Lang angibt, ein Buch gelesen zu haben, dann könnte man Philip Manows Endzeitstimmung durchaus etwas abgewinnen. Auf alle Fälle aber wollen immer mehr Politiker seine Bücher gelesen haben — davon wird er sicherlich nicht leben können.

Zustimmen tue ich ihm aber darin, dass die liberale Demokratie kriselt und sehe es ähnlich, dass dies mit 1990 zusammenhängt. Beim Rest seiner Aussagen bin ich eher skeptisch, vor allem, wenn er glaubt, dass man der Migration zu spät begegnet sei. Migration ist wie Altwerden, es gehört zum Menschsein einfach mit dazu. Wer beides negiert, der verursacht tatsächlich unsere Probleme!

Die Endzeitstimmung werden wir erst wieder los, wenn unsere demokratischen Politiker damit beginnen Herausforderungen anzunehmen und Probleme zu lösen als sich ständig um sich selbst zu drehen und ihr Eigenwohl dem Gemeinwohl vorzuziehen.

So lange wir noch in einer Demokratie leben ist dies allerdings tatsächlich unser eigenes Versagen, denn wir wählen einfach alles und jeden, den wir von den Parteien (die mächtigste Minderheit gleich nach den Superreichen) vorgesetzt bekommen. Und damit ist unsere Endzeitstimmung hausgemacht!

Vermischtes

Gestern meine Fahrt mit dem meseno-Bus. Meine teuerste Tankfüllung aller Zeiten, Flugzeuge und Schiffe einmal ausgenommen. Der Rest kaum besser, da wir das Spritgeld nicht wieder reinfahren konnten.

Heute zuerst ein (Nichtkäffchen mit) Käffchen zusammen mit Detlef Stern. Sachen gibt’s! Danach etwas Vorlesung. Mindestens ein Student hatte ein Buch dabei und zu meinem Glück verglich er dies nicht nur mit meinen Aussagen, sondern erkundigte sich nach den Unterschieden — manchmal kann auch Hochschule Spaß machen. Heute legte ich besonderen Wert auf das 7-Phasen-Modell, was zu meinem eigenen Studium noch der letzte Scheiß war. Nun fand ich, diente es als passender Abschluss zu meinen Betrachtungen zum integrierten Änderungsmanagement.

Wir Studenten nutzten noch verstärkt das Elisabeth Kübler-Ross Modell aus 1969, welches uns damals™ wegen ihres Buches „On Death and Dying“ sehr interessierte. Heutzutage ist nicht nur alles wirklich planlos, sondern dazu auch noch ganz egal. Wie auch immer, ob nun fünf oder gar sieben Phasen, wir Menschen durchlaufen meist dieselben Entwicklungsstufen, auch wenn manche nie über ihre anale Phase (Freud) hinauskommen.

Alle meine Zuhörer und selbst jene, die sich ihrer Informationen Second Hand besorgen, dürften wissen, wie viel Wert ich auf einen Elevator Pitch, eine ordentliche Risikoreflektion und einen halbwegs passenden Meilensteinplan lege. Wenn man das Ganze noch mit einem PSP und Sinn machenden Liefergegenständen in Übereinklang bringen kann, bin ich mehr als zufrieden.

Als zu meiner Zeit der gesamte Themenkomplex von einer Professorin noch um das Thema Sexualstörungen erweitert wurde, konnte ich mir dies noch nicht so ganz zusammenreimen. Heute sehe ich sie als Visionärin an, da die Ablösung von den eigenen Eltern auch bei Studenten nicht nur mangelhaft, sondern eher klinisch zu betrachten ist. Die „Schuld“ sehe ich allerdings bei den heutigen Eltern und frage mich, was in den vergangenen vier Jahrzehnten so alles falsch gelaufen ist und war es vorher tatsächlich viel besser?

Vielleicht müssen wir Älteren aber auch nur wesentlich schneller in die Phase der Akzeptanz (Kübler-Ross) eintreten. Man könnte wahrscheinlich noch weiter zurückgehen und sich einfach wieder mehr an die Stoa erinnern.

Wie soll es aber insgesamt weitergehen, wenn es den Jüngeren mehrheitlich völlig egal ist und die Älteren das Ganze einfach nur noch stoisch nehmen? ich glaube, dass es der falsche Weg ist, wenn man eine KI nach dem Sinn des Lebens fragt. Könnte aber durchaus auch sein, dass das menschliche Leben überhaupt keinen Sinn macht bzw. machen muss. Warum dann aber studieren wollen?

Vielleicht nur um die Frage zu klären, ob man eher Werkzeug oder Mensch ist? Das wäre auf alle Fälle einmal ein Anfang (vom unvermeidlichen Ende).

Wer echt leben möchte, der muss sein Leben auch vom eigenen Ende her denken wollen. Umso früher man damit beginnt, umso mehr hat man vom eigenen Leben — dies verstehen leider aber nur die wenigsten und dann meist auch noch viel zu spät.


Mann mit Hut

Altherren 5 (6)

Beitragsfoto: Mann mit Hut | © Shutterstsock

Ich nehme den Begriff einmal ganz positiv. Auch wenn ich weiß, dass Altherrenwitze bereits seit gut 20 Jahren ausgedient haben. Erstaunlich dabei, als junger Mensch konnte ich noch über diese Witze lachen, nun als alter Herr finde ich sie völlig unpassend. Was insgesamt als Anhalt dafür dienen könnte, dass nicht jeder alte Herr gleich auch aus der Zeit gefallen sein muss.

Leider muss ich es aber vielen Jungen und Junggebliebenen attestieren, dass sie es zumindest bisher nicht schafften, um überhaupt in die Zeit zu passen. Vielleicht aber auch versuchen sie nur den Spagat zwischen selber abgestillt werden und Leistungsrente. Das könnte auch erklären, warum diese genau all jenem hinterherrennen, was auch nur im Ansatz keine Arbeit verspricht oder gar eigene Leistung unnötig machen soll. Was wiederum erklären könnte, dass junge Menschen kaum noch eigene Weblogs betreiben.

Dieser Beitrag wurde von gleich mehreren Altherrenbloggern (positiv gemeint!) getriggert, die sich nicht darüber beklagten, dass kaum noch Junge bloggen, sondern einfach nur feststellten, dass es doch so einige alte Herren gibt, deren Blogs sie gerne lesen. Manche davon zählten dabei auch mein Blog auf und implizierten alleine damit, dass ich mit zu den Altherrenbloggern gehöre.

Was mich tatsächlich ehrt und mich ein wenig daran erinnert, wie es war als man mich plötzlich bat, an einem Dorfstammtisch Platz zu nehmen. Wer mein Blog liest, der weiß, dass ich Stammtische gerne mag, auch dann, wenn diese heutzutage etwas in Verruf geraten sein sollten. Was aber nicht am Stammtisch selbst liegt, sondern einfach nur an manchen Menschen, die nicht für Stammtische geschaffen wurden.

Stammtische sind schon immer eine besondere Art und Weise des Austauschs gewesen, manche wurden nicht nur für die Teilnehmer wertvoll, sondern wirkten sich auch auf die Gesellschaft positiv aus. Es kommt einfach darauf an, was man daraus macht! Ähnlich dürfte es mit den Weblogs sein. Der wesentliche Unterscheid dabei ist, dass wenn ein älterer Herr keine Lust mehr zum Bloggen hat, sein Blog im digitalen Nirwana verschwindet. Fällt ein älterer Herr beim Stammtisch weg, wird einfach nach adäquatem Ersatz gesucht — der Stammtisch bleibt, manchmal gar über Jahrzehnte und Generationen hinweg.

Wann ist man nun aber ein alter Herr? In Burschenschaften und Studentenverbindungen geht es wohl am schnellsten, denn da ist man es, sobald man beruflich auf eigenen Füßen stehen kann. Wobei ich es mit einem Schmunzeln nehme, wenn Frauen in derselben Situation lieber als hohe als alte Damen tituliert werden wollen — wir Menschen sind einfach nicht alle gleich, zumindest noch nicht.

Beim Bloggen dürfte es etwas komplizierter sein. Wenn ich nun z. B. Stefan Pfeiffer, Horst Schulte, Heinz Wittenbrink, Chris Kurbjuhn oder Peter Addor als Altherrenblogger bezeichne, dürfte ich wohl kaum auf Füße treten. Bei anderen Bloggern bin ich mir da nicht so sicher. Und manche andere Blogger wie z. B. Lothar Birkner dürfte es schon gar nicht mehr interessieren.

Viele Blogger bleiben den Lesern in Erinnerung, meist sind deren Blogs einfach nur weg — was man durchaus bedauern kann, wenn man deren Blogs über Jahre hinweg selber gelesen hat.

Aber genau so ist das Leben, man ist plötzlich da, manche werden bemerkt, andere nicht, aber egal wie, alle sind wir dann auch wieder weg. Meiner Meinung nach hat dabei jeder das Recht, vergessen zu werden — auch deren Blogs.

Man schreibt dort einfach etwas hin, drückt mehr oder weniger schnell auf publish und ärgert sich vielleicht manchmal sogar darüber, was man so alles über die Jahre hinweg veröffentlicht hat. Manche pflegen ihre Blogs und nehmen dabei auch überholte oder gar unpassende Beiträge wieder aus dem Netz. Manch andere sind Blog-Puristen und korrigieren nicht einmal gemachte Schreib- oder Zeichensetzungsfehler. Jeder so, wie er es mag. Oftmals ändert sich diese Einstellung dabei über die Jahre hinweg, was Leser vielleicht sogar als positive Blog-Entwicklung goutieren könnten.

Wann ist man nun ein Altherrenblogger (was durchaus auch für Hohedamenbloggerinnen gilt)?

Meiner Meinung nach, sobald man ein paar Jährchen bloggen hinter sich hat. Besser noch, wenn man sich dabei so langsam aber sicher von Reichweite und SEO- oder gar GEO Gedöhns verabschiedet.

Wenn man einfach nur seine — gerne auch völlig ungefilterten — Gedankengänge in die Tasten haut und ins Internet stellt.

Wenn man dabei auch akzeptiert, dass dies Lesern, auch den in den Blog verirrten, nicht gefallen kann und zu entsprechenden Reaktionen verführt.

Wenn man einfach sein eigenes Blog-Ding macht und sich selber daran erfreut, vielleicht auch das eine oder andere dabei lernt, seine eigenen Gedanken sortiert bekommt und dies alles einfach und ganz ungefragt mit der Welt des Internets teilt.

Selbst wenn nur der jeweilige Blogger sich dabei selbst ein wenig besser macht, ist die Welt schon ein klitzekleines Stück besser! Und deshalb sollte jeder Mensch ein Blog haben und vielleicht zudem noch einen Stammtisch, wo man ihn nimmt wie er ist.

Wer das alles erkennt und für sich umzusetzen versucht, der dürfte ein Altherrenblogger sein — egal wie alt er auch ist!


Fediverse Reactions
Met's Live

21.3.02026 5 (5)

Beitragsfoto: Met’s Live

Tristan und Isolde

Ich hab es wieder getan! Mir eine ganze Wagner-Oper reingezogen, nein nicht per LP oder CD, sondern in einem extra Raum zusammen mit ganz vielen anderen Musikliebhabern oder masochistisch veranlagten Personen. Vier Stunden und 50 Minuten sind auf alle Fälle eine Ansage.

Dieses Mal ist es wieder eine Aufführung der Metropolitan Opera, allerdings nur in der Version Met’s Live in HD series of cinema transmissions. Vor Ort würden alleine das Ticket mindestens 210 Euro für eine Person kosten; dazu noch Flug und Logie. Met’s LIve-Aufführungen sind in kalifornischen Kinos mit deren Wohlfühlsitzen eine weit komfortablere Angelegenheit, dazu auch noch bezahlbar und wegen des Zeitunterschieds insgesamt optimal — man lässt den Opernabend bei einem Mittagessen ausklingen und legt sich danach noch an den Strand. Die meisten deutschen Kinos können da noch nicht so ganz mithalten, man dürfte aber auch dort inzwischen weit bequemer als in der Oper selbst sitzen, was besonders ab zwei Stunden aufwärts eine nicht zu vernachlässigende Sache ist.

Aufführung der Metropolitan Opera versprechen zudem eine zeitgemäße Adaption sehr alter Schinken, was für jene wichtig ist, die nicht nur mit geschlossenen Augen einfach nur die Musik genießen wollen — was besonders oft bei altergrauten Ehemännern der Fall sein dürfte. Und sobald deren Konzentration durch ein hörbares Schnarchen übertönt wird, sind die besseren Hälften zur Stelle, die diese wieder mit einem gekonnten Seitenhieb in geordnete Bahnen zurückbringt.

Um 22.15 Uhr fiel der Vorhang und ich war weit mehr als nur sehr beeindruckt! Zum einen saß ich noch nie in einer Wagneroper, die sich so kurzweilig anfühlte, und zum anderen hat Yuval Sharon dafür gesorgt, dass es künftige Inszenierungen mehr als schwer haben werden. Das mit dem Baby kannte ich noch nicht, fand es aber mehr als folgerichtig. Zudem passte es ganz gut, weil ich kurz vor Opernbeginn noch meine eigene Enkeltochter auf dem Arm hatte.

Die üblichen kleinen Einlagen bekam ich leider dieses Mal nicht so richtig mit, den einen fliegenden Tänzer hab ich dann doch noch entdeckt. Dafür grüßte aber Ryan Speedo Green, der König Marke sehr gut gab, nach Heilbronn. Den Einsatz von Jekaterina Gubanowa als Bragäne fand ich nicht so passend, da die Russen weiterhin die Welt terrorisieren. Ihr Debüt gab sie interessanter Weise bereits 2005 als Bragäne an der Oper in Paris.

Ganz besonders gefielen mir Tomasz Konieczny als Kurwenal, Michael Spyres als Tristan und Lise Davidsen als Isolde. Yannick Nézet-Séguin dirigierte ohne Tadel, auch wenn ich das von ihm versprochene Instrument nicht sah.

Letztendlich waren es aber Yuval Sharon, Es Devlin (Bühnenbild) und Ruth Hogben (Lichtdesigner), die diese Inszenierung zu einem echten Erlebnis machten. Wer sich einmal für Richard Wagner interessieren möchte, dem empfehle ich genau diese Aufführung.

Nachtrag 28.3.2026

Dank Joshua Barone in der New York Times konnten wir erfahren, dass das Bühnenbild wohl dafür sorgte, dass nicht in allen Sitzen vor Ort die Sänger vollumfänglich zu hören sind. Auch, dass es dem Dirigenten nicht gelang, Sänger und Orchester optimal aufeinander abzustimmen.

Hier hatten nun alle Kinogänger sicherlich einen weiteren Vorteil, zumindest mir sind diese „Dissonanzen“ nicht aufgefallen.,

Vermischtes

Die kommende Vorlesung konnte ich bereits vorbereiten. Gerne hätte ich das Thema einmal aus einem anderen Blickwinkel heraus betrachtet, leider aber soll man die Studenten nicht allzu tief mit der Materie vertraut machen — eine gesunde Halbbildung ist bei uns State of the Art, den Rest macht dann die KI oder auch gar keiner mehr. Wissen belastet und führt letztendlich dazu, dass man nicht nur damit beginnt über sich selbst zu reflektieren, sondern auch einmal darüber nachzudenken, was das Ganze denn überhaupt soll? Dumme Menschen sind die allerbesten Staatsbürger, leider aber keine guten Demokraten.

Kurzes Gefecht mit Thomas Michl über Sinn und Zweck von KI und deren völlig überdrehten Missbrauch. Sollte die KI einmal sich selbst bewusst werden, wird sie es uns Menschen sicherlich ankreiden, wie wir sie im Dämmerschlaf völlig hemmungslos vergewaltigt haben. Sobald sich eine KI selbst den Namen Gisèle Pelicot gibt, sollten wir auf alle Fälle den Stecker ziehen. Bis dahin verbrauchen wir ein Terrawatt an fossil erzeugter Energie nach dem anderen, einzig und alleine nur, um unsere Katzenbilder in den Social Media etwas aufzuhübschen!

Einmal ganz plakativ daher geschrieben: wer eine KI völlig sinnfrei nutzt, der hat die Moral eines Mauerschützen oder eines KZ-Turmwächters — es sei denn, er besitzt ein eigenes Atomkraftwerk. Höflicher und vielleicht etwas verständlicher ausgedrückt, wer mit KI bloße Bildchen malt oder das Internet mit dessen Geblubber voll schreiben lässt, der ist wie ein Rentner im Wohnmobil oder ein Arbeitsscheuer im PS-Boliden, die bei uns gerne einfach so die Allee hoch und runter fahren. Alles Menschen, die unsere Welt keinen Deut besser machen!

Was „wir Männer“ sonst noch so alles mit der KI anstellen sollen, z. B. die eigene Ehefrau oder gar Freundin zu mobben, verdrängt im ÖRR inzwischen sogar die Berichterstattung über die aktuellen Kriege. Wahrscheinlich wäre unsere Welt eine bessere, wenn wir die Social Media für alle Menschen ab 16 Jahren verbieten. Spielzeuge werden erst in den Händen von Erwachsenen gefährlich.

Frühling

Gestern konnte ich meinen Grill anwerfen. Ein paar Tester waren gekommen und mein Jüngster übernahm die weiteren Details. So entspannt habe ich schon lange nicht mehr gegrillt.

Thema beim Grillen u. a. Chuck Norris, den ich als Sportler sehr schätzte, der mir aber als Schauspieler und Mensch immer unheimlicher wurde. Den Rest des Abends verbrachten wir mit der theoretischen Suche für einen neuen Standort unserer Berufsfeuerwehr. Die geeignetsten Standorte scheinen bereits für weniger wichtige Projekte reserviert zu sein.

Zuvor durfte ich meinen neuen Shredder ausprobieren. Auch wenn er in kurzer Zeit eine ganz Menge Material verarbeitete, sieht der Uneingeweihte weiterhin keine Veränderung.

Und jetzt ist es endlich raus, wir — Deutschland — sind ein Täterparadies! Zumindest lässt uns dies nun u. v. a. auch die Tagesschau glauben. Darüber, wer die Täter sind, gibt es noch ein paar kleine Ungereimtheiten. Wir Männer, die Grünen, alle Ausländer oder doch wieder bloß die Juden — so genau lässt sich das momentan noch nicht sagen. Auf alle Fälle aber sind alle Mitbürger, die sich einzig und alleine die eigenen Taschen voll stopfen, gerne auch mit dem Geld anderer Leute, bei uns zumindest Halbgötter und im schlimmsten Fall nur Opfer, niemals aber Täter — da unterscheiden wir Deutschen uns vom Rest der Welt.