Berg

9.4.02022 5 (2)

Skizze eines Berges | © Pixabay

Spieleabend

Zum Abschluss eines ereignisreichen Tages holte dann noch ein Familienmitglied die Karten heraus, und so endete der Tag in Harmonie, denn jedem gelang es ein Spiel für sich zu entscheiden.

Später noch ein wenig Archivarbeit in Vorbereitung der kommenden Florenzfahrt und das Wochenende kann beginnen.

Foren

Seit ein paar Wochen hat dieses Weblog auch ein eigenes Forum. Ich habe dieses Forum nach einem ersten Foren-Versuch „Europastammtisch“ genannt und hoffe damit zumindest die ehemaligen Foren-Benutzer gewinnen zu können.

Zudem möchte ich die Weblog-Leser zum Foren-Schreiben anregen. Nicht jeder schreibt gerne ganze Blog-Beiträge oder hat, wenn er dies doch gerne täte, auch Zeit dafür. Und hin und wieder einen Kommentar zu einem Blog-Beitrag zu hinterlassen, ist manchen dann doch zu wenig.

Auch gelangen immer mehr, einst eifrige, Microblog-Schreiber, wie z.B. bei Twitter, zu der Auffassung, dass solche Microblogs doch nicht das Gelbe vom Ei sind.

Und so glaube ich, dass es inzwischen doch eine ausreichende Menge an Foren-Schreibern geben, die das Forum zu einem echten Mehrwert für viele machen könnte.

Bereits auf dem Weblog registrierte Nutzer können sich jederzeit im Forum betätigen. „Neue“ müssen mir einfach nur eine E-Mail zukommen lassen und ich schalte diese dann für das Forum frei.

Eine meiner Erfahrungen aus dem ersten Foren-Versuch ist, dass es für niemanden von Vorteil ist, wenn auch Gäste im Forum Beiträge schreiben können. Dies führte bisher nur dazu, dass mehr Bots, Spammer und Trolle im Forum unterwegs waren als ich als Foren-Admin überhaupt bewältigen konnte.

So bitte ich die Foren-Leser um Verständnis, dass sie sich vorab registrieren lassen müssen, um auch eigene Beiträge verfassen zu können.

Burg Steinsberg

Seit ich vom Gaffenberg herunterblicke, möchte ich die eine am Horizont sichtbare Burgruine besuchen; dieser Wunsch besteht inzwischen schon seit ein paar Jahrzehnten. Später dann konnte ich die Burgruine auch der Burg Steinsberg im Kraichgau zuordnen und erinnerte mich auch manchmal an mein Vorhaben, wenn ich auf der Autobahn an Sinsheim vorbeifuhr.

Später dann, wenn ich mit meiner besseren Hälfte am Gaffenberg unterwegs war, konnte diese es nicht mehr hören, wenn ich mal wieder die Burg am Horizont erblickte und mich an meinen Wunsch erinnerte.

So zogen die Jahre ins Land und es hätte sich bestimmt nichts geändert, wenn ich heute nicht zu einem kurzen Spaziergang zur Burg Steinsberg eingeladen worden wäre.

Und jetzt ist es vollbracht, meine imaginäre „Bucket List“ ist nun um einen Eintrag leerer. Und das Schöne daran ist die Burg Steinsberg, die man nicht nur gut erwandern, sondern auch ganz gut besichtigen kann.

Es war zwar heute sonnig, dennoch sehr kühl und sehr windig, so kann ich es auch ganz gut nachvollziehen, dass sich der letzte Burgbewohner, Georg Friedrich von Venningen, 1718 versehentlich erschoss.

Im Jahr 1972 verkaufte die Familie von Venningen die Burgruine an die Stadt Sinsheim, die diese Ruine zu einem Kleinod machte. Und so hat man von dort aus nicht nur einen guten Blick auf den Gaffenberg, sondern man kann dort auch ganz gut essen.

Dieses Mal wird es nicht so lange dauern, bis ich wieder einmal dort vorbeischaue.

Geburtstag des Tages

Charles Baudelaire


Frau mit Flagge

24. April 2022 5 (1)

Beitragsfoto: Frau mit Flagge | © Pixabay

Schon einmal haben unsere französischen Nachbarn unserem Europa einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht. Manche von uns erinnern sich noch gut daran, wie am 29. Mai 2005 eine Mehrheit von 55,7 % der Franzosen gegen die Annahme des Vertrages zu einer europäischen Verfassung stimmten und unser Europa um Jahre zurückwarfen.

Die Realisten unter uns erkannten schon damals, dass die Mitgliedsstaaten der EU nicht aufgrund der Europäischen Idee in der EU waren, ganz besonders nicht jene, die erst 2004 beigetreten sind.

Die Hauptgründe für eine Mitgliedschaft dürften bis heute bei den meisten Mitgliedern in den finanziellen Vorteilen einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit und eines sozialen Europas (Transferzahlungen) liegen.

Als nächster Grund die ganz banale Sache, dass sie durch ihre Mitgliedschaft in der EU überhaupt noch ihre eigene nationale Souveränität aufrechterhalten können (eigentlich ein Widerspruch in sich). Für manche aber ist es auch die Rettung vor einem wiedererstarkenden Russland; wobei ironischerweise Russland dabei inzwischen Deutschland als Schreckgespenst abgelöst hat — zumindest vorerst.

Und selbst die lautstarken Europäer denken bei Europa eher an einen Superstaat Europa, je nach Nationalität dabei an eine europäische Grande Nation oder an ein europäisches Groß-Berlin — was sehr viele deshalb an einen deutsch-französischen Burgfrieden glauben ließ. Und einige dieser Europäer glauben bis heute sogar noch daran, den Superstaat Europa unter Moskauer Führung realisieren zu können.

Sehr wenige Unionsbürger glauben bis heute noch an einen Bundesstaat Europa — an die Vereinigten Staaten von Europa. Und noch weniger davon an einen Zusammenschluss der Freien Welt bis hin zu einer inzwischen in weiter Ferne liegenden Weltunion.

Gerade befindet sich Europa wieder einmal im Krieg, auch die Europäische Union. Unser wichtigster und verlässlichster Partner, die Vereinigten Staaten von Amerika, versuchen dabei noch eine Ausweitung zu einem Weltkrieg zu verhindern. Wir Europäer sind übrigens einem Weltkrieg weniger abgeneigt — wieder einmal (was man als Anzeichen von Hybris werten kann).

Was diesen Krieg aber ganz besonders macht, ist, dass die Fronten bei fast allen Kriegsbeteiligten noch nicht geklärt sind.

Ungarn, Österreich und Deutschland scheinen immer noch eher für Russland zu tendieren und werden nur durch die Standhaftigkeit der Ukrainer zu einer Umkehr ihrer Politik gezwungen. Wobei wir erkennen müssen, dass dies dann nur eine (knappe) Mehrheitsentscheidung sein wird.

Leider glauben sehr viele Deutsche immer noch daran, dass die USA dem deutschen Großmachtstreben entgegensteht — und sie haben völlig recht damit, denn die USA bauen auf ein demokratisches und europäisches Deutschland.

Bei den baltischen Staaten, Polen und dem Rest Osteuropas liegt die Angst vor Russland noch zu tief, um sich von unserem Europa abzuwenden, was sich aber sehr schnell ändern wird, wenn diese Angst entfällt — die antidemokratischen Polen können als gutes Beispiel dienen.

Das Vereinigte Königreich und die Skandinavier sind sich einig, sie stehen an der Seite der USA, um das Freie Europa zu verteidigen. Südeuropa und die iberische Halbinsel halten sich hingegen noch etwas bedeckt, weil sie nicht genau wissen, wie sich Deutschland und vielleicht demnächst auch Frankreich entscheiden werden.

Und während wir Deutschen weiterhin herumlavieren und immer noch versuchen, Profit aus dem Krieg zu ziehen, wird es für unser Europa bereits am 10. April 2022 sehr spannend werden, und spätestens am 24. April 2022 haben wir dann Gewissheit.

Denn Frankreich wählt einen neuen Präsidenten:

  • Emmanuel Macron, ein Superstaat-Europäer, baut weiterhin auf Europa, aber ohne Russland und möglichst auch ohne die USA.
  • Marine Le Pen, eine Faschistin, vielleicht auch ein Nazi, baut auf die Grande Nation und dies gerne mit russischer Unterstützung, auf jeden Fall aber ohne die USA.

So werden wir Deutschen am 24. April 2022 endlich wissen, wie es in diesem Krieg weitergeht. Unsere französischen Freunde werden dies für uns entscheiden.

Wie es mit unserem Europa weitergeht, werden wir aber auch dann nicht wissen. Denn im besten Fall wird die Ukraine überleben und die Russische Föderation für ein paar Jahre stiller werden. Die USA können einen Weltkrieg verhindern, und die Chinesen warten nochmals ein wenig, bis sie selber den Konflikt wagen.

Auf jeden Fall aber werden auf das gesamte Europa Kosten in bisher nicht vorstellbarer Höhe zukommen, und wir Normalbürger werden allesamt unser bisheriges Luxusleben aufgeben müssen.

Dann wird es richtig spannend, nämlich wenn wir uns entscheiden müssen, wie wir diese Krise bewältigen wollen.

„What one needs to do at every moment of one’s life is to put an end to the old world and to begin a new world.“

Nikolai Berdyaev, The Beginning and the End (1947)

Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

8.4.02022 5 (1)

Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

mesenos

Seit einiger Zeit motiviert mich meine bessere Hälfte immer wieder bei meseno vorbeizuschauen und im Treffpunkt auszuhelfen. Inzwischen bin ich nun freitags fest gebucht und kann mich in der Hausaufgabenbetreuung versuchen oder als Lesepate fungieren.

Am besten aber gefällt es mir, wenn es zu den Spiel- und Sporteinheiten kommt — nach den Hausaufgaben versteht sich. Und inzwischen kann ich auch bei den Jungs die ersten Erfolge beobachten, was sicherlich dem gesamten Einsatz des meseno-Betreuer-Teams geschuldet ist.

Und da es gleich zwei Jungs gibt, die nicht nur gerne Schach spielen, sondern auch noch ganz passabel, freue ich mich umso mehr, wenn wir wieder einmal eine Partie spielen können.

Kaum vorzustellen, wie gut die Jungs sich entwickeln könnten, gäbe es weitere freiwillige Helfer, die mit am Ball bleiben und dafür sorgen, dass fehlende familiäre Betreuung und mangelnde Kenntnisse bei den Erziehungsberechtigten voll und ganz ausgeglichen werden.

Mehr Konsequenz

Heilbronner Gemeinderäte, die sich eigentlich nicht für die Heilbronner Innenstadtprobleme interessieren, fordern jetzt in der Heilbronner Stimme (08.04.2022: 25) mehr Konsequenz. Je nach politischer Ausrichtung verteufeln sie dabei Mitbürger oder fordern noch mehr Ausgaben zugunsten ihrer eigenen Klientel.

Wir können uns unsere Mitbürger nicht aussuchen und schon gar nicht selber backen. Viele von uns können nicht einmal mehr ihre eigenen Kinder zu halbwegs anständigen Menschen erziehen. Und bei der Auswahl unserer Volksvertreter haben wir auch kein gutes Händchen.

Heike Kinkopf meint dazu, dass „das zuständige Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung, Soziales und Gesundheit auf Tauchstation gegangen zu sein“ scheint. Das sieht nur danach aus, weil der OB sich überhaupt nicht für Heilbronner Belange interessiert, die verantwortliche Bürgermeisterin ungeeignet ist und insgesamt unsere entsprechenden Verwaltungsangestellten nicht durch Engagement oder der Suche nach Lösungen brillieren.

Seit ein paar Jahren schreibe ich mir hier diesbezüglich die Finger wund. Wenn wir diese, nunmehr auch von anderer Seite her bestätigte, Misere bessern wollen, dann benötigen wir eine neue Verwaltungsspitze und zumindest größere Veränderungen im Gemeinderat.

Wer glaubt, dass man etwas verändern kann, aber alles beim alten belässt, der irrt sich ganz gewaltig!

Impfpflicht

Diese Debatte mit ihrem erwartungsgemäß unschönen Ausgang zeigt eindeutig, dass sich unsere Berufspolitik nicht nur völlig erschöpft hat, sondern insgesamt nicht mehr in der Lage ist, um unser Land überhaupt noch zu regieren.

Ulrike Bäuerlein (Heilbronner Stimme, 08.04.2022: 2) bringt dies in ihrem Kommentar „Systemfehler“ eigentlich gut auf den Punkt: „Das politische System spült so auch nicht geeignete Kandidaten in höchste Ämter.“ Wobei gestern die vielen für ihren Job überhaupt nicht geeigneten Volksvertreter es zumindest erreicht haben, dass das Trauerspiel um die Impfpflicht nunmehr beendet wurde.

Das erspart nun allen Verwaltungen die erneut abzusehende Tragödie, nämlich eine Pflicht vergeblich durchsetzen zu müssen oder alternativ einfach wieder einmal nur zu ignorieren.

Kommentar des Tages

Daniel Deckers kommentiert in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (07.04.2022: 21.52 Uhr) ebenfalls die Wahlrechtsreform in Baden-Württemberg: Historische Entscheidungen

Zum Vergleich: meine eigene Stellungnahme vom 7. April 2022

Geburtstag des Tages

Jacques Brel